Flugzeugspengler*in

Flugzeugspengler*innen führen sämtliche Blecharbeiten aus, die bei der Herstellung, Reparatur und Wartung von Flugzeugen, vor allem an deren Karosserieteilen, anfallen. Sie bessern schadhafte Teile, Dellen und Beulen aus oder schweißen, nieten oder löten ganze Bauteile wie z. B. Tragflächen oder Cockpits zusammen. Dabei bearbeiten sie verschiedene Metallbleche (z. B. Eisen-, Aluminium-, Stahl- oder Kupferbleche), häufig aber auch Faserverbundstoffe. Sie setzen verschiedene Maschinen, Werkzeuge und Geräte ein (Blechscheren, Bohr- und Nietmaschinen, Schweiß-, Löt- und Klebegeräte usw.).

Flugzeugspengler*innen arbeiten in Flugzeugbaubetrieben, in Wartungs- und Reparaturhallen von Fluggesellschaften und für Flughafenbetriebsgesellschaften im Team mit verschiedenen Fach- und Assistenzkräften.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Flugwerkteile wie z. B. Blechteile für Karosserie, Tragflächen und Verschalungen durch Schneiden, Walzen, Stanzen, Lochen, Nieten etc. herstellen
  • Flugwerkteile durch Vernieten, Löten, Schweißen einbauen
  • Flugwerkteile reparieren und warten, Materialproben durchführen, Funktionstüchtigkeit prüfen
  • defekte oder verschlissene Teile austauschen
  • Bau- und Steuerelemente (z. B. Sitzgruppen, Türen, Hebevorrichtungen) einbauen und verkabeln
  • (englischsprachige) Baupläne, Konstruktionspläne, Betriebsanleitungen lesen und verwenden
  • internationale Normvorschriften, Sicherheits- und Qualitätsstandards kennen und einhalten
  • technische Dokumentationen, Wartungs- und Serviceprotokolle, Listen und Journale führen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • Beweglichkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • gute Reaktionsfähigkeit

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • handwerkliche Geschicklichkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • technisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Flugzeugspengler*innen sind der Berufssparte Luftzeugwarte zuzuordnen und sind für den Bereich „Flugwerke“ zuständig. Vorausbildungen stellen die Lehrberufe im Bereich Metallverarbeitung sowie die Fachschule für Flugtechnik dar.

Zudem müssen entsprechende innerbetriebliche Kurse absolviert werden.

Information
Austro Control – Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt
Schnirchgasse 11 b
1030 Wien
Tel.: +43 (0)5 170 3 0

Art: Schulausbildung

Dauer: 4 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildende höhere Schule (AHS): positiver Abschluss der achten Schulstufe
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der achten Schulstufe mit Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard AHS“ oder bei Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ mit mindestens Befriedigend in den differenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache).
    Bei Beurteilung mit „Genügend“ Aufnahmeprüfung.
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe

Abschluss:

Abschlussprüfung

Berechtigungen:

  • abgeschlossene Berufsausbildung
  • einschlägige Berechtigungen gemäß Gewerbeordnung

Info: Anmeldung: erfolgt ab dem ersten Tag der Semesterferien, bis spätestens 2. Freitag nach den Semesterferien, unter Vorlage des Originals der Schulnachricht der 4. Klasse

Die Bundesfachschule für Flugtechnik ist eine vierjährige berufsbildende mittlere technische Lehranstalt und befindet sich direkt am Fliegerhorst Leopold Figl – Flugplatz General Pabisch. Etwa 130 Schülerinnen und Schüler werden von ca. 30 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet, die zu einem großen Teil hauptberuflich als Flugzeugtechniker*innen arbeiten. So können sie den Jugendlichen auch viel Know-How zu aktuellen Entwicklungen und praxisbezogenen Themen mitgeben.
Schwerpunkte der Ausbildung sind Wartung, Prüfung und Fertigung von Luftfahrzeugen (Flugzeugmechaniker), von Luftfahrtgeräten sowie von flugtechnischen Bodeneinrichtungen. (Quelle: BFS Flugtechnik)

Weitere Infos: https://bfs-fuer-flugtechnik.jimdosite.com/

Adressen:

Bundesfachschule für Flugtechnik Langenlebarn
Bahnstraße 62/Fliegerhorst Leopold Figl – Flugplatz General Pabisch
3425 Langenlebarn

Tel.: +43 (0)50 2013 229902
email: office@flugtechnik.at
Internet: https://bfs-fuer-flugtechnik.jimdosite.com/

Schwerpunkte:

Fachschule für Flugtechnik – Ausbildungszweig Luftfahrzeug-Mechanik


Art: Schulausbildung

Dauer: 5 Jahre

Form: Vollzeit

Voraussetzungen: kommend aus:

  • Allgemein bildender höhere Schule (AHS): positiver Abschluss 4. oder einer höheren Klasse
  • Mittelschule (MS): erfolgreicher Abschluss der vierten Klasse Mittelschule bei Beurteilung aller leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstände (Deutsch, Mathematik, Fremdsprache) gemäß dem Leistungsniveau „Standard AHS“ oder eine Beurteilung gemäß Leistungsniveau „Standard“ nicht schlechter als „Gut“;
    ansonsten Aufnahmeprüfung in den schlechter beurteilten Gegenständen
  • Polytechnische Schule (PTS): positiver Abschluss auf der 9. Schulstufe
  • erfolgreicher Abschluss der 1. Klasse einer berufsbildenden mittleren Schule

Abschluss:

Reife- und Diplomprüfung

Berechtigungen:

  • berechtigt zur Ausübung facheinschlägiger Gewerbe laut Gewerbeordnung und Ingenieursgesetz
  • Studienberechtigung
  • Anwartschaft auf die Standesbezeichnung Ingenieur/in (Zertifizierungsverfahren einschl. Fachgespräch)

Weitere Infos: https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/

Adressen:

Höhere Technische Bundeslehranstalt Kapfenberg
Viktor-Kaplan-Straße 1
8605 Kapfenberg

Tel.: +43 (0)5 0248 069
email: sekretariat@htl-kapfenberg.at
Internet: https://www.htl-kapfenberg.at/

Schwerpunkte:

Höhere Lehranstalt für Luftfahrt – Aviation Technology

Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik:

  • Vertiefung Fachspezifische Informationstechnik
  • Vertiefung Energie- und Antriebstechnik
  • Vertiefung Industrieelektronik
  • Vertiefung Automatisierung

Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik – Industrielle Informationstechnik

Höhere Lehranstalt für Mechatronik

Höhere Lehranstalt für Kunststoff- und Umwelttechnik

Höhere Lehranstalt für Maschinenbau:

  • Ausbildungsschwerpunkt Automatisierung und Robotik
  • Ausbildungsschwerpunkt Anlagentechnik

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Elektrotechnik

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Wirtschaftsingenieurwesen – Maschinenbau

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau – Automatisierungstechnik (an der HTL Trieben)

Höhere Lehranstalt für Berufstätige für Maschinenbau (an der HTL Zeltweg)

Fachschule für Mechatronik

Fachschule für Maschinenbau – Ausbildungszweig Fertigungstechnik (mit Betriebspraktikum)


Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

Reglementierte Gewerbe/Handwerke:

  • Handwerk der Spengler, BGBl. Nr.II 84/2003 (Novelle Art. 39 BGBl. II Nr. 399/2008),
  • Handwerk der Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer, BGBl. Nr.II 64/2003 (Novelle Art. 27 BGBl. II Nr. 399/2008),
  • Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau, Schlosser, BGBl. II Nr. 79/2003 (Novelle Art. 37 BGBl. II Nr. 399/2008)
  • Metalltechnik für Schmiede und Fahrzeugbau, Schmiede, BGBl. II Nr. 79/2003 (Novelle Art. 37 BGBl. II Nr. 399/2008)

Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind. Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Flugzeugspengler*innen sind für alle Blecharbeiten an Flugzeugen bzw. an deren Bauteilen zuständig. Dabei handelt es sich vor allem um Karosseriebauteile, Tragflächen, Verschalungen und dergleichen. Bei ihren Arbeiten beheben Flugzeugspengler*innen Strukturschäden an Aufbau und Tragflächen, z. B. Risse oder Rollschäden, Vogelschlagschäden oder Schäden durch Ladetätigkeit. Weiters führen sie Umbauten am Flugzeug durch, z. B. in Kabinen und Laderäumen, und halten Piloten- und Kabinensitze, Türen und Verkleidungen instand. Dabei arbeiten sie eng mit Luftfahrzeugtechniker*innen zusammen, welche für das Einbauen und Verkabeln von Bauelementen, Steuerungen, Steuerseilen, Hebevorrichtungen, Hydraulikleitungen usw. zuständig sind.

Flugzeugspengler*innen arbeiten hauptsächlich mit Blechen, die aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen bestehen. An hitzebelasteten Zonen des Flugzeuges (z. B. an den Triebwerken) werden Stahlbleche verwendet, da sich Aluminiumbleche durch zu große Hitzeentwicklung leichter verformen und dadurch die Flugsicherheit nicht mehr gewährleistet wäre. Die Flugzeugspengler*innen stellen die Teile, die sie für die Reparatur benötigen, in der Regel selbst her. Wird z. B. ein Teil der Flugzeugummantelung ausgetauscht, so schneiden sie in der Werkstatt den benötigten Blechteil mit einer Blechschere maßgerecht zu, versehen den Blechteil mit Bohrlöchern, durch die später die Nieten geschlagen oder geschossen werden.

Auf Grund der großen Bedeutung der Leichtbauweise im Flugzeugbau werden Metallteile wie z. B. Träger, Verkleidungsteile immer mehr durch leichte und hochfeste Verbundwerkstoffe (hochfeste Kohlenfaserstoffe) ersetzt. Flugzeugspengler*innen kennen sich deshalb auch mit diesen Werkstoffen bestens aus und beherrschen modernen Klebe- und Fügetechniken.
Sie kennen die internationalen Normvorschriften und Sicherheitsstandards, sie führen regelmäßig Qualitäts- und Sicherheitskontrollen durch und führen über alle Arbeiten genaue schriftliche Aufzeichnungen und Protokolle.

Arbeitsmittel

Flugzeugspengler*innen arbeiten mit Blechen aus Eisen, Aluminium, Stahl, Titan oder Kupfer sowie mit hochfesten Verbundwerkstoffen (Kohlenfaserstoffe). Sie verwenden Blechscheren (Schlagscheren), Bohr- und Nietmaschinen, Schweiß-, Löt- und Klebegeräte und andere Metall- und Kunststoffbearbeitungsmaschinen und -geräte (Walzen, Stanzautomaten). Sie lesen und verwenden englischsprachige Konstruktionspläne, Flugzeugbaupläne, Betriebsanleitungen usw. und führen detaillierte Wartungs- und Serviceprotokolle und andere technische Dokumentationen.
Flugzeugspengler*innen tragen bei ihrer Arbeit, Schutzkleidung, Helme, Handschuhe und Gehörschutz.

Arbeitsumfeld

Flugzeugspengler*innen arbeiten am Reparaturgelände von Flugzeugfertigungsbetrieben sowie am Flugfeld und in Werkhallen (Hangar) von Flughafenbetriebsgesellschaften. Sie arbeiten mit verschiedenen Fach- und Assistenzkräften im Bereich Flugzeugtechnik zusammen, siehe z. B. Luftfahrzeugtechnik (Lehrberuf), Flugzeugbautechniker*in oder Bordtechniker*in.

Flugzeugspengler*innen sind bei ihrer Arbeit oft hoher Lärmbelastung ausgesetzt. Durch den zunehmenden Einsatz verbesserter Schalldämmungs- und Gehörschutzmaßnahmen und geräuscharmer Werkzeuge hat sich diese Belastung aber deutlich verringert.

  • Flugzeugbaubetriebe
  • Fluggesellschaften
  • Flughafenbetriebsgesellschaften mit Wartungsabteilungen (z. B. in Wien, Graz)
  • das Österreichische Bundesheer bildet für militärische Flugzeuge eigene Flugzeugspengler*innen aus

Der Beruf Flugzeugspengler*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • Flugzeugtypen und -marken
  • Arbeitsvorbereitung
  • Oberflächenbehandlung, Versiegelung
  • Projektmanagement
  • Qualitätsmanagement

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Flugzeugspengler*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Weiterbildungseinrichtungen wie beispielsweise das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und anderen Weiterbildungsanbieter bieten zahlreiche Kurse und Lehrgänge zu für Flugzeugspengler*innen relevanten Themenbereichen, z. B. Grund- und Aufbaukurse für Bauspengler*innen, Kurse für Metall- und im speziellen Blechbearbeitung, Kurse für Karosseriespengler*innen, Programmierung/Steuerung von CNC-Maschinen, Metallbearbeitungstechniken, Schweißkurse, Oberflächenschutz, Vorbereitung auf die Meister*innenprüfung für Spengler*innen usw.
Die Schweißtechnische Zentralanstalt (SZA) in Wien bieten Schweißtechnik Kurse an.

In vielen Betrieben werden innerbetriebliche Kurse und Schulungen durchgeführt. Viele Betriebe bieten außerdem Zuliefer- und Servicebetrieben, Maschinen-, Hardware- und Software-Ausstattern die Möglichkeit Produktschulungen durchzuführen.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Austro Control

Die Austro Control ist für die Flugsicherheit des österreichischen Luftraumes zuständig. Sie regelt den gesamten zivilen und militärischen Flugverkehr und stimmt diesen mit den Flughäfen des Landes ab. Jedes Flugzeug das in Österreich startet bzw. landet, wird von der Austro Control registriert und freigegeben.

Bordcomputer

Ein Bordcomputer ist ein nützliches System der Fahrzeug-, Schifffahrts- und Flugtechnik. Er dient zur Überwachung und Anzeige von Betriebs- und Umgebungszuständen, oder auch direkt der Navigation.

Bordcomputer findet man in:

  • Flugzeugen
  • Autos
  • LKWs
  • Raumfahrzeugen und Satelliten
  • Schiffen
  • Bau- und anderen Maschinen

GPS

GPS ist die Abkürzung für "Global Positioning System", ein satellitengestütztes Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung.

ICAO

1944 wurde in Chicago die International Civil Aviation Organisation (ICAO) gegründet, die erstmals einheitliche Grundlagen für den Funkverkehr und die Flugsicherung schuf und international gültige Luftverkehrsregeln entwickelte. Österreich gehört der ICAO seit 1948 als Mitglied an.

Intelligente Systeme

Intelligente Systeme sind Systeme, die über Sensoren (mit denen Informationen aufgenommen werden) und Computersysteme (die diese Informationen verarbeiten) verfügen. Eingesetzt werden Intelligente Systeme z. B in der Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik, Medizintechnik oder Gebäudetechnik.

Verbundstoff

Verbundstoff bezeichnet Kombinationen aus zwei oder mehr verschiedenen Materialien. Eine typische Anwendung für Verbundstoffe sind Verpackungsmaterialien z. B. Getränkekartons. Sie besteht aus Karton sowie dem Kunststoff Polyethylen und einer Schicht Aluminium. Weitere Verpackungen aus Verbundstoffen sind Butterwickler (Aluminium/Papier) oder Beutel für Instantsuppen (Aluminium/Kunststoff).

Verbundstofftechnologie bekommt aber immer breitere Anwendungsfelder; z. B. Faserverbundstoffe zur Herstellung von Leichtbauteilen, Metall-Kunststoffverbindungen in der Fahrzeugindustrie usw.