Botaniker*innen erforschen die Welt der Pflanzen (als ein Teilgebiet der Biologie). Im Rahmen von Labor- und Feldforschungsprojekten untersuchen sie die Vielfalt der pflanzlichen Arten, ihre Entwicklungsgeschichte, artverwandte Zusammenhänge und dergleichen. Sie klassifizieren und ordnen die einzelnen Pflanzen in Topologien (Art- und Gattungskategorien), erforschen pflanzliches Erbgut und genetische Entwicklungslinien. Bei ihrer Arbeit bedienen sie Messgeräte und Mikroskope, sie arbeiten mit Pinzetten, Reagenzgläsern und chemischen Lösungen und dokumentieren ihre Forschungsarbeiten in Form von Berichten, Studien und Fachartikeln.
Botaniker*innen arbeiten vorwiegend an wissenschaftlichen Instituten und Universitäten sowie in botanischen Gärten mit Berufskolleg*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Botaniker*in ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitätsstudium in Biologie, Botanik, Pflanzenbiologie oder Pflanzenwissenschaften erforderlich.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
Abschluss:
Bachelor of Science (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/
Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/
Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Veterinärmedizinische Universität Wien
Veterinärplatz 1
1210 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 250 77 -0
Fax: +43 (0)1 / 250 77 -1090
email: studieninfo@vetmeduni.ac.at
Internet: https://www.vetmeduni.ac.at
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Diplomingenieurin / Diplomingenieur (Dipl.-Ing., DI)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
BOKU University
Gregor-Mendel-Straße 33
1180 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 476 54 -0
Fax: +43 (0)1 / 476 54 -1044
email: boku4you@boku.ac.at
Internet: https://boku.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Die Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch
Weitere Infos: https://studien.uni-graz.at/de/ordentliche-studien/uebersicht/
Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlágigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
NAWI Graz – Kooperation der Universität Graz und der TU Graz in den Naturwissenschaften
Münzgrabenstraße 12/2
8010 Graz
Tel.: +43 (0)664 / 963 2204
Fax: +43 (0)664 / 963 2209
email: info@nawigraz.at
Internet: http://www.nawigraz.at
Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 873 -0
Fax: +43 (0)316 / 873 -6125
email: info@TUGraz.at
Internet: https://www.tugraz.at/
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
freie Berufe, beispielsweise als Wissenschaftler*in, im journalistischen Bereich oder in der Erwachsenenbildung
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Die Botanik ist ein Spezialgebiet der Biologie. Botaniker*innen erforschen die Entwicklungsgeschichte von Pflanzen aller Art, angefangen von pflanzlichen Organismen wie Algen und Moosen, Gräsern, Farnen und Blumen bis hin zu pflanzlichen Gewächsen wie Sträuchern und Bäumen. Sie untersuchen die Energie- und Stoffumwandlungsprozesse in den Zellen der pflanzlichen Organismen (Pflanzenphysiologie) und beobachten die Wechselwirkungen zwischen einzelnen Pflanzen (Pflanzensoziologie und Populationsdynamik).
Botaniker*innen erforschen den Aufbau und die Lebensmechanismen der Pflanzen. Sie beschreiben die pflanzlichen Formen (Pflanzenmorphologie) und ordnen diese nach dem Grad ihrer Ähnlichkeit in ein hierarchisches System von Klassen und Verwandtschaften (Taxonomie). Sie erforschen die Gesetze der Vermehrung und Vererbung von bestimmten Merkmalen und Eigenschaften. Im Bereich der Paläobotanik untersuchen Botaniker*innen die Reste ausgestorbener (fossiler) Pflanzenarten und versuchen, den Zeitpunkt ihres Auftretens auf der Erde zu bestimmen.
In der angewandten Botanik befassen sich Botaniker*innen mit speziellen Problemen der Land- und Forstwirtschaft, des Gärtnereiwesens, des Gärungs- und Konservierungsbereiches und mit Problemen des Landschafts- und Umweltschutzes. In der pharmazeutischen Botanik untersuchen Botaniker*innen Pflanzen in Hinblick auf ihre medizinische Verwertbarkeit für Heil- und Arzneimittel.
Botaniker*innen arbeiten mit analogen und elektronischen Messgeräten, Mikroskopen, Reagenzgläsern, Pipetten, chemischen Lösungen und dergleichen mehr. Zur Auswertung und Dokumentation von Forschungsprojekten arbeiten sie am Computer und verwenden naturwissenschaftliche, statistische u. a. Softwareprogramme. Sie lesen und verwenden Fachliteratur, Handlexika und Fachjournale und führen wissenschaftliche Dokumentationen, Datenbanken und Archive.
Botaniker*innen arbeiten in Labors von wissenschaftlichen Instituten, in Laboratorien der pharmazeutischen und biochemischen Industrie, in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft, in Bundesversuchsanstalten und Museen. Botaniker*innen arbeiten mit Wissenschafter*innen aus verschiedenen Disziplinen (z. B. Agrartechniker*in, Biologe / Biologin, Geologe / Geologin, Chemiker*in, Ökologe / Ökologin) und mit wissenschaftlichen Assistent*innen zusammen.
In der Feldforschung sind Botaniker*innen auch bei unterschiedlicher Witterung im Freien unterwegs.
Der Beruf Botaniker*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Botaniker*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungsmöglichkeiten zu verschiedenen relevanten Bereichen bieten Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitutes (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitutes(WIFI) mit Kursen und Lehrgängen für z. B. Ökologie, Umweltschutz, Agrarbiologie aber auch zu betriebswirtschaftlichen Themen.
Auch die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an einschlägigen Netzwerken (online und offline) sind wichtige Möglichkeiten, um sich auf dem neuesten Stand zu halten und neue Ideen zu entwickeln.
Darüber hinaus besteht für sie die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form von Lehrgängen an Universitäten und Fachhochschulen, eines Zweitstudiums oder auch eines außerordentlichen Studiums an Fachhochschulen und Universitäten, beispielsweise in Chemie, Biotechnologie, Molekularbiologie.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
biokompatibel | Die Verträglichkeit eines Werkstoffs (Metall, Kunststoff etc.) gegenüber dem natürlichen Gewebe (z. B. Mundschleimhaut, Knochen, Muskelgewebe). |
Biosphäre | Jener Teil der Erdatmosphäre der von Lebewesen (Mensch, Tier, Pflanzen) besiedelt ist. |
Biosynthese | Der Prozess des Aufbaus von chemischen Verbindungen in den Zellen von lebenden Organismen. |
Biotop | Lebensraum bestimmter Pflanzen- und Tierarten, wie z. B. Auwald, Sumpf, Gewässer, Wiesen und dergleichen. |
Botanik | auch Pflanzenkunde genannt, ist die Lehre vom Lebenszyklus, Stoffwechsel, Wachstum und Aufbau von Pflanzen (Teilgebiet der Biologie). |
Grüne Biotechnologie | Als "grüne Biotechnologie" bezeichnet man die Anwendung in der Landwirtschaft, der Nahrungsmittelindustrie und der Tierzucht. Mit Hilfe gentechnischer Veränderungen kann zum Beispiel die Widerstandsfähigkeit von Nutzpflanzen gegen Schädlinge erhöht und damit der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduziert werden. Es kann auch der Vitaminanteil von Pflanzen gesteigert oder ihr Allergiepotential verringert werden. Im Bereich Lebensmittelbiotechnologie zählen u. a. die Entwicklung und Anwendung der Bioverfahrenstechnik zur Nahrungsmittelveredelung, z. B. Verbesserung der Haltbarkeit, Lagerfähigkeit, die Entfernung allergieauslösender Proteine. |
Ökologie | ist die Wissenschaft von den Beziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt. |
Ökosystem | ein System von verschiedenen Organismen (Tiere, Pflanzen), die in einer natürlichen Einheit und Wechselbeziehung stehen (z. B. Wald, Korallenriffe, Seen). Ein nachhaltig schädlicher Eingriff in ein Ökosystem gefährdet - wie in einer Kettenreaktion - alle darin lebenden Organismen. |
Ökozid | Die Störung bzw. Zerstörung eines ökologischen Gleichgewichts (Ökologie ist der ungestörte Haushalt der Natur), eines Ökosystems (Ökosystem ist die natürliche Einheit der Natur) durch kontinuierliche Umweltverschmutzung. |
Pflanzenveredelung | = sortenreine Vermehrung von Pflanzen, bei der ein junger Trieb (Edelreis, Edelauge) mit einem Wurzelstock (Unterlage) verbunden wird. |