Tierarzthelfer*innen arbeiten an der Rezeption von Tierarztpraxen und Tierkliniken. Sie nehmen Anrufe entgegen, vergeben Termine und erledigen verschiedene Büroarbeiten, wie z. B. Schrift- und Telefonverkehr, Datenbanken und Kund*innenkarteien führen etc. Sie assistieren bei der Behandlung von kranken und verletzten Tieren. Sie helfen dabei, die Tiere zu beruhigen und halten sie bei Untersuchungen in ruhiger Lage. Sie reichen den Tierärzten und Tierärztinnen medizinische Instrumente und Geräte und reinigen und desinfizieren diese nach der Untersuchung. Tierarzthelferinnen arbeiten im Team mit den Tierärzten und -ärztinnen und mit Berufskolleg*innen und stehen in Kontakt mit den Tierbesitzer*innen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Für den Beruf Tierarzthelfer*in gibt es keine geregelte Ausbildung. Die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse für diesen Beruf werden hauptsächlich durch innerbetriebliche Schulungen oder facheinschlägige Kurzausbildungen vermittelt.
Die Österreichische Tierärztekammer bietet eine Ausbildung zum/zur akademisch geprüften Tierarzthelfer*in an. Infos dazu unter: www.tieraerztekammer.at/fortbildung/fortbildungskalender >> Veterinärakademie
Alternativ besteht seit Sommer 2018 die Möglichkeit einer Lehrausbildung zum/zur Tierärztlichen Ordinationsassistent*in (siehe °Tierärztliche Ordinationsassistenz (Lehrberuf)#).
Art: Schulausbildung
Dauer: 3 Jahre
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Abschluss:
Abschlussprüfung
Berechtigungen:
Info:
Ausbildungsdauer: 3 Jahre + 1 Jahr facheinschlägige Praxis
Berufschancen ergeben sich in den Bereichen: Futtermittelproduzent, Tierpfleger, Tierarztassistent, selbstständiger Tiertrainer, Qualifizierter Mitarbeiter oder selbstständig im Zoofachhandel, in Tierpensionen, Tierheimen, Hundeschulen, etc.
Ausbildungsschwerpunkte:
Verknüpfung von theoretischem und praktischem Wissen in den Bereichen
Weitere Infos: https://www.agrarschulen.at
Landwirtschaftliche Fachschule Hollabrunn
Sonnleitenweg 2
2020 Hollabrunn
Tel.: +43 (0)2952 / 21 33
email: office@diefachschule.at
Internet: https://lfs-hollabrunn.ac.at/
Schwerpunkte:
Landwirtschaftliche Fachschule:
Landwirtschaftliche Fachschule – Mehrberuflichkeit + Fleischverarbeitung
Bauern- und Bäuerinnenschule (Basis- und Fachausbildung)
Vorbereitungslehrgang Berufsreifeprüfung: Fachbereich Land- und Forstwirtschaft
Art: Sonstige Ausbildung
Dauer: 10 Wochenenden
Form: Berufsbegleitend
Voraussetzungen:
Abschluss: bei erfolgreicher Abschlussprüfung Zertifikat der VETAK: Akademisch geprüfte*r Tierarzthelfer*in
Info:
Kosten: EUR 4.116,00 inkl. USt
Dauer: Ausbildung erfolgt an 10 Wochenenden über rund 10 Monate und umfasst 170 UE Theorie und 60 UE Praxis sowie eine Lehrpraxis von mind. 160 Arbeitsstunden.
Die Ausbildung erfolgt in der Österreichischen Tierärztekammer.
Lehrinhalte:
Weitere Infos: https://www.tieraerzteverlag.at/vetak/tierarzthelferinnen
Österreichischer Tierärzteverlag Ges.m.b.H. – VETAKADEMIE (VETAK)
Hietzinger Kai 87
1130 Wien
Tel.: +43 (0)1 512 30 78
email: vetak@tieraerzteverlag.at
Internet: https://www.tieraerzteverlag.at/vetak/
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Der Aufgabenbereich von Tierarzthelfer*innen besteht in der Durchführung von administrativen und organisatorischen Arbeiten. Sie arbeiten an der Rezeption, nehmen Anrufe entgegen und vergeben und koordinieren Termine. Sie führen die Kund*innenkartei, geben Befunde ein, führen Abrechnungen durch, kontrollieren die Lagerbestände an medizinischen Artikeln (z. B. Arzneien, Impfstoffe) und Materialien (z. B. Mullbinden, Verbandszeug) und geben Nachbestellungen auf.
Tierarzthelfer*innen leisten während der tierärztlichen Behandlung einfache Assistenzdienste, die je nach Art und Größe der Ordination unterschiedlich sein können. Sie unterstützen die Tierärzte und -ärztinnen bei der Untersuchung, in dem sie helfen, die Tiere (z. B. Hunde, Katzen, Hamster) zu beruhigen und ruhig zu halten. Für die Behandlung bereiten sie Spritzen, Mullbinden, medizinische Geräte und Apparaturen vor und reichen sie dem Tierarzt/der Tierärztin. Nach der Untersuchung desinfizieren sie die verwendeten Instrumente, reinigen den Behandlungstisch und bereiten ihn für die nächste Untersuchung vor.
Tierarzthelfer*innen arbeiten mit Computer, Laptops und den entsprechenden Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner und Kopiergeräten und bedienen Telefonanlagen und Mobiltelefone. Sie verwenden diverses Büromaterial wie Ordner, Mappen, Hefter usw. und führen Kund*innenkarteien, Datenbanken, Diagnoseblätter, Dokumente, Listen und Journale. Bei und nach Untersuchungen hantieren sie auch mit medizinischen Instrumenten, Medikamenten und Heilbehelfen.
Tierarzthelfer*innen arbeiten in den Büro- und Untersuchungsräumen von Tierarztpraxen und Tierkliniken. Sie arbeiten mit Tierärzten und -ärztinnen (siehe Tierarzt / Tierärztin) zusammen und stehen in Kontakt zu Kund*innen, Lieferant*innen und Mitarbeiter*innen von Ämtern und Behörden.
Tierarzthelfer*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Neue Entwicklungen und Weiterbildungsbereiche betreffen z. B:
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Hygiene | Als Hygiene werden alle Maßnahmen bezeichnet, die dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Das betrifft die persönliche Hygiene (z. B. regelmäßiges Händewaschen) genauso wie Hygiene im Arbeitsbereich von medizinischen oder pflegenden Berufen (z. B. Sterilisation von Arbeitsgeräten, Desinfektion von Wunden), aber auch den Bereich Lebensmittel, Wohnen- und Arbeiten. |