Kommunikationstechniker*in

Kommunikationstechniker*innen sind im Bereich der elektronischen Vermittlung und Übertragung von Informationen, Daten und Nachrichten mittels Kommunikationssysteme wie Telefon, Funk, Radio oder Fernsehen tätig.

Sie planen, berechnen, messen und prüfen kommunikationstechnische Geräte, Anlagen oder Systeme wie z. B. Telefon- oder Sprechanlagen, Satelliten- oder Kabelfernsehgeräte und Mobilfunknetze. Weiters arbeiten an der Konstruktion und Entwicklung neuer Anlagen, Schaltprogramme oder digitaler Steuerungssysteme mit.

Kommunikationstechniker*innen arbeiten in Unternehmen im Funk-, Fernseh- und Telekommunikationsbereich mit Berufskolleg*innen aus der Informations- und Kommunikationstechnik zusammen und haben direkten Kontakt zu ihren Kund*innen und Auftraggeber*innen.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Farbsehen
  • gute Reaktionsfähigkeit

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gutes Augenmaß
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • komplexes / vernetztes Denken
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:

  • Kommunikationselektronik, BGBl. II Nr. 62/2003 (Novelle mit Art. 25 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Mechatroniker für Elektronik, BGBl. II Nr. 69/2003 (Novelle mit Art. 31 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Mechatroniker für Büro- und EDV-Systemtechnik, BGBl. II Nr. 69/2003 (Novelle mit Art. 31 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Ingenieurbüros (Beratende Ingenieure), BGBl. II Nr. 89/2003 (Novelle mit Art. 58 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe

b) Freies Gewerbe:

  • Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Client-Server-Prinzip

Alle wichtigen Anwendungen im Internet (z. B. WWW, FTP, News) basieren auf diesem Prinzip. Dabei wird auf der Benutzer*innenseite ein Clientprogramm (Client) eingesetzt, das mit einem bestimmten Dienstrechner im Netz (Server) Daten austauscht. Der Server ist dabei in der Regel für die Datenhaltung zuständig. Zum Datenaustausch bedienen sich Client und Server eines genau definierten Protokolls.

DFÜ

Unter "Datenfernübertragung" - abgekürzt "DFÜ" - versteht man ganz allgemein die Datenübertragung zwischen elektronischen Datenverarbeitungsanlagen oder Systemen über eine größere Entfernung mit Hilfe von z. B. elektrischen Leitungen, Lichtwellenleitern oder Funkübertragung. Meist bedient man sich dazu eines Anbieters von entsprechenden Datenübertragungs-Leistungen (gemietete Leitungen oder Wählverbindungen eines öffentlichen Netzes).

Fernmeldeanlage

Eine drahtgebundene oder drahtlose Anlage der elektrischen Nachrichtentechnik.

Fernmeldesatellit

Auch Kommunikationssatellit oder Nachrichtensatellit genannt. Dabei handelt es sich um künstliche Erdsatelliten zur Übertragung von Telefonaten, Daten, Bildern und Fernsehsendungen. Es gibt Nachrichtensatellitennetze für den zivilen Telefondienst, für Telefon- und Datenübermittlung im ozeanischen Dienst zu Schiffen und Bohrinseln sowie für die Fernseh- und Rundfunkübertragung.

GSM-Geräte

GSM ist die Abkürzung für "Global System for Mobile Communications" (Mobilfunk).

GSM-Geräte enthalten alle Spezifikationen und Schnittstellen, die für ein funktionierendes Mobilfunknetz benötigt werden.
Unter GSM-Codes werden die Codes verstanden, mit denen die Funktionen eines Handys gesteuert werden können.

IKT

Abkürzung für Informations- und Kommunikationstechnolgie.

Interaktives Fernsehen

auch "Neue Mediendienste". Interaktives Fernsehen bezeichnet die Möglichkeit, Daten, Bilder, Töne, Texte und Grafiken unabhängig von Sendezeiten zu empfangen und mit Hilfe technischer Mittel, z. B. mittels Fernbedienung zu bearbeiten. Das Endgerät (Fernseher oder Multimedia PC) verfügt über einen Rückkanal (Kabel, Telefonleitung) zum Sender. Die Nutzer*innen können auf diese Weise aktiv an Sendungen teilnehmen. Die Technologie dahinter befindet sich zur Zeit noch im Entwicklungsstadium.

Kryptologie

Wissenschaft vom Vercoden von Nachrichten und Informationen (hauptsächlich militärischer Einsatz). Umfasst die Kryptographie und die Kryptoanalyse. Die Methoden der Kryptographie verschlüsseln übertragener bzw. gespeicherter Daten und Informationen. Die Kryptoanalyse befasst sich mit dem Entschlüsseln (Decodieren) von Nachrichten.

LAN

= Local Area Network; räumlich begrenztes Netzwerk. Räumlich bezieht sich in diesem Sinne auf einen gemeinsamen Standort, wie beispielsweise ein Betriebsgelände, eine Etage oder einen Raum.

Mobilfunk

Jede Form der Übertragung von Nachrichtensignalen per Funk. Das Mobilfunknetz setzt sich dabei zu großen Teilen auch aus Festnetzkomponenten zusammen und nur die Übertragung bis zum nächsten Funkmasten erfolgt per Funk.

Telematik

Telematik ist ein Mischbegriff aus TELEkommunikation und InforMATIK und wird im Bereich der Nachrichtentechnik eingesetzt, vor allem für Sprach-, Daten- und Stand-/Bewegt-Bild-Übertragungstechniken.

Transponder

Der Übertragungskanal eines Satelliten. Eine nachrichtentechnische Anlage, welche die von einer Sendestation ausgehenden Funksignale aufnimmt, verstärkt und auf einer anderen Sequenz wieder abstrahlt.

VoIP

= Voice over Internet Protocoll; bezeichnet die Internet-Telefonie, also das Telefonieren über Computernetzwerke, die nach Internet-Standards aufgebaut sind.

WAP

Wireless Application Protocol oder kabelloses Anwendungsprotokoll. WAPs dienen als Standard-Protokolle für die Funkübertragung von Internetinhalten. Nutzer*innen könnten damit mit Handy oder Notebook auf das Internet zugreifen, E-Mails versenden, empfangen usw.