Installations- und Gebäudetechnik – Lüftungstechnik (Modullehrberuf)

Der Beruf Lüftungstechniker*in wird als Hauptmodul im Modullehrberuf Installations- und Gebäudetechnik (Modullehrberuf) ausgebildet.

Lüftungssysteme werden überall gebraucht: In Werkstätten, Garagen, Restaurants, Krankenhäusern oder in modernen Passivhäusern. Lüftungstechniker*innen stellen Lüftungsanlagen zusammen und montieren, warten und reparieren sie. Sie legen Rohrleitungen und richten die Teile durch Schneiden, Fräsen, Bohren etc. zu. Sie stellen die Regelsysteme (Thermostate, Zeitschaltuhren) genau ein. Die Lüftungstechniker*innen arbeiten in Handwerksbetrieben des Lüftungsanlagenbaus, in Betrieben des Sanitär- und Klimatechnikgewerbes sowie im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik. Bei Montagearbeiten auf Baustellen arbeiten sie im Team mit ihren Kolleg*innen sowie mit weiteren Fach- und Hilfskräften im Bereich Bauwesen und Energietechnik zusammen.

Green Job:
Die Installation klimaschonender Lüftungssysteme zur kontrollierten Wohnraumlüftung ist ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zu einer nachhaltigeren, energieeffizienten und umweltschonenden Ressourcennutzung und im Kampf gegen den Klimawandel. Lüftungstechniker*innen leisten dazu eine zentralen Beitrag und können daher als „Green Job“ (grüner Beruf) bezeichnet werden.

Lehrberuf
Hauptberuf
Lehrzeit:
3 bzw. 4 Jahre

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Kund*innen beraten
  • technische Unterlagen, Verlegepläne lesen, Berechnungen durchführen
  • Kanalsysteme für Versorgung und Entsorgung herstellen
  • die Rohrleitungen sägen, schneiden, feilen, schleifen, bohren, gewindeschneiden, löten, hämmern, treiben etc.
  • Bleche maschinell bearbeiten, weich- und hartlöten, trennschleifen
  • Rohre und Geräte der Lüftungsanlagen zusammenbauen und montieren
  • Justierungen und Fein-Einstellungen vornehmen
  • Funktionsproben durchführen
  • Fehler und Defekte suchen und beheben
  • Wartungsarbeiten und Reparaturen durchführen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gutes Augenmaß
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis
  • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Die Ausbildung zum/zur Lüftungstechniker*in erfolgt im Modullehrberuf °Installations- und Gebäudetechnik (Modullehrberuf)#.
Die Ausbildung zum/zur Installations- und Gebäudetechniker*in umfasst verpflichtend eine zweijährige Ausbildung in der Installations- und Gebäudetechnik (=Grundmodul) und eine einjährige Ausbildung im gewählten Hauptmodule.

Zusätzlich kann in einem weiteren halben Ausbildungsjahr ein zweites Hauptmodul oder eines der folgenden Spezialmodule gewählt werden:

  • Ökoenergietechnik
  • Steuer- und Regeltechnik
  • Haustechnikplanung

Dauer der Lehrzeit:

  • 3 Jahre: Grundmodul + Hauptmodul
  • 4 Jahre: Grundmodul + Hauptmodul + ein Spezialmodul
  • 4 Jahre: Grundmodul + Hauptmodule + zweites Hauptmodul

Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und begleitend dazu in der Berufsschule. Die Berufsschule vermittelt den theoretischen Hintergrund, den du für die erfolgreiche Ausübung deines Berufs benötigst.

Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Du kannst dir deine Berufsschule NICHT aussuchen, sondern wirst ihr zugewiesen.

Dauer: 3 bis 4 Jahre

Form: Dual

Voraussetzungen:

  • Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht

Abschluss:

Lehrabschlussprüfung im Beruf Installations- und Gebäudetechnik
Mit erfolgreicher Lehrabschlussprüfung sind die Lehrabsolvent*innen berechtigt die Berufsbezeichnung „Installations- und Gebäudetechnikerin“ bzw.“Installations- und Gebäudetechniker“ zu tragen.

Berechtigungen:

  • Ausübung des erlernten Berufes
  • Zugang zur Meister- und Befähigungsprüfung im Fachbereich, zu Werkmeisterschulen, zur Berufsreifeprüfung und zu einschlägigen Weiterbildungsangeboten
  • Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung im Fachbereich gemäß Gewerbeordnung

Info:

Die Lehrausbildung (= duale Ausbildung) erfolgt überwiegend in einem Betrieb (Lehrbetrieb); rund 80 % der Ausbildungszeit. Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, musst du dich bei einem passenden Lehrbetrieb bewerben.
Im Lehrbetrieb erlernst du deinen gewählten Beruf direkt am Arbeitsplatz, in Werkstätten, auf Baustellen usw. in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen und mit Kundinnen und Kunden.

Etwa 20 % der Ausbildungszeit verbringst du in der Berufsschule.
In der Berufsschule wird das Allgemeinwissen vertieft und theoretisches Hintergrundwissen, aber auch praktische Fertigkeiten für den gewählte Beruf vermittelt.

Adressen:

Landesberufsschule Bregenz 2
Feldweg 25
6900 Bregenz

Tel.: +43 (0)5574 / 711 65
Fax: +43 (0)5574 / 711 65 -17
email: sekretariat@lbsbr2.snv.at
Internet: https://lbsbr2.snv.at/

Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Rankweil
Negrellistraße 50
6830 Rankweil

Tel.: +43 (0)5522 / 421 90 -00
email: direktion@htl-rankweil.at
Internet: https://www.htl-rankweil.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Heizung und Lüftung
  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Tiefbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau

Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik

Höhere Lehranstalt für Elektronik und Technische Informatik

Aufbaulehrgang für Berufstätige für Elektronik und Technische Informatik

p>Fachschule für Elektronik und Technische Informatik mit Betriebspraxis

Höhere Lehranstalt für Informatik

Bauhandwerkerschule für Maurer*innen / Hochbau

Bauhandwerkerschule für Zimmerei / Holzbau


Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Die Höheren Lehranstalten für Energie- und Gebäudetechnik vermittelt neben einer vertieften Allgemeinbildung eine umfassende praktische und fundierte fachtheoretische Ausbildung in den unterschiedlichen Bereichen der Energie- und Gebäudetechnik und ermöglicht ihren Absolventen und Absolventinnen damit vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten unter anderem in den Bereichen Gebäudeautomatisation, Installations- und Klimatechnik, Facility-Management, erneuerbaren Energien, Bauhaupt- und Baunebengewerbe, Bauamt usw.

Zielgruppe: Jugendliche nach Abschluss einer Mittelschule, AHS-Unterstufe oder Polytechnischen Schule

Ausbildungsinhalte, lt. Stundentafel:

  • Green Energy Basics
  • Heizungstechnik und Ökoenergie
  • Lüftungs- und Klimatechnik
  • Kälte- und Wärmepumpentechnik
  • Sanitärtechnik und Wasserschutz
  • Energie- und Projektmanagement: Smart Building / Energy Efficiency / Economy and Grids
  • Elektro-, Regelungs- und Leittechnik
  • Laboratorium
  • Werkstätte und Produktionstechnik mit Green Energy Basics
  • Religion/Ethik
  • Deutsch
  • Englisch
  • Geografie, Geschichte und politische Bildung
  • Wirtschaft und Recht
  • Bewegung und Sport
  • Angewandte Mathematik
  • Naturwissenschaften
  • Angewandte Informatik

Die Ausbildung umfasst außerdem zwei verpflichtende Betriebspraktika während der Ferien.

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundeslehranstalt Jenbach
Schalserstraße 43
6200 Jenbach

Tel.: +43 (0)5244 / 627 31 -0
Fax: +43 (0)5244 / 627 31 -35
email: info@htl-jenbach.at
Internet: https://htl-jenbach.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Energie- und Gebäudetechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Energie- und Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:

  • Ausbildungsschwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Automatisierungstechnik Mechatronik

Höhere Lehranstalt für Industrial Engineering und Management:

  • Ausbildungsschwerpunkt Konstruktion und Digitale Produktentwicklung
  • Ausbildungsschwerpunkt Smart Production

Werkmeisterschule für Berufstätige für Mechatronik


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Pinkafeld
Meierhofplatz 1
7423 Pinkafeld

Tel.: +43 (0)3357 / 424 91 -0
Fax: +43 (0)3357 / 424 91 -115
email: office@htlpinkafeld.at
Internet: https://www.htlpinkafeld.at/

Schwerpunkte:

Fachschule für Bautechnik/Hochbau mit Betriebspraxis

Fachschule für Maschinenbau – Anlagentechnik – Schwerpunkt Anlagen- und Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Tiefbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau

Höhere Lehranstalt für Informatik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Software Engineering – Entrepreneurship und Training Company
  • Ausbildungsschwerpunkt Software Engineering – GameDev und DevOps

Höherer Lehranstalt für Informationstechnologie

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Elektronik und technische Informatik

  • Ausbildungsschwerpunkt Autonome Robotik
  • Ausbildungsschwerpunkt Leit- und Automatisierungstechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Ausbildungszweig Hochbau/Stahlbau

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Informatik


Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Mödling
Technikerstraße 1-5
2340 Mödling

Tel.: +43 (0)2236 / 408 -0
Fax: +43 (0)2236 / 408 -2250
email: office@htl.moedling.at
Internet: https://htl.moedling.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure – Ausbildungsschwerpunkt Industrial Engineering and Management

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:

  • Ausbildungsschwerpunkt Fahrzeugtechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Tiefbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Green Building & Umweltingenieurwesen

Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie:

  • Schwerpunkt Holztechnik
  • Schwerpunkt Raum- und Objektgestaltung

Höhere Lehranstalt für Mechatronik

Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Medientechnik

Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Robotik

Fachschule für Maschinenbau

  • Ausbildungsschwerpunkt Fahrzeugtechnik
  • Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Fachschule für Bautechnik

Fachschule für Tischlerei

Fachschule für Holztechnik

Fachschule für Mechatronik

Fachschule für Elektronik und Technische Informatik

Fachschule für Elektrotechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Gebäudetechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Green Building und Umweltingenieurwesen

Kolleg/Aufbaulehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik:

  • Schwerpunkt Innenarchitektur
  • Schwerpunkt Holztechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Informatik – Systemtechnik

Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik

Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik

Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Holztechnik

Vorbereitungslehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik

Vorbereitungslehrgang für Elektronik und Technische Informatik

Hinweis: Über schulautonome Vertiefungen informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Schule.


Höhere Technische Lehranstalt Mistelbach
Karl Katschthaler-Straße 2
2130 Mistelbach

Tel.: +43 (0)2572 / 320 36 -10
Fax: +43 (0)2572 / 320 36 -19
email: direktion@htlmistelbach.ac.at
Internet: https://www.htlmistelbach.ac.at

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Biomedizin und Gesundheitstechnik

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik


Höhere Technische Lehranstalt Mistelbach – Standort Zistersdorf
Schlossplatz 6
2225 Zistersdorf

Tel.: +43 (0)2532 / 812 36
Fax: +43 (0)2532 / 812 36
email: info@htlmistelbach.ac.at
Internet: https://www.htlmistelbach.ac.at

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik


Höhere Technische Bundeslehranstalt Vöcklabruck
Bahnhofstraße 42
4840 Vöcklabruck

Tel.: +43 (0)7672 / 246 05 -0
email: office@htlvb.at
Internet: https://www.htlvb.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Mechatronik – Schulautonomer Ausbildungsschwerpunkt Robotik und Handhabung

Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure – Ausbildungsschwerpunkt Betriebsinformatik

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau – Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Höhere Lehranstalt für Industrial Engineering & Management

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Maschinenbau

Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Maschinenbau

Fachschule für Maschinenbau mit Betriebspraxis – Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung (Matura)

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung einschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Info:

Mit der Erweiterung wird ab dem SJ 2017/2018 die Ausbildung in der Gebäudetechnik mit dem Brand- und Zivilschutz sowie der Rettungsausbildung verbunden. Die SchülerInnen erlangen in mehreren Stufen beginnend mit dem ersten Schuljahr bis zum 4. Schuljahr zusätzliche Qualifikationen zum/zur Sicherheitsvertrauensperson, Brandschutzbeauftragten, RettungsssanitäterIn sowie Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und Silber. Für die Qualifizierung zum/zur RettungssanitäterIn sind in den Ferien zwischen dem 2. und 3. sowie zwischen dem 3. und 4. Schuljahr Praxisphase zu absolvieren.

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen

Adressen:

Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Pinkafeld
Meierhofplatz 1
7423 Pinkafeld

Tel.: +43 (0)3357 / 424 91 -0
Fax: +43 (0)3357 / 424 91 -115
email: office@htlpinkafeld.at
Internet: https://www.htlpinkafeld.at/

Schwerpunkte:

Fachschule für Bautechnik/Hochbau mit Betriebspraxis

Fachschule für Maschinenbau – Anlagentechnik – Schwerpunkt Anlagen- und Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Bautechnik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Tiefbau
  • Ausbildungsschwerpunkt Holzbau

Höhere Lehranstalt für Informatik:

  • Ausbildungsschwerpunkt Software Engineering – Entrepreneurship und Training Company
  • Ausbildungsschwerpunkt Software Engineering – GameDev und DevOps

Höherer Lehranstalt für Informationstechnologie

Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik

Höhere Lehranstalt für Elektronik und technische Informatik

  • Ausbildungsschwerpunkt Autonome Robotik
  • Ausbildungsschwerpunkt Leit- und Automatisierungstechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Ausbildungszweig Hochbau/Stahlbau

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik

Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Informatik


Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):

Neben Lehrlingen, die ihre festgelegte Lehrzeit beendet haben und Personen, die aufgrund einer schulischen Ausbildung keine Lehrzeit zurücklegen müssen, werden ausnahmsweise auch folgende Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen:

a) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und glaubhaft machen können, dass sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für den betreffenden Lehrberuf auf andere Weise erworben haben (z. B. durch entsprechende Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten oder Kursveranstaltungen).

oder

b) Personen, die mindestens die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes absolviert haben (bei einer Lehrzeit von 3 Jahren also 1 1/2 Jahre) und keine Möglichkeit haben, für die restliche Zeit einen Lehrvertrag abzuschließen.

Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).

Hier geht es zu den Lehrlingstellen der Wirtschaftskammern Österreichs: » Lehrlingsstellen

Hier geht es zur Ausbildungsordnung & Prüfungsordnung: Ausbildungsordnung & Prüfungsordnung

Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.

Und so geht es:

Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.

Wie funktioniert die Vorbereitung?

Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.

Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.

Link: Häufig gestellte Fragen!

WKO-Bildungspfade:

Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise durch folgende reglementierte Gewerbe gegeben:

  • Gas- und Sanitärtechnik (BGBl. II Nr. 50/2003; Novelle mit Art. 16 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Heizungstechnik (verbundenes Handwerk) (BGBl. II Nr. 56/2003; Novelle mit Art. 21 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Kälte- und Klimatechnik (Handwerk) (BGBl. II Nr. 60/2003; Novelle mit Art. 23 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Lüftungstechnik (verbundenes Handwerk) (BGBl. II Nr. 56/2003; Novelle mit Art. 21 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Verwandte Lehrberufe

Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.

Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Lüftungstechniker*innen bauen Lüftungsanlagen und deren Komponenten (Teile) zusammen und montieren die Anlagen. Für die Herstellung der so genannten Kanalsysteme (Kanäle aus Blech oder Kunststoff, in denen die Luft zirkuliert) für die Luftversorgung und die Abluftentsorgung stellen sie die erforderlichen Rohrleitungen und Rohrverbindungen (durch Sägen, Schneiden, Feilen, Schleifen, Bohren, Gewindeschneiden, Löten, Hämmern, Treiben etc.) her und bearbeiten Bleche mittels Blechbearbeitungsmaschinen durch Gasschmelzschweißen sowie Kalt- und Warmbiegen. Sie montieren die Fördereinrichtungen (z. B. Gebläse, Pumpen) und Sicherheitsvorrichtungen und Regelsysteme (z. B. hydraulische und elektronische Regeleinrichtungen wie Thermostate, Zeitschaltuhren).

Große Bedeutung haben in diesem Beruf die Justierungsarbeiten, also die genaue Einstellung der Mess- und Regeleinrichtungen und die Überprüfung aller Funktionen der Lüftungsanlagen. Diese hängen wesentlich von der genauen Anpassung an bauliche Gegebenheiten und die jeweilige Art der Luftverschmutzung (z. B. durch Staub, Abgase) ab. Lüftungstechniker*innen sind auch für Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig, wobei sie spezielle Sicherheits- und Umweltschutzstandards berücksichtigen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Kund*innenberatung.

Neue energiesparende und umweltfreundliche Technologien eröffnen in diesem Beruf sehr gute Chancen am Arbeitsmarkt, erfordern aber auch laufende Weiterbildung. Auch der zunehmenden Trend zu Smart Buildung/Smart Living/Smart Home, bei dem die unterschiedlichen Gebäudetechnikeinrichtungen und Geräte immer stärker miteinander vernetzt werden, die Steuerungen automatisiert werden und der Fernzugriff auf die Einrichtungen ermöglicht wird (z. B. Steuerung über das Smartphone), macht Weiterbildung im Bereich der Mess-, Steuer- und Regeltechnik und Sensorik immer wichtiger.

Arbeitsmittel

Lüftungstechniker*innen setzen Bauteile wie Rohre, Bleiche, Leitungen etc aus unterschiedlichen Metallen und Kunststoff ein und verwenden verschiedene Werkzeuge und Geräte wie z. B. Blechschneideinstrumente, Schweißapparate, Thermostate oder Zeitschaltuhren. Sie orientieren sich bei ihrer Arbeit an technischen Zeichnungen und Plänen, z. B. Bauzeichnungen und Einbauanweisungen von Geräteherstellern.

Arbeitsumfeld

Lüftungstechniker*innen arbeiten in Handwerksbetrieben des Lüftungsanlagenbaus, in Betrieben der Sanitär- und Klimatechnik sowie der Haus- und Versorgungstechnik. Sie arbeiten bei Montagearbeiten im Team mit ihren Kolleg*innen, mit Bautechniker*innen, mit ihren Vorgesetzten (Meister*in) und anderen Fachkräften aus der Gebäudetechnik. Je nach Art und Größe des Unternehmens, haben sie auch Kontakt zu Kolleg*innen anderer Betriebsabteilungen (z. B. Kalkulation, Materialausgabe, technisches Büro). Weiters haben sie Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen, zu den Architekt*innen, Baumeister*innen und zu Mitarbeiter*innen von Bauunternehmen, Lieferfirmen sowie von Bau- und Umweltbehörden.

Lüftungstechniker*innen arbeiten bei Montagen auf Baustellen und sind damit unterschiedlichen Temperaturen (Hitze, Kälte) und verschiedenen Wetterbedingungen (Zugluft, Nässe) ausgesetzt. Bei Baustellenarbeiten kann es außerdem staubig und laut werden und es sind zum Teil schwerere Gegenstände zu heben und zu tragen. Zum Teil können diese Erschwernisse heute schon gut durch assistierende Technologien und Schutzvorrichtungen verringert werden.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Lüftungstechniker*innen bieten

  • Betriebe des Lüftungsanlagenbaus,
  • Betriebe der Sanitär- und Klimatechnik und der Spenglerei, die auch im Lüftungsbau tätig sind,
  • Betriebe im Baubereich sowie
  • Serviceunternehmen für Lüftungsanlagen.

Der Beruf Lüftungstechniker*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • elektronische Mess-, Steuerungs- und Regelgeräte
  • Smart Home, Smart Building, Smart Meter
  • Haustechnik-, Gebäudetechnikplanung
  • Heizungs- und Klimatechnik
  • Ökoenergie, Energietechnik
  • thermische Sonnenkollektoren, Wärmepumpen, Bioenergieanlagen
  • Building Information Modelling (BIM)
  • Wartung, Service, Reparatur

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Lüftungstechniker*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und die Landesinnungen der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker*innen sowie andere Weiterbildungsanbieter bieten in den meisten Bundesländern zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen für Installations- und Gebäudetechnik an (z. B. Spezialschweißkurse, Gerätekurse). Die Schweißtechnische Zentralanstalt (SZA) in Wien bietet beispielsweise Kurse zu verschiedenen Schweißtechniken an.

Angebote rund um die Themenbereiche Energieeffizienz, Bauen und Energie, ökologisches/nachhaltiges Bauen, Bausanierung usw., einschließlich des klimaaktiv e-Learning Tools, findest du über die Webseite der klimaaktiv Bildungskoordination.

Viele Unternehmen führen außerdem für ihre Mitarbeiter*innen regelmäßig interne Schulungen zu Produkten, Materialien und Verarbeitungsmethoden durch oder bieten Herstellerbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an Berufsbildenden Höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalten, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige.
Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insbesondere Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

BIM

Mit Hilfe von BIM - Building Information Modeling (Gebäudedaten-Modellierung) wird ein digitales Modell eines Bauprojektes bzw. bestehenden Gebäudes erstellt. Planung, Errichtung sowie Betrieb können digital dargestellt, administriert, koordiniert und dokumentiert werden. Alle Gewerbe, die am Bauvorhaben beteiligt sind (Architekt*innen, Baumeister*innen, Haustechniker*innen, Facility Manager*innen usw.), können gemeinsam an dem digitalen Modell arbeiten.

Brennwert

Der Energiewert des Brennstoffs im Verhältnis zu einer bestimmten Menge/Volumen.

Luftabgas-System

Ein Schornsteinsystem mit getrennten Schornsteinzügen für Luft und Abgase.

Luftgeschwindigkeit

Die Messung des Strömungsverlaufs der Luft, z. B. um Fahrzeuge, Flugzeuge oder in Räumen. - Damit verbunden auch die Messung des Luftwiderstandes.

Lüftungskonvektor

Ein Konvektor ist ein Heizkörper, der die Luft durch Bewegung erwärmt. Lüftungskonvektoren werden sowohl zur Beheizung als auch zur Belüftung verwendet.

Primärluft

Luft, die den Verbrennungsprozess startet.