Biologen / Biologinnen erforschen alle Formen des menschlichen, tierischen und pflanzlichen Lebens. Sie beobachten und studieren Ursprung, Entwicklung, Funktion, Verbreitung und Lebensraum der verschiedenen Lebensformen. Sie befassen sich mit biologischen Fragestellungen, werten ihre Ergebnisse aus und halten diese schriftlich fest. Diese Ergebnisse sind für andere Forschungsbereiche (etwa die Medizin oder die Landwirtschaft) von großer Bedeutung. Biolog*innen arbeiten in der Natur oder in Laboratorien und verwenden technische Geräte (z. B. spezielle Computerprogramme oder Mikroskope).
Biologinnen und Biologen arbeiten an Universitäten, wissenschaftlichen Instituten oder in Laboratorien von privaten Unternehmen (z. B. der Pharmaindustrie). Biolog*innen arbeiten oft in Teams und mit anderen Forschungskolleg*innen zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Berufliche Selbstständigkeit ist beispielsweise im journalistischen Bereich, in der Erwachsenenbildung sowie als Wissenschaftler*in im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit möglich.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Bakterien | Bakterien sind einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern. Sie eignen sich sehr gut für biotechnologische Produktionsverfahren, da sie in billigen Nährlösungen schnell vermehrt werden können. |
Biochemie | Wissenschaft von der chemischen Zusammensetzung und chemischen Prozessen in biologischen Organismen. |
Bioinformatik | Die biologische, chemische und pharmazeutische Forschung erfordert in zunehmenden Maße den Einsatz von Computern. Die Bioinformatik bezeichnet die Verbindung elektronischer Datenverarbeitung im Bereich der Biotechnologie. Dazu gehört die pharmazeutische und medizinische Forschung sowie die landwirtschaftliche Forschung. |
Biometrie | Anwendung mathematischer Methoden zur zahlenmäßigen Erfassung, Planung und Auswertung von Experimenten in Biologie, Medizin und Landwirtschaft. |
Biophysik | Die Wissenschaft von den physikalischen Vorgängen in und an Lebewesen. |
Bioreaktor | Produktions- bzw. Laboranlagen, in denen Bakterien, Hefezellen usw. medizinisch oder lebensmitteltechnisch einsetzbare Substanzen herstellen. |
Biosphäre | Jener Teil der Erdatmosphäre der von Lebewesen (Mensch, Tier, Pflanzen) besiedelt ist. |
Biosynthese | Der Prozess des Aufbaus von chemischen Verbindungen in den Zellen von lebenden Organismen. |
Biotechnologie | Die technische Nutzbarmachung und industrielle Verwertung biologischer Vorgänge (z. B. Hefegärung in der Lebensmittelindustrie). |
Biotop | Lebensraum bestimmter Pflanzen- und Tierarten, wie z. B. Auwald, Sumpf, Gewässer, Wiesen und dergleichen. |
Blaue Biotechnologie | Fachbegriff für die Meeresbiotechnologie, die sich mit der Erforschung und Nutzbarmachung maritimer Stoffe und Lebewesen besonders in der Nahrungsmittelindustrie und Pharmazie beschäftigt. |
Botanik | auch Pflanzenkunde genannt, ist die Lehre vom Lebenszyklus, Stoffwechsel, Wachstum und Aufbau von Pflanzen (Teilgebiet der Biologie). |
Cognitive Science | Anglo-amerikanischer Begriff für Erkenntniswissenschaft. Dieser Zweig der Philosophie setzt sich mit dem Phänomen des Erkennens auseinander. Die cogitive science bedient sich dabei mehrerer Wissenschaften, wie der Mathematik, der Psychologie, der Medizin oder der Informatik. Man nennt diese Vorgehensweise interdisziplinär, also fächerübergreifend. |
Demökologie | Fachbegriff, setzt sich zusammen aus Demographie und Ökologie und bezeichnet die Wissenschaft von den vielfältigen Beziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt. Demökologie oder Populationsökologie untersucht z. B. Fragen zur Artenverbreitung, Bevölkerungsentwicklung im Kontext zur Umwelt und dergleichen. |
DNA | DNA (auch DNS) = Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure. Die DNA ist ein in allen Lebewesen vorkommendes Biomolekül und Trägerin der gesamten Erbinformation. Die DNA enthält Gene (Teilabschnitte der DNA), welche für die Entwicklung, Ausprägung und Vererbung einzelner Eigenschaften eines Organismus (z. B. Haar- und Augenfarbe) zuständig sind. |
Enzym | Enzyme (früher: Fermente), sind Proteine in lebenden Organismen, die biochemische Reaktionen steuern. Sie steuern Stoffwechselprozesse und weitere biochemische Reaktionen wie Verdauung, Zellteilung und Vererbung. |
Evolutionstheorie | Die Lehre von der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Arten durch natürliche Auslese. Nur jene Lebewesen, die sich den Umweltanforderungen erfolgreich anpassen, können überleben und sich weiter entwickeln. Demnach haben sich die höheren Lebensformen aus den niedrigen, primitiven gebildet. Die Evolutionstheorie wurde im 19. Jahrhundert vom Naturforscher Charles Darwin begründet. |
Geobotanik | Die Wissenschaft von den Beziehungen der Pflanzenwelt zur Erde. |
Immission | Der Begriff "Immission" meint das Einwirken von Luftverunreinigungen, Schadstoffen, Lärm, Strahlen usw. auf Menschen, Tiere und Pflanzen. Für den Bereich Luft wird als Messgröße für die Immission die Schadstoffkonzentration in Atemhöhe angegeben. In der Luft einer Großstadt befinden sich etwa 1000 verschiedenen Schadstoffe. |
Immunologie | Die Wissenschaft, die sich u. a. mit den Abwehrreaktionen von Mensch und Tier gegen Organismen wie Bakterien, Pilze und Viren, aber auch mit Abwehrreaktionen gegen fremde Zellen und Gewebe bzw. gegen eigene Zellen und Gewebe beschäftigt (Autoimmunreaktionen). |
Life Sciences | angloamerikanische Wortanleihe, wörtlich übersetzt "Lebenswissenschaften"; Sammelbegriff für wissenschaftliche und technische Disziplinen wie Biochemie und Biotechnologie, die Lebensprozesse erforschen wie z. B. die Genetik und Gentechnologie. |
Mikrobiologie | Ein Wissenschaftszweig, der mikroskopisch kleine Lebewesen erforscht. |
Mikromorphologie | Morphe bedeutet Gestalt, Form, Aussehen. Die Mikromorphologie erforscht also die kleinsten Formen von tierischen, pflanzlichen und menschlichen Organismen wie beispielsweise Zellen. |
Mutation | Mutation bedeutet eine Veränderung (auch künstlich erzeugte) in den Erbanlagen (Genen). |
Nanobiotechnologie | Nanobiotechnologie ist eine interdisziplinäre Technologie, in der Nanotechnologie und Biotechnologie zusammen kommen. Sie zielt auf die Nachahmung der Natur zu technischen Zwecken, wobei im Unterschied zur Bionik auf der nanoskaligen Ebene geforscht und entwickelt wird. |
Neurobiologie | Eine interdisziplinäre Forschungsrichtung (interdisziplinär bedeutet die Zusammenarbeit von mehreren Wissenschaften, in diesem Fall Medizin, Neurologie und Biologie), die sich mit der Erforschung von Nervensystemen befasst, wie z. B. dem Zentralnervensystem oder dem Gehirnnervensystem. |
Neurologie | Ein Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Erforschung, Diagnostik und Behandlung der Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur befasst. |
Nukleinsäure | Nukleinsäuren sind aus einzelnen Bausteinen, den Nukleotiden, aufgebaute Makromoleküle. Sie bilden neben Proteinen, Kohlenhydraten und Lipiden die vierte große Gruppe der Biomoleküle. |
Ökophysiologie | die Ökophysiologie untersucht Zusammensetzung und Zusammenwirkung verschiedener Faktoren in einem Ökosystem. Unter Ökosystem versteht man das Zusammenwirken von Biotop (Lebensraum von Organismen) und Biozynosen (die Lebensgemeinschaften von Organismen). |
Ökozid | Die Störung bzw. Zerstörung eines ökologischen Gleichgewichts (Ökologie ist der ungestörte Haushalt der Natur), eines Ökosystems (Ökosystem ist die natürliche Einheit der Natur) durch kontinuierliche Umweltverschmutzung. |
Ozeanografie | Fachbegriff für Meeresforschung |
Populationsgenetik | die Populationsgenetik ist ein Teilbereich der Theoretischen Medizin. Forschungsgebiete sind z. B. Fragen im Zusammenhang von Erbkrankheiten und in welchen Häufigkeiten und Schweregraden sie bei Menschen, Tieren und Pflanzen auftreten. |
Protein | Proteine, auch Eiweiße genannt, sind biologische Makromoleküle, die aus Aminosäuren durch Peptidbindungen aufgebaut werden. Proteine finden sich in allen lebenden Zellen und machen zumeist mehr als 50 % ihres Trockengewichts aus. |
Taxonomie | Die Einordnung von Lebewesen in ein biologisches Ordnungs- und Gliederungssystem (Art, Unterart, Gattung, usw.) |
Virus/Viren | Viren sind besonders kleine Krankheitserreger (Durchschnitt: 15.300 nm), die sich in lebenden Zellen vermehren. |
Zelle | Die Zelle ist die kleinste Einheit eines Organismus. Sie besitzt einen eigenen Energie- und Stoffwechsel sowie die Fähigkeit zur Selbstvermehrung. Weiters sind in ihr die gesamten Erbinformationen (Gene) des Organismus enthalten. |
Zoologie | auch Tierkunde genannt, ist die Lehre von den Tieren (Teilgebiet der Biologie). |
Zytogenetik | Die Zytogenetik untersucht den Zusammenhang zwischen Zelle (Zyto) und deren Erbgut (Gene) |
Zytologie | Die Lehre vom Aufbau, der Funktion und den krankhaften Veränderungen von menschlichen Zellen, z. B. Organzellen. Mittels zytologischen Untersuchungen werden vor allem Tumor- und Krebserkrankungen diagnostiziert. |