Paläontologe / Paläontologin

Paläontologen und Paläontologinnen studieren und erforschen fossile, ausgestorbene Lebewesen und Pflanzen der unterschiedlichen Erdzeitalter. Die Paläontologie ist ein Spezialgebiet der Biologie, das sich mit der frühesten Entwicklungsgeschichte von organischem Leben auf der Erde befasst. Im Rahmen von Feldforschungsprojekten führen Paläontologen und Paläontologinnen Ausgrabungen durch und bergen Skelette, Knochen und versteinerte Pflanzenteile, die sie anschließend in Labors untersuchen.

Paläontolog*innen bestimmen das Alter der Fundstücke, lagern diese fachgerecht in Archiven ein oder stellen sie in Vitrinen in naturkundlichen Museen aus. Sie arbeiten im akademischen Bereich an Universitäten und wissenschaftlichen Forschungsinstituten sowie in Museen, Archiven, Landesämtern und Ministerien im Team mit verschiedenen Fachkräften und Spezialist*innen zusammen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Feldforschungs- und Ausgrabungsprojekte planen, organisieren und durchführen
  • verschiedene Analysen und Untersuchungen an Gesteinsproben durchführen
  • Ausgrabungsgelände vermessen, abstecken und absichern
  • fossile Fundstücke wie z. B. Knochen, Skelettteile, Muscheln, versteinerte Pflanzenreste und dergleichen bergen, bestimmen, klassifizieren
  • pflanzliche und tierische Fossilien nach Art und Alter bestimmen und erd- und evolutionsgeschichtlich einordnen
  • Skelette und Knochen restaurieren und rekonstruieren
  • Objekte fachgerecht konservieren, präparieren, einlagern oder ausstellen
  • geologische und topologische Karten anfertigen, Gesteinsschichten datieren
  • bei der Erkundung von Lagerstätten, z. B. von Erdöl, Salz, Kohle und Erz mitwirken
  • naturkundliche Museen und Sammlungen leiten, Ausstellungen planen und betreuen
  • Lehr- und Forschungstätigkeiten an Universitäten ausüben, Studierende betreuen
  • Studien und Ergebnisse veröffentlichen, Publikationen erstellen, Vorträge abhalten

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Auge-Hand-Koordination
  • gute körperliche Verfassung
  • Unempfindlichkeit gegenüber Staub
  • Wetterfest

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • chemisches Verständnis
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gute Beobachtungsgabe
  • handwerkliche Geschicklichkeit

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Ausdauer / Durchhaltevermögen
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Geduld
  • Geschichtsbewusstsein
  • Sicherheitsbewusstsein
  • Umweltbewusstsein
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • Reisebereitschaft

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • interdisziplinäres Denken
  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • systematische Arbeitsweise

Für den Beruf Paläontologe / Paläontologin ist in der Regel ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium in Biologie, Zoologie oder naturwissenschaftliche Anthropologie erforderlich.

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

Reifeprüfung oder Berufsreifeprüfung

Abschluss:

Bachelor of Arts (BA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Science (BSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Info:

Die Studierenden können nach dem zweiten Semester ein Schwerpunktfach wählen. Folgende Schwerpunktfächer zur Wahl: Mineralogie-Kristallographie, Material- und Rohstoffforschung; Petrologie, Ressourcen und Umwelt, Geochemie, Geologie oder Paläontologie

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

NAWI Graz – Kooperation der Universität Graz und der TU Graz in den Naturwissenschaften
Münzgrabenstraße 12/2
8010 Graz

Tel.: +43 (0)664 / 963 2204
Fax: +43 (0)664 / 963 2209
email: info@nawigraz.at
Internet: http://www.nawigraz.at

Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 873 -0
Fax: +43 (0)316 / 873 -6125
email: info@TUGraz.at
Internet: https://www.tugraz.at/

Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Info:

Die Studierenden können nach dem zweiten Semester ein Schwerpunktfach wählen. Folgende Schwerpunktfächer zur Wahl: Mineralogie-Kristallographie, Material- und Rohstoffforschung; Petrologie, Ressourcen und Umwelt, Geochemie, Geologie oder Paläontologie

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
email: studium@plus.ac.at
Internet: https://www.plus.ac.at/

NAWI Graz – Kooperation der Universität Graz und der TU Graz in den Naturwissenschaften
Münzgrabenstraße 12/2
8010 Graz

Tel.: +43 (0)664 / 963 2204
Fax: +43 (0)664 / 963 2209
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Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 873 -0
Fax: +43 (0)316 / 873 -6125
email: info@TUGraz.at
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Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Bachelorstudium

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Reifeprüfung (Matura), Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung

Abschluss:

Bachelor of Arts (BA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes, facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Arts (MA)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Art: Masterstudium

Dauer: 4 Semester

Form: Vollzeit

Voraussetzungen:

abgeschlossenes facheinschlägiges Bachelorstudium

Abschluss:

Master of Science (MSc)

Berechtigungen:

Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen PhD-Studien

Weitere Infos: https://www.studienwahl.at

Adressen:

Universität Salzburg – Paris Lodron Universität Salzburg
Kapitelgasse 4-6
5020 Salzburg

Tel.: +43 (0)662 / 80 44 -0
Fax: +43 (0)662 / 80 44 -145
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Universität Graz – Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz

Tel.: +43 (0)316 / 380 -1066
Fax: +43 (0)316 / 380 -9030
email: 4students@uni-graz.at
Internet: https://studien.uni-graz.at/

Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 / 507 -0
Fax: +43 (0)512 / 507 -2804
email: studienberatung@uibk.ac.at
Internet: https://www.uibk.ac.at/

Universität Wien
Universitätsring 1
1010 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 42 77 -0
Internet: https://www.univie.ac.at/

Selbstständigkeit

Berufliche Selbstständigkeit ist vor allem als freiberufliche*r Wissenschafter*in, im journalistischen Bereich (Wissenschaftsjournalismus) oder auch in der Erwachsenenbildung möglich.

Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.



ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Paläontolog*innen erforschen die Entwicklungsgeschichte von Organismen, Pflanzen und Tieren im Erdfrühzeitalter, d. h. vor Auftreten des Homo Sapiens bzw. des Menschen. Zu diesem Zweck planen und organisieren sie Feldforschungs- und Ausgrabungsprojekte in denen sie nach Knochen- und Skelettteilen, versteinerten Überresten und Spuren ausgestorbener Organismen (Fossilien) suchen. Vor Beginn der Ausgrabungen führen sie Probebohrungen in unterschiedlichen Gesteinsschichten durch und untersuchen und vermessen das Gelände mit Radar-, Ultraschall- und Infrarotgeräten und lassen Aufnahmen von Satellitenkameras anfertigen.

Wenn sie auf Fundstücke (z. B. Dinosaurierknochen, versteinerte Muscheln und Pflanzen) stoßen, müssen sie mit äußerster Vorsicht und fachlicher Präzision vorgehen, um die seltenen Objekte bei der Bergung nicht zu zerstören. Anschließend führen sie in Labors verschiedene Untersuchungen und Analysen durch und versuchen das Alter der Fundstücke zu datieren. Dabei kommen verschiedene Methoden und Verfahren der Altersbestimmung, z. B. die Radiokohlenstoffdatierung (diese beruht auf dem radioaktiven Zerfall von Kohlenstoff) zum Einsatz. Anhand der gefundenen Knochen und Skelettteile versuchen Paläontolog*innen zu rekonstruieren, um welches Lebewesen es sich gehandelt hat. Schließlich sorgen sie für die sachgerechte Konservierung, Archivierung oder Ausstellung der Objekte.

Paläontologen und Paläontologinnen kommen auch bei der Erkundung von Kohle- und Erdöllagerstätten zum Einsatz. In diesem Zusammenhang führen sie Tiefenbohrungen durch und analysieren die zu Tage geförderten Gesteinsproben. Weiters studieren sie frühzeitliche (prähistorische) Umwelt- und Klimaveränderungen und ihre Auswirkungen auf die damalige Pflanzen- und Tierwelt. Vor allem versuchen sie das Aussterben verschiedener Tierarten, wie z. B. von Dinosauriern und prähistorischen Fisch- und Vogelarten zu erklären. Die Ergebnisse ihrer Forschungen publizieren sie in Form von Fachartikeln, Studien und Fachbüchern.

Arbeitsmittel

Paläontolog*innen arbeiten mit pflanzlichen und tierischen Fossilien, mit Skelettteilen und Knochen von Wirbeltieren, mit mikroskopisch kleinen Mikrofossilien, wie z. B. Pflanzensporen und -pollen sowie mit Erd- und Gesteinsproben. Bei den Ausgrabungsarbeiten hantieren sie mit feinen Handwerkzeugen wie Pinsel, Lupen und Pinzetten. Im Labor kommen die verschiedensten Analyse-, Mess- und Prüfgeräte und Mikroskope zum Einsatz.

Sie hantieren mit Skalpellen, Präpariernadeln, verschiedenen Lösungs- und Konservierungsstoffen sowie mit Röntgen- und Ultraschallgeräten. Für Vermessungsarbeiten verwenden sie geologische Karten und Pläne, Höhenmesser, Kompass, GPS (Global Positioning Systems) Satelliten und andere Vermessungsgeräte. Sie lesen und verwenden Fachbücher, Fachjournale, Handlexika, Datenbanken usw. und führen wissenschaftliche Arbeitsbücher, Aufzeichnungen und Dokumentationen.

Arbeitsumfeld

Paläontolog*innen arbeiten in den Büros, Archiven und Labors von wissenschaftlichen/universitären Institutionen und Forschungseinrichtungen und von naturhistorischen Sammlungen und Museen. Im Rahmen von Feldforschungs- und Ausgrabungsprojekten sind sie oft monatelang im Ausland unterwegs. Während der Ausgrabungen arbeiten sie im Freien, oft bei extremen Witterungsverhältnissen (z. B. Hitze, Wind, Regen, hohe Luftfeuchtigkeit, je nach Klimazone und Gebiet).

Paläontolog*innen arbeiten in internationalen und interdisziplinären Teams, bestehend aus verschiedenen Spezialist*innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Fachkräften, siehe z. B. Biologe / Biologin, Geologe / Geologin, Anthropologe / Anthropologin, Präparator*in (Lehrberuf).

Beschäftigungsmöglichkeiten für Paläontolog*innen bestehen insbesondere bei:

  • Universitäten, wissenschaftliche Instituten und Forschungsstellen
  • öffentliche Institutionen, wie z. B. Ämter und Ministerien
  • Unternehmen der Lagerstättenerkundung und Rohstoffgewinnung (Bergbau, Erdöl, Erdgas)
  • naturhistorische Museen und Sammlungen, Archiven und Bibliotheken

Der Beruf Paläontolog*in ermöglicht mit entsprechender Berufserfahrung und Weiterbildung beispielsweise die Spezialisierung auf:

  • institutsspezifische Fach- und Forschungsbereiche
  • Epochen der Erdgeschichte
  • Geologie, Mineralogie
  • Fachbereiche der Biologie, Zoologie
  • Feldforschungs- und Ausgrabungsprojekte
  • Museumswesen, Naturhistorische Museen
  • Rohstoffgewinnung (Bergbau, Erdöl, Erdgas)
  • wissenschaftliches Projektmanagement

Spezialisierungs- und Aufstiegsmöglichkeiten (Auswahl):

Paläontolog*innen sind beruflich ständig vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.

Neben Fachliteratur Onlinemedien, Kongressen oder anderen Fachveranstaltungen bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten für Paläontolog*innen beispielsweise über facheinschlägige Universitätslehrgänge und Weiterbildungsstudien. Außerdem besteht die Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung in Form eines Zweitstudiums oder weiterführenden PhD-Studiums.

Aber auch Weiterbildungseinrichtungen wie das Berufsförderungsinstitut (BFI), das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten zu verschiedenen relevanten Bereichen Kurse und Lehrgängen, z. B. für Projektmanagement, Qualitätsmanagement sowie zu betriebswirtschaftlichen Themenbereiche.

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Anthropologie

Anthropologie heißt wörtlich übersetzt soviel wie "Menschenlehre" bzw. die "Lehre vom Menschen" und handelt von der Entwicklungsgeschichte der Menschheit.

Archäologie

Altertumswissenschaft, Wissenschaft von den sichtbaren Überresten alter Kulturen.

GPS

GPS ist die Abkürzung für "Global Positioning System", ein satellitengestütztes Funkortungsverfahren zur Positionsbestimmung.

Paläontologie

Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdperioden

prähistorisch

bezeichnet die Vor- oder Urgeschichte der Erde vor dem Auftreten der ersten Steinwerkzeuge vor etwa 2,5 Millionen Jahren, bzw. vor Auftreten des Menschen (Homo Sapiens).

Radiokohlenstoffdatierung

Die Radiokohlenstoffdatierung (auch „C-14-Datierung“ genannt) ist eine Methode zur Altersbestimmung von kohlenstoffhaltigen Materialien bis zu einem Alter von etwa 50.000 Jahren. Sie beruht auf dem radioaktiven Zerfall des Kohlenstoff-Isotops 14C und wird vor allem in der Archäologie und Paläontologie eingesetzt, nachdem alle organischen Lebewesen, wie Pflanzen und Tiere, Kohlenstoff enthalten.

Topographie

Beschreibung und Darstellung von geographischen Lagen und Schichten.