Choreograf*innen gestalten die Auftritte (Performances) von Tanzensembles, von Solotänzer*innen, von Balletts und Balletttänzer*innen. Choreograf*innen arbeiten sowohl im klassischen wie auch im modernen Tanz. Gemeinsam mit den Tänzer*innen erarbeiten sie das Aufführungs-Konzept sowie Bewegungsabläufe und studieren diese in intensiver Probenarbeit ein. In der Regel sind Choreograf*innen für das gesamte Tanzstück, von der Inszenierung bis zur Aufführung verantwortlich.
Neben dem klassischen Ballett stehen heute moderne Tanzstile, die einen großen schöpferischen Freiraum zur Gestaltung der Aufführung bieten, im Vordergrund. Choreograf*innen arbeiten an Opern-, Theater-, Musical- und Konzerthäuser im Team mit Tänzer*innen, Regisseur*innen und künstlerischen Leiter*innen, weiters mit Dirigent*innen und Komponist*innen, Bühnen- und Maskenbildner*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf als Choreografin sind in der Regel eine abgeschlossene Tanz-Ausbildung sowie eine langjährige Erfahrung im Tanz- und Performancebereich erforderlich. Viele Choreograf*innen sind oder waren selbst professionelle Tänzer*innen.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Berufsfelder: Forschung, Lehre, Musiksammlungen und musikbezogene Dokumentationseinrichtungen (Bibliotheken, Archive, Museen etc.), Medien, Kulturmanagement, Kulturindustrie, -verwaltung und -politik, Dramaturgie.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz
Leonhardstraße 15
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 389 -0
Fax: +43 (0)316 / 389 -1101
email: info@kug.ac.at
Internet: https://www.kug.ac.at
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Berufsfelder: Forschung, Lehre, Musiksammlungen und musikbezogene Dokumentationseinrichtungen (Bibliotheken, Archive, Museen etc.), Medien, Kulturmanagement, Kulturindustrie, -verwaltung und -politik, Dramaturgie.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Universität für Musik und Darstellende Kunst Graz
Leonhardstraße 15
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 389 -0
Fax: +43 (0)316 / 389 -1101
email: info@kug.ac.at
Internet: https://www.kug.ac.at
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.plus.ac.at/studium/studienangebot/masterstudien/musik-und-tanzwissenschaft-2/
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Art: Bachelorstudium
Dauer: 8 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Anton Bruckner Privatuniversität
Hagenstraße 57
4040 Linz
Tel.: +43 (0)732 / 701 000 -0
Fax: +43 (0)732 / 701 000 -299
email: information@bruckneruni.at
Internet: https://www.bruckneruni.at
Schwerpunkte:
Art: Bachelorstudium
Dauer: 8 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Johannesgasse 4a
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 512 77 47 -0
Fax: +43 (0)1 / 512 77 47 -7913
email: office@muk.ac.at
Internet: https://www.muk.ac.at
Art: Lehrgang
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss: Diplom des KKTP (Kollegs für kommerzielle Tanzstile und -pädagogik)
Berechtigungen: Das Diplom ist keine staatliches Diplom. Es kann aber bei der Bewerbung um tanzpädagogische Tätigkeiten vorgewiesen werden.
Weitere Infos: https://www.kktp.at/
KKTP – Kolleg für kommerzielle Tanzstile und -pädagogik
Schottenfeldgasse 72
1070 Wien
Tel.: +43 (0)699 17 00 00 75
email: office@kktp.at
Internet: https://www.kktp.at/
Choreograf*innen sind in der Regel bei Kulturbetrieben angestellt. Zum Teil arbeiten sie aber auch selbstständig als Künstler*innen und lassen sich für bestimmte Projekte engagieren.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Der Begriff „Choreografie“ setzt sich zusammen aus den griechischen Bezeichnungen für „Tanz“ und „schreiben“ und stand ursprünglich für die schriftliche Fixierung eines Tanzes. Im 20. Jahrhundert bekam der Begriff eine weitere Bedeutung. Choreografie umfasst heute alle Prozesse von der Komposition bis zur schöpferischen Gestaltung und Einarbeitung von tänzerischen Bewegungsabläufen.
Zu Beginn einer Neuinszenierung erarbeiten Choreograf*innen ein Arbeitskonzept. Sie sprechen dieses Konzept und die dafür ausgewählten Musikpartituren mit den Regisseur*innen, künstlerischen Leiter*innen, Dirigent*innen und Komponist*innen ab. In Hinblick auf die Bühnengestaltung wird das Konzept auch mit den Bühnenbildner*innen abgestimmt. Choreograf*innen machen Besetzungsvorschläge und sind an der Auswahl von Tänzer*innen, Trainingsleiter*innen und Ballettmeister*innen beteiligt. Darüber hinaus nehmen sie die Haupt- und Generalproben ab.
Im Laufe der Proben arbeiten sie gemeinsam mit den Tänzer*innen die Interpretation der Rollen und die Bewegungsabläufe heraus. Choreograf*innen studieren Ballett- sowie klassische und moderne Tanzaufführungen ein, aber auch kleinere Balletteinlagen und tänzerische Elemente für Opern, Operetten, Musicals, Film und dergleichen. Wichtig ist dabei immer, die tanztechnischen Möglichkeiten auf das Potenzial des Ensembles abzustimmen.
Choreograf*innen sind meist ehemalige oder selbst noch aktive Tänzer*innen und bringen als solche viel persönliche Tanzerfahrung mit. Sie haben ein Gefühl für tänzerische Bewegungen und beherrschen ihr Repertoire vollkommen. Choreograf*innen brauchen eine stark entwickelte Sensibilität für visuelle Eindrücke und ein ausgeprägtes musikalisches Gefühl. Dazu kommt die Fähigkeit, andere zu führen, zu begeistern und mitzureißen.
Choreograf*innen arbeiten in erster Linie mit Tänzer*innen und Tanzensembles. Zum Aufzeichnen der Choreografien verwenden sie Skizzen, schriftliche Aufzeichnungen und Notationen, Film und Video. Weiters hantieren sie mit Ton- und Lichttechnikequipment, Bühnenbildern und Requisiten.
Choreograf*innen sind in Tanzsälen und auf Bühnen tätig. Sie arbeiten eng mit Technik (siehe z. B. Lichttechniker*in, Tontechniker*in, Tonmeister*in) und Requisite, Bühnen- und Kostümbildner*innen (siehe Bühnenbildner*in, Kostümbildner*in) zusammen. Tanzszenen, die in eine Opern-, Operetten-, Musicalinszenierung oder eine Filmhandlung integriert werden, stimmen sie mit den Regisseur*innen oder künstlerischen Leiter*innen der Gesamtinszenierung ab.
Choreograf*innen arbeiten nicht nur im künstlerischen Bereich, sondern auch in den Bereichen Tanzsport, Rehabilitation und Behindertensport oder an Sporthochschulen.
Choreograf*innen haben immer wieder auch wechselnde Arbeitsorte und müssen mobil sein, sei es, wenn sie mit ihrem Ensemble auf Tournee sind oder immer wieder neue Engagements an unterschiedlichen Bühnen erhalten.
Auch wenn die Arbeit der Choreograf*innen grundsätzlich vor den Aufführungen erfolgt, bei der Entwicklung von Choreograf*in und bei Proben, sind sie immer wieder auch bei Vorstellungen anwesend, die üblicherweise am Abend und an Wochenende stattfinden.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Choreograf*innen bieten insbesondere:
Der Beruf Choreograf*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Choreograf*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Neben Fachliteratur, Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten für Choreograf*innen im künstlerischen Bereich beispielsweise über facheinschlägige Kurse, Lehrgänge und Hochschullehrgänge vor allem an künstlerischen Hochschulen oder auch im theatertechnischen Bereich an spezialisierten Aus- und Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise der Österreichische Theatertechnische Gesellschaft mit der OeThG-Akademie.
Darüber hinaus ist für Choreograf*innen die Vernetzung sowie die Beteiligung an beruflichen Netzwerken und der regelmäßige Austausch mit Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Möglichkeit, sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Ballerina | = ital. und Titel für jene Solotänzerin, die an der Spitze eines Ensemble (einer Tanzgruppe) steht, auch Prima-Ballerina genannt. Das männliche Gegenstück ist der Ballerino. |
Choreografie | Choreografie ist das Einstudieren von Bewegungen, meistens im Zusammenhang mit Tanz. Choregrafien gibt es z. B. für Ballet, Musical, Konzertauftritte etc. |
Corps de ballet | Französische Bezeichnung für jene Gruppentänzer*innen, die zusammen mit den Solist*innen das Ballettensemble bilden. Das Engagement als Gruppentänzer*in bildet den Grundstein für eine Entwicklung zum Solisten / zur Solistin. |
Dramaturgie | 1) Lehre vom Aufbau, den Gestaltungsprinzipien und der inneren Struktur der literarischen Gattungsform Drama. 2) Bearbeitung und Gestaltung von Filmen und Fernsehsendungen, Hörspielen, Tanz- oder Performancestücken. |
Eleve/Elevin | Eleve/Elevin ist eine Bezeichnung für Schüler*innen von Ballettschulen, teilweise auch an Schauspielschulen. Auch die Auszubildenden an der Spanischen Hofreitschule in Wien werden als Eleven bezeichnet. |
Ensemble | Ensemble bezeichnet eine Gruppe von Einheiten. Im künstlerischen Bereich wird diese Begriff für eine Gruppe von Künstler*innen z. B. Musiker*innen, Schauspieler*innen, Puppenspieler*innen, Sänger*innen oder Tänzer*innen gebraucht, wenn diese regelmäßig als Einheit (Ensemble) unter einem eigenen Namen auftreten. |
Happening | Engl.: Ereignis; (öffentliche) Veranstaltung eines*r Künstler*in, die - meist unter Einbeziehung des Publikums - ein künstlerisches Ereignis vermitteln soll. |
Inszenierung | Inszenierung = das fertige Stück, die Aufführung 1. ein Stück beim Theater, Fernsehen, einen Film vorbereiten, bearbeiten, einstudieren, künstlerisch gestalten; 2. bei einem Bühnenstück, Fernsehspiel, Film Regie führen |
Kammerballett | Wie man in der Musik von Kammermusik spricht, kann man auch im Ballett von Kammerballett sprechen und meint damit Aufführungen auf einer kleineren Bühne mit nur wenigen TänzerInnen. |
Opernballett | Tanzeinlagen in Opern, die sich von kleineren Auftritten (z. B. in Figaros Hochzeit, La Traviata) bis zu großen Einlagen (z.B. das Venusberg Bacchanal in Tannhäuser, die Walpurgisnacht in Faust oder die Polowetzer Tänze in Fürst Igor) erstrecken. Bei stärkerer Integration des Tanzgeschehens in die Gesamtdramaturgie einer Oper spricht man von Ballett-Opern. |
Performance | a) Kunst: Auftritt, Vorstellung; weiters künstlerische Aktion, Aktionismus; Mischung aus Theater, Musical, Tanz, Video und Musik. b) Finanzwirtschaft und Risikomanagement: ein Maß für den Ertrag (z. B. einer Aktie) unter Berücksichtigung des Anlagerisikos und der allgemeinen Marktlage. |