Lebensmitteltechniker*innen überprüfen Lebensmittel auf ihre Zusammensetzung, ihre Inhaltsstoffe und deren Reinheit oder Schadstoffgehalt. Mit Hilfe biologischer oder chemischer Untersuchungsverfahren untersuchen sie die Lebensmittel und erstellen Gutachten. Außerdem arbeiten Lebensmitteltechniker*innen an der Entwicklung neuer Produkte und Produktionsabläufe mit.
Lebensmitteltechniker*innen sind in Betrieben der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie oder bei Behörden des Bundes (z. B. Bundesgesundheitsamt), der Länder oder der Gemeinden beschäftigt. Sie arbeiten im Team mit Spezialist*innen aus der Forschung, Entwicklung und Produktion, mit wissenschaftlichen Assistent*innen sowie mit Mitarbeiter*innen von Behörden.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
a) Rechtskraftgewerbe:
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders / der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
b) freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der freien Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der freien Gewerbe
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Bakterien | Bakterien sind einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern. Sie eignen sich sehr gut für biotechnologische Produktionsverfahren, da sie in billigen Nährlösungen schnell vermehrt werden können. |
Biotechnologie | Die technische Nutzbarmachung und industrielle Verwertung biologischer Vorgänge (z. B. Hefegärung in der Lebensmittelindustrie). |
ERP | ERP steht für Enterprise Resource Planung und meint vereinfacht die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen (insbesondere Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik) rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Damit sollen ein effizienter Ablauf der betrieblicher Wertschöpfungsprozesse und eine laufende optimierte Steuerung dieser Prozesse und Abläufe sichergestellt werden. In produzierenden Unternehmen gilt als eine Kernfunktion von ERP die Materialbedarfsplanung. Sie muss sicherstellen, dass alle für die Herstellung der Produkte erforderlichen Materialien an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung stehen. |
Fermentation | Fermentation oder Fermentierung bezeichnet in der Biologie die Umwandlung organischer Stoffe durch Bakterien-, Pilz- und andere biologische Zellkulturen oder durch ein Enzym (z. B. sind Mikroorganismen in der Lage, Stoffe zu bilden, die sich auf chemischem Wege nur schwer herstellen lassen). Im weiteren Sinn umfasst Fermentation jegliche Art von technischer Bioreaktion. Häufig wird der Begriff "Gärung" als Synonym für Fermentation benutzt. Gärung bezeichnet aber einen Teilbereich der Fermentation und läuft ausschließlich sauerstofffrei (anaerob) ab. Die Fermentation schließt aber sowohl anaerobe als auch aerobe (also unter Sauerstoffeinschluss) Vorgänge sowie gänzlich andere mikrobielle oder autolytische enzymatische Prozesse mit ein. Geräte und Bioreaktoren für die Fermentation heißen Fermenter. |
homogenisieren | Verfahren zur Haltbarmachung von Milch, meist in Kombination mit Pasteurisierung, Sterilisierung oder Ultrahocherhitzen. Die Milch wird mit hohem Druck durch eine sehr feine Düse gedrückt. Fett und Wasser, die Bestandteile der Milch, werden dadurch gleichmäßig vermischt. |
pH-Wert | Der pH-Wert ist ein Maß für den Gehalt an Säure-Wasserstoff in einer sauren, neutralen oder alkalischen Lösung. |
Qualitätsmanagement | Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. |
Reinraum | Ein Reinraum ist ein Raum (häufig Labor), in dem der Anteil luftgetragener Teilchen (kleinste Teilchen, die in der Luft schweben) möglichst gering gehalten wird. Reinräume spielen unter anderem in der Medikamentenerzeugung, medizinischen Forschung, Optik, Nanotechnologie und Biowissenschaften, Lasertechnologie, Luft- und Raumfahrttechnik, Mikroelektronik usw. eine große Rolle. |
Smart Production | „Smart production“ bezeichnet die digitale und intelligente Vernetzung der Produktionsumgebungen und aller damit verbundenen Bestandteile. Insbesondere wird damit die Vernetzung von Maschinen, Services und Menschen über die gesamte Produktionskette hinweg beschrieben. Unternehmen sollen dadurch intelligenter, rascher und vorausschauender agieren und flexibler (individualisierter) und effizienter (günstiger) produzieren können. Smart production wird teilweise als Synonym für Industrie 4.0 verwendet, ist aber eher ein Bestandteil von Industrie 4.0. |
vegane Küche | Vegane Küche und Ernährung verwendet keinerlei Produkte von Tieren, also neben Fleisch getöteter Tiere und den daraus hergestellten Lebensmitteln auch keine Produkte lebender Tiere wie z. B. Milch, Milchprodukte, Eier, Honig. Außerdem verwenden Veganer*innen auch sonst keine von Tieren gewonnenen Produkte wie z. B. Leder, Wolle, Pelz, Daunen oder Seide. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |
vegetarische Küche | Vegetarische Küche und Ernährung verwendet kein Fleisch getöteter Tiere und keine daraus hergestellten Lebensmittel. Das kann sowohl gesundheitliche Gründe haben, als auch moralische, ethische, ökologische oder auch geschmackliche. Für mehr Infos siehe z. B. das Gesundheitsportal Österreichs. |