Maler*innen im Kunstbereich stellen Bilder und Gemälde in verschiedenen Techniken her. Sie verwenden dabei Farben und Materialien wie z. B. Öl, Acryl, Aquarell, Tempera, Kohle oder Tusche. Weiters stellen sie Radierungen, Holzschnitte oder Kunstdrucke her und setzen zur künstlerischen Bearbeitung von Fotografien, Grafiken und Bildern auch grafische und bildbearbeitende Computerprogramme ein.
Maler*innen sind auch als Restaurator*innen, Konservator*innen oder Lehrende an Kunsthochschulen beschäftigt. Als selbstständige Maler*innen/Künstler*innen stehen sie zum Teil mit Galerien in Vertrag und veranstalten regelmäßig Ausstellungen und Werkschauen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Berufliche Selbstständigkeit ist für Maler*innen / Bildende Künstler*innen gegeben, indem sie ihre Tätigkeit im Rahmen eines „freien Berufes“ als Maler*in bzw. Künstler*in ausüben.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Mit den alternativen Berufen wollen wir dir helfen, Berufe zu finden, die für dich sonst noch interessant sein könnten.
In dieser Liste findest du Berufe, die zum Beispiel eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Tätigkeiten haben, in denen du mit ähnlichen Materialien oder in einer ähnlichen Arbeitsumgebung arbeitest. Die Gemeinsamkeit kann auch in den Interessen und Fähigkeiten liegen, die in den Berufen gefragt sind oder es gibt gemeinsame Schul- oder Berufsschulstandorte.
BITTE BEACHTE: Bei manche Berufe ist auf den ersten Blick nicht immer klar, worin die Ähnlichkeit liegt. Es gibt aber trotzdem Überschneidungen und es kann spannend sein, diese herauszufinden, um auf neue Ideen zu kommen.
Ästhetik | Eine philosophische Teildisziplin. Dabei geht es um die Theorie des Schönen und dessen Erscheinungsformen in Kunst und Natur. |
Collage | Technik in der Malerei. Dabei wird ein Bild unter Verwendung verschiedener Elemente wie Zeitungsausschnitte, Fotos etc., zusammen mit dem Farbauftrag oder Übermalungen erstellt. |
Expressionismus | Der Expressionismus ist eine Stilrichtung in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Wie der Impressionismus und andere Richtungen war auch der Expressionismus eine Bewegung gegen den Naturalismus. Die Künstler*innen versuchten, eigene Eindrücke, Gefühle und Erlebnisse in ihrem künstlerischen Schaffen auszudrücken (engl.: to express). |
Gobelin | Ein Wandteppich mit eingeknüpften Bild- oder Mosaikmustern. |
Gouache | Eine Maltechnik: deckende Malerei mit Wasserfarben, Bindemitteln und Deckweiß. Der dicke Farbauftrag ergibt nach dem Trocknen eine pastellartige Wirkung. |
Happening | Engl.: Ereignis; (öffentliche) Veranstaltung eines*r Künstler*in, die - meist unter Einbeziehung des Publikums - ein künstlerisches Ereignis vermitteln soll. |
Impressionismus | Der Impressionismus ist eine Stilrichtung der Malerei im späten 19. Jahrhundert, die sich von Frankreich aus verbreitete. Die impressionistische Malerei gilt mit ihren stilistischen und thematischen Neuerungen als Wegbereiterin der modernen und abstrakten Kunst. Charakteristische Maltechniken sind z. B. "pleinair" (unter freiem Himmel) oder "sur-le-motif" (vor dem Motiv). Vor allem die Lichteffekte und Stimmungen werden mit leichtem und farbintensiven Pinselauftrag eingefangen. |
Tempera | Eine Technik in der Malerei, bei der Temperafarben, das sind mit Eidotter gebundene Künstlerfarben (heute meist künstlich hergestellt), verwendet werden. Die Temperamalerei wurde im Mittelalter entwickelt. Dabei wurde fein geriebenes Farbpulver mit Eigelb, Feigenmilch, Honig oder Leim vermischt. |