Die Ausbildung zum/zur Säckler*in (Lederbekleidungserzeuger*in) erfolgt im Modullehrberuf Bekleidungsgestaltung. >> siehe Bekleidungsgestaltung (Modullehrberuf)
Säckler*innen (Lederbekleidungserzeuger*innen) stellen Lederbekleidung in Maß- oder Konfektionsfertigung her und ändern und reparieren diese. Sie erzeugen Pelzmäntel, Lederjacken, Trachtenbekleidungen etc. und statten Kleidungsstücke mit Pelz- und Lederverbrämungen aus. Säckler*innen verarbeiten heimische und exotische Lederarten wie z. B. Wild-, Kalb-, Schaf- und Ziegenleder oder Elch-, Rentier- und Antilopenleder. Sie arbeiten an Näh- und Spezialmaschinen in Werkstätten und Fertigungshallen im Team mit Berufskolleg*innen und weiteren Fach- und Hilfskräften. Je nach Betriebsgröße haben Säckler*innen Kontakt mit Kund*innen und Lieferant*innen, Rauwarenzurichter*innen und Textilreiniger*innen.
Bereich gewerbliche Maßanfertigung:
Bereich industrielle Konfektionsfertigung:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zum/zur Säckler*in (Lederbekleidungserzeuger*in) erfolgt im Lehrberuf °Bekleidungsgestaltung (Modullehrberuf)# insbesondere über das Hauptmodul Kürschner und Säckler/Kürschnerin und Säcklerin.
Folgende berufsbildende Schulen bieten ähnliche Ausbildungen:
Art: Schulausbildung
Dauer: 3 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info: Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at
Schulzentrum HTL HAK Ungargasse
Ungargasse 69
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 713 15 18 -0
Fax: +43 (0)1 713 15 18 -1188
email: direktion@szu.at
Internet: https://www.szu.at/
Schwerpunkte:
HAK – Handelsakademie für Sozial- und Umweltmanagement:
Praxis Handelsschule
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Netzwerktechnik und IT-Sicherheit
Höhere Lehranstalt für Wirschaftsingenieure – Betriebsinformatik
Fachschule für Informationstechnik mit Betriebspraxis – Netzwerktechnik
Fachschule für Maschinenbau – Fertigungstechnik
Fachschule für Lederdesign
Orientierungsstufe für körper- und sinnesbehinderte Schüler*innen
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freies Gewerbe: u. a.:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Säckler*innen arbeiten sowohl in der gewerblichen Maßanfertigung als auch in der industriellen Konfektionsfertigung. Bei Maßanfertigungen stellen sie meist ein Kleidungsstück vom Zuschnitt bis zur Ausfertigung selbst her. Säckler*innen übernehmen hier auch Reinigungsaufträge oder leiten Lederbekleidungen an Putzereien weiter.
Die Erzeugung von Konfektionsware erfolgt arbeitsteilig in einzelnen Abteilungen wie Zuschnitt, Näherei und Ausfertigung. Säckler*innen übernehmen hier meist Koordinations- und Überwachungsaufgaben, führen aber auch Tätigkeiten wie Zuschneiden, Entwerfen und Bügeln selbst durch.
Bei der Maßanfertigung beraten Säckler*innen die Kund*innen über Modelle, Lederarten usw., sie nehmen Maß und fertigen Schnitte an. Nach dem sie die ausgewählten Materialien vorbereitet und gebügelt haben, schneiden sie die Einzelteile zu. Dabei berücksichtigen sie die Funktion des Teiles (Ärmel, Krägen usw.) und achten auf Dehnbarkeit, Festigkeit und Strukturunterschiede. Sie verheften die Einzelteile, führen Anproben durch und nehmen Änderungsarbeiten vor. Schließlich nähen sie die Teile mit Nähmaschinen zusammen, setzen Taschen und Knöpfe ein und bügeln das fertige Stück.
Zu den wichtigsten Erzeugnissen von Säckler*innen zählen
Säckler*innen (Lederbekleidungserzeuger*innen) verwenden als Arbeitsmaterialien verschiedene heimische und exotische Lederarten wie z. B. Wild-, Kalb-, Fohlen-, Schaf- und Ziegenleder aber auch Elch-, Rentier-, Antilopen- oder Krokodilleder. Sie arbeiten an Zuschneideautomaten, Näh-, Stanz-, Knopflochautomaten und -maschinen, Bügelmaschinen usw. Für die Bearbeitung verwenden sie Zubehör wie Garne, Zwirne, Knöpfe, Reißverschlüsse und Schneiderkreiden. Für die Einstellung und Wartung der Maschinen und Anlagen verwenden sie technische Unterlagen und Handbücher.
Säckler*innen (Lederbekleidungserzeuger*innen) arbeiten in Werkstätten und Produktionshallen von Industrie- und Gewerbebetrieben. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und anderen Fachkräften der Lederwarenerzeugung sowie mit angelernten Hilfskräften zusammen. In Kleinbetrieben haben sie auch Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
Weiterbildung und der Erwerb von Spezialkenntnissen verbessern die Beschäftigungsmöglichkeiten für Säckler*innen. Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche betreffen z. B.:
Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet neben Kursen zur Vorbereitung auf die Meister*innenprüfung berufsspezifische Weiterbildungskurse (z. B. Schnittkonstruktion) an. Die Künstlerische Volkshochschule bietet Kurse für Mode- und Schnittzeichnen an. Bei der Anschaffung von CAD-Systemen finden zumeist Einschulungskurse der Herstellerbetriebe statt.
Der Besuch von Textilmessen und Modeschauen ermöglicht Weiterbildung hinsichtlich neuer internationaler Entwicklungen auf dem Modesektor.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: