Diätologinnen und Diätologen erstellen Ernährungspläne für Personen, die aufgrund unterschiedlichster Krankheiten Diät halten oder ihre Ernährung umstellen müssen. Mit den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen reden Diätologinnen und Diätologen über ihre Ernährungsgewohnheiten. Anschließend erarbeiten sie gemeinsam Programme, die der jeweiligen Ernährungsweise entsprechen und die Gesundheit fördern. Sie beraten die Patientinnen und Patienten zum Beispiel auch darüber, wie sie ihre verordnete Diät nach einem Kur- oder Krankenhausaufenthalt praktisch durchführen können.
Diätologinnen und Diätologen arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Seniorenheimen, aber auch in der Lebensmittelindustrie oder sind freiberuflich tätig. Sie arbeiten gemeinsam in einem therapeutischen Team mit dem/der behandelnden Arzt / Ärztin und Fachkräften des Pflege- und Sozialdienstes sowie mit den zuständigen Köch*innen (Diätkoch / Diätköchin).
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Eine selbstständige Berufsausübung ist in Form des freien Berufes Diätologe/Diätologin möglich. Dazu ist der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung gemäß MTD-Gesetz (Qualifikationsnachweis) und eines Berufssitzes in Österreich zu erbringen und die Meldung der Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit bei der Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.
Zu beachten sind überdies – wie bei jeder selbstständigen Berufstätigkeit – die Meldepflichten bei Finanzamt und Sozialversicherung.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Adipositas | Medizinischer Fachbegriff für eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper. Umgangssprachlich: Fettleibigkeit, Fettsucht. |
Ayurveda | ist eine traditionelle indische Heilkunst und Philosophie die den Körper / Menschen ganzheitlich betrachtet. Zentrale Methoden zur Heilung bzw. Bewahrung der Gesundheit sind Ayurveda-Massage und -Reinigungstechniken, spirituelle Yogapraxis, Pflanzenheilkunde und eine spezielle Ernährungslehre. Bei der Ayurveda-Ernährungslehre werden sowohl Nahrungsmittel als auch Personen in bestimmte Typen und Gruppen eingeteilt. Idealerweise sollte sich ein bestimmter Ernährungstyp hauptsächlich von bestimmten Nahrungsmittelgruppen ernähren. |
Body-Mass-Index (BMI) | Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts (Unter-, Normal- oder Übergewicht) eines Menschen im Verhältnis zu seiner Größe. Der BMI wird berechnet aus: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat. |
Diabetes mellitus | Zuckerkrankheit. Sammelbegriff für verschiedene Formen der Zucker-Stoffwechselstörung. Diabetes wird durch den Mangel am Hormon "Insulin" verursacht. Deshalb bekommen Zuckerkranke Insulin künstlich zugeführt. |
Diätetik | bezeichnet die Lehre von der richtigen Ernährung. Von der Gewichtsabnahme (Diät) bis zur Beachtung von Krankheiten, Allergien oder Ernährungseinschränkungen bei der Zubereitung der Gerichte und der Nahrungsaufnahme. |
E-Health | E-Health bezeichnet die Vernetzung von Patientinnen und Patienten und Gesundheitseinrichtungen (Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen, Rettungsdienste usw.) durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. In den Bereich E-Health fallen z. B. TeleMonitoring-Systeme, über die ein*e Patient*in regelmäßig von zu hause Messwerte an eine*n Arzt/Ärztin oder Krankenhaus übermittelt und dort der Gesundheitszustand überprüft und erforderlichenfalls die Therapie angepasst werden kann. Weitere Beispiele sind: Elektronische Krankenakte, Gesundheits-Apps (z. B. Diabetes, Menstruation), Online-Apotheke, Online-Beratung zur Gesundheit etc. |
Extramural | Ein anatomischer Begriff. Er bedeutet "außerhalb der Wand des Organhohlraumes" gelegen. |
Intramural | Ein anatomischer Begriff. Er bedeutet "in einer Organwand gelegen" und nicht im vom Organgewebe umschlossenen Hohlraum. |
Rohkost | Die Rohkost-Ernährung bezeichnet eine Ernährungslehre bei der die Nahrungsmittel unerhitzt (roh) konsumiert werden. In den meisten Fällen besteht die Rohkost hauptsächlich aus pflanzlichen Nahrungsmitteln (Obst und Gemüse). |
vegane Küche | Vegane Küche und Ernährung verwendet keinerlei Produkte von Tieren, also neben Fleisch getöteter Tiere und den daraus hergestellten Lebensmitteln auch keine Produkte lebender Tiere wie z. B. Milch, Milchprodukte, Eier, Honig. Außerdem verwenden Veganer*innen auch sonst keine von Tieren gewonnenen Produkte wie z. B. Leder, Wolle, Pelz, Daunen oder Seide. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |
vegetarische Küche | Vegetarische Küche und Ernährung verwendet kein Fleisch getöteter Tiere und keine daraus hergestellten Lebensmittel. Das kann sowohl gesundheitliche Gründe haben, als auch moralische, ethische, ökologische oder auch geschmackliche. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |