Baumeister*innen planen, leiten und überwachen die Ausführung von Bauprojekten im Hoch- und Tiefbau (z. B. Wohn- und Bürohäuser, Straßen und Tunnel). Sie sind für einen reibungslosen Ablauf aller Prozesse auf der Baustelle und für die Einhaltung der Termine in den verschiedenen Bauphasen verantwortlich. Für die Planung von Bauprojekten kommt zunehmend BIM – Building Information Modeling (digitale Gebäudedaten-Modellierung) zum Einsatz, mit welcher die verschiedenen Bereiche und Phasen, die an einem Bauprojekt beteiligt sind, zentral koordiniert werden. Sie teilen Bautrupps ein und leiten und überwachen die Arbeit von verschiedenen Fach- und Hilfskräften.
Baumeister*innen arbeiten auf Baustellen sowie in Planungsbüros mit Architekt*innen, Bautechniker*innen, Statiker*innen, Polier*innen und verschiedenen Fach- und Hilfskräften des Bauwesens zusammen und haben Kontakt mit ihren Auftraggeber*innen sowie mit Vertreter*innen von Behörden.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist unter anderem gegeben durch:
Rechtskraftgewerbe:
Voraussetzungen siehe unter Ausbildung.
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders/der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
Weitere Informationen zur Aus- und Weiterbildung sowie Befähigungsprüfung und Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich – Geschäftsstelle Bau: Baumeister
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Aufriss | Fachbegriff für eine bestimmte zeichnerische Perspektive in der Bautechnik: ein Baukörper wird im Bauplan entlang seines senkrechten Schnitts (Perspektive "von oben") gezeigt, so werden wichtige Konstruktionsteile wie Stockwerke, Dach oder Treppe sichtbar. |
Bauökologie | Die Bauökologie befasst sich mit Umweltfragen im Baubereich, z. B. hinsichtlich umweltverträglicher Baustoffe, umweltverträglicher Energieplanung (z. B. Solarenergie), umweltverträglicher Abfalltechnik usw. |
Baustatik | Lehre von der Berechnung der Auflagegrößen, Schnittgrößen und Verschiebungsgrößen für ein vorgegebenes Tragsystem und für vorgegebene, meist ruhende Lasten sowie weitere Einwirkungen (z. B. Temperaturänderungen, Auflagerverschiebungen). Vielfach zählt man auch die Festigkeitslehre zur Baustatik hinzu. |
Bausystem | Konstruktion, Aufbau und Art des Zusammenfügens der tragenden und/oder nichttragenden Bauteile eines Bauwerkes. |
Bauträger | Bauträger sind Unternehmen, die Grundstücke erwerben und darauf Häuser, Wohnungen, Bürogebäude etc. schlüsselfertig bauen. Diese Objekte werden dann wieder zum Kauf oder zur Miete angeboten. |
Beton | Künstliches Gestein aus Zement, Wasser und Zuschlägen (Sand, Kies, Schotter usw.). Es gibt unterschiedliche Betonarten mit unterschiedlichen Dichten, z. B. Leichtbeton, Normal- und Schwerbeton. Enthält der Beton Stahleinlagen, unterscheidet man zwischen bewehrtem und unbewehrtem Beton, Stahlbeton oder Spannbeton etc. |
BIM | Mit Hilfe von BIM - Building Information Modeling (Gebäudedaten-Modellierung) wird ein digitales Modell eines Bauprojektes bzw. bestehenden Gebäudes erstellt. Planung, Errichtung sowie Betrieb können digital dargestellt, administriert, koordiniert und dokumentiert werden. Alle Gewerbe, die am Bauvorhaben beteiligt sind (Architekt*innen, Baumeister*innen, Haustechniker*innen, Facility Manager*innen usw.), können gemeinsam an dem digitalen Modell arbeiten. |
CAD | Abkürzung für "Computer Aided Design" (computerunterstütztes Design): Computerprogramme für Planung, Entwurf und Konstruktion. Zeichnungen und räumliche Darstellungen von geometrischen Formen und Modellen können von allen Seiten und aus allen Perspektiven gezeigt werden (3-D-Darstellungen). CAD beinhaltet Berechnungsanwendungen, Informationsbereitstellung, automatisiertes Zeichnen und rechnerunterstützten Entwurf. |
Facility Management | Engl. Fachbegriff für Gebäudeverwaltung. Darunter versteht man die Planung, Bewirtschaftung und das Controlling (die Kostenrechnung) von Gebäuden. Das Facility Management umfasst sämtliche infrastrukturelle Einrichtungen wie z. B. Sicherheitsdienstleistungen, Reinigungsangebote oder die Grünflächenpflege, aber auch das technische Gebäudemanagement wie Wartung und Sicherung der technischen Anlagen des Hauses (z. B. Licht, Lift, sanitäre Anlagen). Den Hauptteil der Arbeiten nimmt nach wie vor der kaufmännische Teil ein, d. h. Abrechnung der Miet- und Nebenkosten für ein Wohnhaus oder ganze Gebäudekomplexe. |
Flachgründungen | Flachgründungen sind Fundamente, bei denen die Last des Gebäudes über eine ebene Fläche (flache Grundfläche) in den Baugrund übertragen wird. |
k-Wert | Der k-Wert ist der wichtigste Wert zur wärmetechnischen Beurteilung von Bauteilen. Er wird als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet und beschreibt den Wärmestrom durch ein Bauteil in Watt pro Quadratmeter Fläche bei einem Kelvin (Grad Celsius) Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz. |
Photovoltaik | eine Energietechnik, die auf dem Prinzip der Solarzelle beruht. Dabei wird in einem Halbleiterbauelement durch Lichteinfall eine elektrische Spannung erzeugt. Photovoltaik wird auch für die Energieversorgung von Satelliten und Raumsonden eingesetzt. Große Photovoltaikanlagen entstehen zunehmend in sonnenreichen Wüstengebieten. |
Schallabsorption | Beim Auftreffen von Schall auf eine Fläche wird ihm Energie entzogen. Er wird absorbiert (aufgesaugt). Eine Größe ist in diesem Zusammenhang der sogenannte Absorptionsgrad. Dieser ist frequenzabhängig und wird vom Material der Fläche und dessen Anordnung beeinflusst. Schallabsorption spielt bei den Überlegungen zum Bau von Konferenzräumen eine große Rolle. |
Statik | Teilgebiet der Mechanik; Lehre vom Gleichgewicht der Kräfte an ruhenden Körpern. Während die Statik die theoretisch-mathematisch-physikalische Seite behandelt, befasst sich die Baustatik mit der Anwendung der Statik im Bauwesen, z. B. Berechnung des Tragverhaltens von Decken, Balken, Stützen, Wände, Fundamenten usw. |
Thermografie | Thermografie ist eine Untersuchungsmethode, die Bilder liefert, deren Grauwerte oder Farben nicht Helligkeiten, sondern Temperaturen entsprechen. Im Bauwesen können mit diesem Verfahren z. B. Wärmebrücken an Fassaden oder Wasserrohrbrüche effektiv und kostengünstig gefunden werden. |
Zeitmanagement | Unter Zeitmanagement versteht man die optimale Planung und Einteilung von zeitlichen Ressourcen, vor allem in Projekten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt (deadline) fertig gestellt oder abgegeben sein müssen. Entscheidend ist hier eine realistische Kalkulation des Zeitaufwandes. |