Ordensmänner (Mönche) sind Mitglieder von religiösen Gemeinschaften und leben in Klöstern. Sie sind vor allem im sozial-karitativen, im Seelsorge- und im lehrenden Bereich tätig, wobei ihre Aufgabenbereiche stark von der jeweiligen Ordenszugehörigkeit abhängen. Oft sind Ordensmänner auch Priester oder als Religionslehrer an Schulen tätig, sie halten Kurse und Vorträge im Bereich der Erwachsenenbildung oder arbeiten in der Verwaltung der ordenseigenen Betriebe. Ordensmänner arbeiten mit Mitbrüdern, Ordensfrauen sowie mit Mitarbeiter*innen von Spitälern, karitativen Organisationen, Bildungseinrichtungen usw. zusammen und stehen in Kontakt mit Gemeindemitgliedern, mit kranken, pflegebedürftigen und hilfesuchenden Personen und Schüler*innen.
Ordensmänner arbeiten auch in verschiedenen Einrichtungen als Fachkräfte:
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Der Ausbildungsweg im Kloster ist von Orden zu Orden unterschiedlich. Der Eintretende verpflichtet sich zunächst für ein Jahr. Nach drei bis sechs Jahren entscheiden die Klosterangehörigen über die endgültige Aufnahme, wobei dann auch das Gelübde abgelegt wird.
Die Ausbildung im weltlichen Beruf erfolgt in der Regel vor dem Eintritt in das Kloster, sie kann aber auch während der Zeit der Ordenszugehörigkeit absolviert werden (z. B. ein Theologiestudium und die Ausbildung zum Priester).
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Ordensmänner leben ein Leben, das durch Gebet und Arbeit geprägt ist, sie wollen Gott und den Menschen dienen. Es gibt Klöster, die ihre Aufmerksamkeit vor allem nach innen ausrichten: Gebet, Meditation, Stille prägen ihren Alltag. Andere Gemeinschaften sind durch den Dienst an den Menschen geprägt, oft in kirchlichen Institutionen und diakonischen Aufgaben. Gebet und Gottesdienst haben einen wichtigen Platz im Leben jeder Ordensgemeinschaft. Dazu kommen Aufgaben im Beruf und alltägliche Dienste in der Gemeinschaft. Je nach erlerntem Beruf ist ein Ordensmann als Lehrer, Seelsorger und Pfarrer, Verwalter, Koch usw. tätig.
Ein wichtiger Aspekt dieses Berufes ist die soziale Arbeit, die Ordensmänner in den verschiedensten Bereichen verrichten, wobei Ordensmännern auch der Beruf des Priesters offensteht. Sie arbeiten bei Pfarrgemeinden im Gemeindedienst und helfen Familien, kranken und alten Personen und Menschen in Not- und Krisensituationen. Im Bereich der Seelsorge betreuen sie Menschen in den Pfarrgemeinden, in denen sie tätig sind oder in Krankenhäusern, Altenheimen, Haftanstalten und Jugendeinrichtungen und stehen ihnen als Gesprächs- und Ansprechpartner zur Verfügung. Ordensmänner arbeiten auch in karitativen Einrichtungen, Asylheimen und Sozialstationen. Weiters sind sie im Bereich der kirchlichen Erwachsenenbildung tätig, wo sie Seminare und Vorträge zu theologischen und sozialen Themen organisieren oder selbst halten. Als Lehrer unterrichten sie an Schulen, als Missionare sind sie im Ausland in Entwicklungsländern oder in Krisenregionen tätig und leisten dort einen wichtigen, mitunter unverzichtbaren Beitrag, indem sie z. B. Schulen, Krankenhäuser, Werkstätten aufbauen und leiten.
Ordensmänner leben in Klöstern bzw. in klosterähnlichen Gemeinschaften. In klostereigenen Gewerbebetrieben, Werkstätten und Gärten führen Mönche handwerkliche und land- und forstwirtschaftliche Arbeiten aus und stellen verschiedene Produkte her (z. B. Salben, Marmeladen, Kräutermischungen, Getränke), die zum Verkauf angeboten werden. Zunehmende Bedeutung gewinnen auch touristische Aspekte: In historisch interessanten Klöstern werden Führungen für Besucher*innen abgehalten und Ausstellungen organisiert. Viele Klöster verfügen über eine architektonisch imposante Bibliothek mit kostbaren antiken Bücherbeständen (z. B. die Stifte Admont, Melk oder Klosterneuburg). Einige Klöster bieten auch Exerzitien, Einkehrtage, Gebets- und Besinnungsabende usw. an. Neben den für ihren Orden typischen Aufgaben führen die Ordensmänner auch verschiedene Verwaltungs- und Organisationsaufgaben durch.
In Österreich gibt es zahlreiche Männerorden (z. B. Jesuiten, Franziskaner, Benediktiner, Zisterzienser, Chorherrn), die sich als Klausurorden, Missionsorden, sozial-karitative oder Schulorden unterscheiden. Der Eintritt in einen Männerorden bzw. in eine Klostergemeinschaft erfordert die Ablegung des Zölibatsgelübdes, das heißt die freiwillige, jedoch verbindliche Entscheidung zu einer ehelosen Lebensform.
Ordensmänner arbeiten bei der Erledigung von Schriftverkehr und Verwaltungsaufgaben mit Computern/Laptops und den entsprechenden Geräten wie Druckern, Scannern und Kopiergeräten. Sie verwenden Datenbanken und diverses Büromaterial wie Ordner, Mappen und Journale. Bei Arbeiten in klostereigenen Werkstätten, Gärten, Küchen und land- und forstwirtschaftlichen Betrieben oder in den jeweiligen sozialen Einrichtungen verwenden sie die für den Beruf typischen Materialien, Werkzeuge und Geräte.
Arbeitsgrundlage von Ordensmännern sind weiters christlich theologische Texte wie z. B. die Bibel und Quellentexte von den so genannten „Kirchenvätern“ Augustinus, Thomas von Aquin usw. Sie lesen und verwenden Werkinterpretationen, Lexika, theologische Wörterbücher und Enzykliken (päpstliche Erlässe). Bei Gottesdiensten verwenden sie sakrale Geräte (z. B. Messkelche, Weihrauchkessel) und tragen Messgewänder.
Meist tragen Ordensmänner das für ihren Orden typische Ordensgewand.
Ordensmänner arbeiten in den Räumlichkeiten und am Gelände von Klosteranlagen, in Kirchen und Pfarrhöfen, in verschiedenen sozialen und karitativen Einrichtungen, Krankenhäusern, Kliniken, Kinderheimen, Schulen, Altenheimen, Hospizen, Asylheimen und Haftanstalten. Sie arbeiten eigenständig und im Team mit ihren Mitbrüdern, Ordensfrauen, Priestern, Pastoralassistent*innen und mit den Mitarbeiter*innen der unterschiedlichsten Institutionen.
Beschäftigungsmöglichkeiten für Ordensmänner bieten:
Ordensmänner haben durch ihren Dienst am Menschen und der Gemeinschaft ein breit gestreutes Aufgabenfeld. Daher sind auch Weiterbildungen in den verschiedensten Bereichen möglich und sinnvoll, um das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen zu ergänzen und zu vertiefen.
Viele Seminare werden von den Glaubensgemeinschaften selbst angeboten.
Weiterbildungsmöglichkeiten bieten zum Beispiel Hochschullehrgänge oder ein Studium/Zweitstudium, ein Weiterbildungsstudium oder ein weiterführendes PhD-Studium.
Außerdem ist die laufende Lektüre von Fachliteratur und -zeitschriften und die Vernetzung bei Veranstaltungen eine wichtige Möglichkeit, um sich auf dem neuesten Stand zu halten.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Exerzitien | darunter versteht man Zeiten, in denen sich Einzelne oder Gruppen intensiv und mehr als für sie selbst üblich dem Gebet und der Besinnung widmen. |
Seelsorge | Seelsorge bezeichnet eine Beratung und Hilfe in wichtigen Lebensfragen im kirchlichen bzw. religiösen Kontext. |