Marketingfachleute sind für Aufgaben in den Bereichen Werbung, Marketing und Public Relations (PR) zuständig. Insbesondere sind die Erfassung, Beobachtung und Analyse der Zielgruppe (bestehende und potenzielle Kund*innen) von großer Bedeutung. Sie entwickeln Marketingkonzepte, planen Werbemaßnahmen und Werbekampagnen sowie Messen, Firmenevents und andere Events. Sie führen Markt- und Meinungsanalysen durch und verfolgen, wie die Produkte oder Dienstleistungen ihres Unternehmens in der Öffentlichkeit bzw. am Markt aufgenommen werden. Darüber hinaus wirken Marketingfachleute bei der strategischen Entwicklung des Unternehmensleitbildes (Corporate Identity) und der Unternehmensziele (z. B. Marktpositionierung, Marktanteile, Image, Branding) mit.
Marketingfachleute arbeiten in Betrieben aller Branchen sowie für öffentliche Institutionen und Organisationen. Je nach Unternehmensgröße und Branche arbeiten sie eigenständig sowie im Team mit Fachkräften unterschiedlicher Abteilungen und kommunizieren mit Werbeagenturen, PR-Agenturen und Event-Veranstalter*innen. Im Zuge der Digitalisierung gewinnt die Zusammenarbeit mit Social Media Agenturen, „Social Media Persönlichkeiten“ und Influencern (m./w./d.) als Marketingstrategie und unter dem Schlagwort „Digital Marketing“ immer mehr an Bedeutung.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Möglichkeit einer selbstständigen Berufsausübung ist z. B. gegeben durch:
Freies Gewerbe:
Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.
Liste der Freien Gewerbe:
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
ABC-Analyse | Die ABC-Analyse ist ein Planungs- und Organisationsverfahren, das in der Lager- und Warenbewirtschaftung, aber auch in Werbung und Marketing eingesetzt wird. Die Analyse klassifiziert und systematisiert Güter, Materialien, KundInnen, LieferantInnen und andere Parameter je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit/Dringlichkeit. In abfallender Reihenfolge A, B, C usw. ergibt sich eine Rangfolge, welche hilft, Präferenzen zu setzen und die betriebliche Planung auf jene Faktoren zu lenken, die für den Erfolg am meisten ausschlaggebend sind, und jene Faktoren zu kürzen oder zu streichen, die es am wenigsten sind. |
akquirieren | allgemein: erwerben, anschaffen |
Banner | Banner sind als Werbezweck von Unternehmen eingesetzte Grafiken, Schriftzüge, Bilder und Fotos (oft auch animiert), die in Internet-Seiten eingebaut sind, und die als Pop-Ups auftauchen, wenn man bestimmte Seiten öffnet. |
Benchmarking | Eine Methode des Vergleichs von Unternehmen, um daraus zu lernen (Best Practices). Benchmarking wird meist von unabhängigen Dritten (z. B. Unternehmensberater*innen) ausgeführt, welche betriebliche Daten sammeln und auswerten. Schließlich werden die Ergebnisse mit den Teilnehmer*innen verglichen und besprochen. |
Briefing | engl. to brief = zusammenfassen, austauschen und auf den laufenden Stand bringen, eine Kurzfassung erstellen; vor allem wichtig bei laufenden Projekten. |
Consumer Promotion | consumer engl. für Verbraucher*innen, Abnehmer*innen; Promotion bedeutet Absatzförderung, gezielte Werbung. Consumer Promotions sind Verkaufsförderungsmaßnahmen, die sich direkt an die Verbraucher*innen richten. |
Content-Marketing | Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text). |
Corporate Design | Das Corporate Design (CD) bezeichnet den Außenauftritt und die öffentliche Erscheinungsform eines Unternehmens z. B. in Form von wiedererkennbaren Logos und Labels oder einer einheitlichen Farbgebung. |
Corporate Identity | Die Corporate Identity (CI) beschreibt die Identität eines Unternehmens, also die Art, wie ein Unternehmen sich selbst nach innen und außen darstellt. Wichtig ist, dass diese Darstellung einer einheitlichen Linie folgt. Das betrifft das einheitliche Verhalten (Corporate Culture), die einheitliche Kommunikation (Corporate Communications) und das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD). |
Corporate Wording | Corperate Wording ist Teil einer Kommunikationsstrategie (Corporate Communications, CC) eines Unternehmens. Es gibt bestimmte Worte, Formulierungen und Phrasen vor, die in allen Kommunikationskanälen (Website, Jahresbericht, Mitarbeiter*innenzeitung, Werbung) verwendet werden sollen z. B. positive Formulierungen im Kund*innenkontakt, bestimmte Produktbezeichnungen, Anredeformen für Kund*innen. Ziel ist eine einheitliche Kommunikation von allen Abteilungen und Mitarbeiter*innen des Unternehmens, passend zur Corporate Identity (CI), (Corporate Culture, CC) und dem einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD). |
Cross-Media-Werbung | Werbestrategie; Durchführung von Werbemaßnahmen in verschiedenen Medien wie Print, Internet, Radio, TV - diese werden aufeinander abgestimmt eingesetzt. |
Customer Relationship Management (CRM) | engl. "customer" = Kunde; "relationship" = Beziehung Customer Relationship Management (CRM) ist ein Strategie, die Unternehmen im Umgang mit aktuellen und potenziellen Kund*innen nutzen. Dabei werden die Kund*innenbeziehungsprozesse systematisch gestaltet und dokumentiert. Es dient der bewussten Pflege und Festigung langfristiger Kund*innenbeziehungen und soll sich so maßgeblich auf den Unternehmenserfolg auswirken. |
Customer Relationship Marketing | engl. "customer" = Kunde; "relationship" = Beziehung Beim Customer Relationship Marketing legt das Unternehmen verstärkt Wert auf die Kund*innenbeziehungen. Im Fokus der Vermarktungsstrategie liegt nicht das Unternehmen oder das Produkt, sondern die Pflege und der Ausbau der Beziehungen zu den Kund*innen. Dies kann auch computerunterstützt erfolgen, z. B. mithilfe von Adressdatenbanken, Versenden von Newsletter via E-Mail, Erstellen von digitalen Kund*innenprofilen (Profiling). |
Direkt Marketing | Alle Marketing- und Werbemaßnahmen, die ein Unternehmen in direktem Kontakt, durch persönliche Beziehungen mit der Zielgruppe durchführt (z. B. Messen, Verkostungen, Verkaufsgespräche). |
Handelsmarke | Handelsmarken (bzw. Eigenmarken) sind speziell gekennzeichnete Artikel, mit denen ein Handelsunternehmen Waren unter eigenem Logo verkauft. |
Human Relations | Unter Human Relations versteht man die Beziehungen einer Unternehmung/Institution zu ihren Mitarbeiter*innen. Instrumente der Förderung und Verbesserung dieser Beziehungen sind z. B. Betriebsausflüge, Betriebsfeiern, Newsletter für MitarbeiterInnen, Leistungs-Prämien, Preise usw. |
Incentive Events | engl.: incentive = Anreiz, Ansporn; Incentive Events sind bestimmte Veranstaltungen, Workshops oder Präsentationen für Kund*innen, Franchisenehmer*innen, Mitarbeiter*innen etc., die darauf ausgerichtet sind, die Beziehung der Besucher*innen zum Unternehmen zu stärken (z.B. die Motivation, das Kaufverhalten etc. zu fördern). |
Industrial Relations | ist Teil von Public Relations Strategien. Bedeutet soviel wie "Beziehungspflege zu Geschäfts- und BranchenpartnerInnen", d. h. zu Kund*innen, Teilhaber*innen und Geschäftspartner*innen, Lieferant*innen, Banken oder Versicherungen; darunter fallen alle Maßnahmen, die darauf abzielen, diese Beziehungen zu fördern und zu stärken, z. B. Aussenden von Info-Broschüren, Präsentationsmappen, Geschäftsberichte etc. |
Influencer-Marketing | Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe. |
Key-Account-Management | Key-Account ist Englisch für "Schlüsselkund*innen". Diejenigen Kund*innen, die dem Betrieb den größten Umsatz bringen und im Rahmen der Marketing-Politik von speziellen "Key-Accountant-Manager*innen" betreut werden. |
Marketing | Marketing bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten. |
Media Relations | Ein Teil von Public Relations Konzepten. Unter Media-Relations versteht man die Beziehungen von Unternehmen und Organisationen zu Vertreter*innen von Medien (z. B. Journalist*innen, Redakteur*innen). Instrumente der Media Relations sind z. B. Pressekonferenzen und -veranstaltungen, Broschüren und Infomappen, Presseaussendungen, E-Mail, Newsletter. |
Merchandising | Merchandise, engl. für: Handel treiben, Waren vertreiben. Merchandising ist ein Instrument der Sales Promotion (Verkaufsförderung). Darunter versteht man die Gesamtheit der Verkaufsförderungsmaßnahmen. |
Newsletter | engl: = Info-Blatt, Info-Broschüre; Marketing- und Kundenbetreuungsmaßnahme. Newsletter werden über E-Mail von Unternehmen oder Organisationen an ihre Kund*innen/Abonnent*innen versandt. Sie enthalten Neuigkeiten, Informationen, Aktionen, Sonderangebote etc. |
Permission Marketing | Sammelbegriff für das erlaubte Zuschicken von Produktinformationen an Nutzer*innen, die ihre E-Mail- oder Post-Adresse bei der Registrierung für einen Newsletter, eine Mailingliste oder auf der Website hinterlassen haben. |
Product Placement | Mit Product Placement (Englisch für Produktplazierung) wird in allen Medienformen als Werbe- und Finanzierungsmittel genutzt. Hersteller von bestimmten Produkten bezahlen an z. B. Produktionsfirmen einen gewissen Betrag, als Gegenleistung wird das Produkt im Film gezeigt. In den letzten Jahren wird Produkt Placement vermehrt für Marketingmaßnahmen im Social Media-Bereich angewendet, wenn z. B. Youtuber (m./w.) sich mit dem Getränk eines bestimmten Getränkeherstellers zeigen oder Instagrammer (m./w.) sich mit einer bestimmten Tasche fotografieren lassen. Produkt Placement kann auch als "Schleichwerbung" gesehen werden, wenn nicht darauf hingewiesen wird, dass hier geworben wird. |
Profiling | engl; to profile = ein Profil erstellen; beim Profiling geht es darum, ein möglichst genaues Bild der Interessen und Bedürfnisse der Kund*innen/Verbraucher*innen zu erstellen, um Marketing- und Werbemaßnahmen optimal einsetzen zu können. Der Begriff wird auch in der Kriminalistik für die Erstellung von Täter*innenprofilen verwendet oder im Personalmanagement für Erstellung von Bewerber*innenprofilen, speziell bei Führungskräften. |
Public Marketing | engl. für: Öffentlichkeits-Marketing; Gesamtheit aller Marketing-Maßnahmen, die auf die allgemeine Öffentlichkeit ausgerichtet sind. |
Public Relations (PR) | Public Relations (PR) oder auch "Öffentlichkeitsarbeit", umfasst alle Maßnahmen, das Ansehen bzw. den Bekanntheitsgrad einer Person, einer Institution oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit zu fördern und zu verbessern. Beispiele für PR-Maßnahmen sind Imagewerbung durch Inserate und TV-Spots, Presseaussendungen, Unternehmensblogs (Corporate Blogs), Vorträge, Pressekonferenzen, Publikationen, Teilnahme an Ausstellungen, PR-Events, gemeinnützigen Aktionen sowie die Schulung und Information der Mitarbeiter*innen (interne PR). |
Sales Promotion | Verkaufsförderung; strategische Planung und Durchführung von Maßnahmen eines Unternehmens, den Absatz bzw. Verkauf zu steigern. |
Sponsored-Content | Als Sponsored-Content (engl. bezahlter Inhalt) wird ein Inserat oder eine Produktbesprechung in Zeitungen, Online-Medien oder auf Social-Media-Kanälen bezeichnet, für die der/die Verkäufer*in des Produkts bezahlt hat. Händler*innen und Hersteller*innen nützen diese Möglichkeit, Werbung für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu machen und diese bekannt(er) zu machen oder die Marke zu stärken. Sponsored-Content ist meistens informierend und unterhaltend geschrieben und muss gekennzeichnet sein, sodass Leser*innen einer Zeitung oder eines Blogs zwischen richtigen Artikeln und dem bezahlten Inhalt unterscheiden können. |
Suchmaschinenoptimierung (SEO) | Suchmaschinenoptimierung (engl. SEO = search engine optimization) ist neben dem Search Engine Advertising (SEO) ein Begriff aus dem Suchmaschinenmarketing. Ziel ist, dass die Inhalte der eigenen Website, des Unternehmensblogs oder des Video-Channels möglichst weit oben in allen relevanten Suchmaschinen gelistet werden. Optimierende Maßnahmen sind z. B. eine bestimmte Wortwahl bei den Texten und die richtige Auswahl von Stichwörtern (Onpage-Optimierung) sowie die gezielte Angabe von relevanten Links, die dem eigenen Themenbereich entsprechen (Offpage-Optimierung). Für die Suchmaschinenoptimierung gibt es zahlreiche Software-Programme und Analyse-Instrumente. |
Werbung | Werbung ist ein wesentlicher Bestandteil des Marketings eines Unternehmens. Üblicherweise wird Werbung als "Absatzwerbung" verstanden, d. h. als eine vom Unternehmen ausgehende Maßnahme zur Absatz- und Verkaufsförderung des beworbenen Produktes. |