Diplomierte*r psychiatrische*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in

Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenpfleger*innen arbeiten in Psychiatrien, Nervenheilanstalten und psychiatrischen Abteilungen von Krankenhäusern. Dort betreuen und pflegen sie Menschen mit psychischen (seelischen) Störungen und neurologischen (nervlichen) Erkrankungen. Sie nehmen nicht nur betreuerische, sondern auch therapeutische und soziale Aufgaben wahr, wie z. B. Gespräche führen. Sie unterstützen ihre Patient*innen bei der Bewältigung des Alltags und bei der Wiedereingliederung in Familie, Beruf und Gesellschaft. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften aus dem medizinischen und sozialen Bereich.

Beruf mit schulischer (Fach-)ausbildung
Hauptberuf

Tätigkeiten und Aufgaben

  • Patient*innen beobachten, betreuen und pflegen, bei medizinischen Maßnahmen assistieren
  • Angehörige beraten und informieren, Behandlungs- und Pflegemaßnahmen zu Hause besprechen
  • psychiatrische Nachbetreuungen und Übergangspflege durchführen
  • Patient*innen zu Untersuchungen und Behandlungsmaßnahmen begleiten oder befördern
  • auf ärztliche Anweisung z. B. Untersuchungen vorbereiten, Medikamente verabreichen, Injektionen vorbereiten und verabreichen, Blut abnehmen, Infusionen vorbereiten und anschließen, Katheter setzen usw.
  • Patient*innen bei der Körperpflege, z. B. Waschen, Baden, Aufstehen, unterstützen und Hilfe leisten
  • Pflegepersonal und Hilfspersonal anweisen und koordinieren
  • Tätigkeiten im Bereich der Organisation und Verwaltung durchführen, z. B. Arzneimittel lagern und bestellen, Datenbanken, Listen und Karteien führen, Pflegemaßnahmen und Genesungsverlauf dokumentieren
  • Patientlnnen und Angehörige auf die Entlassung aus dem Krankenhaus vorbereiten, z. B. weitere Pflege- und Betreuungsmaßnahmen zu Hause besprechen, Dokumente und Rezepte ausfertigen

In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.

Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:

  • Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
  • genaues und sorgfältiges Arbeiten
  • selbstständiges Arbeiten
  • Einsatzfreude
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Fähigkeit und Bereitschaft mit anderen zusammen zu arbeiten (Teamfähigkeit)
  • Lernbereitschaft

Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.

DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.

Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

    Körperliche Anforderungen: Welche körperlichen Eigenschaften sind wichtig?

  • Beweglichkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • Kraft
  • Unempfindlichkeit gegenüber Gerüchen

     

    Fachkompetenz: Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden von mir erwartet?

  • Anwendung und Bedienung digitaler Tools
  • Datensicherheit und Datenschutz
  • gute Beobachtungsgabe
  • gute Deutschkenntnisse
  • medizinisches Verständnis

     

    Sozialkompetenz: Was brauche ich im Umgang mit anderen?

  • Aufgeschlossenheit
  • Bereitschaft zum Zuhören
  • Einfühlungsvermögen
  • interkulturelle Kompetenz
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kontaktfreude
  • Kritikfähigkeit
  • Kund*innenorientierung

     

    Selbstkompetenz: Welche persönlichen Eigenschaften sollte ich mitbringen?

  • Aufmerksamkeit
  • Belastbarkeit / Resilienz
  • Flexibilität / Veränderungsbereitschaft
  • Freundlichkeit
  • Geduld
  • Gesundheitsbewusstsein
  • Selbstbeherrschung
  • Selbstmotivation
  • Selbstorganisation
  • Verschwiegenheit / Diskretion

     

    Weitere Anforderungen: Was ist sonst noch wichtig?

  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • Hygienebewusstsein
  • Infektionsfreiheit

     

    Methodenkompetenz: Welche Arbeits- und Denkweisen sind wichtig?

  • Organisationsfähigkeit
  • Problemlösungsfähigkeit

Die Ausbildung zur/zum Diplomierten psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpfleger*in ist dem Bereich „gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege“ zuzurechnen. Die Ausbildung erfolgt in der Regel über einjährige Sonderausbildungen (1600 Stunden). Voraussetzung dafür ist die Ausbildung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege (Schule oder Fachhochschulstudium).

Voraussetzung für die Ausübung dieses Berufs ist die Registrierung im Gesundheitsberuferegister.

Art: Fachhochschullehrgang

Dauer: 3 Semester

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege
  • Aufnahmegespräch

Abschluss:

Akademische/r Expert*in in der Psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege

Berechtigungen:

Berufsberechtigung für die psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege

Adressen:

FH Gesundheitsberufe OÖ – Ausbildungszentrum am Med Campus V
Krankenhausstraße 26-30
4020 Linz

Tel.: +43 (0)50 344 200-00
Fax: 050 344/20000
email: office@fhgooe.ac.at
Internet: https://www.fh-gesundheitsberufe.at/

FH Salzburg – Campus Urstein
Urstein Süd 1
5412 Puch/Salzburg

Tel.: +43 / 50-2211-0
Fax: +43 / 50-2211-1099
email: studienberatung@fh-salzburg.ac.at
Internet: https://www.fh-salzburg.ac.at/

Joanneum Academy – Weiterbildung an der FH Joanneum
Alte Poststraße 149/Standorte: Graz / Kapfenberg / Bad Gleichenberg
8020 Graz

Tel.: +43 (0)316 54 53 – 0
email: info@fh-joanneum.at
Internet: https://www.fh-joanneum.at/joanneum-academy/

fh gesundheit / fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Innrain 98
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 5322
Fax: +43 (0)512 5322 -75200
email: info@fhg-tirol.ac.at
Internet: https://www.fhg-tirol.ac.at/

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW)
Favoritenstraße 232
1100 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600
email: office@hcw.ac.at
Internet: https://www.hcw.ac.at/

Schwerpunkte:

Standort Favoritenstraße 222:

  • Department Angewandte Pflegewissenschaft
  • Department Applied Life Sciences

Standort Favoritenstraße 232:

  • Department Gesundheitswissenschaften
  • Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege

Art: Lehrgang

Dauer: 1 bis 2 Jahre (1.600 Stunden)

Form: Berufsbegleitend und Vollzeit

Voraussetzungen:

  • Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege gem. den Bestimmungen des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (Ausbildung im gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege)
  • Je nach Anbieter kann vor der Aufnahme ein Aufnahmegespräch oder ein Aufnahmetest durchgeführt werden

Abschluss: Akademische Expertin oder Akademischer Experte in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege

Berechtigungen: Berufsberechtigung im gehobenen Dienst der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege

Info:

Zielgruppe: Diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, die sich zur psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege weiterentwickeln wollen

Kosten: Je nach Anbieter unterschiedlich

Inhalt:

Theoretische Ausbildung (800 Stunden)

  • Psychiatrische und neurologische Gesundheits- und Krankenpflege
  • Pflege von alten Menschen, Palliativpflege
  • Medizinische Grundlagen einschließlich Psychopathologie, Psychiatrische und neurologische Krankheitslehre, Pharmakologie
  • Gerontologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie
  • Soziologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialhygiene
  • Gesprächsführung, psychosoziale Betreuung und Angehörigenarbeit
  • Supervision
  • Kreativitätstraining
  • Strukturen und Einrichtungen der gesundheitlichen und sozialen Versorgung, Organisationslehre
  • Berufsspezifische Rechtsgrundlagen

Praktische Ausbildung (800 Stunden)

  • Akut und Subakut Psychiatrie
  • Neurologie, Neurochirurgie
  • Extramurale Pflege im Bereich der Psychiatrie

Schriftliche Fachbereichsarbeit und mündliche Diplomprüfung

Adressen:

Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Landesklinikum Donauregion Tulln
Alter Ziegelweg 10
3430 Tulln

Tel.: +43 (0)2272 / 9004 -24100
Fax: +43 (0)2272 / 9004 -49200
email: gukps@tulln.lknoe.at
Internet: https://pflegeschulen-noe.at

Schwerpunkte:

Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege:

  • Sonderausbildung in der psychiatrischen Gesundheits- und Krankenpflege
  • Pflegefachassistenz

FH Gesundheitsberufe OÖ – Ausbildungszentrum am Med Campus V
Krankenhausstraße 26-30
4020 Linz

Tel.: +43 (0)50 344 200-00
Fax: 050 344/20000
email: office@fhgooe.ac.at
Internet: https://www.fh-gesundheitsberufe.at/

FH Salzburg – Campus Urstein
Urstein Süd 1
5412 Puch/Salzburg

Tel.: +43 / 50-2211-0
Fax: +43 / 50-2211-1099
email: studienberatung@fh-salzburg.ac.at
Internet: https://www.fh-salzburg.ac.at/

Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit Süd des Landes Steiermark – Graz
Wagner-Jauregg-Platz 23
8053 Graz

Tel.: +43 (0)316 2191-2470
email: sgbzs@stmk.gv.at
Internet: https://www.gesundheitsausbildungen.steiermark.at

Schwerpunkte:

Medizinische Fachassistenz

Ausbildung in der Pflegeassistenz

Ausbildung in der Pflegefachassistenz

Ausbildung von der Pflegeassistenz zur Pflegefachassistenz

Höhere Lehranstalt für Pflege und Sozialbetreuung


Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe der Tirol Kliniken GmbH – Innsbruck
Innrain 98
6020 Innsbruck

Tel.: +43 (0)512 5322 – 0
Fax: +43 (0)512 5322 – 75200
email: info@azw.ac.at
Internet: https://www.azw.ac.at

Schloss Hofen – Wissenschafts- und Weiterbildungs GesmbH
Hofer Straße 26
6911 Lochau

Tel.: +43 (0)5574 / 49 30 -0
Fax: +43 (0)5574 / 49 30 -22
email: info@schlosshofen.at
Internet: http://www.schlosshofen.at

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW)
Favoritenstraße 232
1100 Wien

Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600
email: office@hcw.ac.at
Internet: https://www.hcw.ac.at/

Schwerpunkte:

Standort Favoritenstraße 222:

  • Department Angewandte Pflegewissenschaft
  • Department Applied Life Sciences

Standort Favoritenstraße 232:

  • Department Gesundheitswissenschaften
  • Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege

Selbstständigkeit

Eine selbstständige Berufsausübung ist in Form des freien Berufes Psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege möglich. Dazu ist der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (Qualifikationsnachweis) und eines Berufssitzes in Österreich zu erbringen und die Meldung der Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit bei der Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.

Zu beachten sind überdies – wie bei jeder selbstständigen Berufstätigkeit – die Meldepflichten bei Finanzamt und Sozialversicherung.

Alternativen (Auswahl)

Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.

Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.

Berufsinfos werden zur Verfügung gestellt von:

Folgende Inhalte löschen:

Arbeitsbereiche

Diplomierte psychiatrische Pflegefachkräfte betreuen Patient*innen mit vielfältigen Krankheitsbildern, z. B. suchtkranke, depressive oder manische Patient*innen, Menschen mit psychotischen Zuständen, Menschen, die auf Grund einer Persönlichkeitsstörung mit sich selbst und der Umwelt in Konflikt geraten sind, geistig und mehrfach behinderte Menschen sowie Personen die an neurologischen Erkrankungen leiden und bei der Bewältigung ihres Alltags auf fachliche Hilfe angewiesen sind.

Diplomierte psychiatrische Pflegefachkräfte unterstützen ihre Patient*innen bei der täglichen Hygiene, verabreichen fachärztlich verordnete Medikamente, kontrollieren laufend den Gesundheitszustand ihrer Patient*innen und assistieren den Ärzt*innen bei Untersuchungen und Behandlungen.
Sie sind aber auch wichtige Ansprechpersonen für ihre Patient*innen. Einfühlungsvermögen, Geduld und zuhören können sind deshalb besonders wichtige Fähigkeiten.

Diplomierte psychiatrische Pflegekräfte sind aber auch für verschiedene Verwaltungstätigkeiten verantwortlich. Sie erfassen und aktualisieren die Patient*innendaten in den Krankenblättern und Karteien und fungieren als Kontaktperson zu den Angehörigen.

Arbeitsmittel

Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenpfleger*innen verwenden verschiedene Arbeitsmittel der Grund- und Behandlungspflege, z. B. Waschschüsseln, Nierenschalen und Bettschüsseln und benutzen Messinstrumente wie Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte, Fieberthermometer und Personenwaagen. Sie bedienen medizinische Geräte und Instrumente, z. B. Monitore, Röntgengeräte und verwenden Materialien wie Verbände, Medikamente, Tabletten, Infusionen und Spritzen.
Im Officebereich führen sie Datenbanken, Karteien, Dokumente, Listen, Protokolle und Patientenbögen. Sie arbeiten an Computer und Laptop und bedienen Drucker, Scanner und Kopiergeräte sowie Telefonanlagen.

Arbeitsumfeld

Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenpfleger*innen arbeiten in psychiatrischen und neurologischen Krankenhäusern, Nervenheilanstalten, Rehabilitationskliniken oder psychiatrischen und psychotherapeutischen Ambulanzen. Sie halten sich in Patientenzimmern, in Untersuchungs- und Behandlungsräumen, in Operationssälen sowie in den Räumlichkeiten der Notfallaufnahme auf.

Diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenpfleger*innen haben intensiven Umgang mit ihren Patient*innen und deren Angehörigen. Sie arbeiten im Team mit Berufskolleg*innen sowie mit Fachkräften aus anderen Berufsgruppen, vor allem mit Ärzten/Ärztinnen (siehe Arzt / Ärztin) Psycholog*innen (siehe Psychologe / Psychologin), Physiotherapeut*innen, Ergotherapeut*innen, Stationsgehilf*innen sowie mit Fachkräften des sozialen Bereichs (siehe z. B. Sozialarbeiter*in)

  • psychiatrische und neurologische Krankenhäuser
  • Therapiezentren/Rehabilitationszentren/Nervenheilanstalten
  • Ambulanzen
  • sozialpsychiatrische Einrichtungen
  • Pflege- und Seniorenheime
  • mobile psychiatrisch-psychosoziale Betreuung
  • Wohnheime, Wohngemeinschaften, Übergangsheime etc.
  • Einrichtungen der Sozialarbeit
  • arbeitstherapeutische Einrichtungen
  • psychosoziale Beratungsstellen
  • forensische (gerichtsmedizinische) Einrichtungen

Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege sind verpflichtet, sich über den jeweiligen Stand der fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu informieren und danach zu handeln. Daher sind 40 Fortbildungsstunden innerhalb von 5 Jahren nachzuweisen. Die Krankenhäuser und Pflegeheime bieten vorwiegend betriebliche, aber auch berufliche Fortbildungen an.

Die Akademie für Fortbildungen und Sonderausbildungen führt Sonderausbildungen, Weiterbildungen und Fortbildungen gemäß der Richtlinien des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) sowie Universitätslehrgänge für lehrende und leitende Pflegepersonen durch.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Überblick:

  • Universitätslehrgänge für lehrende und leitende Pflegepersonen
  • Sonderausbildungen in der Pflege im Operationsbereich, in der Intensivpflege, in der pädiatrischen Intensivpflege, in der Anästhesiepflege, in der Pflege bei Nierenersatztherapie, in der Krankenhaushygiene
  • Weiterbildungen für leitende Pflegepersonen, onkologische Pflege, kardiologische Pflege, Pflege psychisch auffälliger Kinder und Jugendlicher, geriatrische Pflege, Praxisanleitung

Weitere Informationen und Kontakt:
Akademie für Fortbildungen und Sonderausbildungen (FBA) für den Bereich Pflege
Spitalgasse 23
1090 Wien
Tel: +43-(0)1-404 00-7320, -7321
Fax: +43-(0)1-404 00-7129

Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:

Ambient Assisted Living

Ambient Assisted Living (AAL) bedeutet frei übersetzt intelligente Assistenz im Alltag. Damit sind technische, oft elektronische Systeme, aber auch Konzepte und Methoden gemeint, die Menschen (insb. älteren oder behinderten Menschen) dabei unterstützen ihren Alltag möglichst selbstbestimmt zu bewältigen. Dazu zählen elektronische Steuerung für automatische Ein- und Ausschaltungen von Licht, elektrischen Geräten, Heizungen, Unterhaltungselektronik ebenso wie Notruf- und Sturzdetektoren, TeleMonitoring-Systeme oder automatische Alarmsysteme, wenn z. B. eine Herd zu lange unbeaufsichtigt eingeschaltet bleibt.

Neurose

Unter einer Neurose verstehen die meisten Fachleute eine seelisch bedingte Gesundheitsstörung, deren Ursachen dem Betroffenen nicht bewusst und letztlich in der Kindheitsentwicklung zu suchen sind. Typische Beschwerden sind Ängste, Zwänge oder auch körperliche Symptome, für die man aber keine eigentlichen körperlichen Ursachen finden kann.

Patientenanwaltschaft

Die Patientenanwaltschaft sind unabhängige und weisungsfreie Einrichtungen, die durch das Gesetz beauftragt sind, die Rechte und Interessen von Patientinnen und Patienten gegenüber Ärztinnen und Ärzten bzw. Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen zu vertreten, wenn es zu Konflikten und Meinungsverschiedenheiten kommt. Die konkrete Zuständigkeit der Patientenanwaltschaft ist von Bundesland zu Bundesland etwas unterschiedlich. Ihre Dienstleistungen sind kostenlos.

Psychodrama

Ziel dieser Therapieform ist die Freisetzung des kreativen Potentials im Menschen durch spielerisches Darstellen von Lebenssituationen. Das Psychodrama wurde von Jacob Moreno (1889-1974) in den 30er Jahren eingeführt.

Psychopharmaka

Oberbegriff für alle Medikamente, die in erster Linie die Psyche des Menschen beeinflussen. Die am häufigsten gebrauchten Psychopharmaka sind Antidepressiva und Neuroleptika (wirken z. B. gegen Beschwerden wie Stimmenhören und Verfolgungsängste).

Psychose

Die Psychose ist eine psychische Störung mit meist erheblichen Beeinträchtigungen der Wahrnehmung und des Körper- und Selbstempfindens. Eine Psychose kann wahnhafte Ausprägungen annehmen.