Medienfachmann / Medienfachfrau – Mediendesign

Eine Ausbildung im Lehrberuf Medienfachmann*frau – Mediendesign ist seit 1. Juni 2018 nicht mehr möglich.

Medienfachleute im Bereich Mediendesign gestalten Produkte im Printbereich, z. B. Zeitschriften, Broschüren, Plakate sowie im Multimedia Bereich. Sie gestalten das Design für Internet-Seiten, CD-Roms und DVDs. Sie stellen unter Anwendung spezieller Computerprogramme Schrift- und Bildelemente zu einem Layout zusammen und animieren Bewegungssequenzen. Anschließend besprechen sie die Entwürfe mit den Kund*innen und bereiten die Vorlagen für den Druck bzw. die Endproduktion vor. Medienfachleute im Bereich Mediendesign arbeiten gemeinsam im Team mit Berufskolleg*innen aus dem Medienbereich, z. B. mit Multimedia-Programmierer*innen, Multimedia-Konzeptionist*innen oder Online-Redakteur*innen.

Für Ausbildungen im Bereich Medienfachmann*frau siehe die neuen Lehrberufsschwerpunkte:

Synonym zu Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Kund*innen beraten
  • Entwürfe für Printprodukte und Multimedia-Produkte erstellen
  • analoge Daten einscannen
  • Text- und Bildvorlagen mit Computerprogrammen bearbeiten
  • Layouts gestalten, Mediendesigns erstellen
  • bewegte Bildsequenzen (Video, Computeranimation) filmen oder programmieren
  • Daten für Endvorlagen zusammenstellen
  • Scanner, Digital- und Laserdrucker, Druckmaschinen einstellen und bedienen
  • mit Kund*innen absprechen, Feedback einholen, Gestaltungsvorschläge präsentieren
  • Qualität beurteilen, Korrekturen anbringen, Daten für Endfertigung sichern

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gutes Sehvermögen (viel Lesen bzw. Arbeiten am Computer)
  • Unempfindlichkeit gegenüber künstlicher Beleuchtung

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • gestalterische Fähigkeit
  • gute Deutschkenntnisse
  • kaufmännisches Verständnis
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kompromissbereitschaft
  • Kritikfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit

Eine Ausbildung im Lehrberuf Medienfachmann*frau – Mediendesign ist seit 1. Juni 2018 nicht mehr möglich.

Für Ausbildungen im Bereich Medienfachmann*frau siehe die neuen Lehrberufsschwerpunkte:

  • °Medienfachkraft – Grafik und Print (Lehrberuf)#
  • °Medienfachkraft – Digitalmarketing (Lehrberuf)#
  • °Medienfachkraft – Video- und Audiogestaltung (Lehrberuf)#
  • °Medienfachkraft – Webdesign (Lehrberuf)#

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

Freies Gewerbe:

  • Werbeagentur
  • Werbearchitekt
  • Werbegrafikdesigner
  • Werbemittelverteiler
  • Public Relations-Berater (PR-Berater)
  • Werbetexter
  • Werbungsvertreter
  • Adressverlage und Direktmarketingunternehmen
  • Markt- und Meinungsforscher

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:


ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Medienfachleute im Bereich Mediendesign erstellen Gestaltungskonzepte für Medienprodukte, sowohl im Printbereich wie z. B. Zeitschriften, Broschüren, Plakate als auch im digitalen und multimedialen Bereich. Hier entwickeln sie das Design für Websites, DVDs und CD-Roms. Sie besprechen mit den Kund*innen deren Vorstellungen vom gewünschten Produkt und entwerfen Gestaltungsvorschläge. Zur Erstellung eines Medienproduktes stellen sie analoge und digitale Text- und Bildvorlagen zusammen und bearbeiten diese am Computer. Die Schrift- und Bildelemente kombinieren sie entsprechend dem gewünschten Layout und animieren sie eventuell für Bewegungssequenzen. Nach weiteren Absprachen mit den Kund*innen und Korrekturen bereiten sie das Produkt für die Endfertigung vor.

Ein wesentlicher Aufgabenaspekt im Mediendesign ist die Umwandlung von analogen in digitale Vorlagen (z. B. Dateneingabe, Scannen, Digitalisierung von Tonmaterial und Videos). Fertige Vorlagen werden beurteilt und bearbeitet, neue Vorlagen werden mittels Digitalkamera oder Video erstellt. Zur Verarbeitung von Text- und Bildmaterial wenden Mediendesigner*innen unterschiedlichste Computerprogramme an: Bildbearbeitungs- und Layoutprogramme, Animationssoftware oder Programme für Webdesign. Die fertigen Gestaltungsvorschläge präsentieren sie mittels Präsentationsprogrammen (z. B. Power Point) oder Video. Kreativität, aber auch Kundenorientierung sind wichtige Grundfähigkeiten in diesem Beruf.

Besonders vor Abgabeterminen für Konzepte kann es im Mediendesign sehr stressig werden. Mediadesigner*innen sollten daher flexibel und belastbar sein.

Arbeitsmittel

Medienfachleute – Mediendesign arbeiten an modern ausgestatteten Computerarbeitsplätzen, die mit spezieller Grafik- und Layoutsoftware ausgestattet sind (z. B. Software zur Bildbearbeitung, Animation, Layout und Web Design). Sie bedienen Scanner, Drucker und Kopiergeräte, Digitalkameras und Fotoapparate. Im Printbereich programmieren und bedienen sie auch Druckmaschinen. Zu Präsentationszwecken verwenden sie Beamer, Laptops, Tablets, Flipcharts, Videos usw.

Arbeitsumfeld

Mediendesigner*innen arbeiten, je nach Auftrag und Projekt, in Studios und Büros von Verlagen, Grafikbetrieben und Multimedia-Agenturen. Sie arbeiten im Team mit verschiedenen Fachkräften aus dem Medienbereich (z. B. Multimedia-Designer*in, Grafikdesigner*in, Multimedia-Konzeptionist*in, Multimedia-Programmierer*in) und haben Kontakt zu ihren Auftraggeber*innen, mit denen sie Ideen und Vorschläge diskutieren und denen sie fertige Konzepte präsentieren.

  • Multimedia-Agenturen
  • Druckvorstufenbetriebe
  • Verlagshäuser
  • Grafik- und Werbestudios

Spezialisierungsmöglichkeiten (Auswahl):

Gerade in den Bereichen IT, Multimedia und Internet ist die Weiterbildungsbereitschaft für die erfolgreiche Berufsausübung von großer Bedeutung.

Das Berufsförderungsinstitut (bfi) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten in beinahe allen genannten Bereichen Weiterbildungsveranstaltungen an (z. B. Lehrgänge der WIFI New Media Academy in den Bereichen Web Design, Redaktion, Multimedia Marketing und Management, Kurse in den Bereichen Sound, Video und Animation).

Das WIFI und das bfi bieten weiters Kurse zur betriebswirtschaftlichen Weiterbildung an, z. B. Marketing, kundenorientierte Verkaufs- und Präsentationstechniken.

Im gesamten Bundesgebiet bieten in stärkerem Maße private Bildungsträger Kurse für Medienfachleute – Mediendesign an (z. B. SAE Wien). Auch Hard- und Softwarefirmen führen Informationsveranstaltungen und Einschulungen über neue Produkte durch.

Weiters veranstaltet die Agentur und Schule für Internet und Multimedia Wien zahlreiche Lehrgänge und Kurse im Bereich IT, Internet und Grafik (z. B. Multimedia Production, Digitales Video, Datenbank geschützte Websiten, Webdesign etc.).

Medienfachleute – Mediendesign müssen sich mit grundsätzlichen gestalterischen Fragen beschäftigen, z. B. durch das Studium von Fachzeitschriften und -büchern, Besuch von Ausstellungen diverser gestalterischer Bereiche, Internetrecherchen.

Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge für Berufstätige an berufsbildenden höheren Schulen, insbesondere an Höhere Lehranstalten für Medien.
Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (3 Jahre) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.

Studium ohne Matura:

Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:

  • Berufsreifeprüfung (Lehre mit Matura): Die Berufsreifeprüfung, die du bereits während deiner Lehrzeit beginnen kannst, ist eine vollwertige Matura, mit der du uneingeschränkten Zugang zum Studium hast.
  • Studienberechtigungsprüfung: Die Studienberechtigungsprüfung kannst du vor Beginn eines Studiums ablegen. Sie ermöglicht den Zugang zu einem bestimmten Studium.
  • ohne Matura mit Berufsausbildung und Berufserfahrung: Fachhochschulen bieten außerdem meist die Möglichkeit mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung (insb. Lehre oder Berufsbildender Mittlerer Schule (BMS)) und mehrjähriger Berufserfahrung auch ohne Matura ein facheinschlägiges (d. h. mit der Berufsausbildung fachlich verwandtes) Bachelorstudien zu beginnen. Meist müssen dazu einzelne Zusatzprüfungen absolviert werden.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Bildbearbeitung

Bildbearbeitung bezeichnet die Veränderung und Nachbearbeitung von Fotos, Negativen, Dias oder digitalen Bildern. Heute wird Bildbearbeitung vor allem digital mittels spezieller Softwareprogramme gemacht, die es sowohl im professionellen Umfang mit zahlreichen Funktionen, als auch mit einfachen Funktionen für Laien z. B. mittels Apps gibt. Funktionen der Bildbearbeitung sind neben dem Vergrößern, Verkleinern, Ausschneiden, Zoomen zahlreich z. B. Nachbelichten, Retuschieren, Farbmodus verändern, Freistellen, Invertieren, Kippen, Montieren, etc.

Desktop Publishing

Die wörtliche Übersetzung lautet: Publizieren vom Schreibtisch aus. Vorbereitete Texte und Grafiken können eingelesen und mit DTP-Software nachbearbeitet werden. Ein wichtiger Bestandteil von DTP sind Zeichenprogramme. Bekannte Programme sind: Adobe InDesign, QuarkXPress, Affinity Publisher und Scribus oder die webbasierte Anwendung Canva.

Hyperlink

Ein Hyperlink verknüpft Textstellen auf Webseiten mit zusätzlichen Informationen. Er wird per Mausklick aktiviert und ruft auf diese Weise neue Seiten oder Info-Boxen auf. Hyperlinks sind auf Webseiten in der Regel farbig (meist blau) und/oder durch Unterstreichen hervorgehoben.

Hypertextsystem

Nach diesem System lassen sich Texte, die über das gesamte Netz verteilt sind, mittels Stichwörtern verknüpfen. Dabei verweist ein Stichwort jeweils auf einen oder mehrere andere Texte.

Layout

Die Text- und Bildgestaltung von Schriftstücken, Büchern oder Medien (Zeitungen, Zeitschriften usw.).

Medien

Der Begriff Medien fasst alle Formate zusammen, die der Informationsvermittlung dienen. Dazu zählen zum Beispiel Zeitung, Film, Fernsehen, Radio oder Internet.

Es gibt unterschiedliche Varianten Medien zu gruppieren, z. B. in Printmedien (Zeitungen, Magazine, Bücher, Flugblätter), elektronische Medien (Radio, Fernsehen, Mobilfunk, E-Books, Internet), digitale Medien (World Wide Web, Social Media, E-Books, Spielekonsolen), Speichermedien (USB-Sticks, CDs, BlueRays, DVDs). Häufig wird auch in "neue Medien" (Internet, Social Media, Künstliche Intelligenz) und "traditionelle Medien" (Zeitung, Fernsehen, Radio) unterschieden.

Multimediaprodukte verbinden mehrere Medien-Elemente wie Schrift, Bild und Grafik, Ton, Film/Video, Computer-Animationen u. a.

Permission Marketing

Sammelbegriff für das erlaubte Zuschicken von Produktinformationen an Nutzer*innen, die ihre E-Mail- oder Post-Adresse bei der Registrierung für einen Newsletter, eine Mailingliste oder auf der Website hinterlassen haben.

Photoshop

Weit verbreitetes Software-Programm zur Bearbeitung von Bildern und Fotos im Computer.

Pixel

Pixel ist der Ausdruck für Bildpunkt, Bildzelle oder Bildelement und bezeichnet die kleinste Einheit einer digitalen Rastergrafik. Weiters umfasst der Begriff auch die Darstellung der Bildpunkte auf einem Bildschirm mit Rasteransteuerung.

Scanner

Ein Scanner ist ein Gerät, das alle in einer Vorlage (Schriftstück, Fotos) enthaltenen Informationen in elektrische Impulse umwandelt, die anschließend vom Computer weiterverarbeitet werden können.