Dirigent*innen leiten Orchester und Chöre. Mittels einer bestimmten Handzeichentechnik vermitteln sie Rhythmus, Takt, Einsatz und Pausen während der Aufführung von Musikstücken und stellen in diesem Sinne die Einheit eines Orchesters her. Sie stehen auf erhöhten Pulten und verwenden zur Verdeutlichung ihrer Anweisungen Taktstöcke. Dirigent*innen bereiten Proben, Aufführungen und Aufnahmeprojekte vor und führen diese durch. Dabei interpretieren sie die jeweiligen Musikwerke nach ihren persönlichen Vorstellungen und Einschätzungen. Sie sind bei Orchestern und in Veranstaltungshäusern in Proberäumen und -sälen, auf Bühnen, in Kirchen usw. tätig. Sie arbeiten vor allem mit Musiker*innen (Instrumentalmusiker*innen) und Sänger*innen sowie bei Tonaufnahmen im Studio mit Fachleuten aus der Tontechnik zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Dirigenten/Dirigentinnen können ihre Tätigkeit als Künstler*in im Rahmen eines „freien Berufes“ selbstständig ausüben.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Dirigent*innen interpretieren Musikstücke und Tonwerke aller Genre und Epochen (z. B. Symphonien, Opern, Messen) und erarbeiten die Aufführung dieser mit Orchestern und Ensembles. Sie verwenden beim Dirigieren eine sichtbare „Zeichensprache“, die durch internationale Standardisierung allen Musiker*innen verständlich ist. In der Regel wird diese Zeichengebung, insbesondere bei Instrumentalensembles (Orchestern), durch Verwendung eines Taktstockes verstärkt. Bei Vokalensembles (Chöre) ziehen Dirigent*innen die Zeichengabe mit der Hand vor. Auch Körperbewegungen und mimischer Ausdruck erweitern die Möglichkeiten von Dirigent*innen, sich den Musiker*innen und Sänger*innen mitzuteilen. Dirigent*innen erteilen Einsätze mit der linken Hand und geben den Takt mit der rechten Hand.
Dirigent*innen bereiten Aufführungs- und Aufnahmeprojekte vor und gestalten diese. Bis zur Aufführung eines Musikwerkes sind mehrere Vorbereitungsphasen notwendig: zunächst erarbeiten Dirigent*innen ausgehend von den vorliegenden Notentexten (Partituren) eigene Interpretationen der jeweiligen Musikstücke. Mittels Sekundärliteratur, Handbücher und Fachjournale recherchieren sie den kunst- und kulturgeschichtlichen Hintergrund und Kontext von Musikwerken und Komponist*innen. Ihre Interpretationen passen sie den jeweiligen Gegebenheiten, wie Besetzung des Ensembles sowie Beschaffenheit und Akustik von Konzertsaal etc. an.
Im nächsten Schritt organisieren Dirigent*innen die Partituren (Notenvorlagen) für die einzelnen Musiker*innen und Sänger*innen und stellen Probepläne auf. Vor Beginn der Probenarbeiten besprechen sie sich mit dem Ensemble oder Orchester und erläutern Interpretation, Aufbau und Struktur des jeweiligen Stückes. Mitunter erledigen Dirigent*innen auch Verwaltungs- und Organisationsarbeiten, falls nicht ein Sekretariat zur Verfügung steht, das administrativen Aufgaben, wie Buchhaltung, Kostenrechnung und das Akquirieren von Engagements übernimmt.
Dirigent*innen arbeiten vor allem mit Partituren (Musikwerken in Notenschrift) sowie mit Musiker*innen und Sänger*innen. Als Arbeitsmittel verwenden sie Taktstock und Notenständer und vor allem ihre Hände und Mimik. In Aufnahmestudios arbeiten sie mit Mikrofonen und audiotechnischem Equipment.
Dirigent*innen arbeiten in Proberäumen und -sälen, in Veranstaltungsräumen wie Konzertsälen, Bühnen, Kirchen usw., weiters in Aufnahmestudios von Rundfunk und Fernsehen.
Dirigent*innen arbeiten vor allem mit Musiker*innen (siehe Instrumentalmusiker*in) bzw. mit Sänger*innen und bei Aufnahmen in Studios mit Fachleuten aus der Tontechnik, siehe Tontechniker*in, Tonmeister*in, zusammen. Sie haben außerdem Kontakt zu Mitarbeiter*innen von Veranstaltungshäusern und bei Lifeauftritten zu ihrem Publikum.
Alt | von Ital. "alto" für hoch: |
Bariton | In der Musik die Bezeichnung für eine mittlere Männersingstimme (tiefer als Tenor, höher als Bass). |
Bass | In der Musik die Bezeichnung für eine tiefe Männersingstimme. |
Partitur | - übersichtliche Zusammenstellung aller zu einer Komposition gehörenden Stimmen (Takt für Takt in Notenschrift). |
Sopran | Fachbegriff der Musik: höchste Stimmlage von Frauen- und Knabensingstimmen. |
Tenor | Fachbegriff der Musik: eine hohe Männersingstimme |