Lagerarbeiter*innen sind in allen Betrieben, die Waren oder Produktionsmaterialien lagern, für die Lagerung, die Ausgabe und die Übernahme dieser Waren und Materialien zuständig. Die Tätigkeiten werden meistens im Team entweder händisch oder mit Hilfe technischer Geräte wie z. B. Hubstaplern durchgeführt.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse können entweder direkt im Betrieb oder z. B. im Rahmen eines Kurses an Erwachsenenbildungseinrichtungen wie dem Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) oder dem Berufsförderungsinstitutes (bfi) erlernt werden.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
Freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Lagerarbeiter*innen führen alle Tätigkeiten durch, die für die Lagerung von Waren, Produktionsmaterialien und Erzeugnisse notwendig sind. Sie übernehmen diese Güter, schlichten sie ordnungsgemäß in Regale, Container, auf Paletten usw. und sorgen dafür, dass die Waren für die Auslieferung bereitstehen.
Sie führen die Verpackung und die Kommissionierung der Waren durch oder übernehmen eingehende Lieferungen. Außerdem bringen sie Güter zu den Produktionsstellen ihrer Betriebe oder übernehmen sie von dort, um sie ins Lager zu bringen.
Bei ihrer Arbeit stehen den Lagerarbeiter*innen in der Regel Förderbänder, Wägen, Palettenstapler, Gabel- und Hubstapler sowie Verpackungsmaschinen zur Verfügung. Sie bedienen diese Geräte und halten sie sauber. In vielen Betrieben arbeiten Lagerarbeiter*innen auch mit automatisierten Lagersystemen und Lager- und Transportrobotern.
Lagerarbeiter*innen arbeiten im Lager oder in der Warenannahme bzw. -ausgabe von Produktionsbetrieben, Handelsbetrieben oder in den Lagern von Speditionen. Sie arbeiten mit Transportarbeiter*innen und Betriebslogistiker*innen (siehe Betriebslogistikkaufmann / Betriebslogistikkauffrau (Lehrberuf)) zusammen und unterstehen der Leitung des Magazineurs bzw. der Magazineurin (siehe Magazineur*in) bzw. des Lagerleiters/der Lagerleiterin.
Der Beruf Lagerarbeiter*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):
Lagerarbeiter*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Die Lagerwirtschaft bietet zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. In Frage kommen z. B. eine Ausbildung zum/zur Staplerfahrer*in, Lagerlogistiker*in, Lagerassistent*in oder Lagerleiter*in.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und das Berufsförderungsinstitut (BFI) bieten zu vielen relevanten Themen, insb. im kaufmännischen Bereich, Kurse und Lehrgänge an.
Größere Betriebe führen in der Regel interne Weiterbildungen zu neuen Angeboten, aber auch zu neuen Technologien und Arbeitsmitteln durch.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten weiters Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge an berufsbildenden höheren Schulen, insb. Handelsakademien, z. B. im Bereich Logistikmanagement.
Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (meist 3 Jahre, berufsbegleitende auch länger) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht (z. B. Logistik und Transportmanagement).
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
ADR | Das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße. Es regelt Kennzeichnung, Transport und Verpackung von gefährlichen Gütern in Europa. |
Inventory Controlling | Controlling im Bereich der betrieblichen Inventur. |
Inventur | Die Bestandsaufnahme der Vermögensteile und Schulden bzw. die Materialbestandsaufnahme eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt durch Zählen oder Messen. Sie wird z. B. anlässlich der Erstellung der Bilanz durchgeführt. |
Kommissionierung | Das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen aus einer vorhandenen Gesamtmenge aufgrund einer Kundenbestellung oder eines Produktionsauftrages. |
Store Management | engl. für Lagerführung |