ERP (Enterprise Resource Planning) ist eine spezielle Software zur Ressourcenplanung eines Unternehmens bzw. einer Organisation. ERP integriert eine Vielzahl von betrieblichen Daten und Prozessen, die in einer zentralen Datenbank verarbeitet und gespeichert werden. Im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung von Unternehmensprozessen (siehe Digitale Transformation) kommt ERP-Software immer mehr zur Anwendung und entsprechend ausgebildete Fachkräfte sind sehr gefragt.
ERP-Consultants (m./w./d.) (oder ERP-Berater*innen) sind spezialisierte Unternehmensberater*innen, Business Analyst*innen oder Betriebswirte/Betriebswirtinnen, die Unternehmen und Organisationen bei der Beschaffung, Implementierung und Anwendung von Enterprise Resource Planning Anwendungen beraten und unterstützen.
ERP-Consultants (m./w./d.) arbeiten als Selbstständige oder als Angestellte in Unternehmungsberatungen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen, verschiedenen IT-Spezialist*innen (z. B. Business Analyst*innen, Informatiker*innen Wirtschaftsinformatiker*innen, Digitalisierungsberater*innen und dergleichen mehr). Zu ihren Ansprechpartner*innen in den Betrieben zählen Geschäftsführer*innen, Produktionsleiter*innen und leitende Mitarbeiter*innen (Manager*innen und Bereichsleiter*innen) aus verschiedenen Fachbereichen und Abteilungen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe:
Information zum „Reglementierten Gewerbe“: die Zulassungsbedingungen für reglementierte Handwerke und Gewerbe sind bundesgesetzlich geregelt (siehe hierzu die jeweils angegebenen Bundesgesetzblätter, einsehbar unter: Rechtsinformationssystem Österreich
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Business Analytics | Business Analytics (Business Analyse, Unternehmensanalyse) bezeichnet die Analyse von Geschäftsprozessen, IT-Systemen, von Daten- und Kommunikationsflüssen eines Unternehmens. |
Businessplan | Ein Businessplan ist eine umfangreiche Beschreibung einer Geschäftsidee. Darin wird, neben Kosten-, Umsatz- und Gewinnerwartungen, auch der Personal-, Kapital- und Materialbedarf angegeben. Ein Businessplan dient meist dazu, mögliche Geldgeber wie z. B. Banken oder Venture Capitalists von der Wirtschaftlichkeit der Idee zu überzeugen. |
Cash Management | Elektronisches Informationssystem zur Unterstützung des Finanzmanagements eines Unternehmens. Cash Management Systeme bieten jederzeit einen aktuellen Überblick über alle nationalen und internationalen Konten bzw. Kontobewegungen des Unternehmens. |
Industrie 4.0 | Unter Industrie 4.0 versteht man die vermehrte Digitalisierung und Automatisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen in allen Arbeits- und Wirtschaftsbereichen, etwa durch Computer und Roboter. Wesentliches Element von Industrie 4.0 ist dabei die intelligente, digitale Vernetzung der gesamten Produktionsumgebung ("smart production"), also von den Maschinen und Anlagen über die Logistik- und Manipulationssysteme bis hin zur Gebäudetechnik untereinander, aber auch mit dem Menschen (MitarbeiterInnen). Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung mittels Wasser- und Dampfkraft; darauf folgtedie zweite industrielle Revolution, geprägt durch Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, sowie daran anschließend die dritte industrielle Revolution oder digitale Revolution mit Einsatz von Elektronik und IT (v. a. die speicherprogrammierbare Steuerung und die CNC-Maschine) zur Automatisierung der Produktion. |
Operations Research | Unternehmensforschung. Sie wird in der Wirtschaft zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen mit Hilfe von mathematischen Verfahren eingesetzt. |
Qualitätsmanagement | Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. |
Total Quality Management (TQM) | Als Total Quality Management (totales Qualitäts-Management, TQM) bezeichnet man die durchgängige, laufende und alle Bereiche einer Organisation (Unternehmen, Institution etc.) erfassende Aufzeichnung, Sichtung, Organisation und Kontrolle der Geschäftsprozesse, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft sicher zu stellen. |