PR-Berater*in

PR-Berater*innen sind in oder für Unternehmen und Organisationen für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit (Public Relations) zuständig. Public Relations bedeutet die planmäßige Gestaltung und Imagepflege von Beziehungen eines Unternehmens/einer Institution zu ihren Kund*innen und Geschäftspartner*innen, zur Öffentlichkeit und den Medien. Ziel von PR ist es, strategische und dauerhafte Beziehungen aufzubauen und die Unternehmenswerte positiv zu präsentieren.

PR-Berater*innen planen, organisieren und leiten Maßnahmen zur Image- und Beziehungspflege wie z. B. Werbekampagnen, Pressekonferenzen, Unternehmenspräsentationen und Produkt Launches. Sie verfassen Pressetexte, Info-Materialien und Broschüren und sorgen für deren Verbreitung in print- und online-Medien und halten persönlichen Kontakt zu Journalist*innen und Redakteur*innen.

Akademischer Beruf
Hauptberuf

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • gute Stimme

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung generativer künstlicher Intelligenz (KI)
  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute Deutschkenntnisse
  • Repräsentationsvermögen
  • wirtschaftliches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Argumentationsfähigkeit / Überzeugungsfähigkeit
  • Aufgeschlossenheit
  • Durchsetzungsvermögen
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kund*innenorientierung
  • Motivationsfähigkeit
  • Verhandlungsgeschick

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Beurteilungsvermögen / Entscheidungsfähigkeit
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Selbstorganisation
  • Selbstvertrauen / Selbstbewusstsein
  • Verschwiegenheit / Diskretion
  • Zielstrebigkeit

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Mobilität (wechselnde Arbeitsorte)

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Koordinationsfähigkeit
  • Kreativität
  • logisch-analytisches Denken / Kombinationsfähigkeit
  • Organisationsfähigkeit
  • Planungsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Selbstständigkeit

Die Möglichkeit der selbstständigen Berufsausübung ist unter anderem gegeben durch:

a) Freie Gewerbe:

  • Public Relations Berater (PR-Berater)
  • Werbeagentur
  • Werbearchitekt
  • Werbegrafikdesigner
  • Werbemittelverteiler
  • Werbetexter
  • Werbungsvertreter
  • Adressverlage und Direktmarketingunternehmen
  • Markt- und Meinungsforscher
  • Multimedia-Agentur

Informationen zum „Freien Gewerbe“: freie Gewerbe erfordern in der Regel keinen Befähigungsnachweis, sondern lediglich eine Anmeldung bei der Gewerbebehörde. Grundsätzlich richtet sich der Gewerbeumfang nach dem Wortlaut der Gewerbeanmeldung.

Liste der Freien Gewerbe:

ALLGEMEINE HINWEISE:

Selbstständige Tätigkeiten sind alle Tätigkeit, die du in eigener Verantwortung (also nicht angestellt), regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben willst. Für viele dieser Tätigkeiten brauchst du eine Gewerbeberechtigung. Es gibt aber auch sogenannte Freie Berufe (freiberufliche Tätigkeiten) und land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Auch für viele dieser Tätigkeiten gibt es eigene Rechtsvorschriften für die selbstständige Berufsausübung, manche können aber auch ohne besondere Voraussetzungen selbstständig ausgeübt werden.

In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (egal, ob im Rahmen eines Gewerbes, als freiberufliche Tätigkeit, im Rahmen eines Land- und forstwirtschaftlichen Betriebes) musst du diese bei der zuständigen Sozialversicherungsanstalt und dem zuständigen Finanzamt melden. Je nach selbstständiger Tätigkeit gibt es noch andere Meldepflichten oder Register, in die du dich eintragen musst.

Selbstständige Tätigkeiten, für die eine Gewerbeberechtigung erforderlich ist, musst du außerdem bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat) anmelden.
Unabhängig von einem oft notwendigen Befähigungsnachweis musst du dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • das 18. Lebensjahr muss vollendet sein
  • österreichische Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines anderen EU-Mitgliedstaates (oder eines Staates, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht) oder es liegt ein gültiger Aufenthaltstitel vor, der zur selbstständigen Tätigkeit berechtigt
  • keine Ausschließungsgründe (z. B. abgewiesene Konkursanträge, Bestrafung wegen Finanzstrafdelikten)

Für weitere Informationen schau dir unseren Thementext Im Fokus: Selbstständigkeit an oder nutze eine der folgenden Quellen und Kontakte:

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ein Planungs- und Organisationsverfahren, das in der Lager- und Warenbewirtschaftung, aber auch in Werbung und Marketing eingesetzt wird. Die Analyse klassifiziert und systematisiert Güter, Materialien, KundInnen, LieferantInnen und andere Parameter je nach ihrer Bedeutung und Wichtigkeit/Dringlichkeit. In abfallender Reihenfolge A, B, C usw. ergibt sich eine Rangfolge, welche hilft, Präferenzen zu setzen und die betriebliche Planung auf jene Faktoren zu lenken, die für den Erfolg am meisten ausschlaggebend sind, und jene Faktoren zu kürzen oder zu streichen, die es am wenigsten sind.

Awareness Advertising

Für manche Produkte wird in einem Land oder einer Region Werbung betrieben, obwohl dieses Produkt dort noch nicht oder nur in geringem Umfang verfügbar ist bzw. dort vor der Markteinführung steht. Ziel dieser Werbestrategie ist der vorzeitige Aufbau eines bestimmten Markenimages und Bekanntheitsgrades bei den zukünftigen Kunden und Kundinnen.

Briefing

engl. to brief = zusammenfassen, austauschen und auf den laufenden Stand bringen, eine Kurzfassung erstellen; vor allem wichtig bei laufenden Projekten.

Content-Marketing

Content-Marketing ist eine Form des Marketing, das den Schwerpunkt auf den Content (= Inhalt) legt. Im Gegensatz zu klassischen Werbestrategien (z. B. Printprodukte, Inserate, Werbespots) werden die Werbeinhalte beim Content-Marketing über Social Media, Blogs, Unternehmenswebsites, aber auch über Videos, Webinare oder Newsletter verbreitet. Diese Inhalte sollen die Kund*innen informieren, unterhalten, Vertrauen aufbauen und die Meinung bzw. Kaufentscheidung beeinflussen. Sie sind oft locker und unterhaltsam aufbereitet (z. B. Form von persönlichen Geschichten) und nützen einen Mix aus verschiedenen Medien (Fotos, Videos, Text).

Corporate Design

Das Corporate Design (CD) bezeichnet den Außenauftritt und die öffentliche Erscheinungsform eines Unternehmens z. B. in Form von wiedererkennbaren Logos und Labels oder einer einheitlichen Farbgebung.

Corporate Identity

Die Corporate Identity (CI) beschreibt die Identität eines Unternehmens, also die Art, wie ein Unternehmen sich selbst nach innen und außen darstellt. Wichtig ist, dass diese Darstellung einer einheitlichen Linie folgt. Das betrifft das einheitliche Verhalten (Corporate Culture), die einheitliche Kommunikation (Corporate Communications) und das einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD).

Corporate Wording

Corperate Wording ist Teil einer Kommunikationsstrategie (Corporate Communications, CC) eines Unternehmens. Es gibt bestimmte Worte, Formulierungen und Phrasen vor, die in allen Kommunikationskanälen (Website, Jahresbericht, Mitarbeiter*innenzeitung, Werbung) verwendet werden sollen z. B. positive Formulierungen im Kund*innenkontakt, bestimmte Produktbezeichnungen, Anredeformen für Kund*innen. Ziel ist eine einheitliche Kommunikation von allen Abteilungen und Mitarbeiter*innen des Unternehmens, passend zur Corporate Identity (CI), (Corporate Culture, CC) und dem einheitliche Erscheinungsbild (Corporate Design, CD).

Fundraising

Fundraising bezeichnet die professionelle Beschaffung von Geldmitteln bzw. die Werbung um Geldspenden für Wohltätigkeitszwecke.

Human Relations

Unter Human Relations versteht man die Beziehungen einer Unternehmung/Institution zu ihren Mitarbeiter*innen. Instrumente der Förderung und Verbesserung dieser Beziehungen sind z. B. Betriebsausflüge, Betriebsfeiern, Newsletter für MitarbeiterInnen, Leistungs-Prämien, Preise usw.

Incentive Events

engl.: incentive = Anreiz, Ansporn; Incentive Events sind bestimmte Veranstaltungen, Workshops oder Präsentationen für Kund*innen, Franchisenehmer*innen, Mitarbeiter*innen etc., die darauf ausgerichtet sind, die Beziehung der Besucher*innen zum Unternehmen zu stärken (z.B. die Motivation, das Kaufverhalten etc. zu fördern).

Industrial Relations

ist Teil von Public Relations Strategien. Bedeutet soviel wie "Beziehungspflege zu Geschäfts- und BranchenpartnerInnen", d. h. zu Kund*innen, Teilhaber*innen und Geschäftspartner*innen, Lieferant*innen, Banken oder Versicherungen; darunter fallen alle Maßnahmen, die darauf abzielen, diese Beziehungen zu fördern und zu stärken, z. B. Aussenden von Info-Broschüren, Präsentationsmappen, Geschäftsberichte etc.

Influencer-Marketing

Influencer-Marketing nutzt das Prinzip der "Mundpropaganda", um bestimmte Marken oder Produkte gut zu positionieren, die Kundenbindung zu erhöhen, neue Produkte auf dem Markt einzuführen oder den Produktabsatz zu steigern. Die Werbestrategien werden nicht direkt, sondern indirekt über sogenannte "Einflussnehmer" (Influencer (m./w./d.)) und über ihre Informationskanäle (Blogs, Social Media) umgesetzt. Sie präsentieren und empfehlen Produkte, die für ihr Zielpublikum interessant sein könnten (z. B. ein neues Smartphone auf einem Technik-Blog) und beeinflussen so die Kaufentscheidungen ihrer Zielgruppe.

Key-Account-Management

Key-Account ist Englisch für "Schlüsselkund*innen". Diejenigen Kund*innen, die dem Betrieb den größten Umsatz bringen und im Rahmen der Marketing-Politik von speziellen "Key-Accountant-Manager*innen" betreut werden.

Lobbying

Lobbying ist die gezielte Vertretung von Interessen, mit dem Ziel, (z. B. politische) Entscheidungen im Sinne des Auftraggebers/der Auftraggeberin zu beeinflussen. Bekannte Lobbys sind z. B. die Industriellenvereinigung, die Wirtschafts- und Arbeiterkammern, Umweltschutzorganisationen usw.

Marketing

Marketing bezeichnet die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Verbesserung der Absatzmöglichkeiten.

Media Relations

Ein Teil von Public Relations Konzepten. Unter Media-Relations versteht man die Beziehungen von Unternehmen und Organisationen zu Vertreter*innen von Medien (z. B. Journalist*innen, Redakteur*innen). Instrumente der Media Relations sind z. B. Pressekonferenzen und -veranstaltungen, Broschüren und Infomappen, Presseaussendungen, E-Mail, Newsletter.

Newsletter

engl: = Info-Blatt, Info-Broschüre; Marketing- und Kundenbetreuungsmaßnahme. Newsletter werden über E-Mail von Unternehmen oder Organisationen an ihre Kund*innen/Abonnent*innen versandt. Sie enthalten Neuigkeiten, Informationen, Aktionen, Sonderangebote etc.

Profiling

engl; to profile = ein Profil erstellen; beim Profiling geht es darum, ein möglichst genaues Bild der Interessen und Bedürfnisse der Kund*innen/Verbraucher*innen zu erstellen, um Marketing- und Werbemaßnahmen optimal einsetzen zu können. Der Begriff wird auch in der Kriminalistik für die Erstellung von Täter*innenprofilen verwendet oder im Personalmanagement für Erstellung von Bewerber*innenprofilen, speziell bei Führungskräften.

Sales Promotion

Verkaufsförderung; strategische Planung und Durchführung von Maßnahmen eines Unternehmens, den Absatz bzw. Verkauf zu steigern.

Sponsoring

= finanzielle (oder auch tatkräftige) Unterstützung sozialer, kultureller, ökologischer, sportlicher oder wissenschaftlicher Einrichtungen bzw. Veranstaltungen durch eine Person oder ein Unternehmen mit dem Ziel, Image und Bekanntheitsgrad in der Öffentlichkeit zu steigern.