Garderobiers/Garderobieren nehmen an Garderoben Oberbekleidungsstücke, Handtaschen usw. von Besucher*innen entgegen und bewahren diese bis zum Ende der Veranstaltung bzw. des Besuches auf. Sie arbeiten an Garderoben von Theatern, Opern- und Konzerthäusern, in Museen, Diskotheken, Clubs oder auch in gehobenen Restaurants. Garderobiers/Garderobieren arbeiten mit Mitarbeiter*innen der genannten Veranstaltungshäuser zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Beruf Garderobier / Garderobiere ist ein Anlernberuf, d. h. die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse werden durch innerbetriebliche Schulungen vermittelt.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Garderobiers/Garderobieren begrüßen Besucher*innen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern, in Diskotheken, in Clubs, in Museen oder Gastronomiebetrieben der gehobenen Klasse an der Garderobe. Sie nehmen deren Mäntel oder andere Bekleidungsstücke, Taschen und Regenschirme entgegen. Danach versehen sie die Kleidungsstücke mit laufenden Nummern und hängen die Kleidungsstücke an Kleiderhaken mit der entsprechenden Nummer.
Garderobiers/Garderobieren händigen die Garderobenmarke, auf dem die Anzahl der Kleidungsstücke ersichtlich ist, an Besucher*innen aus und nehmen das Aufbewahrungsentgelt entgegen. Damit haftet der*die Veranstalter*in für Verlust oder Beschädigung des Kleidungsstücks. Gegen Abgabe des Garderobenscheins (zumeist) zum Ende der Veranstaltung bzw. zum Ende des Besuchs erhalten die Besucher*innen ihre Kleidungsstücke wieder zurück.
Künstler*innengarderobiers/-garderobieren sind an Theatern oder bei Film- und Fernsehanstalten angestellt und kümmern sich um die Garderobe der Künstler*innen. Sie bereiten die Kostüme auf Kleiderständern in der Reihenfolge des Gebrauchs vor, legen die benötigten Kleidungsstücke zurecht und helfen beim An- und Ausziehen. Nach der Vorstellung überprüfen sie die Kostüme, reinigen und bügeln sie, bessern kleine Beschädigungen selbst aus und hängen sie in die Kleiderschränke. Künstlergarderobiers/-garderobieren übernehmen den Transport der Kostüme zu einem Gastspiel und sind für deren Vollzähligkeit verantwortlich.
Garderobiers/Garderobieren hantieren mit verschiedener Oberbekleidung, vor allem mit Mänteln und Jacken. Außerdem nehmen sie Taschen, Hüte, Schals, Schirme und andere Accessoires zur Verwahrung entgegen. Sie benutzen dazu Kleiderbügel und Nummernkarten (oder Abrisskarten) und verschiedenste Garderobensysteme, von einfachen Kleiderhacken bis hin zu elektronisch gesteuert Systemen. Oft führen sie auch kleine Handkassen. Als Künstler*innengarderobiers/-garderobieren verwenden sie teilweise auch Kleiderpuppen.
Garderobiers/Garderobieren arbeiten in den Garderoben von Theatern, Opernhäusern, Diskotheken, Museen, Konzert-, Messe- und Tagungsveranstaltungen, aber auch in Restaurants der gehobenen Preisklasse. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen und haben z. B. Kontakt zu Künstler*innen, Museumsführer*innen, verschiedenen Mitarbeiter*innen von Restaurants und vor allem zu den Besucher*innen und Gästen.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Garderobiers/Garderobieren bieten insbesondere:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Für Garderobiers / Garderobieren ist es wichtig ihre Fachkenntnisse, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und weiter zu entwickeln.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) führen Lehrgänge und Kurse zu Themenbereichen durch, die auch für Garderobiere / Garderobieren relevanten sein können, etwa in Büromanagement, Buchhaltung oder Administration.
In größeren Betrieben werden zur beruflichen Weiterbildung der Mitarbeiter*innen auch innerbetriebliche Kurse, Seminare und Schulungen durchgeführt.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge für Berufstätige an berufsbildenden höheren Schulen, z. B. Handelsakademien. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (3 Jahre) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung: