Physiker*innen führen physikalische Experimente durch. Dabei erforschen sie grundlegenden Phänomenen der Natur und erklären diese mithilfe von Modellen oder Naturgesetzen.
Physiker*innen arbeiten sowohl in der Grundlagenforschung (vor allem an Universitäten und wissenschaftlichen Forschungsinstituten) als auch in angewandten Bereichen wie z. B. der Medizin, Chemie, Biologie und in der Technik. Im Bereich der Industrie (z. B. Elektrotechnik, Maschinenbau, Werkstofftechnik) arbeiten sie an der Entwicklung neuer Produkte und Produktionsverfahren mit. Ihr Berufsfeld ist also sehr breit gestreut und sie finden viele Beschäftigungsmöglichkeiten. Physiker*innen arbeiten vorwiegend in interdisziplinären Teams mit Berufskolleg*innen und Spezialist*innen verschiedener Fachbereiche.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Eine selbstständige Berufsausübung ist beispielsweise möglich durch:
a) Rechtskraftgewerbe:
Rechtskraftgewerbe sind reglementierte Gewerbe, bei denen die Zuverlässigkeit des Gewerbeanmelders / der Gewerbeanmelderin durch die Gewerbebehörde (Bezirksverwaltungsbehörde bzw. Magistrat) geprüft und festgestellt wird.
b) reglementierte Gewerbe:
Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes oder Handwerks sind, neben der Erfüllung der allgemeinen Voraussetzungen, Befähigungsnachweise zu erbringen, die in den angeführten Bundesgesetzblättern festgelegt sind.
Downloadmöglichkeit der Zugangsvoraussetzung und Prüfungsordnungen (Bundesgesetzblätter): Wirtschaftskammer Österreich: Prüfungs- und Befähigungsnachweise für reglementierte Gewerbe
Liste der reglementierten Gewerbe: Bundeseinheitliche Liste der reglementierten Gewerbe
c) freie Berufe, beispielsweise als Wissenschaftler*in
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt / Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt / Rechtsanwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist*in, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.
Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Atomphysik | Die Atomphysik beschäftigt sich mit dem Aufbau und der Funktionsweise der Atome. Atome sind die kleinsten, mit chemischen Mitteln nicht weiter zerlegbaren Elemente. Ein Atom ist etwa 10 Millionen mal kleiner als ein Millimeter. Der Name "Atom" kommt aus dem Griechischen "atomos" und heißt unteilbar. Diese Definition geht auf Demokrit zurück, einem griechischen Philosophen aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. Er erklärte die Welt als Zusammensetzung unvergänglicher Teilchen, die sich im leeren Raum bewegen. |
Biophysik | Die Wissenschaft von den physikalischen Vorgängen in und an Lebewesen. |
CERN | CERN ist die Europäische Organisation für Kernforschung, mit Sitz in Genf in der Schweiz. Am CERN wird physikalische Grundlagenforschung betrieben und mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. |
Elektron | Ein Elektron ist ein negativ geladenes Elementarteilchen. Elektronen umgeben den positiv geladenen Atomkern. Wenn sie sich bewegen, dann fließt elektrischer Strom. |
Elementarteilchen | Elementarteilchen sind die kleinsten bekannten Bausteine der Materie, im inneren des Atomkerns. |
Festigkeitslehre | Unter Festigkeitslehre versteht man die Wissenschaft der Kräfte und deren Wirkung auf und in einem Körper. Meist ist mit dem Körper ein Festkörper gemeint. Die Festigkeitslehre berechnet Widerstandsfähigkeit und Belastungsfähigkeit von Werkstoffen, Materialien und Produkten. |
Hertz | Physikalische Mess-Einheit für Anzahl der Schwingungen (Frequenz) pro Sekunde. Maßeinheit z. B. für Radiowellen, Funkwellen usw. Abk.: Hz. |
Hubble-Weltraumteleskop | Das Hubble-Weltraumteleskop ist ein Weltraumteleskop für sichtbares Licht, Ultraviolett- und Infrarotstrahlung, das die Erde in 590 Kilometer Höhe innerhalb von 97 Minuten einmal umkreist. |
Infrarot | Als "Infrarot" werden Wärmestrahlen bezeichnet, die im Spektrum zwischen dem roten Licht und den kürzesten Radiowellen liegen. |
interdisziplinär | eine fächerübergreifende Zusammenarbeit (vor allem im Bereich der Wissenschaft und Technik) in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, z. B. Zusammenarbeit von Medizin, Informatik, Physik und dergleichen. |
Kybernetik | Kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie "Steuermannskunst". Kybernetik ist ein mathematisches Spezialgebiet zur Erforschung der Struktur von komplexen Systemen. Im Zentrum steht der Ansatz, die Funktionsweise von organischen Systemen auf technische zu übertragen, diese also "nachzubauen". |
Large Hadron Collider (LHC) | Der Large Hadron Collider (Großer Hadronen-Speicherring) ist ein Teilchenbeschleuniger am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. In Bezug auf Energie und Häufigkeit der Teilchenkollisionen ist der LHC der leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt. |
Laser | Ein Gerät zur Verstärkung und Bündelung von Licht einer bestimmten Wellenlänge (Laserstrahl). |
Lasertechnik | Laser ist ein Gerät zur Verstärkung und Bündelung von Licht einer bestimmten Wellenlänge (Laserstrahl). Man unterscheidet zwischen Plasmalasern (Argon-Ionen-Laser), Dampflaser (Kupferdampf), Flüssigkeitslasern (Farbstoff), Festkörperlasern (Rubin) und Halbleiterlasern (Laserdioden). Die Lasertechnologie ist eine Schlüsseltechnologie, die in allen Industriezweigen der Branchen Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Feinmechanik, Optik, Elektrotechnik, Nachrichtentechnik oder Medizintechnik einen rasanten Einzug gehalten hat. |
Lichtgeschwindigkeit | Die Geschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische Wellen aller Wellenlängen (auch das Licht) im Vakuum ausbreiten. Ihr genauer Wert beträgt 299.792,458 km/s. Die Lichtgeschwindigkeit ist eine wichtige Naturkonstante. Sie ist die größtmögliche Geschwindigkeit für die Ausbreitung physikalischer Wellen und Signale im Raum. Die erste Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit gelang dem dänischen Astronomen Ole Römer im Jahr 1675 aufgrund der Verfinsterungszeiten der vier größten Jupitermonde. |
Nanoteilchen | Die Begriffe Nanopartikel oder Nanoteilchen bezeichnen Verbünde von einigen wenigen bis einigen tausend Atomen oder Molekülen. Ihre Größe liegt typischerweise bei 1 bis 100 Nanometern: Ein Nanometer (Abkürzung: nm) entspricht 0,000 000 001 Meter = 1 Millionstel Millimeter. |
Neutrino | Neutrinos sind Elementarteilchen. Sie gehören mit den Elektronen zu der Gruppe der Leptonen. Sie sind sehr leicht und elektrisch neutral, d. h. ungeladen. Sie entstehen z. B. beim radioaktiven Zerfall (beta-Zerfall) oder bei der Kernfusion in der Sonne. Da sie nur über die schwache Wechselwirkung mit anderer Materie reagieren, können sie große Massen, wie z. B. die Erde, durchfliegen, ohne dass sie bemerkt werden. |
Polarlicht | Polarlichter entstehen in der Hochatmosphäre, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Sonne in die tieferen Schichten der Atmosphäre vordringen und dort die Luftmoleküle zum Leuchten bringen. |
Rastertunnelmikroskop | Das Rastertunnelmikroskop ist ein Mikroskop, das in der Atomphysik, Oberflächenphysik und vor allem in der Nanotechnologie eingesetzt wird, um die physikalische Objekte auf molekularer bzw. auf atomarer Ebene zu untersuchen. |
Schwarzes Loch | abgestorbene Sterne mit mehr als 8 Sonnenmassen, welche ihre Brennmasse aufgebraucht haben. Mit einer gewaltigen Explosion schleudern sie den größten Teil ihrer Masse ins All. Der verbleibende Rest von rund 1,8 Sonnenmassen kollabiert zu einem ungeheuer massedichten Zwergstern von nur wenigen Kilometern Durchmesser, genannt schwarzes Loch, weil die Massedichte eine so ungeheure Gravitation (Schwerkraft) ausübt, dass weder Teilchen noch Lichtstrahlen entweichen können. Deshalb können Schwarze Löcher auch nicht gesehen werden. |