Pferdewirtschaft (Lehrberuf)

Die Berufsausbildung in Pferdewirtschaft bildet die Basis für den Beruf Pferdewirt*in.

Pferdewirte und Pferdewirtinnen sind mit der Aufzucht und Pflege von Pferden (Reitpferde, Zuchtpferde, Ponys) befasst. Sie füttern und reinigen die Pferde, misten die Ställe aus und trainieren die Tiere als Reit- oder Zugtiere. In Fremdenverkehrsgebieten und auf Reithöfen führen sie auch Reitkurse durch oder organisieren Reitausflüge. Pferdewirte und Pferdewirtinnen arbeiten vorwiegend in landwirtschaftlichen Betrieben mit Spezialisierung auf Pferdezucht und Pferdehaltung sowie in privaten oder staatlichen Pferdegestüten. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften. Sie haben außerdem Kontakt zu Reitschüler*innen und Reitgästen.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
3 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Futtermittel und Futterzusatzstoffe beschaffen und sachgerecht lagern
  • Pferde füttern und tränken; Futterart (Heu, Getreide etc.) und Zusatzstoffe auswählen und dosieren
  • Futterrationen je nach Alter und Verwendung der Pferde berechnen
  • tägliche Pflege der Pferde durchführen: Reinigen, Bürsten, Frisieren der Mähnen, Hufpflege
  • Ställe und Pferdeboxen reinigen und entmisten, Stroh und Sägemehl einstreuen
  • Pferde laufend beobachten, eventuelle Krankheitsanzeichen und Verhaltensänderungen registrieren und beurteilen
  • kranke Tiere gesondert pflegen, ärztliche Versorgung herbeiholen (Tierarzt/Tierärztin)
  • Pflege von Sattel- und Zaumzeug durchführen: mit Pflegepasten reinigen und einstreichen
  • Gebrauchstüchtigkeit von Sattel- und Zaumzeug prüfen, diverse Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen
  • Pferdezucht und -aufzucht: Tiere für die Zucht auswählen, Deckvorgang vorbereiten und durchführen
  • die trächtigen Stuten pflegen, gemeinsam mit Tierarzt/Tierärztin bei der Geburt mithelfen, Muttertiere und Fohlen versorgen
  • junge Pferde zu Reit- oder Sportpferden ausbilden und trainieren

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Beweglichkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • Kraft
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • gute Beobachtungsgabe
  • mit Tieren umgehen können

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Hilfsbereitschaft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Hygienebewusstsein

Der Lehrberuf Pferdewirtschaft ist ein land- und forstwirtschaftlicher Lehrberuf.

Die Lehre ist in einem anerkannten Lehrbetrieb zu absolvieren. Sie ist mit dem Besuch einer Berufsschule oder von Fachkursen verbunden, deren Abschluss die Voraussetzung für die Facharbeiterprüfung (Lehrabschlussprüfung) ist. Häufig erfolgt die Ausbildung in diesem Lehrberuf über den zweiten Bildungsweg (siehe unten).

Weitere Informationen zu den Lehrlingsausbildungsmöglichkeiten in deinem Bundesland bekommst du bei der für das Bundesland zuständigen Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle.

Facharbeiter*innenqualifikation im zweiten Bildungsweg:

Für Personen, die keine formale Berufsausbildung (Lehre, Schule) haben, aber beispielsweise durch Mitarbeit am elterlichen Hof praktische Berufserfahrung gesammelt haben, besteht die Möglichkeit zur Facharbeiterprüfung im 2. Bildungsweg anzutreten und damit einen formalen Abschluss zu bekommen, der z. B. für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Betriebes Voraussetzung sein kann.
Voraussetzung für den Prüfungsantritt:

  • Vollendung des 20. Lebensjahres
  • Nachweis einer mindestens zweijährigen praktischen Tätigkeit im Ausbildungsgebiet
  • Besuch des Vorbereitungslehrganges für die Facharbeiterprüfung

Die Lehrgänge können je nach Bundesland etwas unterschiedlich gestaltet sein und werden von der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) des Bundeslandes gemeinsam mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) durchgeführt. Informationen über den Kursen, Kursorten und Kontaktdaten im jeweiligen Bundesland findest du unter: https://www.lehrlingsstelle.at/ausbildungen/

Meister*innenqualifikation:

Die Meisterausbildung ist die höchste Stufe der beruflichen Ausbildung in der land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildung und ermöglicht folgende zusätzliche Berechtigungen:

  • Berechtigung, sich als „Meister*in“ zu bezeichnen
  • Ausbildung von Lehrlingen
  • Ersatz der gewerblichen Unternehmer*innenprüfung und des Fachbereichs bei der Berufsreifeprüfung
  • Bezug des Meister*innenlohns bei unselbständiger Tätigkeit
  • Bezug von meisterspezifischen Förderungen des landwirtschaftlichen Förderwesens (z. B. Bezug des Meisterbonus bei der Existenzgründungsbeihilfe)

Voraussetzungen für die Meister*innenprüfung sind:

  • Vollendung des 20. Lebensjahres, mindestens dreijährige Verwendung als Facharbeiter*in, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
  • oder
  • Vollendung des 24. Lebensjahres, mindestens dreijährige Führung eins land- und forstwirtschaftlichen Betriebes, und Besuch eines Vorbereitungslehrganges
  • oder
  • mindestens siebenjährige Praxis im betreffenden Ausbildungsgebiet und Besuch eines Vorbereitungslehrganges

Nachsichtsregelung: Betriebsleiter*innen und Praktiker*innen können die Meister*innenprüfung ohne Facharbeiter*innenausbildung, aber mit entsprechender Praxis in der jeweiligen Sparte und erfolgreicher Absolvierung des Vorbereitungslehrganges abgelegen)

Die Vorbereitungslehrgänge können je nach Bundesland etwas unterschiedlich gestaltet sein und werden von der Land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstelle (LFA) des Bundeslandes gemeinsam mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut (LFI) durchgeführt. Informationen über die Lehrgänge, Kursorte und Kontaktdaten im jeweiligen Bundesland findest du unter: https://www.lehrlingsstelle.at/ausbildungen/

HINWEIS: Siehe auch die Informationen im Menüpunkt Weiterbildung

Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und begleitend dazu in der Berufsschule. Die Berufsschule vermittelt den theoretischen Hintergrund, den du für die erfolgreiche Ausübung deines Berufs benötigst.

Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Du kannst dir deine Berufsschule NICHT aussuchen, sondern wirst ihr zugewiesen.

Art: Lehre

Dauer: 3 Jahre

Form: Dual

Voraussetzungen:

  • Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht

Abschluss: Lehrabschlussprüfung zum/zur Facharbeiter*in Pferdewirtschaft

Berechtigungen:

Mit der abgeschlossenen Facharbeiter*innenprüfung sind folgende Berechtigungen und Anerkennungen verbunden:

  • Zulassung zur Meisterausbildung
  • Zulassung zur Berufsreifeprüfung
  • Inanspruchnahme verschiedener Agrarförderungen
  • Verkürzung der Lehrzeit eines weiteren Lehrberufes (land- und forstwirtschaftlich oder gewerblich) um zumindest ein Jahr.

Weitere Infos: https://www.lehrlingsstelle.at/

Adressen:

Landwirtschaftliche Fach- und Berufsschule Edelhof
Edelhof 1
3910 Zwettl

Tel.: +43 (0)2822 / 524 02 -0
Fax: +43 (0)2822 / 524 02 -17
email: office@lfs-edelhof.ac.at
Internet: https://lfs-edelhof.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft :

  • Ausbildungsschwerpunkt Biologische Landwirtschaft
  • Ausbildungsschwerpunkt Forst-Holz-Energie
  • Ausbildungsschwerpunkt Jagdwesen

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Tourismus (4-jährig)

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Soziale Dienste (3-jährig)

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Sozialbetreuungsberufe für Alten- und Behindertenarbeit

Schule für Sozialbetreuungsberufe – Schwerpunkt Alten- und Behindertenarbeit (Fachniveau)

Handelsakademie – Pferde-HAK

Landwirtschaftliche Fachschule – Mehrberuflichkeit + Tischlerei und Zimmerei

Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)

Landwirtschaftliche Berufsschule:

  • Fachrichtung Forstwirtschaft
  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft
  • Fachrichtung Weinbau und Kellerwirtschaft
  • Fachrichtung Obstbau und Obstvertwertung
  • Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura) + Facharbeiter*in Pferdewirtschaft (Berufsbezeichnung: Pferdewirtschaftskaufmann bzw. Pferdewirtschaftskauffrau)

Berechtigungen:

  • Ausübung facheinschlägiger Gewerbe einschließlich des Handelsgewerbes
  • Studienberechtigung: Studium an Universitäten, Fachhochschulen usw.

Die Qualifikation für eine Reihe kaufmännisch-administrativer Berufe und Handelsberufe ist prinzipiell unabhängig vom jeweiligen Schwerpunkt oder der Fachrichtung der Handelsakademie.

Info:

Die HAK Zwettel bietet die Pferd-HAK in Zusammenarbeit mit der landwirtschaftlichen Fachschule Edelhof an, wo die Zusatzausbildung Facharbeiter*in Pferdewirtschaft stattfindet.

Handelsakademien sind mit unterschiedlichsten Ausbildungsschwerpunkten, Fachrichtungen und schulautonomen Vertiefungen eingerichtet. Die Spezialisierung auf diese Schwerpunkte erfolgt ab der dritten Klasse.

Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich

Weitere Infos: https://www.hakzwettl.ac.at/index.php/home/pferde-hak

Adressen:

Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Zwettl
Hammerweg 1
3910 Zwettl

Tel.: +43 (0)2822 / 523 80 -0
Fax: +43 (0)2822 / 523 80 -8
email: info@hakzwettl.ac.at
Internet: https://www.hakzwettl.ac.at/

Schwerpunkte:

Handelsakademie:

  • Ausbildungsschwerpunkt E-Business.Entrepreneurship
  • Ausbildungsschwerpunkt Gesundheitsmanagement.Sport
  • Ausbildungsschwerpunkt Lebensmittel.Holz
  • Ausbildungsschwerpunkt Logistik.International
  • Ausbildungsschwerpunkt Finanz- und Risikomanagement (FIRI)

Handelsakademie – Pferde-HAK

Handelsakademie – Holz-HAK

Handelsschule – Praxis-Handelsschule

Externistenprüfung für die Berufsreifeprüfung


Landwirtschaftliche Fach- und Berufsschule Edelhof
Edelhof 1
3910 Zwettl

Tel.: +43 (0)2822 / 524 02 -0
Fax: +43 (0)2822 / 524 02 -17
email: office@lfs-edelhof.ac.at
Internet: https://lfs-edelhof.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft :

  • Ausbildungsschwerpunkt Biologische Landwirtschaft
  • Ausbildungsschwerpunkt Forst-Holz-Energie
  • Ausbildungsschwerpunkt Jagdwesen

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Tourismus (4-jährig)

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement – Soziale Dienste (3-jährig)

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Sozialbetreuungsberufe für Alten- und Behindertenarbeit

Schule für Sozialbetreuungsberufe – Schwerpunkt Alten- und Behindertenarbeit (Fachniveau)

Handelsakademie – Pferde-HAK

Landwirtschaftliche Fachschule – Mehrberuflichkeit + Tischlerei und Zimmerei

Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)

Landwirtschaftliche Berufsschule:

  • Fachrichtung Forstwirtschaft
  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft
  • Fachrichtung Weinbau und Kellerwirtschaft
  • Fachrichtung Obstbau und Obstvertwertung
  • Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement

Art: Schulausbildung

Dauer: 3 – 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe oder Polytechnischen Schule

Abschluss:

Abschlussprüfung Facharbeiter*in Pferdewirtschaft

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung (Facharbeiter*innenqualifikation nach Praxiszeit)
  • facheinschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at

Adressen:

Landwirtschaftliche Fachschule Güssing
Stremtalstraße 19
7540 Güssing

Tel.: +43 (0)3322 / 422 88 -0
email: lfsguessing-direktion@aon.at
Internet: https://www.lfsguessing.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule:

  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft
  • Fachrichtung Ökowirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule Stiegerhof
Stiegerhofstraße 20
9585 Gödersdorf

Tel.: +43 (0)4257 24 02 10
email: office@lfs-stiegerhof.ksn.at
Internet: https://www.lfs-stiegerhof.ksn.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule:

  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule für Berufstätige:

  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule Tullnerbach
Norbertinumstraße 9
3013 Tullnerbach

Tel.: +43 (0)2233 / 524 36
Fax: +43 (0)2233 / 524 36 -200
email: office@pferdeschule.at
Internet: https://lfs-tullnerbach.ac.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Pferdewirtschaft

Oberstufenrealgymnasium für Pferdewirtschaft in Kooperation mit dem Wienerwaldgymnasium


Agrarbildungszentrum Lambach
An der Traun 1
4650 Lambach

Tel.: +43 (0)732 / 77 20 -33600
Fax: +43 (0)732 / 77 20 -233699
email: lwbfs-lambach.post@ooe.gv.at
Internet: https://www.abzlambach.at

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft, Ausbildungsschwerpunkt Schweinewirtschaft und Ackerbau

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement:

  • Ausbildungsschwerpunkt Ernährung und Wirtschaft
  • Ausbildungsschwerpunkt Kleinkindbetreuung und Soziales

Landwirtschaftliche Fachschule – Modell LandWirtschaft

Abendschule für Erwachsene Betriebsleiter*in Plus

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Pferdewirtschaft:

  • Pferdewirtschaft (4-jährig)
  • Horse Management & Economics – Pferdewirtschaft mit HAK-Matura (6-jährig)

Aufbaulehrgang an Handelsakademien – Horse Management und Economics


Landwirtschaftliche Fachschule Winklhof
Winklhofstraße 10
5411 Oberalm

Tel.: +43 (0)5 7599 702
email: office@winklhof.at
Internet: https://www.winklhof.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft:

  • Ausbildungsschwerpunkt Holztechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Metalltechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Tourismus

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Betriebs- und Haushaltsamanagement

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Pferdewirtschaft


Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Weitau – St. Johann in Tirol
Innsbrucker Straße 77
6380 St. Johann in Tirol

Tel.: +43 (0)5352 / 625 23 -0
email: office.weitau@tsn.at
Internet: https://lla-stjohann.tsn.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Pferdewirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule für Erwachsene – Fachrichtung Landwirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement:

  • Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und Soziale Berufe
  • Ausbildungsschwerpunkt Agrotourismus

Dauer: 2 Jahre

Form: Berufsbegleitend

Voraussetzungen:

  • Abschluss einer außerlandwirtschaftlichen Berufsausbildung oder weiterführenden Schule oder
  • vollendetes 20. Lebensjahr

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

je nach Stufe Facharbeiter*innenprüfung oder Landwirtschaftsmeister*innenprüfung

Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at

Adressen:

Landwirtschaftliche Fachschule Stiegerhof
Stiegerhofstraße 20
9585 Gödersdorf

Tel.: +43 (0)4257 24 02 10
email: office@lfs-stiegerhof.ksn.at
Internet: https://www.lfs-stiegerhof.ksn.at/

Schwerpunkte:

Landwirtschaftliche Fachschule:

  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft

Landwirtschaftliche Fachschule für Berufstätige:

  • Fachrichtung Landwirtschaft
  • Fachrichtung Pferdewirtschaft

Art: Schulausbildung

Dauer: 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • positiver Abschluss der 8. Schulstufe
  • Aufnahmeprüfung: diese ist abhängig vom Schulerfolg; über Fächer, die in der Vorstufe nicht unterrichtet wurden, muss jedenfalls eine Prüfung abgelegt werden

Abschluss:

  • Abschluss zur/zum Facharbeiter*in für Pferdewirtschaft
  • Reifeprüfung (Matura)
  • Berechtigungen:

    Studienberechtigung an Universitäten, Fachhochschulen / Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Pädagogischen Hochschulen, Kollegs sowie für spezielle höhere berufsorientierte Lehrgänge.

    Info:

    In Kooperation zwischen einem BORG und einer Fachschule für Land- und Forstwirtschaft durchgeführt.

    Allgemeines Bildungsziel

    Oberstufenrealgymnasien vermitteln eine umfassende und vertiefende Allgemeinbildung und leiten Schüler/innen zu selbstständigem Denken und kritischer Reflexion an. Sie bereiten auf eine Ausbildung an Universitäten vor und führen zur Hochschulreife.

    Die allgemeinbildenden Fächer werden am BORG unterrichtet, der fachtheoretische Unterricht findet an der Fachschule statt. Die Fächer Pferdehaltung und Pferdezucht, Reit- und Fahrtheorie, Veterinärkunde, Pflanzenbau, Landtechnik, Betriebswirtschaftliche Grundlagen, und Rechtskunde und Turnierorganisation werden im fachtheoretischen Unterricht gelehrt. Dazu kommt der Praxisunterricht im Ausmaß von sechs Wochenstunden in der Fachschule mit den Schulpferden bzw. dem eigenen Pferd.

    Kosten:

    • Der Besuch von Bundesschulen ist grundsätzlich kostenlos.
    • An privaten Gymnasien ist ein Schulgeld zu entrichten. Die Höhe des Schulgelds ist abhängig vom jeweiligen Anbieter.

    Adressen:

    Bundesgymnasium, Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium Tullnerbach, Wienerwaldgymnasium
    Norbertinumstraße 7
    3013 Tullnerbach

    Tel.: +43 (0)2233 524 10
    Fax: +43 (0)2233 524 10 – 22
    email: office@wienerwaldgymnasium.at
    Internet: https://bgtullnerbach.ac.at/

    Landwirtschaftliche Fachschule Tullnerbach
    Norbertinumstraße 9
    3013 Tullnerbach

    Tel.: +43 (0)2233 / 524 36
    Fax: +43 (0)2233 / 524 36 -200
    email: office@pferdeschule.at
    Internet: https://lfs-tullnerbach.ac.at/

    Schwerpunkte:

    Landwirtschaftliche Fachschule – Fachrichtung Pferdewirtschaft

    Oberstufenrealgymnasium für Pferdewirtschaft in Kooperation mit dem Wienerwaldgymnasium


    Bundesoberstufenrealgymnasium Monsbergergasse, Graz
    Monsbergergasse 16
    8010 Graz

    Tel.: +43 (0)50248 005
    Fax: +43 (0)50248 005 – 999
    email: office@borg1.at
    Internet: https://www.borg1.at/

    Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Grottenhof Graz (Zentrale)
    Krottendorferstraße 110
    8052 Graz-Wetzelsdorf

    Tel.: +43 (0)316 / 28 15 61
    Fax: +43 (0)316 / 28 15 61 -39
    email: lfsgrottenhof@stmk.gv.at
    Internet: https://www.grottenhof.com

    Schwerpunkte:

    Fachschule für Land- und Forstwirtschaft

    ÖKO Lehrgang für Land- und Forstwirtschaft

    Oberstufenrealgymnasium für Pferdewirtschaft, gemeinsam mit ORG Monsbergergasse

    Lehrgang für Pferdewirtschaft


    Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Grottenhof Hardt (Pferdewirtschaftszentrum)
    Hardter Straße 27
    8052 Thal bei Graz

    Tel.: +43 (0)316 / 583 238 -0
    Fax: +43 (0)316 / 583 238 -25
    email: lfsgrottenhof@stmk.gv.at
    Internet: https://www.grottenhof.com

    Schwerpunkte:

    Fachschule für Land- und Forstwirtschaft

    Oberstufenrealgymnasium für Pferdewirtschaft, gemeinsam mit ORG Monsbergergasse

    Lehrgang für Pferdewirtschaft


    Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):

    Neben Lehrlingen, die ihre festgelegte Lehrzeit beendet haben und Personen, die aufgrund einer schulischen Ausbildung keine Lehrzeit zurücklegen müssen, werden ausnahmsweise auch folgende Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen:

    a) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und glaubhaft machen können, dass sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für den betreffenden Lehrberuf auf andere Weise erworben haben (z. B. durch entsprechende Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten oder Kursveranstaltungen).

    oder

    b) Personen, die mindestens die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes absolviert haben (bei einer Lehrzeit von 3 Jahren also 1 1/2 Jahre) und keine Möglichkeit haben, für die restliche Zeit einen Lehrvertrag abzuschließen.

    Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).

    Hier geht es zu den Lehrlingstellen der Wirtschaftskammern Österreichs: » Lehrlingsstellen

    Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

    Und so geht es:

    Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

    Wie funktioniert die Vorbereitung?

    Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

    Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

    Link: Häufig gestellte Fragen!

    WKO-Bildungspfade:

    Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

    Selbstständigkeit

    Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

    Betriebe der Land- und Forstwirtschaft:

    • Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb
    • Nebengewerbe der Land- und Forstwirtschaft, z. B. Ver- und Bearbeitung des eigenen Naturproduktes, Dienstleistungen mit land- und forstwirtschaftlichen Betriebsmitteln, die im eigenen Betrieb verwendet werden und insbesondere das Vermieten und Einstellen von Reittieren usw.
    • Land- und forstwirtschaftliche Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft, soweit kein Handelsgewerbe oder Lohnverarbeitung für andere Genossenschaften oder Nicht-Genossenschaftsmitgliedern vorliegt

    Informationen zu „Betrieben der Land- und Forstwirtschaft“:
    Die Land- und Forstwirtschaft und ihre Nebengewerbe unterliegen nicht der Gewerbeordnung und für die selbstständige Berufsausübung in diesem Bereich sind grundsätzlich keine Befähigungsnachweise zu erbringen.
    Beim Kauf eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes ist allerdings eine Bewilligung erforderlich, für die u. a. der*die Käufer*in eine Fachausbildung in der Land- und Forstwirtschaft nachweisen muss. Auch für den Bezug diverser Förderungen ist der Nachweis einer landwirtschaftliche Berufsausbildung erforderlich.

    ALLGEMEINE HINWEISE:

    In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit oder in der Land- und Forstwirtschaft) ist diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt (z. B. Sozialversicherungsanstalt der Bauern oder Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft) und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

    Weitere Informationen und Kontakte:

    Alternativen (Auswahl)

    Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

    Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

    Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

    Folgende Inhalte löschen:

    Arbeitsbereiche

    „Als Pferdewirtschaftsfacharbeiterin ist man eine Pferdepflegerin. Man macht eigentlich alles, was in einem Stall anfällt, man kümmert sich um die Pferde, man schaut auch, dass im Stall alles ordentlich ist, dazu gehört z. B. das Stall räumen, das Ausmisten, dass Sattelzeug und Zaumzeug in Ordnung sind, dass alle Pferde gut versorgt sind.“
    Julia Kasper, Lehrling, in einem Interview aus: AMS your job, 2003.

    Zu den Aufgaben von Pferdewirte und Pferdewirtinnen gehört die tägliche Pferde-, Stall- und Ausrüstungspflege. Sie füttern die Pferde mit Stroh und Heu und geben Nähr- und Zusatzstoffe wie Mineralien und Kraftfutter bei. Sie reinigen und bürsten die Pferde und säubern die Hufe mit einem Hufräumer. Weiters werden täglich die Stallungen und Pferdeboxen ausgemistet und mit Stroh und Sägemehl eingestreut. Pferdewirte und Pferdewirtinnen beobachten die Tiere laufend, um eventuelle Krankheitsanzeichen rechtzeitig feststellen zu können. Im Falle einer Erkrankung oder Verletzung eines Tieres holen sie ärztliche Hilfe (siehe Tierarzt / Tierärztin) herbei und führen die verordneten Heil- und Pflegemaßnahmen durch. Außerdem sind sie für die Pflege von Sattel- und Zaumzeug zuständig, das sie mit speziellen Reinigungsmitteln säubern und mit Pflegepasten einstreichen.

    Im Rahmen der Pferdezucht treffen Pferdewirte und Pferdewirtinnen die nötigen Vorbereitungen für den Deckakt (Beobachtung der Stute, Feststellen des optimalen Belegungszeitpunktes, Durchführung der Deckung mit Zuchthengsten). Sie sorgen für die besondere Pflege und Fütterung der trächtigen Stuten und überwachen mit einem Tierarzt/einer Tierärztin die Geburt der Fohlen. Ab dem zweiten Lebensjahr der Jungtiere beginnen die Pferdewirte und Pferdewirtinnen mit der Ausbildung an der Longe (lange Leine). Sie trainieren die Pferde zu Reitpferden oder Sportpferden (Rennpferde, Sprungpferde). In Fremdenverkehrsgebieten und in Reithöfen führen die Pferdewirte und Pferdewirtinnen Reitkurse und Reitausflüge durch und betreuen die Gäste. Nach der Ablegung von Zusatzprüfungen können Pferdewirte und Pferdewirtinnen auch als Reitlehrer*innen oder Fahrlehrer*innen für Pferdegespanne tätig sein (siehe Fiaker*in / Kutscher*in).

    Arbeitsmittel

    Pferdewirte und Pferdewirtinnen arbeiten mit Pferden der verschiedensten Rassen (z. B. Araber, Lipizzaner, Haflinger) sowie mit Ponys, Fohlen und Jungtieren. Sie hantieren mit Futtermittel, Heu, Stroh, Kraftfutter und Mineralien. Weiters benutzen sie verschiedene Werkzeuge, Maschinen und Geräte, wie z. B. Traktoren, Futterautomaten, Transportbänder, Hacken, Rechen, Schaufeln, Gabeln.

    Für die Planung und Dokumentation ihrer Arbeit, der Zuchtaufzeichnungen, der Arbeits- und Stundenaufzeichnungen setzen sie Computer, Notebooks und Tablets mit entsprechender Bürosoftware ein.

    Arbeitsumfeld

    Pferdewirte und Pferdewirtinnen arbeiten in den Stallungen, Boxen, Koppeln und Lagerräumen von Pferdezuchtbetrieben, Pferdegestüten und Reithöfen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und weiteren landwirtschaftlichen Fach- und Hilfskräften und haben Kontakt mit Mitarbeiter*innen von Behörden, Tierärzten (siehe Tierarzt / Tierärztin) sowie zu Reitgästen und Reitschüler*innen.

    • Zuchtbetriebe und Gestüte
    • Freizeit-Reitbetriebe (z. B. Reitställe und Reitschulen)
    • Reitbetriebe des Pferdeturnier- und Pferderennsports

    HINWEIS:
    Wenn du einen landwirtschaftlichen Betrieb (Bauernhof) oder landwirtschaftlichen Flächen kaufen willst, um deinen eigenen Bauernhof zu führen, solltest du dich über die im jeweiligen Bundesland geltenden Ausbildungsnachweise informieren. Beispielsweise kann es erforderlich sein, dass du einen Facharbeiter*innenbrief, also eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/zur landwirtschaftlichen Facharbeiter*in hast. Rechtsgrundlage dafür ist das jeweilige Grundverkehrsgesetz deines Bundeslandes. (vgl. www.lehrlingsstelle.at)

    Der Beruf Pferdewirt*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

    • Pferdewirtschaftsbereiche wie z. B. Reitpferde, Zuchtpferde, Tourismus, Ponyhof
    • Pferdezucht, Pferderassen (z. B. Lippizaner, Schimmel, Araber)
    • Pferdepflege, Stallarbeit, Stall-Organisation
    • Pferdeheilkunde, Huf- und Klauenpflege
    • Reitkurse, Reitschule, Pferdetraining
    • Pferdewanderungen, Pferde und Tourismus
    • Maschinen- und Gerätepark: Bedienung, Wartung, Funktionskontrolle
    • Betriebsmanagement, Verwaltung

    Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

    Pferdewirte und Pferdewirtinnen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

    Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft führen vor allem die Landwirtschaftskammern und die Landarbeiterkammern gemeinsam mit den Ländlichen Fortbildungsinstituten (LFI) Kurse und Lehrgänge für die einzelnen Betriebszweige durch, wie z. B.: Biolandbau, Gesundheit, Ernährung, Recht, Unternehmensführung, Gemüsebau; aber auch zu Themenbereichen wie z. B. IT und Internet, Personalverrechnung, Sicherheitsvertrauenspersonenausbildung, Staplerkurs, Verkaufstraining.

    Darüber hinaus gibt es teilweise in manchen Bereichen auch berufspezifische Verbände, die gemeinsame Weiterbildungen organisieren und anbieten. Der Bundesfachverband (BFV) für Reiten und Fahren in Wien führt verschiedene Reit- und Fahrkurse durch.
    Das Pferdezentrum Stadl-Paura (OÖ) bietet bei Bedarf Kurse zur Aus- und Weiterbildung in der Pferdewirtschaft an.

    Die Landwirtschaftskammern in Zusammenarbeit mit den land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen bieten Fachfortbildungskurse (diese sind für Lehrlinge, die während der Lehrzeit keine einschlägige Berufs- oder Fachschule besuchen, gesetzlich vorgeschrieben) und Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung oder die Meister*innenprüfung sowie verschiedene Meister*innenlehrgänge.

    Außerdem sind viele Landwirtschaftlichen Fachschulen auch in der Weiterbildung tätig.

    Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zahlreiche berufsübergreifende Weiterbildungsmöglichkeiten, die für landwirtschaftliche Berufe relevant sein können an, beispielsweise zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Personalmanagement), zu touristischen oder technischen Themenbereichen. Siehe beispielsweise die aktuellen Kursbücher des Berufsförderungsinstitutes (BFI) sowie des Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI).

    Große landwirtschaftliche Betriebe führen zur beruflichen Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen innerbetriebliche Kurse und Schulungen durch, z. B. an neuen Maschinen und Geräten, oder im Rahmen von neuen Verfahren und Produkten (z. B. Bioprodukte) oder bieten landwirtschaftlichen Maschinen-, Service- und Zulieferbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.

    Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Landwirtschaftliche Lehranstalten). Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht (z.B. Agrartechnik, Ökologie).

    Studium ohne Matura:

    Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
    Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

    • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
    • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
    • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

    Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

    Longe

    Eine Longe ist eine Reitleine, die zum Longieren von Pferden verwendet wird, also zum Laufenlassen eines Pferdes auf einer kreisrunden Bahn. Sie wird insbesondere bei der Ausbildung von jungen Pferden und bei der Reiter*innen-Ausbildung eingesetzt.

    Quadrille

    a) Formation beim Tanzen; ursprünglich während der Zeit Napoleons in Frankreich entstanden. Später hat sich daraus der Cancan entwickelt.
    b) Eine Form des Formationsreitens, bei der eine durch vier teilbare Zahl an Reiter*innen verschiedene Figuren demonstriert.