Markscheider*innen sind vor allem im Bereich des Bergbaus tätig. Sie erheben geologische Daten, führen Geländevermessungen durch und erstellen Karten von geologischen Schichten und Formationen. Für Bergwerke planen sie Sprengungen und den Bau von Stollen und Schächten. Sie berechnen die Lage und den Umfang von Rohstoffvorkommen wie z. B. Kohle, Erze und anderen Mineralien und erarbeiten Konzepte zu deren Nutzung und Erschließung. Im Rahmen ihrer Arbeit kennen sie die sicherheits- und umwelttechnischen Auflagen und Vorschriften und schätzen die Folgewirkungen des Bergbaus für die Umwelt ab.
Markscheider*innen arbeiten im Team mit verschiedenen Fachkräften und Spezialist*innen des Bergbaus zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf als Markscheider*in ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium z. B. in Montanistik, Vermessungswesen oder Geologie/Erdwissenschaften erforderlich.
Art: Masterstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Masterstudium
Abschluss:
PhD
Weitere Infos: https://boku.ac.at
BOKU University
Gregor-Mendel-Straße 33
1180 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 476 54 -0
Fax: +43 (0)1 / 476 54 -1044
email: boku4you@boku.ac.at
Internet: https://boku.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.plus.ac.at/studium/studienangebot/masterstudien/applied-geoinformatics/
Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Bachelor of Science (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12
8010 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 873 -0
Fax: +43 (0)316 / 873 -6125
email: info@TUGraz.at
Internet: https://www.tugraz.at/
Technische Universität Wien
Karlsplatz 13
1040 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 588 01 -0
Fax: +43 (0)1 / 588 01 -41099
email: infostud@tuwien.ac.at
Internet: https://www.tuwien.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Das Internationale Masterstudium Cartography wird gemeinsam von den Technischen Universitäten in München, Wien und Dresden angeboten.
Weitere Infos: https://www.tuwien.at/studium/studienangebot/masterstudien/geodaesie-und-geoinformation
Technische Universität Wien
Karlsplatz 13
1040 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 588 01 -0
Fax: +43 (0)1 / 588 01 -41099
email: infostud@tuwien.ac.at
Internet: https://www.tuwien.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
Master of Science (MSc, Dipl.-Ing., DI)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Weitere Infos: https://www.studienwahl.at
Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/
Art: Masterstudium
Dauer: 4 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium
Abschluss:
DiplomingenieurIn (Dipl.-Ing., DI)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien
Info:
Wählbare Studienschwerpunkte:
Weitere Infos: https://www.unileoben.ac.at/studium/master/rohstoffe/rohstoffgewinnung-und-tunnelbau-en/
Montanuniversität Leoben
Franz Josef-Straße 18
8700 Leoben
Tel.: +43 (0)3842 / 402-0
Fax: +43 (0)3842 / 402-7702
email: office@unileoben.ac.at
Internet: https://www.unileoben.ac.at/
a) reglementiertes Gewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
b) freie Berufe:
Voraussetzung dafür ist die Zulassung zur und Ablegung der Ziviltechnikerprüfung. Siehe dazu das Berufsprofil Ziviltechniker*in.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Das Markscheidewesen ist ein Sonderbereich des Vermessungswesens mit Spezialisierung auf den Bergbau. „Mark“ bezeichnet ein abgegrenztes Gebiet und „scheiden“ bedeutet in diesem Zusammenhang so viel wie „vermessen“. Markscheider*innen arbeiten in Bergbaubetrieben sowie in Planungsbüros von Behörden und Ministerien. Sie sind für Vermessungen im Rahmen des Bergbaues über und unter Tag (unterirdisch) zuständig, insbesondere für die Erstellung von geologischen Karten, welche die Lage und den Umfang von Rohstoffvorkommen darstellen.
Die von den Markscheider*innen erfassten Daten, Karten und Pläne dienen zur Standortbestimmung und liefern die Grundlage beim Bau von Bergwerken (z. B. Stollen-, Schacht-, Rohr- und Gleisführung). Markscheider*innen sind auch mit der Planung von Rekultivierungsmaßnahmen von stillgelegten Bergwerken befasst (z. B. Schließen und Sprengen der Stollen, Auffüllen von Schachtanlagen, Begrünen von Berghalden).
Neben ihrer naturwissenschaftlich-technischen Ausbildung verfügen Markscheider*innen auch über juristische Kenntnisse (z. B. Bergrecht), da sie für die Bergbauunternehmen die Besitzgrenzen und Nutzungsbereiche über und unter Tag feststellen. Anhand von Katasterauszügen und Grundbuchregistern klären sie Liegenschaftsfragen wie z. B. Wegerechte oder Zu- und Umleitungsrechte von Wasserstraßen (Bachläufe, Flüsse). In diesem Zusammenhang verhandeln Markscheider*innen mit Behörden und Grund- und Hausbesitzer*innen.
Markscheider*innen verwenden zur Erhebung von geologischen Daten verschiedene optische und elektronische Vermessungsinstrumente und -systeme wie z. B. GPS (Global Positioning System), GIS (Geoinformationssystem) und Remote Sensoring (Fernerkundung). Außerdem kommen Satellitenbilder, Fotografien und Videos zum Einsatz. Aus den ermittelten Daten stellen die Markscheider*innen Karten und Pläne manuell oder mit Hilfe spezieller Computerprogramme (CAD) her. Sie kennen und verwenden bergrechtliche Unterlagen und Gesetzestexte, Umweltschutzbestimmungen, Katasterauszüge und dergleichen mehr.
Markscheider*innen arbeiten in Planungs-, Zeichen- und Konstruktionsbüros und häufig im Freien oder unter Tag in Bergwerken. Sie arbeiten im Team mit Montanwissenschafter*innen (z. B. Geologe / Geologin, Geophysiker*in, Vermessungstechniker*innen oder Bergbautechniker*innen). Sie weisen Fachkräfte und Hilfskräfte an und stehen in Kontakt mit Grundbesitzer*innen sowie mit Mitarbeiter*innen von Bergbauunternehmen, Kammern und Behörden.
Der Beruf Markscheider*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:
Markscheider*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitutes (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitutes (WIFI) bieten Kurse und Lehrgänge zu verschiedenen relevanten Themenbereiche.
Außerdem ist für Markscheider*innen die laufende Lektüre von Fachzeitschriften, Expert*innen-Blogs, der Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen und die Teilnahme an Netzwerken eine wichtige Möglichkeit, sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung und Höherqualifizierung in Form eines zweiten oder weiteren Bachelor-, Master- oder PhD-studiums oder ein Weiterbildungsstudium (Universitäts- oder Fachhochschullehrgänge).
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
CAD | Abkürzung für "Computer Aided Design" (computerunterstütztes Design): Computerprogramme für Planung, Entwurf und Konstruktion. Zeichnungen und räumliche Darstellungen von geometrischen Formen und Modellen können von allen Seiten und aus allen Perspektiven gezeigt werden (3-D-Darstellungen). CAD beinhaltet Berechnungsanwendungen, Informationsbereitstellung, automatisiertes Zeichnen und rechnerunterstützten Entwurf. |
Geodäsie | Die Erdvermessung bzw. das Vermessungswesen. |
GPS | GPS ist die Abkürzung für "Global Positioning System", ein satellitengestütztes Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung. |
Ökosystem | ein System von verschiedenen Organismen (Tiere, Pflanzen), die in einer natürlichen Einheit und Wechselbeziehung stehen (z. B. Wald, Korallenriffe, Seen). Ein nachhaltig schädlicher Eingriff in ein Ökosystem gefährdet - wie in einer Kettenreaktion - alle darin lebenden Organismen. |
Umweltkartografie | Umweltkarten dienen der optischen Verdeutlichung räumlicher Strukturen und Entwicklungen von Umweltfaktoren. In der Umweltkartografie werden die Themen aller Umweltbereiche grafisch in Karten dargestellt, z. B. Schutzgebiete, Standortnetze für Infrastrukturen wie Anlagen der Abfallwirtschaft, Messnetze der Luftreinhaltung. Sie gewinnen in allen Bereichen für Forschung, Verwaltung und Planung sowie der Medien zunehmend an Bedeutung. |