Philosoph*innen beschäftigen sich auf wissenschaftlich-theoretischer Ebene mit Fragen des menschlichen Denkens bzw. mit den Grundlagen von Erkenntnis, Wissen und Handeln. Sie behandeln damit Problembereiche, die über das Arbeitsfeld von einzelnen Fachwissenschaften hinausgehen. Die Philosophie ist in verschiedene Fachbereiche (z. B. Erkenntnistheorie, Ethik, Sozialphilosophie) und philosophische Traditionen (z. B. Antike Philosophie, Phänomenologie, Strukturalismus) gegliedert.
Philosoph*innen führen Forschungsprojekte durch, verfassen und publizieren Studien und Artikel und präsentieren ihre Arbeiten auf Fachtagungen und Kongressen. Sie lehren und forschen an Universitäten, unterrichten an Schulen oder sind im Kunst-, Kultur- und Medienbereich tätig. Philosoph*innen arbeiten mit Berufskolleg*innen, mit Expert*innen anderer Disziplinen und mit wissenschaftlichen Assistent*innen zusammen.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Eine selbstständige Berufsausübung ist vor allem im Rahmen einer freien Berufstätigkeit als Wissenschafter*in, Schriftsteller*in, Journalist*in usw. möglich.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessenvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Anthropologie | Anthropologie heißt wörtlich übersetzt soviel wie "Menschenlehre" bzw. die "Lehre vom Menschen" und handelt von der Entwicklungsgeschichte der Menschheit. |
Artes liberales | Lat.: "Die Sieben Freien Künste", die zum Grundwissen der Antike und des Mittelalters gehörten: Grammatik (das Regelsystem einer Sprache), Rhetorik (Redekunst), Dialektik (die Fähigkeit zur Diskussion), Arithmetik (Rechenkunst), Geometrie (Zweig der Mathematik, der sich mit den Gebilden der Ebene und des Raumes befasst), Astronomie (Sternkunde) und Musik. |
Ästhetik | Eine philosophische Teildisziplin. Dabei geht es um die Theorie des Schönen und dessen Erscheinungsformen in Kunst und Natur. |
Cognitive Science | Anglo-amerikanischer Begriff für Erkenntniswissenschaft. Dieser Zweig der Philosophie setzt sich mit dem Phänomen des Erkennens auseinander. Die cogitive science bedient sich dabei mehrerer Wissenschaften, wie der Mathematik, der Psychologie, der Medizin oder der Informatik. Man nennt diese Vorgehensweise interdisziplinär, also fächerübergreifend. |
Erkenntnistheorie | Darunter versteht man alle philosophischen Untersuchungen, die sich mit dem Phänomen des Erkennens befassen. |
Ethik | Ein Zweig der Philosophie. Die Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen. Darunter fallen die allgemeingültigen Verhaltensnormen und Wertvorstellungen (was die Gesellschaft für gut und richtig hält). |
Metaphysik | Eine Teildisziplin der Philosophie. Sie verdankt ihren Namen dem griechischen Philosophen Aristoteles. Die Metaphysik beschäftigt sich mit den letzten Fragen des Seins, also mit jenen Zusammenhängen des Daseins, die sinnlich nicht mehr erfassbar sind: mit Gott, der Seele, der Freiheit, der Welt (dem Ursprung der Dinge, dem Weltanfang). |
Semiotik | Teilgebiet der Linguistik (Sprachwissenschaft) sowie der Philosophie; Theorie der Zeichen; jedes Zeichen weist drei Aspekte auf: 1. das Zeichen selbst, 2. das Zeichen in Beziehung zu seinem Objekt, dem Bezeichneten und 3. das Zeichen in Beziehung zu seiner subjektiven Interpretation. |
Sprachphilosophie | Teildisziplin der Philosophie; erforscht die Entwicklung, Funktion und Bedeutung der menschlichen Sprache und Kommunikation. Ausgehend u. a. vom österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein (Anfang 20. Jhd.) hat sich diese Linie im anglo-amerikanischen Raum stark verbreitet. |
Strukturalismus | 1. In der Sprachwissenschaft: man betrachtet die Sprache als geschlossenes Zeichensystem und versucht, die sprachlichen Strukturen zu erforschen. |