Gebäudetechniker*innen sind mit der Installation, Wartung und Reparatur von versorgungstechnischen Anlagen in Bürohäusern, Wohnbauten, Wohnanlagen sowie auf Flughäfen, Bahnhöfen und in anderen öffentlichen Einrichtungen befasst. Ihre Arbeits- und Aufgabengebiete umfassen Heizungs- und Klimatechnik, Wasserversorgung und -entsorgung, Stromversorgung, Lifttechnik, Licht- und Alarmanlagen. Gebäudetechniker*innen stellen diese Anlagen und Systeme ein, warten und reparieren sie. In regelmäßigen Abständen überprüfen sie die gebäudetechnischen Anlagen und dokumentieren die Ergebnisse in Wartungsprotokollen.
Gebäudetechniker*innen arbeiten eigenständig sowie im Team mit Fach- und Hilfskräften und haben Kontakt mit den Immobilienverwaltungen und Gebäudebesitzern.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
a) Rechtskraftgewerbe:
b) Reglementierte Gewerbe/Handwerke:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders/der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
BIM | Mit Hilfe von BIM - Building Information Modeling (Gebäudedaten-Modellierung) wird ein digitales Modell eines Bauprojektes bzw. bestehenden Gebäudes erstellt. Planung, Errichtung sowie Betrieb können digital dargestellt, administriert, koordiniert und dokumentiert werden. Alle Gewerbe, die am Bauvorhaben beteiligt sind (Architekt*innen, Baumeister*innen, Haustechniker*innen, Facility Manager*innen usw.), können gemeinsam an dem digitalen Modell arbeiten. |
BQA | Building Quality Assessment (engl). Eine Methode zur Bewertung von Immobilien. |
CAFM | Abkürzung für "Computer Aided Facility Management", das ist eine computergestützte Form der Gebäudeverwaltung. Dabei werden alle verwaltungstechnischen Prozesse von Immobilien z. B. Firmengebäude, Wohnanlagen, Bürohäuser mittels Computer und spezieller Softwaresysteme vernetzt und gesteuert. In der Regel bietet CAFM-Software Module wie z. B. Umzugs-, Liegenschafts-, Instandhaltungs-, Reinigungsmanagement usw. |
Energiemanagement | Energie muss möglichst umwelt- und kostenschonend genutzt werden. Das bedeutet, dass der Energiebedarf geplant werden muss. Auf der anderen Seite ist es notwendig, die energietechnischen Anlagen und Betriebe regelmäßig zu warten. Energiemanagement ist die laufende Kontrolle und Verbesserung der Energieversorgung. |
Facility Management | Engl. Fachbegriff für Gebäudeverwaltung. Darunter versteht man die Planung, Bewirtschaftung und das Controlling (die Kostenrechnung) von Gebäuden. Das Facility Management umfasst sämtliche infrastrukturelle Einrichtungen wie z. B. Sicherheitsdienstleistungen, Reinigungsangebote oder die Grünflächenpflege, aber auch das technische Gebäudemanagement wie Wartung und Sicherung der technischen Anlagen des Hauses (z. B. Licht, Lift, sanitäre Anlagen). Den Hauptteil der Arbeiten nimmt nach wie vor der kaufmännische Teil ein, d. h. Abrechnung der Miet- und Nebenkosten für ein Wohnhaus oder ganze Gebäudekomplexe. |
Fernwärme | Die leitungsgebundene thermische (Wärme-) Energie mittels Wasser oder Dampf. Die Wärme wird in einem Heizwerk oder Heizkraftwerk oder in einer sonstigen Anlage bereitgestellt und den Nutzer*innen über Rohrleitungen zugeführt. |
Heizungssystem | Technische Systeme in denen Wärmeerzeugung, Wärmetransport und Wärmeabgabe zusammenwirken, wie z. B. Zentralheizungssysteme, Fußbodenheizungen, Fernwärmeheizungen und dergleichen. |
Immobilien | Immobilien sind bebaute und unbebaute Grundstücke, Häuser, Wohnungen und Geschäftsräume, Lager und Werkstätten, Gewerbeobjekte sowie Industrieliegenschaften. |
Intelligente Systeme | Intelligente Systeme sind Systeme, die über Sensoren (mit denen Informationen aufgenommen werden) und Computersysteme (die diese Informationen verarbeiten) verfügen. Eingesetzt werden Intelligente Systeme z. B in der Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik, Medizintechnik oder Gebäudetechnik. |
k-Wert | Der k-Wert ist der wichtigste Wert zur wärmetechnischen Beurteilung von Bauteilen. Er wird als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet und beschreibt den Wärmestrom durch ein Bauteil in Watt pro Quadratmeter Fläche bei einem Kelvin (Grad Celsius) Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenseite. Je kleiner dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz. |
Luftabgas-System | Ein Schornsteinsystem mit getrennten Schornsteinzügen für Luft und Abgase. |
Niedrigenergiehäuser | Ein Niedrigenergiehaus ist dadurch definiert, dass der Energieverbrauch unter 70 kWh pro m2 liegt. Im Vergleich dazu beträgt der gesamte Wärmeverlust eines herkömmlichen Wohnhauses (Bauzeit Mitte der 80er Jahre) 135 kWh je m2. Die Niedrigenergiehäuser nach heutigem Stand der Technik, die mit einer Lüftungsanlage ausgerüstet sind, können den Wärmeverlust bis auf 45 kWh pro m2 senken. |
Primärluft | Luft, die den Verbrennungsprozess startet. |
Sachversicherung | Die Versicherung von Gegenständen (etwa Verlust oder Beschädigung). Hierzu gehören unter anderem die Feuer-, Gebäude-, Hausrat-, Einbruchdiebstahl und Leitungswasserversicherung sowie technische Versicherungszweige. |