Fassader*innen stellen an Gebäuden die Außenseiten (Fassaden) her und renovieren sie. Dabei verkleiden sie die Bauwerke mit Verputzen und Fassadenelementen. Diese haben neben der Verschönerung auch praktischen Nutzen: sie schützen vor Wärme, Kälte, Schall, Feuer und Witterungen. Zunächst richten die Fassader*innen die Baustelle ein und sichern sie ab, danach bauen sie die Arbeitsgerüste auf. Sie arbeiten mit unterschiedlichen Materialien wie Holz, Zement, Gips, Naturstein, Keramik, Glas, Kunststoff etc. und hantieren mit Werkzeugen wie Bohrmaschinen, Fassadenmessern, Kellen und Schablonen.
Fassader*innen arbeiten unter der Anweisung von Vorarbeiter*innen, Polier*innen und Bauleiter*innen nach vorgegebenen Plänen mit anderen Fach- und Hilfskräften zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zur/zum Fassader*in ist in der dreijährigen Lehrausbildung zum/zur Hochbauer*in/Maurer*in enthalten (siehe °Hochbau (Lehrberuf)#). Die speziellen Fertigkeiten für den Beruf Fassader*in werden in der Regel durch betriebsinterne Schulungen vermittelt.
Art: Schulausbildung
Dauer: 3,5 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Villach
Tschinowitscher Weg 5
9500 Villach
Tel.: +43 (0)4242 370 61
email: office@htl-vil.ac.at
Internet: https://www.htl-villach.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik – Ausbildungsschwerpunkt Hochbau
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Raum- und Objektgestaltung
Kolleg für Innenarchitektur und Holztechnik
Fachschule für Tischlerei
Höhere Lehranstalt für Informatik
Fachschule für Informationstechnik (mit Betriebspraktikum)
Aufbaulehrgang für Informatik
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Cyber Security
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Ausbildungsschwerpunkt Medientechnik
Bauhandwerkerschule für Maurer
Bauhandwerkerschule für Zimmerer
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Mödling
Technikerstraße 1-5
2340 Mödling
Tel.: +43 (0)2236 / 408 -0
Fax: +43 (0)2236 / 408 -2250
email: office@htl.moedling.at
Internet: https://htl.moedling.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Wirtschaftsingenieure – Ausbildungsschwerpunkt Industrial Engineering and Management
Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:
Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie:
Höhere Lehranstalt für Mechatronik
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie – Medientechnik
Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik – Erneuerbare Energien und Robotik
Fachschule für Maschinenbau
Fachschule für Bautechnik
Fachschule für Tischlerei
Fachschule für Holztechnik
Fachschule für Mechatronik
Fachschule für Elektronik und Technische Informatik
Fachschule für Elektrotechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Gebäudetechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Green Building und Umweltingenieurwesen
Kolleg/Aufbaulehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Informatik – Systemtechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Holztechnik
Vorbereitungslehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik
Vorbereitungslehrgang für Elektronik und Technische Informatik
Hinweis: Über schulautonome Vertiefungen informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Schule.
Höhere Technische Bundeslehranstalt Krems
Alauntalstraße 29
3500 Krems
Tel.: +43 (0)2732 / 831 90 -0
email: office@htlkrems.at
Internet: https://www.htlkrems.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Informationstechnologie
Höhere Lehranstalt für Biomedizin und Gesundheitstechnik – Ausbildungsschwerpunkt Medizininformatik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Ausbildungsschwerpunkt Sanierungstechnik
Fachschule für Bautechnik mit Betriebspraktikum
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Graz – Ortweinschule
Körösistraße 157
8010 Graz
Tel.: +43 (0)5 0248 019
Fax: +43 (0)5 0248 019 -999
email: dion@ortweinschule.at
Internet: https://www.ortweinschule.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikations-Design
Höhere Lehranstalt für Medien:
Höhere Lehranstalt für Innenarchitektur und Holztechnologie – Raum- und Objektgestaltung
Höhere Lehranstalt für Kunst und Design:
Kolleg für Kunst und Design für Berufstätige:
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Meisterschule für Kunst und Gestaltung:
Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Höhere Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt – Camillo Sitte Bautechnikum
Leberstraße 4c
1030 Wien
Tel.: +43 (0)1 799 26 31
email: direktion@bautechnikum.at
Internet: https://www.bautechnikum.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik:
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik:
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Fachschule für Bautechnik mit Betriebspraktikum
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Art: Schulausbildung
Dauer: 4 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen: kommend aus:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info: Das 4. Ausbildungsjahr ist als Praxis-Ausbildung als Kombination zwischen Betriebspraktikum und Unterricht gestaltet und soll den Übergang in die Berufstätigkeit erleichtern.
Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/technische-gewerbliche-und-kunstgewerbliche-schulen
Höhere Technische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt Pinkafeld
Meierhofplatz 1
7423 Pinkafeld
Tel.: +43 (0)3357 / 424 91 -0
Fax: +43 (0)3357 / 424 91 -115
email: office@htlpinkafeld.at
Internet: https://www.htlpinkafeld.at/
Schwerpunkte:
Fachschule für Bautechnik/Hochbau mit Betriebspraxis
Fachschule für Maschinenbau – Anlagentechnik – Schwerpunkt Anlagen- und Gebäudetechnik
Höhere Lehranstalt für Bautechnik:
Höhere Lehranstalt für Informatik:
Höherer Lehranstalt für Informationstechnologie
Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik
Höhere Lehranstalt für Elektronik und technische Informatik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Ausbildungszweig Hochbau/Stahlbau
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Gebäudetechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Informatik
Höhere Technische Bundeslehranstalt 1 für Bau und Design
Goethestraße 17
4020 Linz
Tel.: +43 (0)732 / 662 602 -0
Fax: +43 (0)732 / 662 602 -11
email: office@htl1.at
Internet: https://www.htl1.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für:
Höhere Lehranstalt für Grafik- und Kommunikationsdesign
Höhere Lehranstalt für Medien – Multimedia
Vorbereitungslehrgang für Berufstätige für Bautechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik – Hochbau
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Bautechnik – Tiefbau
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Umwelt
Kolleg/Aufbaulehrgang für Bautechnik – Architektur
Kolleg/Aufbaulehrgang Grafik- und Kommunikationsdesign
Kolleg/Aufbaulehrgang für Berufstätige für Innenarchitektur und Holztechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Innenarchitektur und Holztechnik
Bauhandwerkerschule für Maurer*innen
Bauhandwerkerschule für Zimmerei
Fachschule für Bautechnik (mit Betriebspraktikum)
Meister*innenschule für Kommunikationsdesign
Externistenprüfungskommission für die Berufsreifeprüfung
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Diplomprüfung
Berechtigungen:
Info:
Dieser 5-jährige, österreichweit einzigartigen HTL-Zweig bieten den Schüler*innen eine fundierte Hochbau-Ausbildung mit anschließender Vertiefung im Bereich der Gebäudefassaden und des digitalen Baumanagements (BIM). Die Schüler*innen lernen die unterschiedlichen technischen Anforderungen im Leicht- und Massivbau kennen und Fassadenlösungen in Hinblick auf Gestaltung, Statik, Bauphysik und Wartung perfekt in die Architektur zu integrieren. In praxisnahen Konstruktionsübungen werde sie an die Detailplanung verschiedenster Fassadensysteme und -materialien herangeführt und lernen, wie sie über CAD professionelle 3D-Renderings und technische Werkpläne erstellen. Neben der Theorie und Praxis des Bauens wird Dir das „Building-Information-Management“ vermittelt. (Quelle: HTL Kramsach)
Weitere Infos: https://www.htl-kramsach.ac.at
Höhere Technische Lehranstalt für Glas und Chemie
Mariatal 2
6233 Kramsach
Tel.: +43 (0)5337 / 626 23 -0
email: direktion@htl-kramsach.ac.at
Internet: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure – Chemische Betriebstechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Objektdesign und Produktion
Kolleg/Aufbaulehrgang für Fassadentechnik
Fachschule für Glastechnik und Glasgestaltung:
Dauer: 4 Semster (5 Semester inkl. Vorbereitungslehrgang)
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Reife- und Diplomprüfung (Matura)
Berechtigungen:
Info:
Dieser 5-jährige, österreichweit einzigartigen HTL-Zweig bieten den Schüler*innen eine fundierte Hochbau-Ausbildung mit anschließender Vertiefung im Bereich der Gebäudefassaden und des digitalen Baumanagements (BIM). Die Schüler*innen lernen die unterschiedlichen technischen Anforderungen im Leicht- und Massivbau kennen und Fassadenlösungen in Hinblick auf Gestaltung, Statik, Bauphysik und Wartung perfekt in die Architektur zu integrieren. In praxisnahen Konstruktionsübungen werde sie an die Detailplanung verschiedenster Fassadensysteme und -materialien herangeführt und lernen, wie sie über CAD professionelle 3D-Renderings und technische Werkpläne erstellen. Neben der Theorie und Praxis des Bauens wird Dir das „Building-Information-Management“ vermittelt. (Quelle: HTL Kramsach)
Weitere Infos: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Höhere Technische Lehranstalt für Glas und Chemie
Mariatal 2
6233 Kramsach
Tel.: +43 (0)5337 / 626 23 -0
email: direktion@htl-kramsach.ac.at
Internet: https://www.htl-kramsach.ac.at/
Schwerpunkte:
Höhere Lehranstalt für Chemieingenieure – Chemische Betriebstechnik
Kolleg/Aufbaulehrgang für Objektdesign und Produktion
Kolleg/Aufbaulehrgang für Fassadentechnik
Fachschule für Glastechnik und Glasgestaltung:
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:
a) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
b) Rechtskraftgewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders/der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Die Arbeit von Fassader*innen beginnt mit der Durchsicht von Detailzeichnungen und Pläne für die Fassadenarbeiten und Übertragung der Maße aus den Plänen auf das Bauwerk. Sie sorgen dafür, dass auf der Baustelle die notwendigen Maschinen und Geräte zur Verfügung stehen und alle Materialien angeliefert wurden. Die Arbeit an der Fassade beginnt mit dem Bau einer Unterkonstruktion, die im Rohbau verankert wird. Fassader*innen markieren am Rohbau die Punkte für Bohrungen zur Verankerung der Unterkonstruktion, bohren die Löcher mit Bohrmaschinen und befestigen Dübel. Die Unterkonstruktion besteht aus Aluminium- oder Stahlverstrebungen oder aus anderen Materialien wie z. B. Kunststoff oder Holz.
Damit die vorgefertigten Fassadenelemente genau eingepasst werden können, muss die Unterkonstruktion millimetergenau gearbeitet sein. Die Fassadenelemente werden anschließend an der Unterkonstruktion befestigt. Fassader*innen bringen zunächst Wärmedämmungen an und bauen Verankerungs- und Verbindungselemente ein. Anschließend befestigen sie die Fassadenplatten und montieren Blitzschutzeinrichtungen und Einbauteile (z. B. Beleuchtungen, Schilder). Sie kontrollieren die Ausführungen mit Lot, Wasserwaagen oder Nivelliergeräten.
Beim Herstellen von Verputzen schlagen die Fassader*innen die lockeren Putzteile ab, kratzen Fugen aus, spritzen Wasser, Kalkzement oder Zementmörtel darauf und tragen in waag- und senkrechten Abständen den Grobmörtel auf. Danach wird mit einer Kelle oder Putzmaschine der Grobputz aufgetragen und gleichgerieben. Nach dem Erhärten wird der Feinputz in ein oder zwei Lagen aufgetragen und die Oberfläche nach kurzem Abtrocknen verrieben. Beim Verputzen von Gesimsen und Fensterumrahmungen werden spezielle Schablonen oder Fassadenmesser verwendet.
Zu den abschließenden Arbeiten gehört das Prüfen und Dokumentieren der Arbeitsergebnisse und die Endabrechnung der Kosten.
Fassader*innen arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Werkstoffen wie Holz, Zement, Gips, Naturstein, Keramik, Glas oder Kunststoff. Fassadenelemente können außerdem aus Stahl, Aluminium und anderen Metallen bestehen. Sie arbeiten auf Gerüsten und hantieren dabei mit Werkzeugen wie Bohrmaschinen, Fassadenmessern, Kellen, Lot, Wasserwagen und Schablonen. Sie bringen Wärmedämmungen, Blitzschutz, Schilder und Beleuchtungen an.
Fassader*innen lesen Bau- und Konstruktionspläne und tragen Schutzhelme, Handschuhe und festes Schuhwerk.
Fassader*innen arbeiten im Freien und auf Gerüsten. Sie arbeiten mit Berufskolleginnen und -kollegen und Vorgesetzten sowie mit anderen Fach- und Hilfskräften im Bereich Bauwesen zusammen, siehe z. B. Gerüster*in, Maurer*in/Hochbauer*in (siehe Hochbau (Lehrberuf)), Maler*in und Beschichtungstechniker*in – Funktionsbeschichtungen (Lehrberuf), Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechnik (Lehrberuf).
Fassader*innen arbeiten im Freien bei fast jedem Wetter; sie sind dabei Hitze, Kälte, Nässe sowie auch Staub und Lärm ausgesetzt. Da die Arbeit oft in größeren Höhen erfolgt, sind körperliche Fitness, Trittsicherheit und absolute Schwindelfreiheit ein Muss.
Der Beruf Fassader*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Fassader*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, Methodenkompetenzen und soziale Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Der Baubereich generell ist saisonalen und konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt. Weiterbildung kann nicht nur das Einkommen verbessern, sondern auch vor (Saison-)Arbeitslosigkeit schützen.
Weiterbildungseinrichtungen wie das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und das Berufsförderungsinstitut (BFI) bieten Kurse und Lehrgänge zu vielen relevanten Themen. Die jeweiligen Landesinnungen der Wirtschaftskammer bieten Seminare und Kurse über neue Techniken, Materialien und Produkte. Im Weiterbildungszentrum Baudenkmalpflege – Kartause Mauerbach (NÖ) finden Kurse und Seminare im Bereich Althaussanierung und Denkmalschutz statt. Im Lehrbauhof Ost, (NÖ) werden Kurse über Altstadterhaltung und spezielle Althaustechniken angeboten, die für Fassader*innen interessant sein können.
Viele Betriebe führen außerdem regelmäßig für ihre Mitarbeiter*innen interne Schulungen zu Produkten, Materialien und Verarbeitungsmethoden durch oder bieten Herstellerbetrieben die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem facheinschlägige Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglichen.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Mauermörtel | Zementmischung zum Binden und Verfugen von Ziegel. Es wird unterschieden zwischen Normalmauermörtel, Leichtmauermörtel, Dünnbettmörtel. |
Mauerwerk | Ein Bauteil (z. B. Wand, Bogen, Arkade) aus Ziegeln, Marmor oder Natur- bzw. Kunststein, zusammengefügt mit Mörtelbindung. |
Organische Dämmstoffe | natürliche Dämmmaterialien wie beispielsweise Kork, Sägespäne, Baumwolle oder Zellulose. |
Spritzbeton | Spritzbeton ist Beton aus einem Trocken- oder Nassgemisch, der durch geschlossene Rohr- oder Schlauchleitungen bis zur Einbaustelle transportiert wird, dort wird er auf die vorgesehenen Stellen gespritzt und gleichzeitig verdichtet. |
Transportbeton | Transportbeton ist frischer Beton, der an eine Baustelle angeliefert wird. Transportbeton wird in einem Transportbetonwerk gemischt und mit einem Betonmischfahrzeug (Fahrmischer) zur Baustelle gebracht und in Schalungen gefüllt. |