Lehrer*in für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht sind ausgebildet als Lehrer*in für die Sekundarstufe – Berufsbildung. Sie unterrichten Schüler*innen vor allem an Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMS, BHS) mit wirtschaftlichem Schwerpunkt. Gemäß den Lehrplänen unterrichten sie Ernährungslehre, Küchenführung, Servierkunde, Wohnkultur und Arbeitsraumgestaltung, Hauswirtschaftliche und Angewandte Betriebsführung, Gesundheitslehre, Umweltschutz und Arbeitshygiene, Haushaltsökonomie und Ernährung.

Sie planen ihren Unterrichten, bereiten ihn vor und vermitteln neben konkretem fachlichen Kompetenzen und Wissen auch soziale Kompetenzen und leisten Erziehungsarbeit. Sie beurteilen ihre Schüler*innen, organisieren Exkursionen, Feste und andere Aktivitäten und stehen in Kontakt mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten. Je nach Erfordernis arbeiten sie im Unterricht mit Berufskolleg*innen zusammen (siehe z. B. Begleitlehrer*in / Integrationslehrer*in).

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • unterrichten, d. h. die didaktisch aufbereiteten Fachinhalte vermitteln, gegebenenfalls die Schüler*innen zur kritischen Auseinandersetzung mit den Inhalten anleiten und motivieren
  • den Unterricht im Rahmen des vorgegebenen Lehrplanes planen, die Unterrichtsmethoden und -materialien auswählen
  • die vorgesehenen praktischen Übungen mit den Schüler*innen besprechen
  • die von den Schüler*innen durchgeführten Übungen beobachten, korrigieren und nachbesprechen
  • Schüler*innenleistungen und -verhalten laufend beobachten und Aufzeichnungen darüber führen
  • die Handhabung von Einrichtungen, Geräten und Maschinen erklären
  • praxisorientiertes Unterrichten von Finger- und Handfertigkeiten
  • facheinschlägige Software praxisgerecht einsetzen, z. B. Arbeiten an Bonierkassen
  • Gäste sowohl in der Schule als auch bei Außeneinsätzen bewirten
  • auf Maßnahmen zur Verhütung von Arbeitsunfällen hinweisen
  • fachspezifische Lehrausgänge und Praktika organisieren
  • sorgfältige Vor- und Nachbearbeitung der Pflichtpraktika
  • administrative Arbeiten wie z. B. Klassenbuchführung, Haushaltsgeräte und -einrichtungen verwalten.
  • Kontakte zu den Erziehungsberechtigten pflegen (Sprechstunden, Sprechtage, Elternabende)
  • an Konferenzen und Besprechungen teilnehmen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • didaktische Fähigkeiten
  • fachspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten (Lehrer*in)
  • gute Deutschkenntnisse

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Einfühlungsvermögen
  • Integrationsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kritikfähigkeit
  • Motivationsfähigkeit
  • Verständnis für Jugendliche und Kinder

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Begeisterungsfähigkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Selbstbeherrschung
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Hygienebewusstsein

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Für den berufsbildenden Unterricht in der Sekundarstufe ist mit der Lehrer*innenbildung NEU ein Studium Lehramt für die Sekundarstufe – Berufsbildung erforderlich. Dieses umfasst ein Bachelorstudium im Ausmaß von 240 ECTS (8 Semester) und ein Masterstudium im Umfang von 60 ECTS (2 Semester). Zwischen dem Bachelor- und Masterstudium ist ein sogenanntes „Induktionsjahr“ vorgesehen, in dem die Lehrkräfte bereits Dienstnehmer*innen einer Schule sind. Sie können berufsbegleitend mit dem Masterstudium beginnen. Alternativ kann aber auch direkt anschließend an das Bachelorstudium in Vollzeit mit dem Masterstudium begonnen werden.

Für das Lehramt für die Sekundarstufe – Berufsbildung muss im Studium ein Fachbereich gewählt werden.

Unter anderem sind folgende Fachbereiche möglich:

  • Fachbereich Duale Berufsausbildung sowie Technik und Gewerbe
  • Ernährung
  • Information und Kommunikation
  • Mode und Design

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht wählen den Fachbereich „Ernährung“.

Die Lehramtsstudien werden in Kooperation zwischen Pädagogischen Hochschulen (PH) und Universitäten angeboten, wobei zumindest für das Masterstudium für die Sekundarstufe eine Kooperation mit einer Universität verpflichtend ist.
Die Ausgestaltung der Kooperationen zwischen PHs und Universitäten ist in den verschiedenen Regionen Österreichs unterschiedlich geregelt.

Zur Organisation der Kooperationen zwischen Pädagogischen Hochschulen und Universitäten wurden vier Entwicklungsverbünde eingerichtet:

  • Österreich Nord-Ost: PHs in Wien und Niederösterreich, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und die Universität Wien; https://www.lehramt-ost.at/
  • Österreich Süd-Ost: PHs in der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland und die Universitäten Graz, Klagenfurt, die TU Graz sowie die Kunstuniversität Graz; https://www.lehramt-so.at/
  • Österreich Mitte: PHs in Oberösterreich und Salzburg und die Universitäten Linz und Salzburg sowie das Mozarteum und die Anton Brucker Privatuniversität https://lehrerin-werden.at/
  • Österreich West: PHs in Tirol und Vorarlberg sowie die Universität Innsbruck und das Mozarteum; https://lb-west.at/

Ausführliche Informationen zur Zulassung zum Lehramtsstudium und eine Anmeldemöglichkeit findest du unter www.zulassunglehramt.at

Art: Bachelorstudium

Dauer: 8 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • mehrstufiges Eignungsverfahren

Abschluss:

Bachelor of Education (BEd)

Berechtigungen:

  • vorläufige Ausübung des Unterrichtsfaches Haushaltsökonomie und Ernährung für die Sekundarstufe an MS und AHS, BMHS und PTS; für die endgültige Lehrberechtigung muss das Masterstudium Lehramt Sekundarstufe absolviert werden
  • Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studien

Info:

Jedes Lehramtsstudium besteht aus zwei Unterrichtsfächern bzw. einem Unterrichtsfach und einem Schwerpunkt. Die Unterrichtsfächer sind gleichwertig, es gibt KEIN Erst- und Zweitfach. Die Wahlmöglichkeiten bzw. Schwerpunktsetzungen sind abhängig vom jeweiligen Ausbildungsanbieter. Ein drittes Unterrichtsfach kann in Form eines Erweiterungsstudiums absolviert werden. Neben der jeweiligen Fachausbildung sind die Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen zu absolvieren.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Kaplanhofstraße 40
4020 Linz

Tel.: +43 (0)732/74 70 -0
Fax: +43 (0)732/74 70 -3090
email: office@ph-ooe.at
Internet: https://ph-ooe.at/

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

Kirchliche Pädagogische Hochschule Edith Stein – Hochschulstandort Stams
Stiftshof 1/Standort Stams
6422 Stams

Tel.: +43 (0)5263 / 5253 -11
email: lehrerinnenbildung.stams@kph-es.at
Internet: https://www.kph-es.at/

Schwerpunkte:

  • Ausbildung zur ReligionslehrerIn für Pflichtschulen

Pädagogische Hochschule Tirol
Pastorstraße 7
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 599 23 -70
Fax: +43 (0)512 / 599 23 -75
email: office@ph-tirol.ac.at
Internet: https://ph-tirol.ac.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Education (MEd)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 8 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung
  • mehrstufiges Eignungsverfahren

Abschluss:

Bachelor of Education (BEd)

Berechtigungen:

  • vorläufige Ausübung des Unterrichtsfaches Ernährung, Gesundheit und Konsum für die Sekundarstufe an MS und AHS, BMHS und PTS; für die endgültige Lehrberechtigung muss zusätzlich das Masterstudium Lehramt Sekundarstufe absolviert werden.
  • Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studien

Info:

Jedes Lehramtsstudium besteht aus zwei Unterrichtsfächern bzw. einem Unterrichtsfach und einem Schwerpunkt. Die Unterrichtsfächer sind gleichwertig, es gibt KEIN Erst- und Zweitfach. Die Wahlmöglichkeiten bzw. Schwerpunktsetzungen sind abhängig vom jeweiligen Ausbildungsanbieter. Ein drittes Unterrichtsfach kann in Form eines Erweiterungsstudiums absolviert werden. Neben der jeweiligen Fachausbildung sind die Allgemeinen Bildungswissenschaftlichen Grundlagen zu absolvieren.

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Pädagogische Hochschule Steiermark
Hasnerplatz 12
8010 Graz

Tel.:  +43 (0)316 / 80 67 0
Fax: +43 (0)316 / 80 67 3199
email: office@phst.at
Internet: https://www.phst.at/home/

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Education (MEd)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 8 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Nachweis der allgemeinen Universitätsreife (bis spätestens zum Erreichen von 120 ECTS-Anrechnungspunkten) und die Erfüllung der besonderen Eignungsvoraussetzungen zum Bachelorstudium:
    • die erfolgreiche Ablegung einer Reife- und Diplomprüfung einer einschlägigen berufsbildenden höheren Schule oder
    • die erfolgreiche Ablegung einer Reife-, Berufsreife- oder Studienberechtigungsprüfung und eine gleichwertige einschlägige Befähigung oder
    • die erfolgreiche Ablegung einer Reifeprüfung und der Abschluss eines Universitäts-, Hochschul- oder Fachhochschulstudiums (oder von Studienabschnitten bzw. Teilstudien), die nach Bildungsinhalt und Bildungsumfang einer einschlägigen Ausbildung zumindest gleichwertig sind.
  • Erfolgreich Absolvierung eines Eignungsverfahrens zur Feststellung der allgemeinen Eignung zum Bachelorstudium

Abschluss:

Bachelor of Education (BEd)

Berechtigungen:

Ausübung des Lehramtes für Ernährungspädagogik an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Master-Studiengängen

Info:

Inhalte:

  • Bildungswissenschaftliche Grundlagen (60 ECTS-Credits)
  • Fachwissenschaften (120 ECTS-Credits)
  • Fachdidaktik (60 ECTS-Credits)

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Kaplanhofstraße 40
4020 Linz

Tel.: +43 (0)732/74 70 -0
Fax: +43 (0)732/74 70 -3090
email: office@ph-ooe.at
Internet: https://ph-ooe.at/

Pädagogische Hochschule Steiermark
Hasnerplatz 12
8010 Graz

Tel.:  +43 (0)316 / 80 67 0
Fax: +43 (0)316 / 80 67 3199
email: office@phst.at
Internet: https://www.phst.at/home/

Pädagogische Hochschule Tirol
Pastorstraße 7
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 599 23 -70
Fax: +43 (0)512 / 599 23 -75
email: office@ph-tirol.ac.at
Internet: https://ph-tirol.ac.at/

Pädagogische Hochschule Wien
Grenzackerstraße 18
1100 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 601 18 -0
Fax: +43 (0)1 / 601 18-0
email: office@phwien.ac.at
Internet: https://www.phwien.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 2 bis 4 Semester

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Education (MEd)

Berechtigungen:

Lehrberechtigung an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Info:

Dauer: 2 Semester Vollzeit, 4 Semester berufsbegleitend

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at/

Adressen:

Pädagogische Hochschule Wien
Grenzackerstraße 18
1100 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 601 18 -0
Fax: +43 (0)1 / 601 18-0
email: office@phwien.ac.at
Internet: https://www.phwien.ac.at/

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist gegeben durch:

Freiberufliche Tätigkeit als Privatlehrer*in, Nachhilfelehrer*in, VortragendeR

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Vortragende, Nachhilfelehrer*innen, Künstler*innen, Journalist*innen bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.


ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

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Arbeitsbereiche

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht unterrichten eine sehr große Bandbreite an Fachinhalten, die je nach Schultyp variieren. Im Fachbereich Ernährung bringen sie den Schüler*innen die Bedeutung der Ernährung für den Erhalt der Gesundheit des Menschen bzw. für die Vermeidung von Zivilisationskrankheiten nahe. Sie vermitteln grundlegendes ernährungswissenschaftliches Wissen, wie z. B. die Bestandteile der Nahrung, die unterschiedlichen Ernährungsformen für Gesunde und Kranke, den Stellenwert der Lebensmittelqualität in der Ernährung, unterschiedliche Diätformen und die Bedeutung eines verantwortungsbewussten Konsumverhaltens.

Im Fachbereich Haushaltsökonomie vermitteln Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht Kenntnisse über die funktionsgerechte und ästhetische Gestaltung von Haushalten und hauswirtschaftlichen Betrieben sowie deren sachgemäße Führung und Pflege. Sie lehren die Schüler*innen u. a. Betriebs- und Haushaltsorganisation, Arbeitsorganisation, Personalplanung, Unfallverhütung und Hygiene. Weiters besprechen sie in ihrem Unterricht im Bereich der Küchenführung z. B. Grundrezepte und Grundzubereitungsarten von Speisen, das Erstellen von Speisefolgen und -plänen und die wesentlichen Inhalte im Bereich der Servierkunde. Der Unterricht beinhaltet aber nicht nur theoretische Grundlagen, sondern vermittelt den Schüler*innen auch eine fachpraktische Ausbildung, in der theoretisches Wissen praktisch umgesetzt wird (z. B. Kochen und Servieren).

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht bereiten den Unterricht durch die Auswahl geeigneter didaktischer Methoden und entsprechender Unterrichtsmaterialien und -medien (z. B. Schulbücher, Lehrfilme und andere Medien, aktuelle Publikationen, Internetrecherche) vor. Zur Ergänzung des Unterrichts organisieren sie diverse Praktika und fachspezifische Lehrausgänge. Die Leistungsbeurteilung der Schüler*innen erfolgt aufgrund kontinuierlicher Beobachtung der Mitarbeit im Unterricht, der Beurteilung der praktischen Arbeitsergebnisse und mündlicher bzw. schriftlicher Arbeiten, worüber die Lehrer*innen genaue Aufzeichnungen führen.

Neben der Wissensvermittlung steht auch das pädagogische Ziel im Vordergrund, die Schüler*innen zu selbstständigem Denken und kritischer Reflexion anzuleiten, sie nach ihren individuellen Neigungen zu fördern und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung sowie im Entwicklungsprozess sozialer Fähigkeiten, wie z. B. Verantwortungsbewusstsein oder Kompromissbereitschaft, zu unterstützen. Auch digitale Kompetenzen, kritischer Umgang mit Medien, ökologische Bewusstseinsbildung und Nachhaltigkeit spielen eine große Rolle und sind integrierter Bestandteil des Unterrichts.

Außerdem nehmen die Lehrer*innen an Konferenzen ihrer Schule und an Fortbildungsveranstaltungen teil und beraten die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Schüler*innen in pädagogischen Belangen im Rahmen von Sprechstunden, Elternabenden oder Sprechtagen. Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht übernehmen gegebenenfalls auch Sonderaufgaben, etwa als Vertrauenslehrer*innen oder Schüler- und Bildungsberater*innen, wozu sie eine Zusatzausbildung bzw. Schwerpunktsetzung während der Ausbildung benötigen.

Arbeitsmittel

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht arbeiten eng mit Jugendlichen zusammen und haben daher eine nicht zu unterschätzende Vorbildwirkung. Deshalb ist es wichtig, dass sie Handlungen und Aussagen überlegt einsetzen und auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und eine gepflegte Sprache achten.

Sie verwenden im Unterricht einerseits Lehrmittel, wie z. B. Schulbücher, eigene Ausarbeitungen, Filme und Computer und andererseits die unterschiedlichsten Küchen- und Haushaltsgeräte und -utensilien, Kochrezepte, Speisepläne, Servicematerialien, Lebensmittel usw.
Sie arbeiten mit den Schüler*innen praktisch in Küchen, aber auch am Computer und setzen dabei spezielle Lernsoftware, Lernplattformen und fachspezifische Programme ein. In der Klasse arbeiten sie mit Tafeln, Smartboards, Beamer, Flipcharts, Plakat- und Pinnwänden usw.

Für Vorbereitungsarbeiten verwenden sie Computer, Notebooks/Laptops, Drucker, Kopierer und andere Bürogeräte und verschiedene Software. Sie recherchieren in Büchern, Zeitschriften und im Internet und führen digitale Klassenbücher und andere Aufzeichnungen.

Arbeitsumfeld

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht unterrichten an Fachschulen und Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, an Kollegs für wirtschaftliche Berufe, an Polytechnischen Schulen und (nach Absolvierung einer zusätzlichen Ausbildung in den Fächern Deutsch, Mathematik oder Lebende Fremdsprache) auch an Mittelschulen. Sie arbeiten meist in Klassenräumen, Schulküchen oder Speisesälen. Je nach Schultyp arbeiten sie mit 10 bis 19-jährigen Schüler*innen in den Sekundarstufen I oder II (5. bis 13. Schulstufe).

Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht arbeiten mit Lehrerkolleg*innen, aber gegebenenfalls auch mit Schülervertreter*innen und Elternvertreter*innen zusammen. Sie haben Kontakt zu den Erziehungsberechtigten ihrer Schüler*innen sowie mit Mitarbeiter*innen der Schulverwaltung.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht bieten Schulen der Sekundarstufen I und II, insbesondere:

  • Fachschulen für wirtschaftliche Berufe
  • Höhere Lehranstalten und Kollegs für wirtschaftliche Berufe
  • Polytechnische Schulen
  • Mittelschulen (nach zusätzlicher Ausbildung in einem weiteren Fach)

Lehrer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Umfassende Weiterbildungsangebote für Lehrer*innen aller Fachrichtungen bieten vor allem die Pädagogischen Hochschulen. Eine Liste der Adressen und Links aller Pädagogischen Hochschulen findest du auf der Website der Pädagogischen Hochschulen in Österreich.

Vielfach organisieren auch Schulen selbst immer wieder gemeinsame Weiterbildungsveranstaltungen für ihre Lehrer*innen.

Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) sowie zahlreiche Universitäts- und Fachhochschullehrgänge bieten eine gute Möglichkeit sich in relevanten Bereichen weiterzubilden und höher zu qualifizieren. Zudem haben Lehrer*innen für den ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterricht die Möglichkeit zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines außerordentlichen Weiterbildungsstudiums oder eines ordentlichen Zweitstudiums sowie eines weiterführenden PhD-Studiums.

Für Lehrer*innen ist die laufende Lektüre von Fachzeitschriften und Tageszeitungen (online und offline), der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline) eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Body-Mass-Index (BMI)

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts (Unter-, Normal- oder Übergewicht) eines Menschen im Verhältnis zu seiner Größe. Der BMI wird berechnet aus: Körpergewicht geteilt durch Körpergröße im Quadrat.

Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit. Sammelbegriff für verschiedene Formen der Zucker-Stoffwechselstörung. Diabetes wird durch den Mangel am Hormon "Insulin" verursacht. Deshalb bekommen Zuckerkranke Insulin künstlich zugeführt.

Didaktik

Ein Fachbegriff der Pädagogik (Erziehungswissenschaft). Didaktik bedeutet ursprünglich "Kunst des Lehrens". Dabei geht es also um Unterrichtslehre (Lehrmethoden, Lehrinhalte, Lehrplan usw.).

E-Learning

E-Learning (Electronic Learning) bezeichnet alle Formen von Lernen, bei denen elektronische oder digitale Medien zum Einsatz kommen. E-Learning kann als Selbstlernen oder durch die Unterstützung eines/einer Lehrer*in oder Trainer*in ausgeübt werden. Formen von E-Learning sind z. B.:

  • Virtuelle Lehre: die Lehre findet ausschließlich mit digitalen Tools statt
  • Blended Learning: virtuelle und Präsenz-Lehre wechseln sich ab
  • Virtual Classroom: geografisch auseinanderliegende Lernende lernen gemeinsam in einem virtuellen Klassenzimmer

E-Learning-Tools sind Lernprogramme (z. B. Apps), Lernplattformen, Foren, Chats, Webinare, usw.

Exkursion

Wissenschaftlich vorbereitete und unter wissenschaftlicher Leitung durchgeführte Lehr- oder Studienfahrt

Pädagogik

Erziehungswissenschaft oder die Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung.

Sekundarstufe

Die Sekundarstufe I besuchen Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren. Schulformen der Sekundarstufe I sind:

  • Mittelschule (MS) - 4-jährige Ausbildung
  • Allgemeinbildende höhere Schule (AHS) Unterstufe - 4-jährige Ausbildung
  • div. Sonderformen, mitunter auch 5-jährig


Die Sekundarstufe II besuchen Jugendliche im Alter von 14 bis zu 19 Jahren. Schulformen der Sekundarstufe II sind:

  • Polytechnische Schule (PTS) - 1-jährige Ausbildung
  • Berufsschule (Berufsbildende Pflichtschule) - 2 bis 4-jährige Ausbildung
  • Berufsbildende mittlere Schule (BMS) - 1 bis 4-jährige Ausbildung (in der Regel 3 oder 4-jährig)
  • Berufsbildende höhere Schule (BHS) - 5-jährige Ausbildung
  • Allgemeinbildende höhere Schule (AHS) Oberstufe - 4-jährige Ausbildung (Sonderformen auch 5-jährig)