Komponist*innen komponieren Musikwerke verschiedener Arten und Genres (z. B. Klassik, Jazz, Pop- und Rock, Electro, Film- und Werbemusik). Grundlage für ihre Kompositionen sind Stimmungen, Gefühle, Inspirationen und Ideen, welche sie nach musiktechnischen Regeln und Methoden in Musikstücke umsetzen und in Form von Notenzeichen festhalten und verschriftlichen. Komponist*innen arbeiten in der Regel eigenständig am Schreibtisch oder am Instrument (z. B. Klavier, Geige, Gitarre) mit Notenblättern und Stiften sowie mit Computer, Laptops und verschiedenen tontechnischen Geräten. Die fertigen Musikstücke proben sie mit Musiker*innen, Sänger*innen und Dirigent*innen ein.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Eine selbstständige Berufsausübung ist für Komponist*innen vor allem im Rahmen einer freien Berufstätigkeit als Künstler*in möglich.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Komponist*innen beschäftigen sich mit der Erstellung von Musikwerken. Dabei geht es um die rhythmische, harmonische und melodische Ausführung von gedanklichen Inspirationen und Ideen sowie deren schriftliche Festhaltung auf Notenblättern. Grundlage für ihre Kompositionen sind Beobachtungen, Stimmungen und Gefühle, bei Auftragsarbeiten aber auch vorgegebene musikalischen Themen, wie z. B. bei Film- und Fernsehmusik, Werbespots usw.
Komponist*innen sind in der Regel auf eine bestimmte Stilrichtung spezialisiert, z. B. auf Klassik, Jazz, Electronic, Techno oder auf Pop- und Rockmusik. Ihre Themen und Inspirationen arbeiten sie nach musiktechnischen Regeln und Gesichtspunkten aus und beachten Harmonie, Rhythmik, Formen und Tonsätze. Im Bereich der klassischen Musik wird in der Regel die Erstversion bzw. die Grundmelodie eines Stückes für das Klavier bestimmt. Danach werden weitere Instrumente und Stimmen eingearbeitet. Die fertige Orchesterpartitur enthält dann sämtliche Informationen für die Dirigent*innen und die ausführenden Musiker*innen.
Komponist*innen arbeiten am Schreibtisch mit Notenpapier, Stiften und verschiedenen Instrumenten, vor allem mit Klavieren. Sind sie Komponist*innen für elektronische Musik, verwenden sie Computer, Laptops und verschiedene Anlagen und Geräte der Tontechnik, wie z. B. Verstärker, Bässe, Tonregler. Als Arbeitsgrundlage benutzen sie musikwissenschaftliche Bücher und Fachjournale, Musikkassetten, CDs, Langspielplatten und andere Tondokumente sowie Video und DVDs. Sie führen Datenbanken und Archive.
Komponist*innen arbeiten vorwiegend freiberuflich in eigenen Arbeitsräumen, Studios und Büros. Zum Einüben und Aufführen der Musikstücke arbeiten sie in Tonstudios, Konzerthallen und Aufnahmestudios. Sie arbeiten in der Regel eigenständig, beim Einstudieren der Musikstücke aber auch im Team mit Dirigent*innen, Instrumentalmusiker*innen, Sänger*innen, Tontechniker*innen usw. Weiters haben sie Kontakt zu Mitarbeiter*innen von Rundfunk- und Fernsehanstalten, zu Medienfachleuten usw.
Komponist*innen arbeiten vor allem freiberuflich und selbstständig, zum Teil aber auch für:
Alt | von Ital. "alto" für hoch: |
Audio-Tool | Audio-Tools (aus dem Englischen: Audio = Ton, Tool = Werkzeug) sind Computerprogramme zur Bearbeitung von Tonmaterialien, wie z. B. Studioaufnahmen von Konzerten, Livemitschnitten, Aufnahmen von Interviews, Diskussionen, Vorträgen und dergleichen. |
Bariton | In der Musik die Bezeichnung für eine mittlere Männersingstimme (tiefer als Tenor, höher als Bass). |
Bass | In der Musik die Bezeichnung für eine tiefe Männersingstimme. |
Bridge | (engl. Brücke) ist eine Überleitung oder ein Zwischenspiel zwischen den Strophen und dem Refrain eines Liedes, Musikstücks oder Popsongs. Die Bridge ist meistens ausschließlich instrumental und soll sich harmonisch und melodisch vom restlichen Stück abheben, um für Abwechslung beim Hören zu sorgen. |
Hookline | Ein Hookline (engl: hook = Haken, Line = Zeile) bezeichnet eine Melodie, eine Textstelle und/oder Gesangsart, die ein Lied, einen Popsong oder ein Instrumentalstück besonders prägt und den Wiedererkennungswert ausmacht. Die Hookline ist meistens im Refrain eingebaut. |
Partitur | - übersichtliche Zusammenstellung aller zu einer Komposition gehörenden Stimmen (Takt für Takt in Notenschrift). |
Refrain | Als Refrain (engl. Chorus) bezeichnet man den Hauptteil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der sich mehrmals wiederholt. Zwischen dem Refrain stehen die Strophen und die Bridge. In den Refrain ist meistens die Hookline eingebaut. |
Strophe | Als Strophe bezeichnet man jenen Teil eines Musikstücks, Lieds oder Popsongs der die Geschichte bzw. das Thema transportiert. Der Text wird in kurzen Sätzen und Wortfolgen, in Versen oder Reimen gesungen. Die Melodie der Strophe ist anders als beim Refrain, der sich mit den Strophen abwechselt. |
Tantiemen | Tantiemen erhalten Künstler*innen für die Verwendung ihres Werkes. z. B. Schrifsteller*innen, Musiker*innen, Songwriter (m./w./d.). Die Tantiemen werden von Verwertungsgesellschaften ausbezahlt. |