Arbeitsmediziner*in

Die Arbeitsmedizin beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Arbeit, Gesundheit und Krankheit. Sie ist eine Spezialisierung der Allgemeinen Medizin mit Fokus auf Prävention, Gesundheitserhaltung, Sicherheit am Arbeitsplatz, Verhütung von Arbeitsunfällen und anderen schädlichen, gesundheitsgefährdenden Einflüssen und Faktoren denen Arbeitnehmer*innen an ihrem Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Damit ist die Arbeitsmedizin sehr stark auf Gesundheitserhaltung und Prävention ausgerichtet (Präventivmedizin).

Auf Basis eines gesetzlichen Auftrags trägt sie dazu bei, dass Beschäftigte durch Arbeit nicht krank werden. Ziel ist, die physische (körperliche) und psychische (geistige) Gesundheit bzw. die individuelle Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von Menschen bestmöglich zu erhalten und zu fördern.

Arbeitsmediziner*innen untersuchen und erforschen mögliche gesundheitsschädigende Einwirkungen am Arbeitsplatz und erarbeiten Richtlinien zur Erhaltung der geistigen, körperlichen Gesundheit von Beschäftigten in ihrem Beruf und an ihrem Arbeitsplatz. Darüber hinaus sind sie als Gutachter*innen und Berater*innen tätig. In dieser Funktion besuchen sie Unternehmen und Organisationen vor Ort, führen Betriebsbesichtigungen und Arbeitsplatzbewertungen durch und beraten Geschäftsführung und Management.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Datensicherheit und Datenschutz
  • didaktische Fähigkeiten
  • Ernährungskompetenz
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute rhetorische Fähigkeit
  • gutes Gedächtnis
  • medizinisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Hilfsbereitschaft
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Konzentrationsfähigkeit
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Hygienebewusstsein
  • Infektionsfreiheit

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Informationsrecherche und Wissensmanagement
  • interdisziplinäres Denken
  • komplexes / vernetztes Denken
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Für den Beruf Arbeitsmediziner*in ist ein abgeschlossenes Studium der Humanmedizin (siehe °Arzt / Ärztin#) mit Weiterbildung bzw. Zusatzausbildungen in Arbeitsmedizin oder Organisationsmedizin (Universitätslehrgänge, Akademien) erforderlich.

Die Arbeitsmedizin-Ausbildung unterstützt Ärzt*innen bei ihrer Entwicklung zu einer neuen Berufsrolle, nämlich der beratenden, präventivmedizinischen Tätigkeit in Unternehmen.

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Bachelorstudium Humanmedizin mit mind. 216 ECTS oder
  • äquivalentes, erfolgreich abgeschlossenes Studium für Humanmedizin an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung im Ausmaß von mind. 216 ECTS-Punkten

Abschluss:

Dr. med.univ.

Berechtigungen:

  • wissenschaftliche Vorbildung für den ärztlichen Beruf
  • ermöglicht den Zugang zur anschließenden Turnusausbildung und zu weiteren Facharztausbildungen
  • Zugangsberechtigung zu weiterführenden PhD-Studien

Info:

Das Curriculum des Masterstudium Humanmedizin baut auf dem Curriculum des Bachelorstudiums Humanmedizin an der PMU auf.

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Hinweis:
Das Masterstudium Humanmedizin an der Paracelsus Medizinischen Universität ist wie das Bachelorstudium (6 Semester, 216 ECTS) mit einem erhöhten Workload ausgestattet (144 ECTS) und kann daher in 4 Semestern absolviert werden.

Weitere Infos: https://www.pmu.ac.at/humanmedizin.html

Adressen:

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Absolviertes Bachelorstudium Humanmedizin bzw. Medical Science oder
  • äquivalentes, erfolgreich abgeschlossenes Studium für Humanmedizin an einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung im Ausmaß von mind. 180 ECTS-Punkten

Abschluss:

Dr. med.univ.

Berechtigungen:

  • wissenschaftliche Vorbildung für den ärztlichen Beruf
  • ermöglicht den Zugang zur anschließenden Turnusausbildung und zu weiteren Facharztausbildungen
  • Zugangsberechtigung zu weiterführenden PhD-Studien

Info:

Das Curriculum des Masterstudium Humanmedizin baut auf dem Curriculum des Bachelorstudiums Humanmedizin bzw. Medical Science auf.

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Danube Private University (DPU)
Steiner Landstraße 124
3200 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)676 842 419 305
email: info@dp-uni.ac.at
Internet: https://www.dp-uni.ac.at/

Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30
3500 Krems a. d. Donau

Tel.: +43 (0)2732 720 90 – 0
Fax: +43 (0)2732 720 90 – 500
email: office@kl.ac.at
Internet: https://www.kl.ac.at/

JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314
Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300
email: studium@jku.at
Internet: https://www.jku.at/

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Sigmund Freud Privatuniversität
Freudplatz 1/Campus Prater
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 798 40 98
Fax: +43 (0)1 / 798 40 98 -900
email: rektorat@sfu.ac.at
Internet: https://www.sfu.ac.at

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura) einer AHS oder BHS, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • Aufnahmeprüfung

Für die Zulassung zum Studium der Human- und Zahnmedizin an öffentlichen Universitäten wird ein bundesweit einheitlicher Aufnahmetest durchgeführt. Auch an Privatuniversitäten werden Aufnahmetests durchgeführt, allerdings von jeder Universität selbst.

Abschluss: abhängig vom Anbieter:

  • Bachelor of Arts in Medicine (BA) oder
  • Bachelor of Science in Medical Sciences (BScMed)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studien

WICHTIG: Der Abschluss des Bachelorstudiums ist Grundlage für das weiter Masterstudium Humanmedizin; der Abschluss berechtigt NICHT zur Berufsausübung als Arzt/Ärztin

Info:

Kosten:
Grundsätzlich sind für das Studium an öffentlichen Universitäten Studienbeiträge in Höhe von EUR 363,36 pro Semester zu entrichten.
An Privatuniversitäten fallen Studiengebühren an, deren Höhe vom jeweiligen Anbieter abhängen.

Hinweis:
Das Bachelorstudium an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg ist mit 216 ECTS ausgestattet.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Danube Private University (DPU)
Steiner Landstraße 124
3200 Krems an der Donau

Tel.: +43 (0)676 842 419 305
email: info@dp-uni.ac.at
Internet: https://www.dp-uni.ac.at/

JKU – Johannes Kepler Universität Linz
Altenberger Straße 69
4040 Linz

Tel.: +43 (0)732 / 24 68 -3314
Fax: +43 (0)732 / 24 68 -3300
email: studium@jku.at
Internet: https://www.jku.at/

Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU)
Strubergasse 21
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 2420 80080
Fax: +43 (0)662 / 2420 80009
email: infopoint@pmu.ac.at
Internet: https://www.pmu.ac.at/

Sigmund Freud Privatuniversität
Freudplatz 1/Campus Prater
1030 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 798 40 98
Fax: +43 (0)1 / 798 40 98 -900
email: rektorat@sfu.ac.at
Internet: https://www.sfu.ac.at

Art: Diplomstudium

Dauer: 12 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura) einer AHS oder BHS, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • Aufnahmeprüfung

Abschluss:

Doktor/Doktorin der gesamten Heilkunde (Dr. med. univ.)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Medizinische Universität Graz
Auenbruggerplatz 2
8036 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 385
Fax: +43 (0)316 / 380 -9667
email: studium@medunigraz.at
Internet: https://www.medunigraz.at/

Medizinische Universität Innsbruck
Christoph Probst Platz – Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 90 03 -0
email: i-master@i-med.ac.at
Internet: https://www.i-med.ac.at/

Medizinische Universität Wien
Spitalgasse 23
1090 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 40 160 -0
Fax: +43 (0)1 / 40 160 -910 000
email: studienabteilung@meduniwien.ac.at
Internet: https://www.meduniwien.ac.at/

Dauer: 7 Semester

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen: Zulassungsberechtigt sind Personen, die

  • zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes als Ärzt*innen für Allgemeinmedizin, als Fachärzt*innen oder als approbierte Ärzt*innen berechtigt sind oder
  • sich in Ausbildung zum/zur Fachärzt*in für Arbeitsmedizin und angewandte Physiologie befinden und eine arbeitsmedizinische Ausbildung gemäß Verordnung über die arbeitsmedizinische Ausbildung von Ärzt*innen idgF bereits absolviert haben
  • und
  • arbeitsmedizinische Betreuungstätigkeit gemäß ASchG über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren im Umfang von mindestens zehn Wochenstunden vorweisen können.

Abschluss: Master of Science (Continuing Education)

Berechtigungen: Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.meduniwien.ac.at/web/studium-weiterbildung/universitaere-weiterbildung/alle-lehrgaenge-und-kurse/msc-arbeits-und-organisationsmedizin/

Adressen:

AAMP – Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention
Clemens Holzmeister Straße 6
1100 Wien

Tel.: +43 664 8800 3850
email: office@aamp.at
Internet: https://www.aamp.at

Medizinische Universität Wien – Postgraduate Center
Spitalgasse 23
1090 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 40160 – 40104
email: postgraduate@meduniwien.ac.at
Internet: https://www.meduniwien.ac.at/

Dauer: 2 Semester

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Personen die zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes als Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin, als Facharzt/Fachärztin oder als approbierte Arzt/Ärztin berechtigt sind, oder
  • Personen die als Turnusarzt/-ärztin zumindest ein Jahr der Ausbildungszeit zum Arzt/zur Ärztin für Allgemeinmedizin oder bereits ein Jahr die Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin eines Sonderfaches absolviert haben, oder
  • Personen die sich in Ausbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Arbeits- und Betriebsmedizin befinden
  • Abschluss:

    • Zertifikat – Berufsberechtigung Arbeitsmediziner*in / Universitäts-Zeugnis (inklusive ECTS)
    • 210 Punkte für das Diplom-Fortbildungsprogramm der Österreichischen Ärztekammer

    Berechtigungen:

    • Erwerb der Berufsberechtigung Arbeitsmediziner*in
    • Punkte für die Niederlassung als Arzt für Allgemeinmedizin
    • 210 Punkte für das Diplom-Fortbildungsprogramm der Österreichischen Ärztekammer

    Weitere Infos: https://www.aamp.at/ausbildungen-fortbildungen/arbeitsmedizin-ausbildung-fuer-aerzte-innen

    Adressen:

    AAMP – Österreichische Akademie für Arbeitsmedizin und Prävention
    Clemens Holzmeister Straße 6
    1100 Wien

    Tel.: +43 664 8800 3850
    email: office@aamp.at
    Internet: https://www.aamp.at

    Medizinische Universität Wien – Postgraduate Center
    Spitalgasse 23
    1090 Wien

    Tel.: +43 (0)1 / 40160 – 40104
    email: postgraduate@meduniwien.ac.at
    Internet: https://www.meduniwien.ac.at/

    Art: Sonstige Ausbildung

    Dauer: 12-wöchiger Lehrgang, mindestens 360 Stunden

    Form: Berufsbegleitend

    Voraussetzungen: Zur Ausbildung zugelassen sind:

    • ÄrztInnen für Allgemeinmedizin und FachärztInnen aller Sonderfächer mit Berufsberechtigung
    • TurnusärztInnen nach Absolvierung von zumindest 1 Jahr der Ausbildungszeit
    • ÄrztInnen nach Beginn der Ausbildung zum Facharzt für Arbeits- und Betriebsmedizin

    Abschluss: ÖAK-Diplom „Arbeitsmedizin“

    Berechtigungen: Ausübung des Berufs Betriebsarzt/ Betriebsärztin, ArbeitsmedizinerIn

    Info:

    In der Ausbildung werden die Grundlagen der Arbeitsmedizin vermittelt. Ziel der Arbeitsmedizin ist es, mit dem Einsatz entsprechenden Fachwissens und entsprechender Mittel die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der MitarbeiterInnen zu erhalten und zu fördern.

    Dauer: 12-wöchiger Lehrgang, mindestens 360 Stunden

    Die Fortbildung kann bei von der ÖÄK aprobierten Anbietern absolviert werden. Das ÖÄK-Diplom wird von der österreichischen Ärztekammer nach Abschluss der Berufsausbildung (jus practicandi bzw. Berufsberechtigung für Fachärzte) verliehen.

    Weitere Infos: http://www.arztakademie.at/

    Adressen:

    Österreichische Ärztekammer
    Weihburggasse 10-12
    1010 Wien

    Tel.: +43 (0)1 / 514 06 -0
    Fax: +43 (0)1 / 514 06 -43
    email: post@aek.or.at
    Internet: http://www.aerztekammer.at

    Selbstständigkeit

    Eine selbstständige (freiberufliche) Berufsausübung ist für Arbeitsmediziner*innen im Rahmen des freien Berufs Arzt / Ärztin als praktische Ärzt*innen oder Fachärzt*innen möglich.

    Nach Abschluss eines Medizinstudiums schließt die Turnusausbildung an. Diese Turnusausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Durch die Absolvierung der Ausbildung und die anschließende Arztprüfung wird das „ius practicandi“ erworben, welches die Berechtigung zur selbständigen Tätigkeit als Arzt / Ärztin darstellt. Eine Facharztausbildung dauert rund sechs Jahre und kann in insgesamt 43 Fächern erfolgen.

    Detaillierte Informationen zur Ausbildung für die jeweiligen Fachrichtungen und zur selbstständigen Berufsausübung findest du bei der Österreichischen Ärztekammer (Weihburggasse 10-12, 1010 Wien | T: +43 (0)1 / 514 06 -0 | E: post@aerztekammer.at).

    Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.


    ALLGEMEINE HINWEISE:

    Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

    In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

    Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
    Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

    • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
    • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
    • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

    Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

    Alternativen (Auswahl)

    Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

    Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

    Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

    Folgende Inhalte löschen:

    Allergie – Allergene

    Allergene sind meist verschiedene sehr kleine, natürlich vorkommende Eiweißstoffe, die bei dafür anfälligen – allergischen – Menschen Abwehrreaktionen (z. B. Niesen, Husten, Halsschmerz) auslösen, z. B. durch Gräserpollen, Pilzsporen, Wiesenpflanzen, Blüten von Bäumen, aber auch Insektengifte und diverse Nahrungs- und Arzneimittel (Milch, Penicillin usw.).

    Anamnese

    Vorgeschichte einer Krankheit nach Angaben der Patient*innen.

    Anthroposophische Medizin

    Die Anthroposophische Medizin ist eine komplementärmedizinische Medizin die den Menschen unter den Aspekten Körper, Geist, Psyche und Lebensweise ganzheitlich betrachtet. Sie basiert auf der klassischen Schulmedizin, es werde jedoch alternative Methoden zur Heilung miteinbezogen z. B. spezielle Arzneimittelherstellung, Körpertherapien, Kunsttherapie.

    Arbeits- und Organisationspsychologie

    Arbeits- und Organisationspsychologie beinhaltet Regelungen und Maßnahmen zur Steuerung des Ablaufs von Arbeitsschritten und Arbeitsprozessen.

    Arbeitstherapie

    Teilbereich der Ergotherapie; dosierte körperliche oder geistige Arbeit z. B. im Rahmen einer planmäßigen beruflichen Rehabilitation (evt. kombiniert mit beruflicher Umschulung) oder in Suchtkliniken mit längerfristiger Behandlungsdauer.

    E-Health

    E-Health bezeichnet die Vernetzung von Patientinnen und Patienten und Gesundheitseinrichtungen (Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen, Rettungsdienste usw.) durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. In den Bereich E-Health fallen z. B. TeleMonitoring-Systeme, über die ein*e Patient*in regelmäßig von zu hause Messwerte an eine*n Arzt/Ärztin oder Krankenhaus übermittelt und dort der Gesundheitszustand überprüft und erforderlichenfalls die Therapie angepasst werden kann. Weitere Beispiele sind: Elektronische Krankenakte, Gesundheits-Apps (z. B. Diabetes, Menstruation), Online-Apotheke, Online-Beratung zur Gesundheit etc.

    Electronic Medical Report

    Elektronische Patient*innenakte (EPA, Electronic Medical Record, EMR); eine elektronische Patient*innenakte zur Sammlung von elektronisch gespeicherten Gesundheitsinformationen zu einem Patienten/einer Patientin.

    Herz-Lungen-Maschine

    Die Herz-Lungen-Maschine übernimmt für die Dauer einer Herzoperation die Aufgaben der Lunge und des Herzens. Das Blut wird über Schläuche aus den Hohlvenen der Herz-Lungen-Maschine zugeführt. Die Pumpfunktion des Herzens wird dabei von Rollerpumpen der Maschine übernommen, in der Maschine wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und anschließend dem Körper wieder zugeführt.

    Human Resources Management (HRM)

    Unter Human Resources Management (HRM) werden alle Prozesse und Bereiche des Personal-Managements verstanden, wie z. B. Personalbeschaffung, Personalentwicklung und Personalführung (Arbeitseinteilung, Teambildung, Teamsteuerung).

    Hygiene

    Als Hygiene werden alle Maßnahmen bezeichnet, die dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Das betrifft die persönliche Hygiene (z. B. regelmäßiges Händewaschen) genauso wie Hygiene im Arbeitsbereich von medizinischen oder pflegenden Berufen (z. B. Sterilisation von Arbeitsgeräten, Desinfektion von Wunden), aber auch den Bereich Lebensmittel, Wohnen- und Arbeiten.

    Prävention

    medizinisch für Krankheitsvorbeugung. Eine Präventivbehandlung (Prophylaxe) setzt Maßnahmen zur Verhinderung des Ausbruchs einer Krankheit (z. B. Impfung).

    Telemedizin

    Die Verbindung von Telekommunikation und Medizin zur Ferndiagnose bzw. Fernbehandlung. Die PatientInnen sind mit einem Laptop ausgestattet, in denen sie z. B. selbst durchgeführte Messungen, wie Blutdruck, Puls- oder Zuckermessungen eingeben und an den Arzt/die Ärztin weiterleiten. Wird insbesondere dort eingesetzt, wo ärztliche Routinebesuche sehr kostspielig und zeitaufwendig sind (z. B. abgelegene Bergbauernhöfe).