Das Controlling ist Teil des betrieblichen Finanz- und Rechnungswesens (Finance Operations). Controller*innen erfassen und analysieren betriebswirtschaftliche Unternehmensdaten und werten diese aus. Sie berechnen betriebliche Kennzahlen und stellen diese in Form vom Tabellen, Statistiken und Berichten zusammen. Sie kontrollieren die betriebliche Kostenrechnung und Bilanzierung sowie die Einhaltung und Erreichung von betrieblichen Zielvorgaben hinsichtlich Budgets, Umsatz, Gewinne etc.
Das Controlling ist eine Schlüsselposition in Unternehmen, denn die Analysen und Berichte von Controller*innen bilden eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungsgrundlage für die Unternehmensführung hinsichtlich Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmenszielen.
Controller*innen sind in mittleren und großen Unternehmen aller Branchen, in größeren Organisationen und Verwaltungseinrichtungen sowie in Unternehmensberatungen beschäftigt. Sie arbeiten im Team mit Kolleg*innen des Finanz- und Rechnungswesens (z. B. Buchhalter*in, Kostenrechner*in, Personalverrechner*in) und haben Kontakt zu Mitarbeiter*innen aller betrieblichen Abteilungen sowie zu Berater*innen (z. B. Unternehmensberater*in, Steuerberater*in).
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung besteht im Rahmen des reglementierten Gewerbes Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation (BGBl. II Nr. 112/2018).
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Betriebliches Rechnungswesen | In jedem Unternehmen bewegen sich ständig Mengen (Güter, Geld). Das Betriebliche Rechnungswesen umfasst verschiedene Verfahren (z. B. Buchhaltung, Kostenrechnung, Bilanzierung), die diese Verschiebungen erfassen und auswerten. So kann das betriebliche Geschehen geplant, gesteuert und kontrolliert werden. |
Budget | Ein Budget ist eine in Zahlen (Geld) bewertete Aufstellung der geplanten Ausgaben und Einnahmen eines Unternehmens, einer Organisation oder auch einer öffentlichen Einrichtung. |
Cash Management | Elektronisches Informationssystem zur Unterstützung des Finanzmanagements eines Unternehmens. Cash Management Systeme bieten jederzeit einen aktuellen Überblick über alle nationalen und internationalen Konten bzw. Kontobewegungen des Unternehmens. |
Cash-Flow | Ist jener Überschuss (in der Betriebskasse) der einem Unternehmen nach Abzug aller Ausgaben und Kosten verbleibt. Der Cash-Flow drückt das Eigenfinanzierungspotenzial des Unternehmens aus. Diese Kennzahl gibt somit Aufschluss darüber, inwieweit sich Betriebe aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit heraus selbst finanzieren können, d. h. ohne auf Fremdkapital angewiesen zu sein. |
Controlling | Controlling ist ein systematisches Steuerungs- und Koordinationskonzept zur Kontrolle, Planung, Lenkung und Steuerung wirtschaftlicher Prozesse im Unternehmen. Durch die gezielte Berechnung von Steuer- und Zielgrößen kann das Controlling vergangene Entscheidungen der Geschäftsführung evaluieren (bewerten) und zukünftige Entscheidungsfindungsprozesse unterstützen. |
Doppelte Buchhaltung | Die Doppelte Buchführung wird von den meisten Unternehmen eingesetzt. Dabei werden für jeden Geschäftsvorfall zwei Konten erstellt, eines im Soll und eines im Haben. Auf diese Weise lässt sich der Unternehmenserfolg genauer und übersichtlicher ermitteln. |
Einnahmen-Ausgaben-Rechnung | Im Gegensatz zur doppelten Buchführung werden bei der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Einnahmen und Ausgaben gegenübergestellt. Für viele freiberuflich Tätige und kleine Gewerbebetriebe ist dies meist ausreichend. |
Etat | Mit "Etat" wird der (Staats-)Haushalt bezeichnet. Gemeint sind jene Finanzmittel, die für einen bestimmten Zeitraum zu bestimmten Zwecken zur Verfügung stehen. |
Finance Operations | Finance Operations (oder Financial Operations) meint das betriebliche Finanz- und Rechnungswesen. Dieses umfasst im Wesentlichen die Bereiche Finanzbuchhaltung (inkl. Bilanzierung), Kostenrechnung, Personalverrechnung (früher auch Lohnbuchhaltung), Controlling, Finanz- und Investitionsrechnung, Treasury Management und Risikomanagement. Jeder dieser Bereiche gliedert sich wiederum in zahlreiche Schwerpunkte und Spezialisierungen wie z. B. Analyse, Planung oder Reporting. |
IFRS | Die International Financial Reporting Standards sind internationale Rechnungslegungsvorschriften und sollen die internationale Vergleichbarkeit von Jahres- und Konzernabschlüssen erleichtern. |
Inventory Controlling | Controlling im Bereich der betrieblichen Inventur. |
Liquidität | Die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens ("flüssig sein"). Also die Möglichkeit, Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Dies kann auch bedeuten, bei Bedarf Sachwerte in Geld umzuwandeln. |
Management by Exception (MbE) | Eine Managementstrategie: Das Management schalten sich nur in Ausnahmefällen ein. Im betrieblichen Normalfall steuern und kontrollieren sich die MitarbeiterInnen und Teams innerhalb von vorgegebenen Rahmenbedingungen selbst. |
Management by Objectives (MbO) | Eine Managementstrategie: Die Steuerung des Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen durch Zielvereinbarung und Zielvorgaben und nicht durch Anweisungen. |
Qualitätsmanagement | Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. |
Revision | Die nochmalige Durchsicht, Überprüfung, gegebenenfalls auch Korrektur sowohl technischer Anlagen als auch kaufmännischer Sachverhalte (Geschäftsaufzeichnungen, Unterlagen des gesamten Rechnungswesens usw.). |
Total Quality Management (TQM) | Als Total Quality Management (totales Qualitäts-Management, TQM) bezeichnet man die durchgängige, laufende und alle Bereiche einer Organisation (Unternehmen, Institution etc.) erfassende Aufzeichnung, Sichtung, Organisation und Kontrolle der Geschäftsprozesse, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft sicher zu stellen. |
Umlaufvermögen | Umlaufvermögen bezeichnet Vermögenswerte, die sich für einen kürzeren Zeitraum in einem Unternehmen befinden (z. B. Lagerbestände, Forderungen, Kassenbestände, Bankguthaben). Das Umlaufvermögen wird vor allem in der laufenden Geschäftstätigkeit, z. B. Produktion, Verkauf eingesetzt. |
US-GAAP | Die United States Generally Accepted Accounting Principles sind die allgemein anerkannten US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften. |