Kostümbildner*innen entwerfen und gestalten Kostüme für Theateraufführungen, Fernsehinszenierungen und Filmproduktionen. Sie erstellen Skizzen und Entwürfe, kaufen die Stoffe und das erforderliche Zubehör ein und leiten ihre Entwürfe an die Kostümschneider*innen weiter. Kostümbildner*innen verwalten die fertigen Kostüme im Fundus und veranlassen bei Bedarf Änderungen und Reparaturen. Sie arbeiten für Theater, Schauspielhäuser, Opernhäuser, Kleinkunstbühnen, für Film- und Fernsehstudios und im Kostümverleih. Sie arbeiten im Team mit Regisseur*innen, Bühnenbildner*innen, Kameraleuten, Darsteller*innen und Maskenbildner*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
b) Freies Gewerbe, z. B.:
Informationen zum „Freien Gewerbe“:
Freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
„Die Herausforderung liegt darin, Charaktere mitzuzeichnen und mitzukreieren, zu unterstützen.“
Monika Buttinger, Kostümbildnerin, in einem Interview aus: AMS your job, 2008.
Kostümbildner*innen entwerfen Skizzen und fertigen Kostüme aller Art in Absprache und in Zusammenarbeit mit Regisseur*innen und Darsteller*innen. Dem Entwurf eines Kostüms gehen oft lange Recherchearbeiten voraus: wie haben sich die Menschen einer bestimmten Epoche gekleidet, welche Farben, Stoffe, Schnitte wurden verwendet? Als Grundlage ihrer Arbeit dienen Fotos, Modejournale, zeitgenössische Bilder oder Beschreibungen. Auf Basis dieser Informationen versuchen sie für die Epoche, in der das Stück spielt, historisch möglichst getreue Kostüme zu entwerfen.
Sie erstellen Kostenvoranschläge für die benötigten Materialien und Stoffe, beschaffen diese sowie die benötigten Zubehörteile wie z. B. Porten, Rüschen, Fransen, Schleifen usw. Sie nehmen die Maße von den Darsteller*innen auf und in Zusammenarbeit mit den Kostümschneider*innen fertigen sie die Kostüme an. Anschließend führen sie Anproben und Endkorrekturen durch. Zu den Tätigkeiten von Kostümbildner*innen gehören außerdem die Verwaltung der vorhandenen Kostüme im Fundus und die Beurteilung ihres Zustandes. Gegebenenfalls veranlassen sie Änderungen und Reparaturen an vorhandenen Kostümen.
Kostümbildner*innen benützen zum Zeichnen von Skizzen und Entwürfen Notizblöcke, Zeichen- und Farbstifte, aber auch Computer mit speziellen Softwareprogrammen (z. B. CAD = Computer Aided Design). Für die Herstellung der Kostüme verwenden sie verschiedene Materialien und Stoffe wie z. B. Baumwolle, Leinen, Leder, Viskose, Samt und Seide sowie Nähgarn, Fransen, Spitzen, Borten, Perlenschnüre, Textilschmuck, Knöpfe, Haken, Schnallen usw. Sie führen Betriebsbücher, Mustermappen, Inventur- und Lagerlisten.
Kostümbildner*innen arbeiten in den Werkstätten, Proberäumen und im Lagerfundus von Theaterbühnen, Opernhäuser, Film- und Fernsehanstalten. Sie arbeiten im Team mit den künstlerischen Leiter*innen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften einer Produktion (siehe z. B. Regisseur*in, Schauspieler*in, Maskenbildner*in (Lehrberuf), Bühnenbildner*in, Kameramann / Kamerafrau).
Accessoires | 1) Modisches Zubehör zur Kleidung wie z. B. Gürtel, Taschen, Handschuhe, Schmuck 2) dekorative Gegenstände, die die Ausstattung oder Möblierung eines Raumes ergänzen, z. B. Kerzen, Vasen oder Uhren |
Fasson | Die Passform von Kleidungsstücken. |
Visagistik | franz. für Gesicht, Miene, Gesichtsausdruck. Die Visagistik ist ein Fachausdruck für die kosmetische Behandlung des Gesichts, vor allem für das künstlerische Schminken von Schauspielerinnen und Schauspielern in Film, Theater und Fernsehen. |