Bade- und Saunawärter*innen arbeiten in Hallen- und Freibädern, in Saunabetrieben und Freizeitanlagen. Dort sind sie für den Ablauf des Bade- und Saunabetriebes verantwortlich. Sie beaufsichtigen die Bade- und Saunagäste und achten darauf, dass diese die Baderegeln einhalten. Außerdem reinigen und warten sie die Einrichtungen (Schwimmbecken und -halle, Saunabereich, Whirlpools etc.). Bade- und Saunawärter*innen stehen in Kontakt mit Bade-, Schwimm- und Saunagästen, mit Mitarbeiter*innen der Bäder- und Saunaverwaltung und Vorgesetzten.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung für das qualifizierte Bäderpersonal ist in Österreich mit der ÖNORM S 1150 einheitlich geregelt und erfolgt im Rahmen einer modularen Kurzausbildung. Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche Module aus den sieben Ausbildungsstufen absolviert:
Zudem sind folgende Nachweise zu erbringen:
Dauer: 3 Tage
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss: Teilnahmebestätigung
Weitere Infos: https://www.hollu.com/kurse/badewart-fuer-kleinbadeanlagen/
hollu Express-Shop Wolfern / hollu Akademie Wolfern
Leopold-Werndl-Straße 3
4493 Wolfern
Tel.: +43 (0)50979 10811
email: akademie@hollu.com
Internet: https://www.hollu.com/hollu-akademie/
Art: Sonstige Ausbildung
Dauer: abhängig vom jeweiligen Modul
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss:
Zertifikat
Berechtigungen:
Berufsberechtigungen gemäß ÖNORM S 1150
je nach Ausbildungsumfang: Badeaufsicht, Saunawärter*in, Badewärter*in für Kleinanlagen, Badewärter*in für Großanlagen, Badewärter*in für Kleinbadteiche, Bädertechniker*in, Bademeister*in.
WIFI Burgenland
Robert-Graf-Platz 1
7000 Eisenstadt
Tel.: +43 (0)5 909 07 -2000
Fax: +43 (0)5 909 07 -5115
email: info@bgld.wifi.at
Internet: https://www.bgld.wifi.at/
WIFI Kärnten
Europaplatz 1
9021 Klagenfurt
Tel.: +43 (0)5 9434 -901
Fax: +43 (0)5 9434 -911
email: wifi@wifikaernten.at
Internet: https://www.wifikaernten.at/
WIFI Niederösterreich
Mariazeller Straße 97
3100 St. Pölten
Tel.: +43 (0)2742 / 851 -20000
email: kundenservice@noe.wifi.at
Internet: https://www.noe.wifi.at/
WIFI Oberösterreich
Wiener Straße 150
4021 Linz
Tel.: +43 (0)5 7000 -77
Fax: +43 (0)5 7000 -7609
email: kundenservice@wifi-ooe.at
Internet: http://www.wifi-ooe.at
BFI Salzburg
Schillerstraße 30
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 88 30 81 -513
Fax: +43 (0)662 / 88 32 32
email: info@bfi-sbg.or.at
Internet: https://www.bfi-sbg.at/
WIFI Salzburg
Julius-Raab-Platz 2
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 88 88 -411
Fax: +43 (0)662 / 88 32 14
email: info@wifisalzburg.at
Internet: https://www.wifisalzburg.at/
Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe – Berufszweig der Bäder
Körblergasse 111 – 113/Wirtschaftskammer Steiermark
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 601 -466
email: baeder@wkstmk.at
Internet: https://www.wko.at/stmk/tourismus-freizeitwirtschaft/gesundheitsbetriebe/baeder
WIFI Tirol
Egger-Lienz-Straße 116
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)5 90 905 -7000
Fax: +43 (0)5 90 905 -57777
email: info@wktirol.at
Internet: http://www.tirol.wifi.at
WIFI Vorarlberg
Bahnhofstraße 24
6850 Dornbirn
Tel.: +43 (0)5572 / 38 94 -425
Fax: +43 (0)5572 / 38 94 -171
email: info@vlbg.wifi.at
Internet: https://www.vlbg.wifi.at/
BFI Wien
Alfred-Dallinger-Platz 1
1030 Wien
Tel.: +43 1 811 78 -10100
Fax: +43 1 811 78 -10111
email: information@bfi.wien
Internet: https://www.bfi.wien
Eine selbstständige Berufsausübung als Badewärter*in oder Saunawärter*in ist beispielsweise in folgenden freien Gewerben möglich:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Bade- und Saunawärter*innen sind in privaten und öffentlichen Hallen- und Freibädern, in Saunabetrieben, Thermen-, Freizeitanlagen und Kurbetrieben für den reibungslosen Ablauf des Bade- bzw. Saunabetriebes verantwortlich. Sie beaufsichtigen die Bade-, Sauna- und Solarienbesucher*innen und sorgen dafür, dass die Einrichtungen und Anlagen funktionieren. Bade- bzw. Saunawärter*innen achten darauf, dass die Haus-, Badeordnung, Sicherheits- und Hygienevorschriften eingehalten werden.
Badewärter*innen leisten bei Bedarf Erste Hilfe. Sie kontrollieren regelmäßig die Wasserqualität, prüfen dabei Inhaltsstoffe, Gütekriterien und Wasserchemie. Weiters sind sie für die Anwendung von Chemikalien wie Chlorgas verantwortlich. Badewärter*innen reinigen Schwimmbecken und -hallen, Whirlpools, Tauchbecken und Solarienbereiche. Sie halten den Badebetrieb instand und bestellen rechtzeitig notwendige Betriebsmittel. In der Wintersaison führen sie Reparaturarbeiten durch und räumen Freibadanlagen bei Schneefall frei. Badewärter*innen führen Inventarlisten und Aufzeichnungen über die Wasserqualität, Chlorgasanwendungen usw.
Saunawärter*innen beraten und informieren Saunabesucher*innen. Beispielsweise klären sie die Besucher*innen über die gesundheitlichen Wirkungen und Risiken des Saunierens auf. Sie stellen den ordnungsgemäßen Zustand der Saunaanlagen sicher und sorgen für einen gesundheitsfördernden Ablauf der Saunagänge. Saunawärter*innen kümmern sich um den Aufguss. Sie gießen auf die erhitzten Steine des Saunaofens ein Gemisch aus Wasser und ätherischen Ölen. Nach Abschluss eines Saunaganges lüften und reinigen sie die Saunakabine. Sie bedienen und überwachen die technischen Anlagen und Temperaturen der Saunaeinrichtungen. Auch Dampfsaunen, Infrarotkabinen und Ruheräume werden von Saunawärter*innen gewartet und gereinigt.
Bade- und Saunawärter*innen arbeiten mit diversen Reinigungsmitteln und Chemikalien, insbesondere mit Chlorgas. Sie bedienen Saunaöfen, Niedrigtemperaturkammern, Dampfkammern und hantieren dabei auch mit ätherischen Ölen. Für kleinere Reparaturen verwenden sie Handwerkzeuge. Mit Messgeräten kontrollieren sie die technischen Anlagen, das Raumklima und die Wasserqualität. Bade- und Saunawärter*innen führen auch Listen über Inventar und Wasserqualität und bestellen notwendige Materialien. Für die Bestellung bedienen sie den Computer und die entsprechende Software. Bei Verstößen gegen die Badeordnung und Sicherheitsvorschriften setzen sie eine Pfeife ein. Bei Notfällen greifen sie auf Rettungsutensilien wie Schwimmhilfen, Rettungsringe, und Erste Hilfe-Ausrüstungen zurück.
Zur Ausführung ihrer Tätigkeiten bewegen sich Bade- und Saunawärter*innen im gesamten Bereich von Schwimm-, Sauna- und Freizeitanlagen. Sie stehen in Kontakt mit Schwimm-, Bade- und Saunagästen, Solarienbesucher*innen, in Kurbetrieben und Sanatorien auch mit Patient*innen. Sie arbeiten gemeinsam mit ihren Vorgesetzten, Kolleg*innen und Mitarbeiter*innen im Verwaltungsbereich.
Im Sommer sind Badewärter*innen, die in Freibädern arbeiten, großer Hitze und teilweise direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
Bade- und Saunawärter*innen sind in
Bade- und Saunawärter*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Die modulare Ausbildung für das Bäderpersonal ermöglicht Bade- und Saunawärter*innen eine Weiterqualifizierung durch das Absolvieren weiterer Ausbildungsmodule – bereits absolvierte Module müssen nicht wiederholt werden.
Außerdem bieten Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) in vielen relevanten Bereichen Kurse und Lehrgänge an.
Weiterbildung kann für Bade- und Saunawärter*innen auch bedeuten, eine Fachausbildung im Rahmen einer Lehre zu absolvieren. Der Besuch von Vorbereitungs- oder Aufbaulehrgänge ermöglicht den Abschluss einer Höheren Schule.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
ätherische Öle | Ätherische Öle werden aus Pflanzen gewonnen. Sie werden für die Herstellung von Medikamenten oder Parfums verwendet. In der Aromatherapie wird der Duft, der beim Verdunsten der Öle entsteht, zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt. Manche ätherischen Öle dienen außerdem als Gewürze. |
Chemikalien | Chemikalien sind – vereinfacht gesagt – chemische Stoffe, die in wissenschaftlichen Labors oder in der chemischen Industrie hergestellt oder eingesetzt werden. |
Infrarot | Als "Infrarot" werden Wärmestrahlen bezeichnet, die im Spektrum zwischen dem roten Licht und den kürzesten Radiowellen liegen. |
Wellness | Der Begriff "Wellness" bedeutet so viel wie Wohlbefinden und Zufriedenheit – Körper, Geist und Seele befinden sich im Einklang. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden damit Maßnahmen umschrieben, um die Fitness, Energie und Lebensfreude zu steigern. |