Der Lehrberuf Modellbauer*in wurde per 1. September 2022 durch den Lehrberuf Tischlereitechnik – Modell- und Formenbau ersetzt.
Modellbauer*innen stellen Modelle aus Holz, Kunststoff oder Metall her, die als Vorlage für die Einzel- und Serienfertigung z. B. von Maschinenbauteilen, Karosserieteilen, Kunststoffprodukten oder Gießereierzeugnissen benutzt werden. Sie fertigen die Modelle bzw. Werkstücke nach Plänen und Werkzeichnungen, in denen die genauen Maße eingetragen sind, an. Die Einzelteile werden von Modellbauer*innen beispielsweise mit computergestützten Maschinen (CNC-Maschinen) hergestellt, mitunter aber auch noch per Hand. Abschließend bearbeiten sie die Werkstücke mit Werkzeugen wie Bohr-, Hobel-, Fräs-, Schleif- und Poliermaschinen.
Modellbauer*innen arbeiten vorwiegend in Betrieben der Metall oder Kunststoff verarbeitenden Industrie, im Team mit Vorgesetzten, Berufskolleginnen und -kollegen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Lehrberuf Modellbauer*in wurde per 1. September 2022 durch den Lehrberuf Tischlereitechnik – Modell- und Formenbau ersetzt. Die Ausbildung zum*zur Modellbauer*in erfolgt im Schwerpunkt Modell- und Formenbau im Lehrberuf Tischlereitechnik, siehe Tischlereitechnik – Modell- und Formenbau (Lehrberuf).
Die Ausbildung erfolgt als Lehrausbildung (= Duale Ausbildung). Voraussetzung dafür ist die Erfüllung der 9-jährigen Schulpflicht und eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Ausbildungsbetrieb und begleitend dazu in der Berufsschule. Die Berufsschule vermittelt den theoretischen Hintergrund, den du für die erfolgreiche Ausübung deines Berufs benötigst.
Wichtig: Der Besuch der Berufsschule setzt im Normalfall eine (betriebliche) Lehrstelle voraus. Du kannst dir deine Berufsschule NICHT aussuchen, sondern wirst ihr zugewiesen.
Dauer: 3 Jahre
Form: Dual
Voraussetzungen:
Abschluss:
Lehrabschlussprüfung im Beruf Modellbauer*in
Mit erfolgreicher Lehrabschlussprüfung sind die Lehrabsolvent*innen berechtigt die Berufsbezeichnung „Modellbauerin“ bzw.“Modellbauer“ zu tragen.
Berechtigungen:
Info:
Die Ausbildung im Lehrberuf Modellbauer*in läuft aus und wurde per 1. September 2022 durch die Ausbildung im Schwerpunktlehrberuf Tischlereitechnik ersetzt. Die Ausbildung erfolgt im Schwerpunkt:
Die Lehrausbildung (= duale Ausbildung) erfolgt überwiegend in einem Betrieb (Lehrbetrieb); rund 80 % der Ausbildungszeit. Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, musst du dich bei einem passenden Lehrbetrieb bewerben.
Im Lehrbetrieb erlernst du deinen gewählten Beruf direkt am Arbeitsplatz, in Werkstätten, Büros usw. in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen.
Etwa 20 % der Ausbildungszeit verbringst du in der Berufsschule.
In der Berufsschule wird das Allgemeinwissen vertieft und theoretisches Hintergrundwissen, aber auch praktische Fertigkeiten für den gewählte Beruf vermittelt.
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info:
Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse
Hinweis: Über schulautonome Vertiefungen informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Schule.
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Villach
Tschinowitscher Weg 5
9500 Villach
Tel.: +43 (0)4242 370 61
email: office@htl-vil.ac.at
Internet: https://www.htl-villach.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik – Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Raum- und Objektgestaltung
Kolleg für Innenarchitektur und Holztechnik
Fachschule für Tischlerei
Höhere Lehranstalt für Informatik
Fachschule für Informationstechnik (mit Betriebspraktikum)
Aufbaulehrgang für Informatik
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Cyber Security
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Medientechnik
Bauhandwerkerschule für Maurer
Bauhandwerkerschule für Zimmerer
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Mödling
Technikerstraße 1-5
2340 Mödling
Tel.: +43 (0)2236 / 408 -0
Fax: +43 (0)2236 / 408 -2250
email: office@htl.moedling.at
Internet: https://htl.moedling.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure – Ausbildungsschwerpunkt Industrial Engineering and Management
Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:
Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie:
Höhere Lehranstalt für Mechatronik
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Medientechnik
Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Robotik
Fachschule für Maschinenbau
Fachschule für Bautechnik
Fachschule für Tischlerei
Fachschule für Holztechnik
Fachschule für Mechatronik
Fachschule für Elektronik und Technische Informatik
Fachschule für Elektrotechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Gebäudetechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Green Building und Umweltingenieurwesen
Kolleg/Aufbaulehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Informatik – Systemtechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Holztechnik
Vorbereitungslehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik
Vorbereitungslehrgang für Elektronik und Technische Informatik
Hinweis: Über schulautonome Vertiefungen informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Schule.
Höhere Technische Bundeslehranstalt Hallstatt
Lahnstraße 69
4830 Hallstatt
Tel.: +43 (0)6134 / 82 14 -0
email: office@htl-hallstatt.at
Internet: https://www.htl-hallstatt.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung
Fachschule für Tischlerei
Fachschule für Bildhauerei
Fachschule für Drechslerei
Fachschule für Instrumentenbau – Streich- und Saiteninstrumente
Meisterklasse für Bildhauerei/Tischlerei/Drechslerei/Instrumentenbau
Hinweis: Über schulautonome Vertiefungen informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Schule.
Höhere Technische Bundeslehranstalt Hallein
Davisstraße 5
5400 Hallein
Tel.: +43 (0)664 / 804 62
Fax: +43 (0)662 / 234 663 855
email: office@htl-hallein.at
Internet: https://www.htl-hallein.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik – Ausbildungsschwerpunkt Holzbau
Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Raum- und Objektgestaltung
Fachschule für Steintechnik und Steingestaltung
Fachschule für Maschinenbau
Fachschule für Mechatronik
Fachschule für Bildhauerei
Fachschule für Tischlerei
Bauhandwerkerschule für Steinmetze/Steinmetzinnen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Meisterschule Bildhauer
Meisterschule Tischler
Kolleg/Aufbaulehrgang für Design – Produkt- & System-Design
Aufbaulehrgang für Bautechnik – Hochbau
Kolleg/Aufbaulehrgang für Wirtschaftsingenieure – Seilbahn- und Beförderungstechnik
Aufbaulehrgang für Berufstätige für Wirtschaftsingenieure – Ausbildungsschwerpunkt Maschinenwesen
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss: Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info:
Anmeldung: ab dem ersten Tag der Semesterferien; Vorlage des Orignals der Schulnachricht der 4. Klasse erforderlich
Die AbsolventInnen arbeiten in den Bereichen Bildhauerei, Objektdesign und in den unter-schiedlichsten Feldern der Restaurierung. Beispiele dafür sind: Steinmetzbetriebe, Bühnenbild, Filmausstattung und Requisite, Ausstellungsgestaltung, Design- und Gestaltungsbüros, Formen- und Modellbau, 3D-Modelling, Museumstechnik und Sammlungsbetreuung sowie Freischaffende in der Bildenden Kunst, Landschaftsplanung, Rekonstruktion und Konservierung, Denkmalpflege, Dekoration, Vergoldung und mehr. (Quelle: Ortweinschule)
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Graz – Ortweinschule
Körösistraße 157
8010 Graz
Tel.: +43 (0)5 0248 019
Fax: +43 (0)5 0248 019 -999
email: dion@ortweinschule.at
Internet: https://www.ortweinschule.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design
Höhere Lehranstalt für Medien:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung
Höhere Lehranstalt für Kunst und Design:
Kolleg für Kunst und Design für Berufstätige:
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Meisterschule für Kunst und Gestaltung:
Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Lehrabschluss im zweiten Bildungsweg (außerordentliche Zulassung zur Lehrabschlussprüfung):
Neben Lehrlingen, die ihre festgelegte Lehrzeit beendet haben und Personen, die aufgrund einer schulischen Ausbildung keine Lehrzeit zurücklegen müssen, werden ausnahmsweise auch folgende Personen zur Lehrabschlussprüfung zugelassen:
a) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und glaubhaft machen können, dass sie die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für den betreffenden Lehrberuf auf andere Weise erworben haben (z. B. durch entsprechende Anlernzeiten, praktische Tätigkeiten oder Kursveranstaltungen).
oder
b) Personen, die mindestens die Hälfte der Lehrzeit eines Lehrberufes absolviert haben (bei einer Lehrzeit von 3 Jahren also 1 1/2 Jahre) und keine Möglichkeit haben, für die restliche Zeit einen Lehrvertrag abzuschließen.
Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).
Hier geht es zu den Lehrlingstellen der Wirtschaftskammern Österreichs: » Lehrlingsstellen
Hier geht es zur Ausbildungsordnung & Prüfungsordnung: Ausbildungsordnung & Prüfungsordnung
Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Lehre und vier weiteren Prüfungen erlangst du die Berufsmatura (Berufsreifeprüfung). Diese öffnet dir den Zugang zu Universitäts- und Fachhochschulstudien. Außerdem ermöglicht sie zusätzliche Karrierewege im erlernten Beruf, aber auch außerhalb des bisherigen Berufsfeldes.
Und so geht es:
Die Berufsmatura besteht aus vier Teilprüfungen: Deutsch (schriftlich und mündlich) und Mathematik (schriftlich), eine lebende Fremdsprache (schriftlich oder mündlich) und ein Fachbereich (schriftliche Prüfung oder Projektarbeit und mündliche Prüfung). Der Fachbereich ist ein Thema aus dem Berufsfeld des Kandidaten/der Kandidatin.
Wie funktioniert die Vorbereitung?
Die Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung erfolgt in Vorbereitungskursen, die von Erwachsenenbildungseinrichtungen (z. B. WIFI, BFI, Volkshochschulen), Berufsschulen oder höheren Schulen (z. B. AHS, HAK, HTL, HLW) angeboten werden. In solchen Lehrgängen können auch die jeweiligen Teilprüfungen abgelegt werden. Drei der vier Teilprüfungen können bereits während der Lehre abgelegt werden. Zur letzten Teilprüfung kannst du nach erfolgreichem Lehrabschluss, aber nicht vor dem 19. Geburtstag antreten.
Durch ein Förderprogramm, können die Vorbereitungskurse und die Prüfung seit September 2008 in ganz Österreich kostenlos angeboten werden. Zur konkreten Ausgestaltung der Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung bestehen in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Modelle. Informationen bieten u. a. die Bildungseinrichtungen und die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern.
Link: Häufig gestellte Fragen!
Die WKO-Bildungspfade geben dir einen Überblick über durchgängige Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten in unterschiedlichen Berufen am Beispiel der WKO Bildungsangebote. Der Bildungspfad Berufsreifeprüfung steht in allen Lehrberufen offen:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE.:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Weitere Informationen und Kontakte:
Durch die Verwandtschaftsregelung wird die Ausbildung in einem Lehrberuf auf Teile der Lehrzeit in anderen (verwandten) Lehrberufen angerechnet. Dadurch verkürzt sich die Lehrzeit bei der Ausbildung in einem weiteren Lehrberuf (oder auch beim Wechsel auf einen verwandten Lehrberuf). In manchen Fällen wird die Lehrzeit und die Lehrabschlussprüfung auch vollkommen ersetzt.
Bei folgenden verwandten Lehrberufen verkürzt sich die Lehrzeit im Ausmaß der angegebenen Lehrjahre. (Beispiel: Der Eintrag „1. voll“ bedeutet z. B., dass sich die Lehrzeit im verwandten Lehrberuf um ein Jahr verkürzt.)
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Bevor ein Motor produziert, eine Maschine zusammengebaut wird oder neue Kunststoffprodukte in Serienproduktion gehen, stellen Modellbauer*innen detail- und maßstabgetreue Modelle von diesen Produkten und deren Einzelteilen her. Die Modelle dienen als Vorlage für die Serien-Produktion sowie zu Demonstrationszwecken für Kunden/Kundinnen und Auftraggeber*innen.
Modellbauer*innen stellen diese Werkstückmodelle meist aus Metall, Holz oder Kunststoff nach technischen Plänen und Zeichnungen her. Werkstückmodelle werden vor allem für die Anfertigung von Gussformen für den Metall- und Kunststoffguss benötigt. Die Modellbauer*innen stellen die einzelnen Modellteile her und bauen sie anschließend zusammen. Sie übertragen die Maße aus den Werkzeichnungen und planen den Aufbau des Modells. Sie bereiten die entsprechenden Materialien vor und bearbeiten sie mit computergesteuerten (CNC-)Werkzeugmaschinen. Für Fein- und Korrekturarbeiten kommen verschiedene Werkzeuge und Handmaschinen wie z. B. Feilen, Sägen, Hämmer, Bohr-, Dreh-, Hobel-, Polier- oder Schleifmaschinen zum Einsatz.
Bei der Herstellung einer Sandgussform wird das Werkstückmodell in Formsand eingebettet. Nach dem Feststampfen des Sandes wird das Modell wieder herausgenommen. In den daraus entstandenen Hohlraum gießen die Modellbauer*innen geschmolzenes Metall ein. Die daraus erzeugten Modelle werden z. B. für die Herstellung von Maschinen- und Motorteilen, Turbinen oder Kunststoffprodukten benötigt. Die fertigen Modellteile und Gussformen werden gereinigt, poliert und mit Lack, Öl oder Konservierungsmittel oberflächenbehandelt. Weiters gehören verschiedene Wartungs-, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten an Werkzeugen, Geräten und Maschinen zu den Aufgaben der Modellbauer*innen.
Modellbauer*innen bedienen verschiedene Anlagen, Geräte und Maschinen, wie z. B. Schweiß- und Lötgeräte, Schneidbrenner, Schleif- und Bohrmaschinen und steuern und programmieren computergesteuerte Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen). Sie verwenden verschiedene Handwerkzeuge wie Feilen, Schraubenzieher und Schraubenschlüssel und hantieren mit unterschiedlichen Werkstoffen und Materialien, wie z. B. Bleche, Metalle, Holz und Kunststoffe. Sie lesen technische Unterlagen, Pläne und Werkzeichnungen, Betriebs- und Montageanleitungen und führen Betriebsbücher, Arbeitsjournale und Wartungsprotokolle.
Zur Planung und Dokumentation verwenden sie entsprechende Software und Computer und diverse Büro- und Kommunikationsgeräte für die Kommunikation im Team und mit Auftraggeber*innen.
ModellbauerInnen sind in Konstruktionsbüros, Werkstätten sowie in Werks- und Produktionshallen von Gewerbebetrieben und Betrieben der Metall oder Kunststoff verarbeitenden Industrie und der Gießereiindustrie tätig. Vor allem bei der Arbeit in Werks- und Produktionshallen sind ModellbauerInnen auch Lärm- und Staubbelastung ausgesetzt. Außerdem arbeiten sie häufig bei künstlichem Licht.
ModellbauerInnen arbeiten im Team mit Vorgesetzten, Berufskolleginnen und -kollegen und Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen (siehe z. B. Konstrukteur*in – Maschinenbautechnik (Lehrberuf), Metalltechnik (Modullehrberuf), Gießereitechnik – Eisen- und Stahlguss (Lehrberuf), Gießereitechnik – Nichteisenmetallguss (Lehrberuf), Kunststofftechnologie (Lehrberuf)).Der Beruf Modellbauer*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Modellbauer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und das Berufsförderungsinstitut (BFI) bieten verschiedene Weiterbildungsveranstaltungen für holz- und metallverarbeitende Berufe (z. B. Holz- und Metallbearbeitungsmaschinen) oder zur Kunststofftechnik (z. B. Kunststoffschweißen, Klebetechnik) an.
In Mittel- und Großbetrieben im Bereich Metalltechnik werden auch innerbetriebliche Kurse zur Schulung an neuen Maschinen und technischen Zusatzeinrichtungen oder neuer Verfahren und Methoden durchgeführt. Viele Betriebe bieten außerdem Zuliefer- und Servicebetrieben, Maschinen-, Hardware- und Software-Ausstattern die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen (Höhere Technische Lehranstalt, HTLs) sowie Werkmeisterschulen für Berufstätige. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
CAD | Abkürzung für "Computer Aided Design" (computerunterstütztes Design): Computerprogramme für Planung, Entwurf und Konstruktion. Zeichnungen und räumliche Darstellungen von geometrischen Formen und Modellen können von allen Seiten und aus allen Perspektiven gezeigt werden (3-D-Darstellungen). CAD beinhaltet Berechnungsanwendungen, Informationsbereitstellung, automatisiertes Zeichnen und rechnerunterstützten Entwurf. |
CIM | Abkürzung für "Computer Integrated Manufacturing". CIM ist die datenmäßige Verknüpfung der industriellen Bereiche Entwicklung, Konstruktion, Planung, Fertigung, Montage und Qualitätssicherung über Datennetze (smart production). Ziele der CIM-Strategie sind u. a. die bessere Auslastung der Produktionsanlagen, die Verkürzung der Durchlaufzeiten, die Verringerung der Lagerhaltung sowie die Erhöhung der Produktionsflexibilität und damit der Anpassungsfähigkeit an die Markterfordernisse. |
CNC | Abkürzung für Computerized Numerical Control (= computerunterstützte numerische Maschinensteuerung). Produktionsmaschinen (z. B. Drehbänke) werden mit Hilfe eines Computers gesteuert. Der Computer ist dabei direkt in die Steuerung der Maschine integriert. Die Produktion kann teil- oder vollautomatisch erfolgen, wodurch eine ständige Betreuung der Fertigungsmaschinen nicht mehr notwendig ist. |
Messschieber | Der Messschieber bezeichnet ein Messgerät zur Messung von Außen- und Innenmaßen. Dazu dienen zwei Messschenkel, von denen in der Regel einer verschiebbar ist und eine Tiefenmessstange, die z. B. zur Messung von Bohrungen dient. Manchmal werden für den Messschieber auch die Begriffe "Schieblehre" oder Schublehre" verwendet. |
Qualitätsmanagement | Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. |