Drehbuchautor*innen schreiben Drehbücher für Spielfilme oder Dokumentarfilme, aber auch für filmische Kurzreportagen. Sie arbeiten zunächst eine kurze Zusammenfassung der Geschichte mit Dialogproben aus (Treatment) und darauf aufbauend das Drehbuch, in dem sie Bild für Bild möglichst genau beschreiben. Ist das Drehbuch fertig, wird das Treatment an eine Filmproduktionsfirma geschickt. Wenn diese das Treatment annimmt, wird sofort die letzte Version des Drehbuchmanuskripts nachgereicht und ein Vertrag zwischen Drehbuchautor/in und der Produktionsfirma geschlossen.
Drehbuchautor*innen arbeiten meist freiberuflich (selbstständig). Sie haben, je nach Art des Drehbuches, Kontakte zu unterschiedlichen Fachkräften des Filmbereiches, vor allem zu den Produzent*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Es gibt keinen geregelten Ausbildungsweg für Drehbuchautoren/-autorinnen. An der Universität für angewandte Kunst wird das Studium „Buch und Dramaturgie“ angeboten. Viele Drehbuchautor*innen sind jedoch Autodidakt*innen, d. h. sie eigenen sich die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse durch Selbststudium und das eigene Tun an. Berufserfahrung als Journalist*in, Redakteur*in oder als Schriftsteller*in, aber auch als Regisseur*in sind von Vorteil.
Weitere Informationen erhält man beim:
Drehbuchforum Wien
Filmhaus am Spittelberg
Stiftgasse 6
1070 Wien
Tel.: 01/526 85 03-500
Das Drehbuchforum ist gleichzeitig die Berufsvertretung für österreichische Drehbuchautor*innen und bietet Seminare, Vorträge und Symposien für Anfänger*innen und Fortgeschrittene an.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
Metternichgasse 12/Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 711 55 -2902
Fax: +43 (0)1 711 55 -2999
email: filmakademie@mdw.ac.at
Internet: https://www.filmakademie.wien
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
Metternichgasse 12/Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 711 55 -2902
Fax: +43 (0)1 711 55 -2999
email: filmakademie@mdw.ac.at
Internet: https://www.filmakademie.wien
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes ,facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
Metternichgasse 12/Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 711 55 -2902
Fax: +43 (0)1 711 55 -2999
email: filmakademie@mdw.ac.at
Internet: https://www.filmakademie.wien
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Berufsfelder: Journalismus (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia), Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Markt- und Meinungsforschung sowie im Bereich der Medien- und Kommunikationsforschung.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Arts (MA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Berufsfelder: Journalismus (Presse, Hörfunk, Fernsehen, Multimedia), Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Markt- und Meinungsforschung sowie im Bereich der Medien- und Kommunikationsforschung.
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Arts (BA)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.dieangewandte.at/sprachkunst
Universität für Angewandte Kunst Wien
Oskar Kokoschka-Platz 2
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 711 33 -0
Fax: +43 (0)1 / 711 33 -2089
email: info@uni-ak.ac.at
Internet: https://www.dieangewandte.at/
Berufliche Selbstständigkeit ist für Drehbuchautorinnen möglich, indem sie ihre Tätigkeit freiberuflich als Schriftsteller*in bzw. Künstler*in ausüben:
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Drehbücher, auch Skripts genannt, sind die Grundlage für Filmprojekte. Sie sind eine textliche, aber möglichst bildhafte Beschreibung des künftigen Filmes. In der Regel bearbeiten Drehbuchautor*innen eine Filmidee und treten damit an einen Produzenten heran. Erfolgreiche Drehbuchautor*innen erhalten von einer Fernsehanstalt oder Filmgesellschaft auch regelmäßig Aufträge, ein bestimmten Themen zu bearbeiten. Dadurch ist einerseits das Einkommen stärker abgesichert, andererseits kann die eigene Kreativität etwas eingeschränkt sein, weil die Produzenten im Regelfall mitreden wollen.
Drehbuchautor*innen verfassen zunächst einen kurzen Überblick über den Inhalt (Exposé), anschließend erstellen sie das Treatment, eine nach Szenen gegliederte Prosaerzählung der Geschichte mit Dialogproben. Das eigentliche Drehbuch stellt das möglichst detaillierte Endprodukt dieses Prozesses dar. Es enthält den dramaturgischen Aufbau, die Szeneneinteilung, die Dialoge und Angaben über Ort und Zeit des Filmgeschehens. Diese Beschreibung sollte möglichst Bild für Bild eine genaue Vorstellung des Geschehens vermitteln. Im Drehbuch werden z. B. auch sogenannte „Plot Points“ festgelegt, das sind Szenen, in denen die Handlung eine unerwartete Wendung nimmt.
Wird das Drehbuch von einer Filmproduktion angenommen, werden in Abstimmung und auf Wunsch des Produzenten/der Produzentin bzw. des/der Regisseur*in weitere Veränderungen am script vorgenommen.
Von Autorenfilmen spricht man, wenn die Filmregisseur*innen selbst das Drehbuch schreiben.
Neben der kreativen Tätigkeit des Drehbuchschreibens müssen Drehbuchautor*innen aber auch organisatorische und administrative Arbeiten erledigen. Sie legen ihre Treatments und Drehbücher Filmproduzent*innen vor, versuchen diese für ihre Idee zu gewinnen und verhandeln über die Rechte. Sie kennen sich mit Vertragsformulierungen aus, wissen gut über branchenübliche Preise Bescheid und wissen, wie sie das Urheberrecht an ihrem geistiges Eigentum schützen.
Drehbuchautor*innen arbeiten nach eigenen Ideen oder verwenden Literaturvorlagen, die sie zu Drehbüchern umarbeiten. Für ihre Arbeit verwenden sie Computer und Textverarbeitungsprogramme, Kopierer, Telefon und E-Mail. Sie recherchieren im Internet und für Ideenskizzen verwenden sie auch einfach Notizblöcke und Stifte.
Drehbuchautor*innen arbeiten in eigenen Büros, in den Räumen von Filmstudios und Fernsehanstalten und manchmal auch direkt am Drehort (Set). Wurde ein Drehbuch angenommen, d. h. wird ein Drehbuch verfilmt, arbeiten Drehbuchautor*innen eng mit den Filmproduzent*innen zusammen. In großen Produktions- und Filmfirmen arbeiten Drehbuchautor*innen im Team. Um Schwachstellen des Drehbuches oder die Marktfähigkeit eines Filmstoffes zu prüfen, werden sogenannte Script-Doctors herangezogen. Diese analysieren gemeinsam mit den Drehbuchautor*innen, den Regisseur*innen und Produzent*innen die Problemstellen des Drehbuches.
Drehbuchautor*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche für Dramatiker*innen:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Autograph | 1. von einer bekannten Persönlichkeit, z. B. Schriftsteller*in, Autor*in, stammendes, handgeschriebenes oder maschingeschriebenes Manuskript in der ersten Fassung (Urfassung). 2. Begriff, gebräuchlich in der Frühzeit des Buchdrucks: der in Gegenwart des Verfassers bzw. der Verfasserin hergestellte erste Druck eines Buches. |
Dramaturgie | 1) Lehre vom Aufbau, den Gestaltungsprinzipien und der inneren Struktur der literarischen Gattungsform Drama. 2) Bearbeitung und Gestaltung von Filmen und Fernsehsendungen, Hörspielen, Tanz- oder Performancestücken. |
Exposé | Konzeptpapier, Entwurf, Plan, Handlungsskizze (besonders für ein Filmdrehbuch) |
Pitch | Abstract, Kurzdarstellung: ein Thema zu pitchen bedeutet, es in wenigen Sätzen so zu präsentieren, dass es Interesse erweckt. Das ist für Drehbuchautor*innen besonders wichtig bei ihrer Drehbuchpräsentation. |
Storyboard | Das Storyboard ist die zeichnerische Version bzw. Darstellung eines Film- oder Video-Drehbuchs oder Teilen daraus. |
Treatment | Die Vorstufe eines Drehbuchs. Die erste schriftliche Fixierung des Handlungsablaufs, der Schauplätze und der Charaktere der Personen eines Films. |