Radiologietechnolog*innen arbeiten in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen. Sie bereiten die Patient*innen auf radiologische Untersuchungen und Strahlenbehandlungen vor und machen Röntgenaufnahmen, bedienen Bestrahlungsapparate und führen die Behandlung entsprechend den ärztlichen Anweisungen durch. Weiters führen sie vorbeugende Kontroll- und Reihenuntersuchungen mit dem Schirmgerät und Röntgenaufnahmen zur Feststellung von Verletzungen (z. B. Brüchen nach Unfällen) oder krankhaften Veränderungen von Organen durch. Radiologietechnolog*innen arbeiten im Team mit Fachärzt*innen und haben Kontakt zu verschiedenen medizinisch-technischen Fachkräften.
Diagnostik und andere bildgebende Verfahren:
Therapie:
Nuklearmedizin:
Außerdem können Radiologietechnolog*innen auch in der Industrie, Forschung oder Veterinärmedizin tätig sein.
In jedem Beruf brauchst du spezielles fachliches Know-how, das in der Aus- und Weiterbildung vermittelt wird. In den beiden Menüpunkten Ausbildung und Weiterbildung findest du Informationen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für diesen Beruf.
Es gibt auch Kompetenzen, Fähigkeiten und Eigenschaften, die in allen Berufen wichtig sind. Dazu gehören besonders:
Die folgende Liste gibt dir einen Überblick über weitere allgemeine Anforderungen, die in DIESEM Beruf häufig gestellt werden. Diese können natürlich je nach Betrieb, Institution oder Organisation sehr unterschiedlich sein.
DENK DARAN: Viele dieser Anforderungen sind auch Bestandteil der Ausbildung.
Hinweis: Die Begriffe werden in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Die Ausbildung zur Radiologietechnologin/zum Radiologietechnologen dauert drei Jahre (6 Semester) und erfolgt in einem Bachelorstudium an Fachhochschulen.
Voraussetzung für die Ausübung dieses Berufs ist die Registrierung im Gesundheitsberuferegister.
Art: Bachelorstudium
Dauer: 6 Semester
Form: Vollzeit
Voraussetzungen:
Reifeprüfung, Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung facheinschlägige berufliche Qualifikationen (z. B. Lehre, Werkmeisterabschluss, BMS-Abschluss) mit Zusatzprüfung
Abschluss:
Bachelor of Science in Health Studies (BSc)
Berechtigungen:
Zugangsberechtigung zu facheinschlägigen Masterstudiengängen
Info:
Lehrinhalte: radiologisch-technische Methoden für Diagnostik und Therapie
Kosten: EUR 363,36 pro Semester + ÖH-Beitrag
Weitere Infos: https://www.fachhochschulen.ac.at
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Burgenland – Standort Pinkafeld
Steinamangerstraße 21
7423 Pinkafeld
Tel.: +43 (0)5 7705
Fax: +43 (0)5 7705 -1199
email: office@hochschule-burgenland.at
Internet: https://hochschule-burgenland.at/
FH Kärnten – Gesundheitscampus Klagenfurt
St. Veiter Straße 47
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel.: +43 (0)5 90 500 -3501
email: gesundheitswissenschaften@fh-kaernten.at
Internet: https://www.fh-kaernten.at
Fachhochschule Wiener Neustadt
Johannes Gutenberg-Strasse 3
2700 Wiener Neustadt
Tel.: +43 (0)5 0421 1
Fax: +43 (0)2622 / 890 84 -99
email: office@fhwn.ac.at
Internet: https://www.fhwn.ac.at/
Schwerpunkte:
Standort Campus 1: Johannes Gutenberg-Straße 3
Standort City Campus: Schlögelgasse 22-26
FH Gesundheitsberufe OÖ – Ausbildungszentrum am Med Campus VI
Paula-Scherleitner-Weg 3
4020 Linz
Tel.: +43 (0)50 344 200-00
email: office@fhgooe.ac.at
Internet: https://www.fh-gesundheitsberufe.at/
FH Gesundheitsberufe OÖ – Campus Gesundheit am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr
Sierningerstraße 170
4040 Steyr
Tel.: +43 (0)50 344 200-00
email: office@fhgooe.ac.at
Internet: https://www.fh-gesundheitsberufe.at/
FH Salzburg – Campus Salzburg (Uniklinikum LKH)
Müllner Hauptstraße 48
5020 Salzburg
Tel.: +43 (0)5 7255 –0
email: studienberatung@fh-salzburg.ac.at
Internet: https://www.fh-salzburg.ac.at/
FH Salzburg – Campus Urstein
Urstein Süd 1
5412 Puch/Salzburg
Tel.: +43 / 50-2211-0
Fax: +43 / 50-2211-1099
email: studienberatung@fh-salzburg.ac.at
Internet: https://www.fh-salzburg.ac.at/
FH Joanneum – Standort Graz
Alte Poststraße 149/Weitere Adressen: Alte Poststraße 147, 149, 152 + 154; Eggenberger Allee 11 + 13; Eckertstraße 30i
8020 Graz
Tel.: +43 (0)316 / 54 53-8200
Fax: +43 (0)316 / 54 53-8201
email: info@fh-joanneum.at
Internet: https://www.fh-joanneum.at
fh gesundheit / fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Innrain 98
6020 Innsbruck
Tel.: +43 (0)512 5322
Fax: +43 (0)512 5322 -75200
email: info@fhg-tirol.ac.at
Internet: https://www.fhg-tirol.ac.at/
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien (HCW)
Favoritenstraße 232
1100 Wien
Tel.: +43 (0)1 / 606 68 77 -6600
email: office@hcw.ac.at
Internet: https://www.hcw.ac.at/
Schwerpunkte:
Standort Favoritenstraße 222:
Standort Favoritenstraße 232:
Eine selbstständige Berufsausübung ist in Form des freien Berufes Radiologietechnologe / Radiologietechnologin möglich. Dazu ist der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung gemäß MTD-Gesetz (Qualifikationsnachweis) und eines Berufssitzes in Österreich zu erbringen und die Meldung der Aufnahme der freiberuflichen Tätigkeit bei der Bezirksverwaltungsbehörde erforderlich.
Zu beachten sind überdies – wie bei jeder selbstständigen Berufstätigkeit – die Meldepflichten bei Finanzamt und Sozialversicherung.
Freie Berufe sind selbstständige (freiberufliche) Tätigkeiten, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen (z. B. Arzt/Ärztin und andere Gesundheitsberufe, Rechtsanwalt/-anwältin, Musiker*in, Schriftsteller*in und andere Künstlerberufe). Für einige freie Berufe ist die Berufsausübung durch eigene Rechtsvorschriften (Ärztegesetz, Rechtsanwaltsordnung, Ziviltechnikergesetz etc.) geregelt und es bestehen eigene Interessensvertretungen (Kammern oder Berufsverbände), denen die Aufnahme der selbstständigen Berufstätigkeit gemeldet werden muss. Für andere freie Berufe, wie z. B. Künstler*in, Schriftsteller*in, Journalist/Journalistin, bestehen keine besonderen Rechtsvorschriften und Meldepflichten.
ALLGEMEINE HINWEISE:
Für jede Tätigkeit, die Sie selbstständig, regelmäßig und mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, ausüben wollen, brauchen Sie eine Gewerbeberechtigung (Ausnahme: Freie Berufe). Diese erhalten Sie durch Anmeldung bei der Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat).
Unabhängig von einem etwaigen Befähigungsnachweis müssen Sie dafür folgende Voraussetzungen erfüllen:
In allen Fällen einer selbstständigen Berufsausübung (ob im Rahmen eines Gewerbes oder als freiberufliche Tätigkeit) ist diese bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft und dem zuständigen Finanzamt zu melden.
Weitere Informationen und Kontakte:
Alternative Berufe sind Berufe, die entweder eine ähnliche Ausbildung oder ähnliche Aufgaben- oder Tätigkeitsbereiche haben, wie der Beruf, über den du dich gerade informierst. Die Ähnlichkeit kann auch in den Arbeitsmaterialien, den Arbeitsumgebungen liegen oder in der Art, wie du mit anderen Menschen zusammenarbeitest.
Diese Liste soll dir bei der Überlegung helfen, welche Berufe und Ausbildungen für dich noch interessant sein könnten und dich auf weitere Ideen bringen.
Radiologietechnolog*innen fertigen nach ärztlichen Anweisungen mit verschiedenen Verfahren (z. B. Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Röntgen) Bilder von Skelett und Organen an, damit festgestellt werden kann, welche Erkrankung oder Verletzung vorliegt. Mit Hilfe von Röntgenstrahlen und anderen bildgebenden Verfahren, wie Computertomographie und Ultraschall werden z. B. Knochen, Organe und Gefäße dargestellt. Sie unterstützen die behandelnden Ärzt*innen bei Kontrastmitteluntersuchungen von Organen und Blutgefäßen und arbeiten an Großgeräten wie Computer- und Magnetresonanztomographen
Ein besonderes Aufgabengebiet ist die Strahlentherapie. Hier werden Krebstumore mit Hilfe von Röntgen-, Gamma- oder Teilchenstrahlen behandelt und zerstört. Besonders in diesem Fachbereich arbeiten Radiologietechnolog*innen auch in Kooperation mit therapeutischen Fachkräften an der Wiederherstellung der Lebensqualität der Patient*innen. Sie bedienen dabei verschiedene Bestrahlungsgeräte, programmieren computergesteuerte Kontrollsysteme und begleiten ihre Patient*innen durch die Therapie.
In der Nuklearmedizin erhalten Patient*innen geringe Mengen kurzlebiger radioaktiver Substanzen (Radiopharmaka), die Informationen über Form, Lage und Funktion von Organen liefern. Mit Hilfe hochempfindlicher computerunterstützter Strahlenmessgeräte (z. B. Gamma-Kamera) kann die Verteilung im Körper und damit die Funktion bzw. Störung eines Organs bestimmt werden. Die exakte Bestimmung der Strahlenmenge und die Einhaltung der Strahlenschutzbestimmungen sind hierbei besonders wichtig.
Radiologietechnolog*innen bedienen Bestrahlungsapparate, Röntgengeräte, Schirmgeräte, Computertomographen, Magnetresonanztomographen usw. Sie programmieren computergesteuerte Kontrolleinstellsysteme und hantieren mit Strahlenmessgeräten, Laborgeräten und verschiedenen medizinischen Instrumenten. Sie tragen Schutzbekleidung wie Handschuhe, Mund- und Kopfschutz sowie Strahlenschutzbekleidung und verwenden fixe oder mobile Strahlenschutzwände zur eigenen Abschirmung vor der Bestrahlung.
Radiologietechnolog*innen arbeiten in den radiologischen Abteilungen (Radiologien) von Krankenhäusern, Kliniken und Spitälern im Team mit den Fachärzt*innen (siehe Arzt / Ärztin) und anderen medizinisch-technischen Fach- und Hilfskräften, siehe z. B. Diplomierte*r Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Diplomierte*r medizinische*r Fachassistent*in (MFA). Sie haben außerdem direkten Kontakt zu den Patient*innen und zu deren Angehörigen.
Informationen zu Weiterbildungsmöglichkeiten siehe:
Verband der Radiologietechnologinnen und -technologen Österreichs
Johannes Gutenberg-Strasse 3
2700 Wiener Neustadt
Tel.: +43 (0) 664 1 444 060
Fax: +43 (0) 2638 77303
Email: office@radiologietechnologen.at
Homepage: www.radiologietechnologen.at
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
Angiografie | Untersuchung der Blugefäße. Zur Darstellung der Blutgefäße wird ein jodhaltiges Kontrastmittel in die Blutgefäße gespritzt. Mit einer Röntgenaufnahme können dann die Blutgefäße und ihr Durchmesser sichtbar gemacht werden. |
Computertomographie | Die Computertomografie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, bei der Schnittbilder des Körpers gewonnen werden. Diese bieten den Vorteil, dass verschiedene Strukturen des Körpers (z. B. einzelne Organe) in ihren räumlichen Beziehungen zueinander besonders gut darstellbar sind. Gegenüber einer normalen Röntgenaufnahme hat die Computertomografie den Nachteil einer höheren Strahlenbelastung. |
Kernspin-Tomografie | Ein medizinisches Untersuchungsverfahren, das die Eigenrotation und den resultierenden Drehimpuls der Atomkernteilchen (Protonen und Neutronen), den Kernspin, ausnutzt. Die Kernspin-Tomografie bildet dabei die Körpergewebe in einer anderen Weise ab als die Computertomografie. Sie stellt insbesondere Weichteile des Körpers deutlicher dar. |
Kontrastmitteluntersuchung | Röntgenaufnahmen mit Kontrastmitteln dienen der Darstellung von Hohlräumen oder von mit Flüssigkeit gefüllten Strukturen - wie etwa Blutgefäße, Magen, Darm oder Harnwege. Dazu benötigt man ein Kontrastmittel, also eine Substanz, die strahlenundurchlässig ist. Auf dem Röntgenfilm erscheint dann eine weiße Fläche. |
Magnetresonanztomographie | Die Magnetresonanztomographie MRT (oder MR) ist ein bildgebendes Verfahren, das in der Medizin zur Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper eingesetzt wird. |
Nuklearmedizin | Nuklearmedizin ist ein medizinisches Sonderfach bei dem leicht radioaktive Medikamente verabreicht werden und so Stoffwechselvorgänge bildlich sichtbar gemacht werden können. Von Fachärztinnen und -ärzten der Nuklearmedizin wird auch das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie von Schilddrüsenerkrankungen abgedeckt. |