Diplomat*innen sind leitende Beamt*innen des Ministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (Außenministerium). Sie unterhalten Beziehungen zu den Vertreter*innen anderer Staaten und zu internationalen Organisationen. Dabei vertreten sie stets die Interessen des eigenen Heimatlandes. Sie repräsentieren ihr Heimatland im Ausland (z. B. als Botschafter*in) und beobachten die internationalen Entwicklungen. Sie nehmen an Tagungen und Kongressen Teil und führen Verhandlungen. Im Inland planen sie außerdem außenpolitische Maßnahmen in den Bereichen Wirtschafts-, Sozial-, Kultur- oder Entwicklungspolitik und führen diese durch. Sie haben Kontakt zu Berufskolleg*innen aus allen Ländern, zu Botschaftssekretär*innen, Politiker*innen, Unternehmer*innen, Künstler*innen etc.
im diplomatischen Bereich:
im konsularischen Bereich:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Je nach angestrebter Laufbahn bestehen unterschiedliche Voraussetzungen für die Aufnahme in den Dienst:
Nach der Aufnahme erfolgt eine zirka zweijährige Grundausbildung inklusive praxisnaher Einschulung und ersten Auslandserfahrungen.
Nähere Informationen findest du auf der Website des Bundesministeriums für Europäische und internationale Angelegenheiten.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Webster Private University Vienna
Praterstraße 23/Palais Wenkheim
1020 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 269 92 93 -0
Fax: +43 (0)1 / 269 92 93 -13
email: info@webster.ac.at
Internet: https://webster.ac.at/
Art: Lehrgang
Dauer: 1 Jahr
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Diplom der Diplomatischen Akademie Wien
Info:
Zielgruppen: Graduates (university or college) of all disciplines and nationalities
Unterrichtssprachen: Englisch, einzelne Kurse in Französisch und Deutsch
Kosten:EUR 14.700,00 (academic year 2023-24)
Inhalte:
Weitere Infos: https://www.da-vienna.ac.at/en/Programmes/Diploma-Programme-DLG
Diplomatische Akademie Wien
Favoritenstraße 15a
1040 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 505 72 72
email: info@da-vienna.ac.at
Internet: https://www.da-vienna.ac.at/
Eine selbstständige Berufsausübung als Diplomat*in ist nicht möglich, da Diplomat*innen die Interessen ihres Heimatlandes im Auftrag ihrer Regierung vertreten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Diplomat*innen sind im Inland und im Ausland tätig und sind mit Pflege und Vertiefung der Beziehungen des Heimatlandes mit dem Ausland befasst. Sie repräsentieren als Vertreter*innen der Bundesregierung die politischen Positionen und Interessen des Heimatlandes gegenüber anderen Staaten und internationalen Organisationen. Sie beobachten und analysieren die internationalen Entwicklungen im Bereich der Wirtschafts-, Entwicklungs- und Kulturpolitik und erarbeiten für die eigene Bundesregierung Konzepte und Entscheidungsgrundlagen für außenpolitische Strategien und Maßnahmen.
Diplomat*innen nehmen an internationalen Tagungen und Kongressen teil, führen Verhandlungen und halten Vorträge. Sie unternehmen Auslandsreisen zu führenden Politiker*innen und Regierungschef*innen bzw. empfangen und begleiten Besuche von Politiker*innen im Inland. Sehr gute Fremdsprachenkenntnisse sind daher ein unerlässliches Muss in diesem Beruf (Englisch und Französisch sind Voraussetzung, weitere sind hilfreich). Außerdem gehören die Förderung von Wirtschaftsverbindungen im Ausland sowie die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklungshilfe, der Wissenschaft und Technik zu ihrem Aufgabenbereich.
Weitere Aufgaben von Diplomat*innen sind Rechts- und Konsulartätigkeiten (z. B. Staatsbürgerschaftsangelegenheiten, Pass- und Sichtvermerkwesen), Pressearbeit/Öffentlichkeitsarbeit und Entwicklungshilfe.
Diplomat*innen arbeiten mit Computern und Telefonen. Sie hantieren mit Formularen und Akten, lesen Informationsmaterialien über die Länder mit deren Vertreter*innen sie zu tun haben und informieren sich und ihre Vorgesetzten genauestens über kulturelle Unterschiede im Umgang mit Vertreter*innen anderer Länder.
Ihr wichtigstes Arbeitsmittel ist aber die eigene Person. Sicheres und gewandtes Auftreten, Kommunikationsfreude und Mehrsprachigkeit sind Grundvoraussetzung für Erfolg in diesem Beruf.
Diplomat*innen arbeiten in Büros und Besprechungs- und Konferenzräumen in Ministerien, Auslandsvertretungen (Botschaften, Konsulaten, Missionen) oder in internationalen Organisationen. Sie arbeiten mit Berufskolleg*innen und mit Mitarbeiter*innen ihres Ressorts zusammen und stehen in Kontakt mit Politiker*innen, Regierungschef*innen, Unternehmer*innen oder Manager*innen.
Diplomat*innen sind viel unterwegs und häufig – insbesondere als Mitarbeiter*innen von Botschaften oder internationalen Organisationen – auch längere Zeit im Ausland tätig. Dabei wechseln sie auch mehrfach ihren Arbeitsort und damit ihren Lebensmittelpunkt.
Diplomat*innen sind beim Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (Außenministerium) beschäftigt. Sie werden in einer der weltweit über 100 Vertretungsbehörden tätig, z. B. Botschaften, (General-)Konsulate, Missionen, Ständige Vertretungen bei internationalen Organisationen, Kulturforen.
Der Beruf Diplomat*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Diplomat*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Die Diplomatische Akademie führt Kurse, Seminare und Trainings zu relevanten Inhalten durch, wie z. B. Verhandlungstechniken in internationalen Beziehungen. Auch Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie zahlreiche Universitäts- und Fachhochschullehrgänge bieten eine gute Möglichkeit sich in relevanten Bereichen weiterzubilden und höher zu qualifizieren. Zudem haben Diplomat*innen des gehobenen auswärtigen Dienstes die Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines Zweitstudiums oder weiterführenden PhD-Studiums.
Außerdem ist für Diplomat*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Diplomatie | Der Begriff "Diplomatie" bezeichnet internationale Regeln und Standards für außenpolitische Umgangsformen, vor allem bei Verhandlungen. Als "diplomatisch" wird eine geschickte, umsichtige und rücksichtsvolle Verhandlungstaktik bezeichnet. |
E-Government | Im Rahmen von E-Government nützen öffentliche Einrichtungen digitale Kommunikationsmedien in der Verwaltung, Administration und Kommunikation, sowohl intern als auch extern zu den Bürger*innen hin (z. B. digitale Steuererklärung, Online-Meldebestätigung). |
Konsulat | Offizielle Vertretungen eines Staates im Ausland; mit der Wahrnehmung bestimmter (wirtschaftlicher) Interessen und der Interessen von Staatsbürger*innen des Heimatstaates im Ausland beauftragt. |
Protokoll | a) Als Protokoll wird die schriftliche Zusammenfassung von Besprechungs- und Sitzungsergebnissen bzw. -verläufen bezeichnet. b) Das Protokoll wird aber auch in der Diplomatie und im innerstaatlichen Umgang mit hochrangigen Persönlichkeiten angewandt. Das Protokoll regelt dann z. B. die Abläufe des Auftritts, der Begrüßung oder die Tischordnung. |