Museumsaufseher*innen beaufsichtigen die ihnen zugeteilten Ausstellungsräume eines Museums. Sie führen Kontrollgänge durch und achten darauf, dass die Besucher*innen des Museums Sicherheitsvorschriften wie z. B. Rauchverbot, Sicherheitsabstand zu den Ausstellungsobjekten (Bilder, Gemälde, Skulpturen usw.) einhalten. In regelmäßigen Abständen überprüfen sie die Funktionstüchtigkeit von Alarmanlagen, Absperrungen und Überwachungskameras. Sie stehen den Besucher*innen für Auskünfte zur Verfügung und verkaufen gelegentlich auch Broschüren. Museumsaufseher*innen stehen in Kontakt mit Berufskolleg*innen und anderen Mitarbeiter*innen des Museums (z. B. °Kulturvermittler*in / Kunstvermittler*in, Reinigungspersonal) und mit den Museumsbesucher*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Museumsaufseher*in gibt es keine geregelte Ausbildung. Die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten werden in der Regel innerbetrieblich vor Ort vermittelt.
Eine selbstständige Berufsausübung als Museumsaufseher*in ist nicht vorgesehen.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
In einem Museum arbeiten Fachkräfte aus unterschiedlichsten Berufsgruppen zusammen: Kurator*innen, Museumsdirektor*innen, Restaurator*innen, das kaufmännische Personal, Kulturvermittler*innen sowie Reinigungs- und Sicherheitskräfte. Besonders die Museumsaufseher*innen sind in einem Museum fixer Bestandteil des Personals.
Bevor die Ausstellungsräume für die Besucher*innen geöffnet werden, schließen Museumsaufseher*innen die einzelnen Räume auf und nehmen den ersten Kontrollgang vor. Sie sind dafür zuständig, dass alle Sicherheitseinrichtungen wie Alarmanlagen, Absperrungen, Überwachungskameras und Notausgänge funktionieren. Während der Öffnungszeiten halten sie sich in den ihnen zugewiesenen Räumen auf und überwachen diese. Sie achten darauf, dass die Besucher*innen Absperrungen nicht übertreten und wertvolle Ausstellungsgegenstände wie Bilder, Gemälde, Skulpturen nicht berühren. Sie stehen den Besucher*innen für Auskünfte zur Verfügung und verteilen oder verkaufen Broschüren und Informationsmaterialien, in welchen die Ausstellung und die Ausstellungsgegenstände beschrieben sind. Im Notfall lösen sie Alarm aus und rufen die Sicherheitskräfte herbei.
Gegen Ende der Öffnungszeit fordern sie die Besucher*innen auf, die Museumsräume zu verlassen und kontrollieren anschließend den ordnungsgemäßen Zustand der Räumlichkeiten. Museumsaufseher*innen führen auch Transporttätigkeiten durch und helfen bei der Einrichtung von Ausstellungen bzw. der Aufstellung der Kunstwerke. In kleinen Museen reinigen sie die Ausstellungsräume und Vitrinen selbst, in großen Museen wird die Raumpflege vom Reinigungspersonal durchgeführt.
Museumsaufseher*innen achten auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und tragen meistens Uniformen als Dienstkleidung. Während ihrer Arbeit in den Ausstellungsräumen kommunizieren sie über Funkgeräte oder Mobiltelefone mit ihren Kolleg*innen und mit anderen Mitarbeiter*innen des Museums. Sie hantieren außerdem mit Broschüren, Informationsmaterialien, Ausstellungskatalogen und zunehmend mit digitalen Unterlagen. Außerdem arbeiten sie mit verschiedenen Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Absperrbänder, Lichtschranken, Glas- oder Kunststoffabsperrungen, Schließmechanismen usw.
Museumsaufseher*innen arbeiten in den Ausstellungsräumlichkeiten von Museen. Sie haben direkten Kontakt zu den Museumsbesucher*innen und zu den anderen Mitarbeiter*innen des Museums (z. B. zu den Angestellten des Museumshops, in dem Plakate, Bücher oder Kataloge verkauft werden), zu den Kulturvermittler*innen, zu anderem Sicherheitspersonal (z. B. Bewacher*innen) und zum Reinigungspersonal.
Museumsaufseher*innen haben üblicherweise geregelte Arbeitszeiten während der Öffnungszeiten des Museums, in dem sie tätig sind. Da Museen auch an Wochenenden und Feiertagen geöffnet halten, arbeiten Museumsaufseher*innen auch zu diesen Zeiten.
Museumsaufseher*innen sind in öffentlichen Museen und Galerien sowie in privaten Museen, Kunstsammlungen oder Stiftungen beschäftigt.
Museumsaufseher*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und weiter zu entwickeln.
Vor allem im Sicherheitsbereich ist es für Museumsaufseher*innen wichtig, sich auf dem Laufenden zu halten, z. B. durch den Besuch von facheinschlägigen Seminaren, die Vernetzung bei Veranstaltungen und Kongressen oder die Teilnahme an Expert*innennetzwerken (online und offline).
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) führen in vielen relevanten Themenbereiche Kurse und Lehrgänge durch, etwa in Büromanagement, Verwaltung und Administration.
In größeren Museen, wie z. B. Bundesmuseen, werden zur kaufmännischen Weiterbildung auch innerbetriebliche Kurse, Seminare und Schulungen durchgeführt.
Weiterbildung kann für Museumsaufseher*innen auch bedeuten, eine Fachausbildung im Rahmen einer Lehre zu absolvieren (etwa in einem kaufmännisch-administrativen Lehrberuf, Event-Management, Veranstaltungstechnik). Der Besuch von Vorbereitungs- oder Aufbaulehrgänge ermöglicht den Abschluss einer Höheren Schule, z. B. in einer Handelsakademie oder auch einer Höheren Schule im grafischen Bereich, Medienbereich usw.
Möglichkeiten zur beruflichen Höherqualifizierung bieten außerdem Vorbereitungs- und Aufbaulehrgänge für Berufstätige an berufsbildenden höheren Schulen, z. B. Handelsakademien. Mit dem Abschluss eines Aufbaulehrganges (3 Jahre) ist neben einer höheren Fachqualifikation außerdem die Matura verbunden, die ein Studium an Fachhochschulen und Universitäten ermöglicht.
Studium ohne Matura:
Für ein Studium an einer Fachhochschule, Universität oder Pädagogischen Hochschulen ist normalerweise die Matura einer Allgemeinbildenden (AHS) oder Berufsbildenden Höheren Schule (BHS) erforderlich.
Es bestehen aber auch andere Zugangsmöglichkeiten:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Expressionismus | Der Expressionismus ist eine Stilrichtung in der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Wie der Impressionismus und andere Richtungen war auch der Expressionismus eine Bewegung gegen den Naturalismus. Die Künstler*innen versuchten, eigene Eindrücke, Gefühle und Erlebnisse in ihrem künstlerischen Schaffen auszudrücken (engl.: to express). |
Hands-on Museum | Ein Hands-on Museum (auch Science Center) ist ein Ausstellungskonzept, in dem die Museums- bzw. Ausstellungsbesucher*innen angeregt werden, die dargestellten Inhalte, Zusammenhänge und Phänomene durch spielerisches Experimentieren, Anfassen und Mitmachen selbst zu erforschen. Hands-on Konzepte werden vor allem bei technischen/naturwissenschaftlichen Ausstellung zunehmend eingesetzt. |
Impressionismus | Der Impressionismus ist eine Stilrichtung der Malerei im späten 19. Jahrhundert, die sich von Frankreich aus verbreitete. Die impressionistische Malerei gilt mit ihren stilistischen und thematischen Neuerungen als Wegbereiterin der modernen und abstrakten Kunst. Charakteristische Maltechniken sind z. B. "pleinair" (unter freiem Himmel) oder "sur-le-motif" (vor dem Motiv). Vor allem die Lichteffekte und Stimmungen werden mit leichtem und farbintensiven Pinselauftrag eingefangen. |
Renaissance | Renaissance bezeichnet eine kunstgeschichtliche Epoche, die im 14. Jahrhundert in Italien begonnen hat. Als Kernzeitraum gilt das 15. und 16. Jahrhundert. Das französische Wort Renaissance bedeutet die „kulturelle Wiedergeburt der Antike“. Im weiteren Sinne meint Renaissance daher die Wiedergeburt des klassischen griechischen und römischen Altertums in seinem Einfluss auf die Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. |