Diätologinnen und Diätologen erstellen Ernährungspläne für Personen, die aufgrund unterschiedlichster Krankheiten Diät halten oder ihre Ernährung umstellen müssen. Mit den Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen reden Diätologinnen und Diätologen über ihre Ernährungsgewohnheiten. Anschließend erarbeiten sie gemeinsam Programme, die der jeweiligen Ernährungsweise entsprechen und die Gesundheit fördern. Sie beraten die Patientinnen und Patienten zum Beispiel auch darüber, wie sie ihre verordnete Diät nach einem Kur- oder Krankenhausaufenthalt praktisch durchführen können.
Diätologinnen und Diätologen arbeiten in Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, Seniorenheimen, aber auch in der Lebensmittelindustrie oder sind freiberuflich tätig. Sie arbeiten gemeinsam in einem therapeutischen Team mit dem/der behandelnden Arzt / Ärztin und Fachkräften des Pflege- und Sozialdienstes sowie mit den zuständigen Köch*innen (Diätkoch / Diätköchin).
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zum/zur Diätologen/Diätologin erfolgt an den österreichischen Fachhochschulen für Diätologie. Das Studium dauert sechs Semester und schließt mit dem akademischen Grad „Bachelor of Science in Health Studies (BSc)“ ab.
Voraussetzung für die Ausübung dieses Berufs ist die Registrierung im Gesundheitsberuferegister.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
1. Allgemeine Universtitätsreife, nachgewiesen durch:
2. Facheinschlägige berufliche Qualifikation (Lehre, BMS) mit Zusatzprüfungen
Voraussetzung ist die Absolvierung eines fachlich einschlägigen Lehrberufs oder einer entsprechenden berufsbildenden mittleren Schule bzw. der Nachweis sonstiger facheinschlägiger Berufspraxis sowie die Ablegung der angegebenen Zusatzprüfungen. Die Überprüfung der Facheinschlägigkeit sowie die Festlegung der erforderlichen Zusatzprüfungen erfolgt durch die Studiengangsleitung.
Abschluss:
Bachelor of Science in Health Studies (BSc)
Berechtigungen:
Berufsbefähigung Diätolog*in
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudiengängen
Info:
Lehrinhalte:
Berufsfelder:
Weitere Infos: https://www.fachhochschulen.ac.at
Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten GmbH
Campus-Platz 1
3100 St. Pölten
Tel.: +43 (0)2742 / 313 228 -200
email: csc@ustp.at
Internet: https://www.ustp.at/
FH Gesundheitsberufe OÖ – Campus Gesundheit am Krankenhaus der Elisabethinnen Linz
Elisabethstraße 15-19
4030 Linz
Tel.: +43 (0)50 344 200-00
email: office@fhgooe.ac.at
Internet: https://www.fh-gesundheitsberufe.at/
FH Joanneum – Standort Bad Gleichenberg
Kaiser-Franz-Josef-Straße 24
8344 Bad Gleichenberg
Tel.: +43 (0)316 / 54 53-6700
Fax: +43 (0)316 / 22 09-670
email: info@fh-joanneum.at
Internet: https://www.fh-joanneum.at
fh gesundheit / fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Innrain 98
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 5322
Fax: +43 (0)512 5322 -75200
email: info@fhg-tirol.ac.at
Internet: https://www.fhg-tirol.ac.at/
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW)
Favoritenstraße 232
1100 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600
email: office@hcw.ac.at
Internet: https://www.hcw.ac.at/
Schwerpunkte:
Standort Favoritenstraße 222:
Standort Favoritenstraße 232:
Eine selbstständige Berufsausübung ist in Form des freien Berufes Diätologe/Diätologin möglich. Dazu ist der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung gemäß MTD-Gesetz (Qualifikationsnachweis) und eines Berufssitzes in Österreich zu erbringen und die Meldung der Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit bei der Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.
Zu beachten sind überdies – wie bei jeder selbstständigen Berufstätigkeit – die Meldepflichten bei Finanzamt und Sozialversicherung.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
„Die Kernkompetenz einer Diätassistentin und ernährungsmedizinischen Beraterin ist die medizinische Ernährungstherapie, das heißt es gibt keine andere Berufsgruppe, die Ernährungstherapie machen darf, …, das heißt mit kranken Personen zu arbeiten, das dürfen nur Diätassistentinnen.“
Elisabeth Tschuschnig, Dipl. Diätassistentin und ernährungsmedizinische Beraterin (neu: Diätologe/Diätologin), in einem Interview aus: AMS your job, 2002.
Dieser Beruf ist dem Bereich gehobener medizinisch-technischer Dienste zuzuordnen.
Viele Menschen sind zur Einhaltung einer bestimmten Diät bzw. Ernährungsweise gezwungen, weil sie „normale“ Kost nicht vertragen. Die Ursache dafür liegt häufig in einer Krankheit (z. B. Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, Allergien) oder einer Operation. Diätolog*innen behandeln auch Menschen mit Essstörungen, Schluckstörungen oder frühgeborene Babys.
Andere Erkrankungen entstehen oft erst durch falsche Ernährung. Diätolog*innen analysieren den Ernährungszustand und die Essensgewohnheiten ihrer Patient*innen und erstellen dann gemeinsam ein Konzept, um ihre Ernährung umzustellen. Im Krankenhaus dient hierfür die Krankheitsdiagnose der Ärzt*innen. Diätolog*innen nehmen Verordnungen entgegen, berechnen die Nahrungsbestandteile und stellen einen Ernährungs- und Diätplan zusammen. Dabei berücksichtigen sie auch die Lebensumstände der Patient*innen (z. B. Betreuung und Versorgung bei älteren Patient*innen), aber auch ihre finanziellen Möglichkeiten.
Diätolog*innen arbeiten in erster Linie mit ihren Patient*innen und deren Angehörigen. Verantwortungsbewusstes, sicheres Auftreten, Einfühlungsvermögen und gute Kommunikationsfähigkeit sind daher Grundvoraussetzung in diesem Beruf. Außerdem arbeiten Diätolog*innen mit Diät- und Ernährungsplänen, die sie mit Hilfe von Computerprogrammen auf Basis von Nährwerttabellen erstellen und berechnen. Sie führen und lesen Patient*innenkarteien und Diagnosen, Befunde und Therapieverordnungen von Ärzt*innen.
Diätolog*innen arbeiten in Büros, Untersuchungs- und Behandlungsräumen von Krankenhäusern, Kliniken, Sanatorien und Rehabilitationszentren. Sie arbeiten in einem therapeutischen Team mit Ärzt*innen (siehe Arzt / Ärztin), dem Pflegepersonal (siehe z. B. Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in), mit Ernährungswissenschafter*innen und natürlich mit den zuständigen Köch*innen, die sich auf Diätkost spezialisiert haben (siehe Diätkoch / Diätköchin). Sie arbeiten auch mit den Patient*innen und deren Angehörigen zusammen. Dabei klären Diätolog*innen sie auf und beraten, nicht um sie zu behandeln, sondern auch um Krankheiten vorzubeugen.
Nähere Informationen zu Fortbildungsmöglichkeiten:
Verband der Diätologen Österreichs
Grüngasse 9/Top 20
A-1050 Wien
Tel.: 01/6027960
Fax: 01/6003824
e-mail: office@diaetologen.at
Homepage: www.diaetologen.at
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Adipositas | Medizinischer Fachbegriff für eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper. Umgangssprachlich: Fettleibigkeit, Fettsucht. |
Ayurveda | ist eine traditionelle indische Heilkunst und Philosophie die den Körper / Menschen ganzheitlich betrachtet. Zentrale Methoden zur Heilung bzw. Bewahrung der Gesundheit sind Ayurveda-Massage und -Reinigungstechniken, spirituelle Yogapraxis, Pflanzenheilkunde und eine spezielle Ernährungslehre. Bei der Ayurveda-Ernährungslehre werden sowohl Nahrungsmittel als auch Personen in bestimmte Typen und Gruppen eingeteilt. Idealerweise sollte sich ein bestimmter Ernährungstyp hauptsächlich von bestimmten Nahrungsmittelgruppen ernähren. |
Body-Mass-Index (BMI) | Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts (Unter-, Normal- oder Übergewicht) eines Menschen im Verhältnis zu seiner Größe. Der BMI wird berechnet aus: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat. |
Diabetes mellitus | Zuckerkrankheit. Sammelbegriff für verschiedene Formen der Zucker-Stoffwechselstörung. Diabetes wird durch den Mangel am Hormon "Insulin" verursacht. Deshalb bekommen Zuckerkranke Insulin künstlich zugeführt. |
Diätetik | bezeichnet die Lehre von der richtigen Ernährung. Von der Gewichtsabnahme (Diät) bis zur Beachtung von Krankheiten, Allergien oder Ernährungseinschränkungen bei der Zubereitung der Gerichte und der Nahrungsaufnahme. |
E-Health | E-Health bezeichnet die Vernetzung von Patientinnen und Patienten und Gesundheitseinrichtungen (Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern, Pflege- und Sozialeinrichtungen, Rettungsdienste usw.) durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. In den Bereich E-Health fallen z. B. TeleMonitoring-Systeme, über die ein*e Patient*in regelmäßig von zu hause Messwerte an eine*n Arzt/Ärztin oder Krankenhaus übermittelt und dort der Gesundheitszustand überprüft und erforderlichenfalls die Therapie angepasst werden kann. Weitere Beispiele sind: Elektronische Krankenakte, Gesundheits-Apps (z. B. Diabetes, Menstruation), Online-Apotheke, Online-Beratung zur Gesundheit etc. |
Extramural | Ein anatomischer Begriff. Er bedeutet "außerhalb der Wand des Organhohlraumes" gelegen. |
Intramural | Ein anatomischer Begriff. Er bedeutet "in einer Organwand gelegen" und nicht im vom Organgewebe umschlossenen Hohlraum. |
Rohkost | Die Rohkost-Ernährung bezeichnet eine Ernährungslehre bei der die Nahrungsmittel unerhitzt (roh) konsumiert werden. In den meisten Fällen besteht die Rohkost hauptsächlich aus pflanzlichen Nahrungsmitteln (Obst und Gemüse). |
vegane Küche | Vegane Küche und Ernährung verwendet keinerlei Produkte von Tieren, also neben Fleisch getöteter Tiere und den daraus hergestellten Lebensmitteln auch keine Produkte lebender Tiere wie z. B. Milch, Milchprodukte, Eier, Honig. Außerdem verwenden Veganer*innen auch sonst keine von Tieren gewonnenen Produkte wie z. B. Leder, Wolle, Pelz, Daunen oder Seide. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |
vegetarische Küche | Vegetarische Küche und Ernährung verwendet kein Fleisch getöteter Tiere und keine daraus hergestellten Lebensmittel. Das kann sowohl gesundheitliche Gründe haben, als auch moralische, ethische, ökologische oder auch geschmackliche. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |