Deponiewart*innen arbeiten in privaten und öffentlichen Müll-Deponieanlagen und Abfall-Entsorgungsbetrieben. Sie kontrollieren den Eingang und die Ablagerung der Abfälle, die von Müllwägen angeliefert werden. Sie wiegen und registrieren die eintreffenden Lastwägen, untersuchen die Abfälle und stellen sicher, dass keine giftigen Sondermüllprodukte (die gesondert entsorgt werden müssen) auf die Mülldeponie gelangen. Im Labor prüfen sie regelmäßig das Sickerwasser des Bodens auf eventuelle Giftstoffe. Sie führen Betriebsbücher und Protokolle und arbeiten mit Berufskolleg*innen, Entsorgungsfachkräften (vergleiche Entsorgungs- und Recyclingfachkraft (Lehrberuf)), Müllaufleger*innen und Hilfskräften zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Seit Jänner 1997 gibt es eine Deponieverordnung, die die gesetzlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Deponie und für die Ausbildung der an einer Deponie arbeitenden Personen regelt.
Das Deponiepersonal wird betriebsintern ausgebildet. Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV) und die Technische Universität Wien, Institut für Wassergüte und Abfallwirtschaft, bieten Ausbildungskurse für das Personal von Abfallbehandlungsanlagen und Kurse für die Deponie-Eingangskontrolle an.
Außerdem besteht mit den Lehrberufen °Entsorgungs- und Recyclingfachkraft (Lehrberuf)# und °Abwassertechnik (Lehrberuf)# die Möglichkeit einer Lehrausbildung im Bereich der Abfall-/Recycling- und Abwasserwirtschaft.
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt für chemische Industrie Wien
Rosensteingasse 79
1170 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 48 614 80
Fax: +43 (0)1 / 48 903 59
email: office@hblva17.ac.at
Internet: https://www.hblva17.ac.at
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure:
Kolleg für Berufstätige für Chemieingenieure:
Kolleg für Chemieingenieure:
Fachschule für Chemie mit Betriebspraxis – Umweltanalytik
Fachschule für Chemische Technologie – Biochemie und Biotechnologie
Art: Schulausbildung
Dauer: 5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Dornbirn
Höchsterstraße 73
6851 Dornbirn
Tel.: +43 (0)5572 / 38 83 -0
email: htl.dornbirn@cnv.at
Internet: https://www.htldornbirn.at
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure:
Fachschule für Informationstechnik mit Betriebspraktikum
Fachschule für Chemie mit Betriebspraktikum
Höhere Lehranstalt für Mode – Schulautonome Vertiefung Modedesign und Grafik
Art: Bachelorstudium
Dauer: 7 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Reifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
Abschluss:
Bachelor of Science (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studien
Info:
Lehrinhalte: Im Bachelorstudium Recyclingtechnik erwerben Studierende das Grundlagenwissen für ein technisches Studium und beschäftigen sich mit Fragestellungen der Abfallwirtschaft, der Verfahrenstechnik, des Metall- und Kunststoffrecyclings und den Grundlagen der Werkstofftechnik. Daneben spielen die ökonomischen und rechtlichen Gesichtspunkte eine wesentliche Rolle.
Berufsfelder: Dank der vernetzten und fächerübergreifenden Ausbildung eröffnen sich für Recyclingtechnikerinnen und Recyclingtechnikern ausgezeichnete Berufchancen in Bereichen wie z. B. Entsorgungs- und Sammellogistik, Recycling in der metall- sowie kunststofferzeugenden und -verarbeitenden Industrie, Beratungs- und Dienstleistungen in der Recyclingtechnik.
Weitere Infos: https://www.unileoben.ac.at/studium/bachelor/prozesse/recyclingtechnik/
Montanuniversität Leoben
Franz Josef-Straße 18
8700 Leoben
Tel.: +43 (0)3842 / 402-0
Fax: +43 (0)3842 / 402-7702
email: office@unileoben.ac.at
Internet: https://www.unileoben.ac.at/
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Diplomingenieur/in (Dipl.-Ing., DI)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Info:
Wichtige Studienbereiche:
Tätigkeitsfelder:
Als Leobener Recyclingtechniker*in erwerben die Studierenden umfassende technische, ökonomische und rechtliche Kenntnisse, um die komplexen Recyclingaufgaben der Zukunft zu lösen. Die vernetzte und fächerübergreifende Ausbildung eröffnet eine vielversprechende und abwechslungsreiche Karriere: Egal ob im innovativen Produktdesign, in der Metallindustrie, bei der Entwicklung von revolutionären Recyclingkonzepten oder als Führungspersönlichkeit – dir stehen alle Wege offen. Die Absolvent*innen bekämpfen mit ihrer Tätigkeit die Folgen der Wegwerfgesellschaft und fördern aktiv die Zero-Waste-Idee. (Quelle: Montanuniversität Leoben)
Weitere Infos: https://www.unileoben.ac.at/studium/master/prozesse/recyclingtechnik/
Montanuniversität Leoben
Franz Josef-Straße 18
8700 Leoben
Tel.: +43 (0)3842 / 402-0
Fax: +43 (0)3842 / 402-7702
email: office@unileoben.ac.at
Internet: https://www.unileoben.ac.at/
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist unter anderem gegeben durch:
a) freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe
b) reglementierte Gewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
c) Rechtskraftgewerbe:
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders / der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Mit den alternativen Berufen wollen wir dir helfen, Berufe zu finden, die für dich sonst noch interessant sein könnten.
In dieser Liste findest du Berufe, die zum Beispiel eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Tätigkeiten haben, in denen du mit ähnlichen Materialien oder in einer ähnlichen Arbeitsumgebung arbeitest. Die Gemeinsamkeit kann auch in den Interessen und Fähigkeiten liegen, die in den Berufen gefragt sind oder es gibt gemeinsame Schul- oder Berufsschulstandorte.
BITTE BEACHTE: Bei manche Berufe ist auf den ersten Blick nicht immer klar, worin die Ähnlichkeit liegt. Es gibt aber trotzdem Überschneidungen und es kann spannend sein, diese herauszufinden, um auf neue Ideen zu kommen.
Abfallentsorgung | Die Abfallentsorgung umfasst die Beseitigung, Ablagerung oder Verwertung von Abfällen sowie die dafür erforderlichen Maßnahmen des Einsammelns, Abtransportierens und Beförderns zu Mülldeponien und Sammelstellen. |
Altlasten | Ein Begriff aus dem technischen Umweltschutz. Gemeint sind damit Belastungen der Umwelt, vor allem des Bodens und des Wassers, die durch Stoffe (Abfälle und sonstige umweltgefährdende Stoffe) im Bereich von Altablagerungen und Altstandorten aufgetreten sind. |
Endlagerung | Die langfristige, sichere Verwahrung von radioaktiven Abfällen aus Forschung, Medizin, Industrie und Kernkraftwerken. Wegen seiner Gefährlichkeit muss der Atommüll so gelagert werden, dass er nicht mit der übrigen Umwelt in Berührung kommt. |
Entsorgung | Die Abfallentsorgung umfasst die Verwertung und die Beseitigung von Abfällen. Dazu gehören auch alle erforderlichen Maßnahmen des Einsammelns, Beförderns und Lagerns sowie die Schadstoffminimierung. |
Klärgas | Ein Gemisch, hauptsächlich aus Methan und Kohlendioxid, das sich im Faulraum der Kläranlage unter dem Einfluss der Gärung des Klärschlamms entwickelt. |
Klärschlammkompostierung | Eine biologische Methode zur Behandlung von Klärschlämmen. Die Verrottung (aerobe Zersetzung fester organischer Stoffe) kann in Behältern (sogenannte Bioreaktoren) bei Temperaturen von etwa 650 Celsius ablaufen. Neben einer Belüftung ist die Beimengung organischen Kohlenstoffes erforderlich. Der auf diese Weise entstandene Kompost ist hygienisch einwandfrei. |
Klärschlammverbrennung | Ein Verfahren zur Beseitigung von Klärschlämmen. Die Klärschlammverbrennung kann bei Klärschlämmen angewendet werden, die nicht verwertet werden. Dabei werden schädliche organische Inhaltsstoffe zerstört und die zu entsorgende Menge reduziert. Zur Verbesserung der Energiebilanz der Klärschlammverbrennung wird der Klärschlamm zuvor weitestgehend mechanisch entwässert. |
Klärschlammvererdung | Ein Verfahren der Klärschlammentwässerung. Der aus der Kläranlage stammende, stabilisierte Klärschlamm wird in flache Mulden eingeleitet und dort getrocknet (Trockenverfahren). Durch Bepflanzung der Mulden mit Sumpfpflanzen (z. B. Schilf) lässt sich eine weitergehende Schlammstabilisierung erzielen, die unter Umständen eine Verwertung des kompostartigen Endproduktes z. B. als Dünger erlauben. |
Recycling | Recycling bedeutet Gewinnung von Rohstoffen aus Abfällen und ihre Verarbeitung zu neuen Produkten (stoffliche Verwertung). Zum Recycling eignen sind unter anderem Glas, Papier, Pappe, Eisen, Aluminium und andere Metalle und Kunststoffe. Voraussetzung für die stoffliche Wiederverwertung ist eine möglichst sortenreine Sammlung der Altstoffe oder ihre leichte Abtrennung (Sortierung) aus dem Gesamtabfall. |
Sammelstelle | Zwischenlager, in dem regional Abfälle angenommen und zu größeren bedarfsgerechten Transporten zur Entsorgungsanlage zusammengestellt werden. |
Tenside | Tenside verstärken die Netzwirkung des Wassers, in dem sie die Oberflächenspannung verändern damit die Ablösung von Schmutz, z. B. auf textilen Oberflächen, erleichtern. In Kläranlagen und Gewässern können sie jedoch nur schwer abgebaut werden. Die durch Tenside ausgelöste Schaumbildung in Gewässern setzt den Sauerstoffgehalt herab, Fische können daran sterben. |