Exportkaufmann / Exportkauffrau

Exportkaufleute arbeiten in international tätigen Handels- und Produktionsbetriebe. Sie sind mit dem Verkauf (Export) von heimischen Produkten und Dienstleistungen auf ausländischen Märkten befasst.

Exportkaufleute betreuen die Geschäftskund*innen im Ausland, erschließen neue Märkte und Absatzmöglichkeiten. Sie beraten und informieren über die zu exportierenden Produkte und Dienstleistungen und erarbeiten Liefer- und Zahlungsbedingungen. Sie kennen die zollrechtlichen Bestimmungen von Exportgeschäften, stellen Frachtpapiere aus und beauftragen die Lieferung bzw. den Transport der Waren.
Exportkaufleute arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und haben Kontakt zu Mitarbeiter*innen von Speditionen und Zollbehörden.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gute Deutschkenntnisse
  • gute rhetorische Fähigkeit
  • kaufmännisches Verständnis
  • Präsentationsfähigkeit
  • Zahlenverständnis und Rechnen

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Verhandlungsgeschick
  • Verkaufstalent

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)
  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • unternehmerisches Denken

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:

a) Freies Gewerbe:

  • Handelsgewerbe
  • Handelsagenten

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

b) reglementierte Gewerbe:

  • Unternehmensberatung einschließlich der Unternehmensorganisation, BGBl. II Nr. 94/2003,
  • Spediteure einschließlich der Transportagenten, BGBl. II Nr. 83/2003

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe

Allgemeine Hinweise:

Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.

Weitere Informationen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Akkreditiv

Eine Handelsklausel. Der Auftrag an eine Bank, einem Dritten innerhalb einer bestimmten Frist einen bestimmten Betrag auszuzahlen.

akquirieren

allgemein: erwerben, anschaffen
im kaufmännischen Bereich: neue Kund*innen anwerben, Aufträge einholen

Budget

Ein Budget ist eine in Zahlen (Geld) bewertete Aufstellung der geplanten Ausgaben und Einnahmen eines Unternehmens, einer Organisation oder auch einer öffentlichen Einrichtung.

Business-to-Business

Begriff aus dem E-Business (Electronic Business) für den Handel zwischen gewerblichen Anbieter*innen, im Gegensatz zu Business-to-Consumer (Verkauf an die Endverbraucher*innen).

Debitoren

Debitor (lateinisch „ Schuldner'“, von debere, „schulden“; englisch debtor) bedeutet Schuldner*in von Geld oder Ware. Betriebswirtschaftlicher Fachbegriff für Kund*innen, die Waren, Produkte oder Dienstleistungen auf Kredit bezogen haben. Im Bankwesen Bezeichnung für Kreditnehmer*innen.

E-Business

Unter E-Business oder E-Commerce versteht man alle Formen von elektronischen Geschäftsprozessen (z. B. Bestellung via Internet).

EAN

Europäische Artikel-Nummer. Diese befindet sich auf der Rückseite von Produktverpackungen und besteht meist aus einem Strichcode und einer Nummer. Die aufgedruckten schwarzen Striche werden an der Einkaufskasse mit einem Scanner gelesen, der die Daten an die Computerkasse weiterleitet. Dadurch erscheint am Display der Preis des jeweiligen Produkts.

Hedging

Der Begriff Hedging beschreibt ein Geschäft zur Absicherung gegen Risiken wie z. B. Wechselkursschwankungen durch den Kauf bzw. Verkauf bestimmter Finanzprodukte (z. B. Futures), die geeignet sind, von derselben Kursentwicklung zu profitieren. Besonders Wechselkursrisiken werden durch Hedging abgesichert, etwa von exportierenden Unternehmen. Auch die Preise wichtiger Rohstoffe werden von Unternehmen oft auf diese Weise abgesichert.

Incoterms

Incoterms sind internationale Regeln für die Auslegung von handelsüblichen Vertragsformen. Sie sollen vor allem die Art und Weise der Lieferung von Gütern regeln (z. B. die Verteilung der Zoll- oder Transportkosten auf Käufer und Verkäufer).

Label

Engl. für Marke bzw. Markenprodukte.

NAFTA

Abk. für North American Free Trade Agreement. Freihandelszone zwischen Kanada, Mexiko und den USA.