Bitte beachte: Manager*in ist KEIN Beruf, sondern eine Funktion in Unternehmen und Organisationen! Um Manager*in zu werden, musst du zuerst eine Ausbildung in einem bestimmten Beruf oder Berufsbereich absolvieren und mehrere Jahre Berufserfahrung sammeln.
Das Management ist eine wichtige betriebliche Führungsposition. Manager*innen sind Führungskräfte, die entweder einzelne Unternehmensbereiche (Abteilungen, Teams) oder ein ganzes Unternehmen leiten. Sie planen, koordinieren und kontrollieren die Aktivitäten des Unternehmens und sind für die Einhaltung von bestimmten wirtschaftlichen Zielvorgaben verantwortlich. Manager*innen gibt es im betriebswirtschaftlichen/kaufmännischen Bereich ebenso wie in der Technik und Produktion, im Gesundheits- und Sozialbereich, Verkauf, Tourismus, Lager, Transport, in der Bildung usw. Sie alle haben in der Regel eine Fachausbildung in ihrem Bereich absolviert und Berufserfahrung gesammelt, bevor sie Führungsaufgaben übernehmen konnten.
Manager*innen leiten meist ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit denen sie gemeinsam an den bereichs-, abteilungs- oder teamspezifischen Aufgaben arbeiten. Je nach Managementposition sind sie dabei vor allem mit strategischen Aufgaben und Entscheidungen befasst oder auch mit operativen, umsetzungsorientierten Tätigkeiten. Meist haben sie Kontakt zu Geschäfts- und Verhandlungspartner*innen, Kolleginnen/Kollegen und Mitarbeiter*innen aus anderen Unternehmensbereichen und Teams sowie zur Geschäftsführung, zu Behörden, zu Beratungsunternehmen usw.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Management ist eine betriebliche Führungsfunktion. Die selbstständigen Berufsausübung hängt von der jeweiligen Qualifikation des/der Manager*in ab und kann daher sehr unterschiedlich sein.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist beispielsweise gegeben durch:
a) Freie Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
b) Reglementierte Gewerbe:
Information zum „Reglementierten Gewerbe“: die Zulassungsbedingungen für reglementierte Handwerke und Gewerbe sind bundesgesetzlich geregelt (siehe hierzu die jeweils angegebenen Bundesgesetzblätter, einsehbar unter: Rechtsinformationssystem Österreich
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
ABC-Analyse | Die ABC-Analyse ist ein Planungs- und Organisationsverfahren, das in der Lager- und Warenbewirtschaftung, aber auch in Werbung und Marketing eingesetzt wird. Die Analyse klassifiziert und systematisiert Güter, Materialien, KundInnen, LieferantInnen und andere Parameter je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit/Dringlichkeit. In abfallender Reihenfolge A, B, C usw. ergibt sich eine Rangfolge, welche hilft, Präferenzen zu setzen und die betriebliche Planung auf jene Faktoren zu lenken, die für den Erfolg am meisten ausschlaggebend sind, und jene Faktoren zu kürzen oder zu streichen, die es am wenigsten sind. |
Betriebsblindheit | Betriebsblindheit ist die Bezeichnung für eine träge, routinemäßige Arbeitsweise, die mangels (Selbst)Kritik und nötiger Distanz zur eigenen Arbeit Weiterentwicklungen verhindern und Probleme zementieren kann. |
Bilanz | Die Gegenüberstellung von Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) eines Unternehmens. Bilanzen müssen zumindest einmal jährlich für ein Geschäftsjahr erstellt werden. |
Cash Management | Elektronisches Informationssystem zur Unterstützung des Finanzmanagements eines Unternehmens. Cash Management Systeme bieten jederzeit einen aktuellen Überblick über alle nationalen und internationalen Konten bzw. Kontobewegungen des Unternehmens. |
Corporate Finance | Umfassende Produktprogramme, die zur Unterstützung von Unternehmen von Finanzdienstleister*innen oder Unternehmensberater*innen angeboten werden. |
Diversity Management | Diversity Management ist ein Konzept der Unternehmens- und Organisationsführung, das die kulturelle Heterogenität und Vielfalt der Beschäftigten beachtet und als Vorteil sieht. Kerndimensionen von Diversity Management sind Ethnie, Alter, Gender (Geschlecht), Religion und sexuelle Orientierung. Aber auch die Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt ist eine wichtiger Aspekt von Diversity Management. |
ERP | ERP steht für Enterprise Resource Planung und meint vereinfacht die unternehmerische Aufgabe, Ressourcen (insbesondere Kapital, Personal, Betriebsmittel, Material und Informations- und Kommunikationstechnik) rechtzeitig und bedarfsgerecht zu planen und zu steuern. Damit sollen ein effizienter Ablauf der betrieblicher Wertschöpfungsprozesse und eine laufende optimierte Steuerung dieser Prozesse und Abläufe sichergestellt werden. In produzierenden Unternehmen gilt als eine Kernfunktion von ERP die Materialbedarfsplanung. Sie muss sicherstellen, dass alle für die Herstellung der Produkte erforderlichen Materialien an der richtigen Stelle, zur richtigen Zeit und in der richtigen Menge zur Verfügung stehen. |
Innovationsmanagement | Innovationsmanagement ist die systematische Planung und Umsetzung von neuen Ideen in Unternehmen und Organisationen. Das Management von Innovationen ist ein Teil der Unternehmensstrategie und kann sich auf neue Produkte, Dienstleistungen, Fertigungsprozesse oder Organisationsstrukturen beziehen. Während Produktinnovationen meist auf den Markt und die KundInnen abzielen, sind betriebliche Prozessinnovationen in erster Linie auf die Verbesserung von Effektivität, Effizienz und Kostensenkung ausgerichtet. |
Key-Account-Management | Key-Account ist Englisch für "Schlüsselkund*innen". Diejenigen Kund*innen, die dem Betrieb den größten Umsatz bringen und im Rahmen der Marketing-Politik von speziellen "Key-Accountant-Manager*innen" betreut werden. |
Management by Exception (MbE) | Eine Managementstrategie: Das Management schalten sich nur in Ausnahmefällen ein. Im betrieblichen Normalfall steuern und kontrollieren sich die MitarbeiterInnen und Teams innerhalb von vorgegebenen Rahmenbedingungen selbst. |
Management by Objectives (MbO) | Eine Managementstrategie: Die Steuerung des Unternehmens und seiner MitarbeiterInnen durch Zielvereinbarung und Zielvorgaben und nicht durch Anweisungen. |
MBA | Ein Master of Business Administration (MBA) ist ein postgraduales Managementstudium, das Spezialist*innen mit Berufserfahrung praxisrelevante Management- und Führungskompetenzen vermitteln soll. |
Outsourcing | Bedeutet "Outside Resource Using" und meint damit die Übertragung von Unternehmenstätigkeiten bzw. -aufgabenfelder auf extern beauftragte Betriebe oder Organisationen. |
Portfoliomanagement | Das Portfoliomanagement umfasst die Planung, Zusammenstellung und Verwaltung eines Portfolios, d. h. eines Bestandes an Investitionen. Dabei wird versucht (unter Berücksichtigung der mit dem*der Investor*in vereinbarten Anlagekriterien), eine möglichst günstige Wertentwicklung zu erreichen. Verallgemeinert befasst sich Portfoliomanagement auch mit der Planung, Zusammenstellung und Verwaltung von Investitionsgütern, Produkten und Projekten eines Unternehmens. |
Qualitätsmanagement | Qualitätsmanagement bezeichnet alle Maßnahmen zur Qualitätssicherung und -verbesserung von Produkten, Prozessen oder Dienstleistungen jeglicher Art. Dazu gehört z. B. die Einhaltung von rechtlich oder betrieblich vorgeschriebenen Normen, Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards. In vielen Branchen wie z. B. in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Arznei- und Lebensmittelherstellung ist Qualitätsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. |
Risk-Management | Die Berücksichtigung und Einkalkulierung aller möglichen Risiken (versicherbare und nicht versicherbare), die den Unternehmenserfolg oder -fortbestand gefährden könnten. |
Social Skills | engl., bedeutet soziale Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Rhetorik usw. Social skills gehören längst nicht mehr nur in den Dienstleistungs- und Managementberufen zu den sogenannten "Schlüsselqualifikationen", sondern immer mehr auch in technischen und handwerklichen Berufen. Ihnen kommt oft eine gleich hohe Bedeutung zu wie der fachlichen Kompetenz. |
Total Quality Management (TQM) | Als Total Quality Management (totales Qualitäts-Management, TQM) bezeichnet man die durchgängige, laufende und alle Bereiche einer Organisation (Unternehmen, Institution etc.) erfassende Aufzeichnung, Sichtung, Organisation und Kontrolle der Geschäftsprozesse, die dazu dient, Qualität als Systemziel einzuführen und dauerhaft sicher zu stellen. |
Zeitmanagement | Unter Zeitmanagement versteht man die optimale Planung und Einteilung von zeitlichen Ressourcen, vor allem in Projekten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt (deadline) fertig gestellt oder abgegeben sein müssen. Entscheidend ist hier eine realistische Kalkulation des Zeitaufwandes. |