In den Lehrberuf Stoffdrucker*in kann seit 31. Mai 2013 nicht mehr eingetreten werden. Der Lehrberuf wurde durch den Lehrberuf Textilchemie ersetzt.
Sie bringen Farbe in die Modewelt: Stoffdrucker*innen bedrucken in verschiedenen Textildruckverfahren alle Arten von Textilien. Sie mischen die benötigten Druckfarben, stellen Textildruckmaschinen ein und überwachen den Druckvorgang. Stoffdrucker*innen bedrucken Kleider-, Hemden-, Trachtenstoffe, Stoffe für Heimtextilien usw.
In der industriellen Fertigung sind die Stoffdrucker*innen entweder als Farbköch*innen oder als Maschinenführer*innen tätig. Farbköch*innen stellen nach vorgegebenen Rezepturen die Farben zusammen, Maschinenführer*innen programmieren, bedienen und warten die Stoffdruckmaschinen. Stoffdrucker*innen arbeiten mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften der Produktion zusammen.
Die Ausbildung zum/zur Stoffdrucker*in erfolgt im Lehrberuf Textilchemie.
siehe Textilchemie (Lehrberuf)
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
In den Lehrberuf Stoffdrucker*in kann seit 31. Mai 2013 nicht mehr eingetreten werden. Die Ausbildung zum/zur Stoffdrucker*in erfolgt im Lehrberuf Textilchemie.
siehe °Textilchemie (Lehrberuf)#
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Der Textildruck ist ein Verfahren zur mehrfarbigen Musterung von Stoffen. Dabei werden Textildruckfarben in speziellen Stoffdruckmaschinen auf eine Stoffbahn übertragen. In den Maschinen befindet sich eine Druckform, welche die Textildruckfarbe an bestimmten Stellen aufnimmt, speichert und während des Druckvorganges an den Stoff abgibt. In Österreich werden grundsätzlich zwei Textildruckverfahren angewendet: der Filmdruck und der Rouleauxdruck (Walzendruck). Das wichtigere Druckverfahren ist der Filmdruck, bei dem die Stoffdrucker*innen die Druckfarbe mit Flach- oder Rotationsschablonen auf die Stoffbahn übertragen.
Stoffdrucker*innen arbeiten entweder als Farbköch*innen oder als Maschinenführer*innen. Als Farbköch*innen stellen sie die für den Druck benötigten Druckfarben und Farbpasten nach genau vorgegebenen Rezepturen her. Als Grundlage für die Stoffdruckfarbe verwenden sie eine Verdickungspaste, die sie durch Beigabe flüssiger oder staubförmiger Farbpigmente einfärben.
Maschinenführer*innen sind für den gesamten Druckablauf verantwortlich und meist auf eine bestimmte Druckmaschine spezialisiert. Stoffdrucker*innen, die an Rotationsfilmdruckmaschinen (Filmdruck mit Rotationsschablonen) arbeiten, programmieren, bedienen und warten diese Maschinen. Sie sorgen für die richtige Farbzufuhr und die richtige Farbabmischung. Rotationsstoffdrucker*innen achten auf die genaue Einstellung der Rakel hinsichtlich Druck und Winkeleinstellung zum zu bedruckenden Material: Die Rakel rollt während des Druckvorganges in der sich drehenden Rotationsschablone und drückt dadurch die Druckfarbe aus dem Inneren der Schablone durch die Musteröffnungen auf die Stoffbahn. Nach dem Drucken säubern Stoffdrucker*innen Farbbehälter, Schablonen und Rakel und bereiten sie für den nächsten Druckvorgang vor.
Stoffdrucker*innen arbeiten an computergesteuerten Druckmaschinen und -anlagen. Um die Anlagen fachgerecht bedienen und warten zu können, lesen sie schriftlichen Unterlagen (Handbücher). Stoffdrucker*innen bedrucken verschiedene textile Materialien und verwenden zum Herstellen der Druckfarben Farbpasten, -pigmente und Lösungsmittel.
Stoffdrucker*innen arbeiten in Fertigungshallen in Betrieben der Textilindustrie (Textildruckerei). Sie arbeiten mit anderen Stoffdrucker*innen, Vorarbeiter*innen oder Meister*innen der Werkstatt- oder Betriebsleitung zusammen.
In diesem Beruf braucht man nicht nur viel Kreativität, sondern muß auch bereit sein, außerhalb des Bundeslandes zu arbeiten und sich ständig in folgenden Bereichen weiterzubilden:
Berufsspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten beschränken sich größtenteils auf innerbetriebliche Kurse und Schulungen. Auch Kurse wie z. B. Mode- und Schnittzeichnen und Schnittkonstruktion können für Stoffdrucker*innen interessant sein. (Anbieter: Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und Künstlerische Volkshochschule).
Der Besuch von Ausstellungen und Messen und die Lektüre von Fachzeitschriften ermöglicht Weiterbildung im Bereich Gestaltung.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: