Der Beruf Tiefdruckformenhersteller*in war ursprünglich ein Lehrberuf, der aber mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen ist. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!
Tiefdruckverfahren werden bei großen Auflagen mit vielen Illustrationen verwendet, vor allem beim Druck von Zeitschriften und Verpackungsmitteln. Tiefdruckformenhersteller*innen stellen einen Druckzylinder her (vorwiegend durch Gravur von Kupferzylindern), in den das Druckbild eingraviert wird. Die Farbe wird über Vertiefungen an den Druckstoff weiter gegeben. Dabei bedienen sie elektronisch gesteuerte Gravuranlagen und kopieren die Vorlagen (Texte und Bilder) auf lichtempfindliches Papier bzw. Filme. Tiefdruckformenhersteller*innen arbeiten in Werkstätten des Druckereigewerbes mit Berufskolleg*innen, Vorgesetzten und Hilfskräften der Produktion zusammen. Sie haben außerdem Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Tiefdruckformenhersteller*in war ursprünglich ein Lehrberuf, der mit 31. Dezember 2007 ausgelaufen ist. In diesem Beruf können keine Lehrausbildungen mehr begonnen werden!
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info: Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Graphische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien
Leyserstraße 6
1140 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 982 39 14 -0
Fax: +43 (0)1 / 982 39 14 -111
email: direktion@graphische.net
Internet: https://www.graphische.net/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design
Höhere Lehranstalt für Medieningenieure und Printmanagement
Höhere Lehranstalt für Medien
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Medieningenieure und Printmanagement
Kolleg für Grafik- und Kommunikationsdesign
Kolleg für Berufstätige für Grafik- und Kommunikationsdesign
Kolleg für Berufstätige für Medien
Aufbaulehrgang für Berufstätige für Medieningenieure und Printmanagement
Fachschule für Mediengestaltung und Digitale Druckproduktion
Meister*innenschule für Kommunikations-Design
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
– Gewerbe der Drucker und Druckformenhersteller
– Gewerbe Kupferdruck (= eingeschränkte Form des Druckergewerbes)
Information zu REGLEMENTIERTEN HANDWERKEN UND GEWERBEN: Die Zulassungsbedingungen für reglementierte Handwerke und Gewerbe sind bundesgesetzlich geregelt, siehe hierzu die jeweils angegebenen Bundesgesetzblätter:
BGBl. Nr. II 40/2003. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Drucker und Druckformenhersteller (Drucker und Druckformenhersteller-Verordnung),
einsehbar unter: Rechtsinformationssystem Österreich
Information/Kontakt: Mit der GewONov 2002 wurde die Gestaltung der Prüfungsordnung für Handwerke und reglementierte Gewerbe in den Aufgabenbereich der Fachorganisationen der WKÖ übertragen, Kontakt siehe unter Wirtschaftskammer Österreich.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Das Tiefdruckverfahren wird vorwiegend für den Verpackungsmittel- und Zeitschriftendruck verwendet. Beim Tiefdruckverfahren wird die Druckfarbe in Vertiefungen (Näpfchen, Ritzen) gespeichert und von dort auf den Bedruckstoff abgegeben. Die Tiefe der Näpfchen bestimmt die Menge der gespeicherten Farbe und die Dicke, in der die Farbe aufgetragen wird (Intensität des Farbtons). Die Tiefdruckformenherstellung erfolgt vorwiegend durch Gravur.
Tiefdruckformenhersteller*innen stellen zunächst von der Druckvorlage Opalfilme her, das sind Filme aus einer lichtundurchlässigen Trägerfolien. Nur solche Filme können von der Gravuranlage abgetastet werden. Sie geben die zur Gravur notwendigen Daten, wie Papierqualität und Druckfarbe, in den Elektronenrechner der Gravurstation ein. Dann spannen sie die Vorlage auf die Vorlagentrommel der Abtasteeinheit. Die Bilder werden nun durch einen gebündelten Lichtstrahl abgetastet und mit einem Diamantenstichel in die Oberfläche des Kupferzylinders graviert. Tiefdruckformenhersteller*innen geben diese Zylinder an eine andere Abteilung zum Verchromen weiter, damit die Oberfläche geschützt wird.
Sollten sich im Verlauf eines Probedruckes kleine Fehler oder Farbabweichungen zeigen, korrigieren Tiefdruckformenhersteller*innen den Zylinder, indem sie die Näpfchen durch Nachätzen mit einem Stichel vertiefen oder durch galvanisches Auftragen eines dünnen Kupferbelages verkleinern.
Tiefdruckformenhersteller*innen arbeiten an automatisierten Gravuranlagen bzw. -stationen. Sie bedienen dabei Elektronenrechner und Abtasteeinheiten. Zur händischen Nachbearbeitung der Kupferzylinder verwenden sie kleine Werkzeuge (Stichel) und Materialien wie Kupfer. Außerdem lesen sie die Druckvorlagen.
Tiefdruckformenhersteller*innen arbeiten in Werkstätten gewerblicher Druckereien. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen, Vorgesetzten und Hilfskräften der Produktion zusammen. Tiefdruckformenhersteller*innen haben Kontakt zu Kund*innen und Lieferant*innen.
INFO: In Österreich gibt es wenige Verpackungsdruckereien, die den Tiefdruck anwenden, daher gibt es in diesem Beruf nur eine relativ geringe Zahl von Arbeitsplätzen.
Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Tiefdruckformenhersteller*innen sind aufgrund der Rationalisierung der Tiefdruckformenherstellung durch die elektronische Zylindergravur und durch die Bevorzugung der Absolvent*innen des Lehrberufs „Druckvorstufentechniker*in“ bei der Stellenvergabe sehr eingeschränkt.
Fachspezifische Weiterbildungskurse für Tiefdruckformenhersteller*innen werden nicht angeboten. Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bietet jedoch einen Vorbereitungskurs auf die Befähigungsprüfung im Gewerbe der „Drucker*innen und Druckformenhersteller*innen“ und für das Druckgewerbe weitere branchenspezifische Kurse an.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: