DJ (Disc-Jockey) (m./w./d.)

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) sind, spätestens seit der Entstehung des Hip Hop und der House Musik, wichtige Figuren in der Musikszene. Sie verfügen über ein umfangreiches Wissen über die Musik und Sounds bestimmter Genres und eine ausufernde Musiksammlung (Schallplatten, CD oder digitale Musik). Sie legen hauptsächlich in Clubs und Bars, aber auch bei Privatpartys, Hochzeiten, Betriebsfeiern etc. auf. Sie müssen ein sehr gutes Gehör, Rhythmusgefühl, gute Feinmotorik und ein Gespür für die Stimmung auf der Tanzfläche sowie viel Ausdauer mitbringen.

Durch die Verbesserung der digitalen Musiktechnik können viele DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) heute nicht nur Musik auflegen, sondern auch selbst produzieren, die sie live, im Rahmen eines Sets (Musikprogramm), oder im Studio mischen. Diese DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) können somit als selbstständige Musiker*innen verstanden werden. Je nach stilistischer Ausrichtung (z. B. Techno, House, HipHop, Italo, Rare Grooves) gestalten sie ihren eigenen „Style“ und treten mit ihren DJ-Sets auf.

Sonstiger Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Set (Musikprogramm) für den jeweiligen Anlass zusammenstellen (Bälle, Tanzveranstaltung usw.)
  • Themenabende und Clubbings (Techno, House, HipHop usw.) planen und vorbereiten
  • Musikstücke auswählen aufeinander abstimmen und auch entsprechend der Stimmung auflegen
  • Musikstücke neu abmischen und neue Musikstücke kreieren (live oder im Studio)
  • mit den Besucher*innen kommunizieren, Musikwünsche entgegennehmen, Stimmung steuern
  • Auftrittsmöglichkeiten organisieren, geeignete Veranstaltungsräume suchen und auswählen
  • Werbemaßnahmen für Auftritte planen und umsetzen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Fingerfertigkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit
  • gutes Hörvermögen
  • Lärmunempfindlichkeit
  • Unempfindlichkeit gegenüber künstlicher Beleuchtung

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • gestalterische Fähigkeit
  • gutes Gedächtnis
  • Präsentationsfähigkeit
  • Rhythmikgefühl

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Einfühlungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Musikalität
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Spontanität

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

  • freiberufliche Tätigkeit als DJ (Disc-Jockey) (m./w./d.)

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.

In jedem Fall muss die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit aber der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt gemeldet werden.

ALLGEMEINE HINWEISE:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) sorgen für die musikalische Unterhaltung bei Musik- und Tanzveranstaltungen. Ob in Clubs und Bars, bei Open Airs oder auf Bällen, DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) legen die richtige Musik für das jeweilige Publikum auf. Sie wählen die Musik (auf Schallplatte, CD oder digitale Musik) aus, stellen entsprechende Sets zusammen und bedienen Mixer, Regler und Abspielgeräte (Plattenspieler, CD-Spieler oder Laptop).

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) sind Spezialist*innen in den jeweiligen Musikgenres, in denen sie auflegen und verfügen über ein umfassendes Wissen und eine große Musiksammlung. Daraus können sie eine Auswahl für einen bestimmten Anlass oder ein bestimmtes Thema zusammenstellen. So entsteht ein Set z. B. für eine Tanzparty, eine Hochzeit oder eine Ausstellungseröffnung.

Die Tätigkeit als DJ (Disc-Jockey) (m./w./d.) geht jedoch vielfach über das eigentliche Auflegen von Musik hinaus: Viele verstehen sich als Entertainer*innen, führen mit Zwischen- oder Anmoderationen einen Dialog mit dem Publikum. Sie sind verantwortlich für die Stimmung, die sie mit ihrer Musikauswahl erzeugen. Deshalb ist es auch wichtig, Stimmungen im Publikum zu erkennen und gegebenenfalls die Musikgestaltung spontan daran auszurichten.

Die Verbesserung der digitalen Musiktechnik macht es heute für viele DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) leichter, eigene Musikstücke bzw. einen eigenen Sound zu kreieren, indem sie z. B. mehrere Musikstücke mixen und eigene Musik produzieren. Auch hier arbeiten DJs mit allen möglichen Geräten der Musikwiedergabe, vor allem mit digitalen Schnittstellen (z. B. DJ Controller, Mixer) und Software. Die bekanntesten DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) produzieren ihre Eigenkreationen und treten mit ihren eigenen Sets auf. Vor allem im Hip Hop sind DJ (Disc-Jockey) (m./w./d.) als Musikproduzent*innen für den gesamten Musikteil einer Hip Hop-Band zuständig. Sie verfügen über eine umfangreiche Sammlung an Musik verschiedener Genres aus der sie Teile auswählen (Beat, Sample, Break) und damit den musikalischen Teil eines Songs zusammenstellen.

Die meisten DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) arbeiten freiberuflich in ständig wechselnden Locations. Viele organisieren auch eigene Auftritte und suchen dazu passende Veranstaltungsräume (Locations). Dazu müssen sie auch über die rechtlichen Bedingungen der Musikwirtschaft (z. B. Urheberrecht) und über die Planung von Musikveranstaltungen bestens Bescheid wissen.

Arbeitsmittel

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) arbeiten mit verschiedenen Musikträgern wie CDs, Schallplatten, digitaler Musik. Sie bedienen verschiedene Abspielgeräte, Regeleinrichtungen, Steuerpulte und Mischpulte. Sie hantieren mit Kopfhörern und Mikrofonen.

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) verfügen über einen breiten Querschnitt an Wissen über populäre Musik und meist über Spezialwissen in ihrer jeweiligen stilistischen Ausrichtung, z. B. House, Hip Hop, Techno usw. Sie haben eine große Musiksammlung der jeweiligen Genres, auf das sie sich spezialisiert haben und sind regelmäßig in Musikgeschäften und bei speziellen Händlern im Internet, um sich mit neuer Musik einzudecken. Um ständig auf dem Laufenden zu sein, lesen sie Musikmagazine (online und offline), hören einschlägige Radiosender und beteiligen sich an entsprechenden Communities im Internet.

Arbeitsumfeld

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) arbeiten in Clubs und Bars, auf privaten Feiern, Festivals, Open-Air-Veranstaltungen, Bällen usw., aber auch im Tonstudio oder in Studios von Radiosendern. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und mit dem Managementpersonal an den Veranstaltungsorten. Bei Aufnahmen arbeiten sie z. B. gemeinsam mit Tontechniker*innen, Tonmeister*innen, Produzent*innen und Musiker*innen. In Clubs, Bars und auf Veranstaltungen haben sie direkten Kontakt zu den Gästen und Besucher*innen.

DJs (Disc-Jockey) (m./w./d.) üben ihre Tätigkeit häufig auf freiberuflicher/künstlerischer Basis aus, teilweise auch neben einer beliebigen anderen Hauptbeschäftigung (nebenberuflich).

  • Clubs, Tanzlokale, Radiosender
  • häufig selbstständig/freiberuflich als Künstler*in
  • teilweise auch nebenberuflich

Beat

Als Beat (engl. Taktschlag) wird der Rhythmus eines Musikstücks oder Songs bezeichnet. Neben Schlagzeuger*innen und Percussionst*innen können auch DJs (m./w./d.) oder Musikprodukzent*innen Beats aus Samples oder digital erzeugen.

Break

Der Break (engl. für Pause, Bruch, Lücke, Wechsel) bezeichnet ein Element in der Musik (v. a. im Hip Hop, dem Jazz, der elektronischen Musik und der Popmusik) das einen Bruch oder Wechsel in der Melodie, der Harmonie oder dem Rhythmus herbeiführt. Ein Break kann auch ein Zwischensolo sein, wird aber ganz unterschiedlich umgesetzt, wichtig ist das Element des Wechsels, der Pause bzw. der kurzen Lücke im Song oder im Takt. Meistens ist mit Break im Hip Hop, im Jazz und der elektronischen Musik ein Rhythmus gemeint der innerhalb eines oder mehrere Takte wechselt, durch einen abweichenden Anschlag hervorsticht, etc. Dort werden Breaks auch aneinandergereiht und dann als Beats bzw. Breakbeats bezeichnet.

DJ Controller

Ein DJ Controller ist ein Steuerelement zur leichteren Interaktion mit Musikprogrammen, die zum mixen, samplen und zusammenstellen von Musik verwendet werden.

Gage

Als Gage bezeichnet man das Honorar das Künstler*innen, Musiker*innen, Fotomodels, Schauspieler*innen, DJs, etc. für ihre künstlerische Leistung erhalten. Eine Gage wird im Vorfeld vertraglich festgelegt und nach dem Auftritt, Konzert, Schauspiel, etc. ausbezahlt.

Sample

(engl. für Stichprobe, Ausschnitt, Muster, Warenprobe) bezeichnet:

  • in der Meinungsforschung und Statistik: eine Personengruppe die eine bestimmte Gesellschaftsgruppe präsentiert (Stichprobe)
  • in der Wirtschaft: ein Muster, eine Probe eines Produktes
  • in der Musik: einen Tonausschnitt eines Liedes der wiederum in ein neues integriert wird. Sampling ist das Zusammenstellen von Musik mit Teilen (Samples) von anderer Musik und hat seinen Ursprung im Hip Hop, wo es heute noch am meisten vorkommt. Es ist aber mittlerweile überall in der Popmusik verbreitet.