Der Lehrberuf Maler*in und Anstreicher*in wurde per 1. Juni 2012 durch den Lehrberuf Maler*in und Beschichtungstechniker*in ersetzt.
Maler*innen und Anstreicher*innen schützen und verschönern Putz, Stein-, Holz-, Beton-, Metall- und Kunststoffflächen mit Grundier-, Farb- und Lackschichten. Sie malen (auf Leitern oder Gerüsten stehend) Wohnungen und Büros sowie Außenfassaden von Gebäuden aus, weiters tapezieren und verlegen sie Wand- und Deckenbeläge. Sie verwenden Spritzaggregate und Spachteln, Farben und Lacke, chemische Lösungsmittel usw. Sie arbeiten meist in gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben in Werkstätten, bei Kundinnen und Kunden vor Ort in Innen- und Außenräumen mit Berufskolleginnen und -kollegen zusammen.
Die Ausbildung zum/zur Maler*in und Anstreicher*in erfolgt im Lehrberuf Maler*in und Beschichtungstechniker*in in unterschiedlichen Schwerpunkten. >>siehe
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zum/zur Maler*in und Anstreicher*in erfolgt im Lehrberuf Maler*in und Beschichtungstechniker*in, siehe °Maler- und Beschichtungstechnik (Lehrberuf)#.
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info:
Ausbildungsdauer beträgt im Regelfall 4 Jahre
Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. KlasseWeitere Infos: https://schnitzschule.tsn.at/malen-vergolden-schriftdesign
Fachschule für Kunsthandwerk und Design (Schnitzschule Elbigenalp)
Dorf 57/Schnitzschule Elbigenalp
6652 Elbigenalp
Tel.: +43 (0)5634 / 62 26
email: office@schnitzschule.at
Internet: https://schnitzschule.tsn.at/
Schwerpunkte:
Fachschule für Bildhauerei
Fachschule für Malen, Vergolden und Schriftdesign
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info: Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at
Höhere Technische Lehranstalt Baden – Malerschule Leesdorf
Leesdorfer Hauptstraße 69
2500 Baden
Tel.: +43 (0)2252 / 802 50 -0
Fax: +43 (0)2252 / 802 50 -22
email: office@malerschule-baden.ac.at
Internet: https://htl-baden.ac.at/
Schwerpunkte:
Fachschule für Malerei und Gestaltung (mit Betriebspraktikum)
Meisterschule für Malerei und verbundene Gewerbe
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Ausbildungszweig Farbe und Gestaltung
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info:
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt für Bau und Design Innsbruck
Trenkwalderstraße 2
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)5090 2811
Fax: +43 (0)5090 2811-900
email: direktion@htl-ibk.at
Internet: https://www.htl-ibk.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Informatik
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikationsdesign
Höhere Lehranstalt für Art and Design:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik – Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
Kolleg für Berufstätige für Medien – Game Design & Usability Engineering
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen / Hochbau
Bauhandwerkerschule für Zimmerei / Holzbau
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Maler*innen und Anstreicher*innen tragen Grundier-, Farb- oder Lackschichten auf Putz, Stein-, Holz-, Beton-, Metall- und Kunststoffflächen auf, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und zu verschönern. Die Farben und Lacke sind je nach Verwendungszweck unterschiedlich zusammengesetzt: z. B. Dispersions-, Leim- oder Mineralfarben für Wandbemalungen, Kunstharz-, Nitro-, Acryl- oder Polyesterlacke für Anstriche auf Holz oder Metall, Rostschutzfarben, Imprägnieranstriche für Naturholz, Beschichtungen von Containern oder Schwimmbassins oder geeignete Außenfarben für Fassaden oder auch Denkmäler.
Maler*innen und Anstreicher*innen beraten ihre Kundinnen und Kunden und besprechen den Auftrag – die gewünschten Farbtönungen, Qualität der Farben, Lacke, Tapeten, Beläge usw. Sie wählen die benötigten Materialien aus und stellen Werkzeuge und Maschinen zusammen. Vor Beginn ihrer Arbeit überprüfen sie die zu bearbeitenden Flächen auf Schäden wie Feuchtigkeit, Risse oder Unebenheiten des Untergrunds, Rostbildung bei Metallflächen usw. Maler*innen und Anstreicher*innen entfernen alte Farbschichten und Anstriche durch Abbeizmittel, Abbrennen oder Abschaben.
Sie beseitigen Unebenheiten und Risse mit Spachtel-, Füllmassen oder Armierungen (das sind Rissbrücken aus Glasfasergeweben und Polyesterharzen) und glätten den Untergrund. Danach tragen sie Grundierungen auf, um die Haftung des Anstriches zu verbessern und seine Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Sie stimmen die Malerfarbe durch Beimengung spezieller Abtönpasten auf die entsprechende Nuance ab.
Sie tragen Farben mit Spritzaggregaten oder händisch mit Bürste, Pinsel oder Roller auf, auf Wunsch verzieren sie Flächen mit verschiedenen Techniken, wie Fresko- oder Sgraffitotechnik (vor allem beim Sanieren und Restaurieren).
Maler*innen und Anstreicher*innen bringen Isoliermaterialien für die Wärmedämmung an, befreien Metall- und Stahlkonstruktionen von Rost und schützen sie durch Korrosionsschutzmittel vor Schäden und sanieren und restaurieren Oberflächen.
Maler*innen und Anstreicher*innen verwenden bei ihrer Arbeit Spritzaggregate, Bürsten, Rollen, Pinsel und Spachteln, verschiedene Farben und Lacke, chemische Lösungsmittel und spezielle Grundierungen, Entrostungs- und Korrosionsschutzmittel usw.
Maler*innen und Anstreicher*innen arbeiten in Werkstätten von gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben, meist aber direkt bei den Kundinnen und Kunden vor Ort in Innenräumen und an Außenflächen im Freien. Sie sind auf Leitern und Gerüsten tätig und müssen daher trittsicher und schwindelfrei sein. Sie arbeiten eigenständig sowie im Team mit Berufskolleginnen und -kollegen und haben Kontakt zu weiteren Fach- und Hilfskräften auf der Baustelle sowie zu ihren Kundinnen und Kunden und zu Lieferant*innen.
Maler*innen und Anstreicher*innen, sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Maler*innen und Anstreicher*innen:
Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und das Berufsförderungsinstitut (bfi) sowie andere Weiterbildungseinrichtungen bieten Weiterbildungsveranstaltungen für Maler*innen und Anstreicher*innen und zu vielen der angeführten Themen an. Die jeweiligen Landesinnungen der Wirtschaftskammer sowie der Farbenfachhandel bieten Seminare und Kurse über neue Techniken und Produkte an. Im Weiterbildungszentrum Baudenkmalpflege – Kartause Mauerbach (NÖ) finden Kurse und Seminare im Bereich Althaussanierung und Denkmalschutz statt.
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen (z.B. Meisterschulen oder Meisterkursen) können Maler*innen und Anstreicher*innen zu Teamleiter*innen bzw. Partieleiter*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams. Für die selbstständige Berufsausübung ist die Meisterprüfung für das Handwerk der Maler und Anstreicher erforderlich.
Auf der Webseite der Bauakademie Österreich (www.bauakdemie.at) finden Sie umfangreiche Informationen über die Zugangs- und Entwicklungsmöglichkeiten (Karrierewege) im Baubereich.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: